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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2025

Nicht ganz überzeugend

Mörderische Wahrheiten
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In Wien werden mehrere Jugendliche mit 21 Messerstichen ermordet. Sie tragen gelbe T-Shirts, graue Hosen und pinken Nagellack. Alles ist gleich wie bei einer Mordserie vor rund 20 Jahren. Nur der damalige ...

In Wien werden mehrere Jugendliche mit 21 Messerstichen ermordet. Sie tragen gelbe T-Shirts, graue Hosen und pinken Nagellack. Alles ist gleich wie bei einer Mordserie vor rund 20 Jahren. Nur der damalige Mörder sitzt im Gefängnis und stirbt, kurz bevor der 1. neue Mord passiert. Damals war Konrad stark in die Ermittlungen eingebunden und als er jetzt endlich aus dem Koma erwacht, kann er sich an nichts erinnern und trotzdem soll er zusammen mit Carlotta der Polizei helfen.

Das 2. Buch um Carlotta und Konrad. Man kann es auch gut lesen und verstehen, ohne das 1. zu kennen. Auch hier für mich wieder viel zu viel Nebenhandlung. Für mich ist es eher ein Roman mit ein paar Ermittlungen nebenbei. Eine gewisse Spannung ist vorhanden, doch speziell Carlotta wirkt auf mich nicht sympathisch. Es ist für mich auch nicht wirklich glaubwürdig, dass Carlotta mit ein paar Anrufen und Besuchen so einen großen Ermittlungsvorsprung gegenüber der Polizei haben soll. Und auf mich wirkt es auch überhaupt nicht glaubwürdig, dass der Mörder so wenig in die Ermittlungen einbezogen wird, obwohl das für mich naheliegend war und das Ende dann doch sehr dramatisch wurde.
Alles in allem ist das Buch gut lesbar und spielt zumindest teilweise an ungewöhnlichen Orten und mit ungewöhnlichen Personen. Für mich persönlich ist es eher Durchschnitt.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Der Totmacher

I Am Death. Der Totmacher (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 7)
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Vor dem Flughafen von L.A. wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Gefoltert und ermordet. Im Hals ein Zettel – mit Blut geschrieben: ich bin der Tod. Die Ermittler Hunter und Garcia versuchen, den ...

Vor dem Flughafen von L.A. wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Gefoltert und ermordet. Im Hals ein Zettel – mit Blut geschrieben: ich bin der Tod. Die Ermittler Hunter und Garcia versuchen, den Mörder zu finden. Stattdessen finden sie weitere Leichen und immer steht da irgendwo: Ich bin der Tod. Der Mörder gibt den Ermittlern noch weitere Hinweise, doch es gibt fast keine Spuren und so scheinen die Ermittlungen in einer Sackgasse zu landen…
Es ist der 7. Band um die Ermittler Hunter und Garcia. Für mich hat das Buch einige Schwächen. Für einige ist allerdings nicht der Autor zuständig. Zum einen finde ich den deutschen Titel „Der Totmacher“ schlecht gewählt. Warum hat man nicht den englischen Titel einfach übersetzt: „Ich bin der Tod“ wäre doch viel passender gewesen, weil genau diese Zeile auch öfter im Buch vorkommt. Zum anderen ist der Text auf der Buchrückseite wieder so geschrieben, dass ich das Gefühl habe, der Verfasser hat das Buch nie gelesen.
Unabhängig davon empfand ich dieses Buch allerdings als das Schwächste in der Reihe. Viel zu oft ermittelt Hunter nicht, sondern hat irgendwelche „Ahnungen“ und „Eingebungen“, die zwar dann richtig, aber oft nicht begründbar sind. Und dann drehen sich die ersten 100 Seiten um die eine Leiche mit wenig Spannung, danach wird – wie fast immer- lang und breit über die Folterungen geschrieben und am Ende gibt es beim Täter wieder eine Überraschung, aber mir erschien das wirkliche Ende nicht logisch. Was der Täter dann tut, hätte er auch viel eher tun können (mehr ins Detail möchte ich nicht gehen, um nichts zu verraten). Alles in allem ist es ein gut lesbarer Carter, der zum Ende hin eine gewisse Spannung aufbaut. Für mich allerdings nicht der große Wurf und im Vergleich zu den Vorgängerbänden (vor allem zu den ersten Teilen) ein deutlicher Abfall (und nebenbei bemerkt auch einige Seiten kürzer).

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Night falls

Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken
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Zwei Häftlinge brechen aus dem Gefängnis aus und kommen bis zum Haus von Sandy. Sie lebt dort mit ihrem Mann und ihrer 15-jährigen Tochter allein und abseits weiterer Häuser. Die Männer wollen eigentlich ...

Zwei Häftlinge brechen aus dem Gefängnis aus und kommen bis zum Haus von Sandy. Sie lebt dort mit ihrem Mann und ihrer 15-jährigen Tochter allein und abseits weiterer Häuser. Die Männer wollen eigentlich nur Kleidung und die Möglichkeit, weiter zu fliehen. Doch ein Schneesturm verhindert das und so bleiben sie im Haus, verletzen Sandys Mann schwer und machen auch vor weiterer Gewalt nicht halt. Und Sandy kennt den Anführer nur zu gut …
Das Buch beginnt gut und spannend. Die Gewalt ist spürbar, obwohl sich anfangs vieles auch auf der psychologischen Ebene abspielt. Es gibt einige Überraschungen, doch insgesamt verharrt das Ganze für mich in zu vielen Stereotypen. Da ist der Psychopath, der schon aus Kind – auch aufgrund seiner Mutter – aus der Spur lief, was man in Rückblenden als Leser erfährt. Er ist abgrundtief böse dargestellt. Dann ist der andere Häftling, eigentlich ein „guter“ Mensch von großer Körperkraft, aber willenlos und ohne geistige Fähigkeiten. Absurd für mich wurde es aber, als der Familienhund plötzlich in eigenen Kapiteln seine „Gedanken“ äußern darf. Es gibt einige Ungereimtheiten – die Verbrecher werden vom Schneesturm im Haus gehalten und können die Flucht nicht fortsetzen, aber die Polizei z. B. kommt problemlos zum Haus hinaus. Auch das Ende war nicht wirklich überzeugend.
Insgesamt ist das Buch gut lesbar, aber für mich aufgrund diverser Mängel nicht wirklich empfehlenswert.
Einen weiteren Punktabzug gibt es noch für das Cover. Das Buch spielt in einem Schneesturm, im allertiefsten Winter – das Cover zeigt ein Getreidefeld …

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Zwischen totlangweilig und superspannend

Nach einer wahren Geschichte
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Das Buch handelt von der Schriftstellerin Delphin. Sie hat mehrere Bücher geschrieben und ist dadurch in Frankreich sehr bekannt und berühmt. Dabei ist sie eigentlich ein sehr zurückhaltender Mensch, als ...

Das Buch handelt von der Schriftstellerin Delphin. Sie hat mehrere Bücher geschrieben und ist dadurch in Frankreich sehr bekannt und berühmt. Dabei ist sie eigentlich ein sehr zurückhaltender Mensch, als Kind war sie überängstlich. Auf einer Party lernt Delphin L. kennen. Sie selbst beschreibt sich als Ghostwriterin und bleibt mit allen weiteren Angaben anfangs sehr zurückhaltend, aber sie ist sehr selbstsicher und selbstbewusst. Es entwickelt sich eine Freundschaft und beide Frauen sprechen auch über Bücher und Literaturtheorie. L. kritisiert sehr viel an Delphin und so verfällt Delphine bei ihrem neuen Buch in eine riesige Schaffenskrise, die so stark wird, dass sie selbst nichts mehr schreiben kann – nicht mal mehr einen Einkaufszettel, sie kann den Computer nicht mehr hochfahren, es bereitet ihr körperliches Unbehagen. L. zieht bei ihr ein und hilft ihr vordergründig, doch Delphine hat mehr und mehr das Gefühl, L. übernimmt ihr Leben …

Zuerst an dem Buch aufgefallen ist mir das Cover. Zwar einfach, aber in der Zweiteilung kommt deutlich der Unterschied, aber auch die Gleichheit beider Frauen heraus.
Auch das Buch war für mich zweigeteilt. Die ersten 100 Seiten habe ich mich wirklich regelrecht gequält – und bin 2 x eingeschlafen. Es passiert fast nichts, dafür ellenlange detaillierteste Beschreibungen von L., was sie trägt, was sie sagt – oder auch viel Theoretisches über Literatur im Allgemeinen und einige Bücher bzw. Kinofilme im Speziellen. Das war mir zu viel und wie gesagt – ich habe mich deutlich gelangweilt und zum Weiterlesen zwingen müssen. Dabei war es vom Stil her eigentlich gut lesbar.
Erst ab dem 2. Drittel ändert sich das, da wird das Buch richtig spannend, denn man spürt Delphines Angst und L. „Übernahme“. Man wartet regelrecht darauf, was passiert. Es ist ein Spiel zwischen Wahrheit und Fiktion – wie weit ist es im Buch die Wahrheit bzw. wie weit erzählt uns hier die Schriftstellerin etwas über sich. Das alles bleibt eigentlich bis zum Ende offen und entwickelt eine eigene Dynamik und einen ganz eigenen Reiz.

Aufgrund dieser extremen Zweiteilung spreche ich auch nur eine neutrale Bewertung aus. Ich würde das Buch niemandem empfehlen, aber auch keinem vom Lesen abraten wollen.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Jenseits von Eden

Eden
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Eden, Cop bei der Mordkommission in Sydney, ermittelt undercover auf einer heruntergekommenen Farm. Von dort sind mehrere Mädchen spurlos verschwunden. Ihr Partner Frank hat derweil andere Probleme. Er ...

Eden, Cop bei der Mordkommission in Sydney, ermittelt undercover auf einer heruntergekommenen Farm. Von dort sind mehrere Mädchen spurlos verschwunden. Ihr Partner Frank hat derweil andere Probleme. Er trinkt mehr Alkohol, als gut ist, vernachlässigt die Arbeit und ist wenig kooperativ mit seiner Polizeipsychologin. Sein letzter Fall hängt ihm noch stark an. Und auch Edens Ziehvater, der Herr der Unterwelt Hades, hat Probleme. Er wird überwacht und kann seinen Tätigkeiten nicht nachgehen. Frank soll auch das für ihn klären …

Eden ist der 2. Teil einer Triologie. Während ich vom ersten Teil noch sehr angetan war, hat mich dieses Buch eher enttäuscht. Über manche Strecken regelrecht langweilig. Ich hatte das Gefühl, die Gewaltszenen wurden zuerst geschrieben und dann irgendwie drumherum der Resttext. Denn für mich hangelt sich das Buch von einer Gewalt zur nächsten. Die vielen Rückblicke zu Hadens Kindheit und Jugend erhellten zwar einiges, doch insgesamt erschien mir ein großer Teil unlogisch. Eden begibt sich auf eine lebensgefährliche Undercovermission und ein einziger „Beamter“ überwacht sie. Eher unwahrscheinlich. Oder Frank ist eigentlich zu nichts zu gebrauchen, klärt aber so nebenbei noch die Sache mit Hades. Es gibt im Buch einige überraschende Wendungen und dann wird es auch wieder richtig gut. Doch insgesamt fand ich den 2. Teil wesentlich schwächer als den Vorgängerband und bin noch schwer am Überlegen, ob ich mir den angekündigten 3. Teil antun werde.

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