im Mittelteil Potenzial verschenkt
Das Haus meiner SchwesterDer Psychothriller beginnt harmlos mit der Beschreibung der aktuellen Lebenssituation von Danielle und Margo, zwei Schwestern, die in unterschiedlichen Milieus leben und nur sehr losen Kontakt zueinander ...
Der Psychothriller beginnt harmlos mit der Beschreibung der aktuellen Lebenssituation von Danielle und Margo, zwei Schwestern, die in unterschiedlichen Milieus leben und nur sehr losen Kontakt zueinander haben. Mit der Zeit bekommt man als Leser*in ein Gefühl dafür, dass im Leben von Margo nicht alles so toll und glänzend ist, wie sie es zu vermitteln versucht.
Interessant finde ich, dass die Kapitel aus unterschiedlicher Perspektiven geschrieben wurden, teilweise aus Sicht von Margo und teilweise aus Sicht von Danielle. Die Erzählungen sind beide nicht nur beschreibend, sondern ehrlich und lassen hinter die Fassade blicken.
Der Mittelteil war meiner Meinung nach zu lang und nicht spannend genug aufgebaut für einen Psychothriller. Es wurden Szenen mehrfach wiederholt oder ewig lange aufgebauscht, ohne dass es neue Geschehnisse gab.
Erst im letzten Drittel ist wieder Spannung und Bewegung in die Geschichte gekommen und ab da war ich inhaltlich wieder voll dabei. Am Ende werden alle Szenen vollständig aufgeklärt, auch wenn viele Dinge ohnehin schon klar waren oder vorhersehbar waren.