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knetbert

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Lohnend

Ein Zimmer über dem Meer
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Lohnend
Männer können oft ja nicht wirklich verstehen, wieso Frauen bei Liebeskummer meistenteils gleich sterben möchten...
Nicht, dass wir das einfach so abhaken, aber ich schätze, wir Männer sind da ...

Lohnend
Männer können oft ja nicht wirklich verstehen, wieso Frauen bei Liebeskummer meistenteils gleich sterben möchten...
Nicht, dass wir das einfach so abhaken, aber ich schätze, wir Männer sind da doch etwas „abgeklärter“; vielleicht erwarten wir weniger, werden dadurch auch weniger enttäuscht oder gehen anders an die Sache heran.
Das soll ja nicht heißen, dass wir weniger emotional sind – wir zeigen es vielleicht nicht ganz so...

Dennoch konnte ich Kim´s Kummer gut nachvollziehen, denn ihr Partner hat sie ja nicht einfach nur verlassen, sondern verstarb. Damit klarzukommen ist eine ganz andere „Hausnummer“...

Doch die Begegnung mit einer alten Frau bringt ihr Leben wieder in ganz andere Bahnen als nur die der depressiven Stille.
Und vielleicht vermag sie es sogar, Kim´s Herz ganz langsam wieder für jemanden zu öffnen...

Das klingt erstmal unfassbar kitschig – ist es aber gar nicht.
Es ist eher schön geschrieben, emotional ohne Kitsch, einfach nett erzählt und doch tiefgründig teilweise. Vielschichtig eben.

Ich kannte Corina Bomann vorher noch nicht, bzw. gerade mal vom Hörensagen, muss nun aber zugeben/bemerken, dass sie ihr Handwerk absolut „drauf hat“ und sich ihre Bücher lohnen, auch für Leser, die vielleicht sonst eher ein anderes Genre bevorzugen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ganz gut

Brennender Midi
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Nach „Mörderischer Mistral“ aus dem Jahr 2014 sowie „Tödliche Camargue“ aus 2015 ist „Brennender Midi“ Band 3 um Capitaine Roger Blanc.

Ich kannte die beiden Vorgängerbände nicht und auch wenn die Bücher ...

Nach „Mörderischer Mistral“ aus dem Jahr 2014 sowie „Tödliche Camargue“ aus 2015 ist „Brennender Midi“ Band 3 um Capitaine Roger Blanc.

Ich kannte die beiden Vorgängerbände nicht und auch wenn die Bücher an sich anhand ihrer unterschiedlichen Fälle schon im Grunde unabhängig voneinander gelesen werden können, so hatte ich doch manchmal das Gefühl, ich hätte die beiden Bände vorher vielleicht doch besser gelesen; jedenfalls was die Vorgeschichte des Capitaines angeht...

Das Cover ist schon mal sehr passend – es ist auf den ersten Blick klar aufgrund des Lavendels, dass der Krimi in der Provence spielt. Sowas gefällt mir eigentlich immer ganz gut und hier passt es einfach auch prima.

Story
„Blanc und seine Kollegen eilen zum Unfallort und sehen sich schon bald mit vielen Ungereimtheiten konfrontiert. Der Tote war Pilotenanwärter beim Militär, noch dazu als hervorragender Flieger bekannt. Es gibt mehrere Zeugen für den Absturz, doch ihre Aussagen passen nicht zusammen. Handelt es sich vielleicht gar nicht um einen tragischen Unfall? Dem Capitaine bleibt nichts anderes übrig, als sich in die Ermittlungen zu stürzen, die schon bald Interessantes zutage fördern. Offenbar hat der Tote für ein Drogenkartell in Marseille gearbeitet. Und seine Kameraden sind alles andere als erschüttert über den Unfall …
Auch Blancs Privatleben bleibt turbulent. Mit den Scheidungspapieren hat er das Ende seiner Ehe nun schriftlich. Und seine Beziehung zu Untersuchungsrichterin Aveline Vialaron-Allègre gestaltet sich nicht ganz einfach. Vielleicht ist da Ablenkung durch die Arbeit nicht das Schlechteste. Doch muss es unbedingt ein weiterer Toter im Olivenhain sein?“

Auch wenn der Krimi nicht durchgängig mega-spannend war, so war er doch unterhaltsam und schon teilweise wirklich spannend; das reichte mir, weil Blanc ein guter Ermittler ist, der Ecken und Kanten vorweisen kann, was das Gesamtbild gut abgerundet hat meiner Meinung nach. Er ist kein 08/15-Commissar, sondern bietet dem Leser auch Menschliches und macht seine Fehler.

Auch die Auflösung fand ich nicht zu sehr an den Haaren herbeigezogen, wie das manchmal der Fall ist.

Ich hätte mir allerdings mehr Überraschungeng gewünscht, mehr unerwartete Wendungen...

3,5 Sterne von mir für „Brennender Midi“, aufgerundet auf vier Sterne.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schön abwechslungsreich

sweet & salty
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„Genau das Richtige für Nachtschwärmer und Spätaufsteher, die dennoch nicht auf die Frühstücksklassiker verzichten wollen“ - na, da könnte man doch glatt meinen, die Verfasser dieses ungewöhnlichen Buches ...


„Genau das Richtige für Nachtschwärmer und Spätaufsteher, die dennoch nicht auf die Frühstücksklassiker verzichten wollen“ - na, da könnte man doch glatt meinen, die Verfasser dieses ungewöhnlichen Buches kennen mich.
Diese Rezepte sind vor allem etwas für Leute, die unter wenig Zeitaufwand schöne Kleinigkeiten anbieten möchten oder sich selbst den Tag so versüssen wollen und die Fotos sind so ansprechend, dass einem schon beim Anschauen das Wasser im Mund zusammenläuft.
Ob nun Waffeln oder Omeletts, Suppen oder Burrito, ob man es eher süss oder eher deftig mag - es ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Was mich angeht, so traf ziemlich viel ins Schwarze und ich bin froh, dass wir uns dieses Buch gekauft haben, nachdem wir darauf aufmerksam wurden.
Wir werden sicherlich noch viel davon „nachkochen“ und Familie & Freunde damit beglücken.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Dunkles Kapitel Irlands

Lügenmauer. Irland-Krimi (Ein Emma-Vaughan-Krimi 1)
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Barbara Bierach´s erster Fall um die toughe Ermittlerin Emma Vaughan hat mir recht gut gefallen.
Emma ist geschieden und eine alleinerziehende Mutter. Zudem ist sie Protestantin, was in einem zutiefst ...


Barbara Bierach´s erster Fall um die toughe Ermittlerin Emma Vaughan hat mir recht gut gefallen.
Emma ist geschieden und eine alleinerziehende Mutter. Zudem ist sie Protestantin, was in einem zutiefst katholischen, männlichen Polizeicorps meist nur Misstrauen weckt... Sie hat es nicht leicht, setzt sich aber doch recht gut durch gegen die „Männerwirtschaft“; das war schon beeindruckend.
Ausgerechnet in dem Mord an einem hochrangigen Mitglied der Kirche soll Emma ermitteln. Die Spur führt in ein Kloster, in dem in den Sechzigerjahren junge Mütter ihre unehelichen Kinder zur Welt brachten.
Ein dunkles Kapitel der irischen Geschichte. Was aber passierte mit den Kindern? Emmas Fragen treffen nur auf eisiges Schweigen. Um der unglaublichen Wahrheit auf die Spur zu kommen, muss Emma sich auch den Geistern ihrer eigenen Vergangenheit stellen.
Ich fand den politischen Aspekt ein wenig zu vorrangig – aber das gehörte zur Geschichte dazu, von daher passte es schon, aber ich hätte mir an einigen Stellen diesen etwas weniger ausführlich gewünscht...
Ansonsten war das Buch allerdings wirklich spannend, wenn auch nicht durchgängig und so, dass man immer weiterlesen musste unbedingt, aber es ist ja auch ein Krimi und kein Thriller...

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spielplatz-Beobachtungen

Eltern, die auf Schaukeln starren
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Bei dem Satz „Spielplätze sind längst nicht mehr nur Orte für die lieben Kleinen – nein, sie sind eine sandige Bühne, auf der Väter und Mütter ihre neue Rolle als Eltern öffentlich erproben.“ musste ich ...

Bei dem Satz „Spielplätze sind längst nicht mehr nur Orte für die lieben Kleinen – nein, sie sind eine sandige Bühne, auf der Väter und Mütter ihre neue Rolle als Eltern öffentlich erproben.“ musste ich schon das erste Mal schmunzeln.
Da ist was Wahres dran...

Insofern ist „Eltern, die auf Schaukeln starren“ eigentlich ein Porträt der heutigen Elterngeneration, die man als solche schon mal ganz unvoreingenommen lesen sollte.

Vielleicht ertappt man sich ja dabei, dass man sich ein kleines bißchen wieder erkennt – auch wenn die meisten Kategorien schon recht „überspitzt“ scheinen, aber das ist wohl auch genauso beabsichtigt, denn sonst würde das Buch kaum im Genre „Humor“ angesiedelt..!

Felix und Silke Denk nehmen uns also mit in die Welt von „ Von Bio-Mamas, iPhone-Papis
und anderen Spielplatz-Profis“ und das schon wirklich unterhaltsam.

Unterteilt ist das Buch quasi in einzelne Tage einer Woche sowie verschiedene Elterntypen wie z. Bsp. u.a.:

- die mode- und markenfixierte Bloggermum
- der allwissende und unüberhörbare Experte
- die Helikoptermutter, die von einer Panikattacke in die
nächste jagt
- der Neodad, der alles macht, was man von ihm verlangt
- die dauerstillende Forenmutti
- der Kumpelpapa, der beste Buddy der Kleinen
- die dauermissgelaunte Guantánamo-Mutter

Allein schon diese Unterteilung brachte mich zum Schmunzeln, denn irgendwie haben wir diese Eltern doch alle schon mal beobachtet, während unsere Kleinen seelenruhig im Sandkasten neue Freundschaften zwischen Förmchen und Schäufelchen geschlossen haben.

Sehr sympathisch fand ich, dass die Autoren das Buch offensichtlch ihren beiden Söhnen gewidmet haben, ohne die sie schließlich nie auf einem Spielplatz gelandet wären...

Ganz so ernst zu nehmen ist das Buch wohl nicht gemeint, aber wenn man es mit einem Augenzwinkern liest, dann macht es echt viel Spass.