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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2025

Von Ungeheuern und Menschen...

Das Vermächtnis des Jeremiah Cross
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Zum Buch: Jeremiah Cross taucht nach 19 Jahren so unvermittelt wieder auf, wie er verschwunden war. Sein gesamter Körper weist üble Wunden und sogar Amputationen auf. Doch bevor man das Rätsel lösen kann, ...

Zum Buch: Jeremiah Cross taucht nach 19 Jahren so unvermittelt wieder auf, wie er verschwunden war. Sein gesamter Körper weist üble Wunden und sogar Amputationen auf. Doch bevor man das Rätsel lösen kann, verstirbt er an seinen Verletzungen. Seine Tochter Fran reist mit ihrem Mann Glen von Reno nach Grantown in Schottland, wo Jeremiah gelebt hat. Doch plötzlich ist Fran auch verschwunden und Glen hat eine Ahnung, wo er suchen muss…

Meine Meinung: Diese Geschichte ist so unfassbar und übel, aber dennoch hat sie bei mir wirklich nachhaltig gewirkt! Denn Glen sieht sich einer anderen Welt gegenüber, in der das Überleben eine ganz andere Bedeutung als hier bei uns hat! Der Autor entführt den Leser in eine Welt voller Gefahren, Ungeheuern, aber auch friedlichen Menschen, die einfach nur überleben wollen. Doch wem kann man trauen?

Dieses Buch ist eine hervorragende Mischung aus Horror, Mystery und Thriller, die mich wirklich überzeugen konnte. Denn sie zeigt eigentlich nur den Menschen so, wie er vielleicht einfach ist. Die Story hat mich fasziniert, abgestoßen und doch vollkommen überzeugt! Mal etwas ganz anderes, denn die Mischung aus allem ist dem Herrn Laufhütte hier wunderbar gelungen! Man leidet als Leser mit Glen und seiner geflügelten Gehilfin Kyh mit und verfolgt gebannt die Verwandlung von Fran in eine herzlose Egomanin. Der Anführer Jack erinnert an einen fiesen Piraten, dem man nicht von hier bis über die Straße trauen kann. Die Figuren waren allesamt toll dargestellt und ich konnte mir alles sehr bildlich vorstellen. Was bei den fiesen Fängern, Käfern und Walspringern nicht so angenehm ist…

Mein Fazit: Eine außergewöhnliche und faszinierende Geschichte, die den Leser in seinen Bann zieht. Wer da nicht gerade zimperlich ist, kann sogar den Sinn in der Geschichte erkennen. Mir hat sie total toll gefallen und ich vergebe gerne 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Was manchmal in Wäldern lauert...

Das Baumhaus
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Zum Buch: Henrik, Nora und der kleine Fynn freuen sich sehr, als sie in dem schwedischen Ferienhaus ankommen, das ihnen Henriks Opa vererbt hat. Henrik hofft, hier in Ruhe sein nächstes Kinderbuch schreiben ...

Zum Buch: Henrik, Nora und der kleine Fynn freuen sich sehr, als sie in dem schwedischen Ferienhaus ankommen, das ihnen Henriks Opa vererbt hat. Henrik hofft, hier in Ruhe sein nächstes Kinderbuch schreiben zu können und Nora erhofft sich einfach ein wenig Ruhe und Abstand ihres stressigen Jobs. Der kleine, lebhafte Fynn ist einfach nur begeistert, dass die Tiere und Monster, von denen sein Vater ihm immer erzählt, hier fast zur Wirklichkeit werden. Doch die Idylle trügt. Denn es gibt ein Geheimnis in diesen Wäldern und die hat nichts mit Bullerbü-Romantik zu tun. Als plötzlich Fynn verschwindet, vermutet jeder sein eigenes Monster dahinter…

Meine Meinung: Dieses Buch hat mich wirklich begeistert! Besonders der Erzählstil ist für diese Geschichte genau richtig! Denn die Geschichte wird aus der Sicht der jeweiligen Personen erzählt. Besonders Rosa, die von der Polizei angeheuert wurde, weil sie gut darin ist, Totes aufzuspüren, hat es mir angetan! Ich mag diese junge Frau, die so anders ist als andere Frauen in ihrem Alter und trotzdem kompromisslos ihren Weg geht.

Henrik mag man auch von Anfang an, er ist im Herzen immer ein Kind geblieben. Doch Nora findet das manchmal schwer zu ertragen, gerade, wenn sie sich Hilfe von Seiten ihres Mannes erhofft. Als dann noch Henriks Vater auf der Bildfläche erscheint, ist das Chaos perfekt. Man weiß nicht mehr, wem man was glauben soll. Von der Auflösung war ich dann wirklich überrascht, auch, wenn ich mir vielleicht ein anderes Ende gewünscht hätte.

Mein Fazit: Hier handelt es sich um einen tollen Thriller mit unterschiedlichen Perspektiven, so dass der Leser selber nicht mehr weiß, wo oben und unten ist! Hat mir sehr gut gefallen und von mir gibt es 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Monster der ganz anderen Art...

Kummersee
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Zum Buch: Die Polizistin Lena und ihr Kollege Malik sind als Schutz für ein Vermesserteam zuständig, das im Kummersee im Wendland prüft, ob man nicht dort ein Atommüll-Endlager stationieren kann. Die Bewohner ...

Zum Buch: Die Polizistin Lena und ihr Kollege Malik sind als Schutz für ein Vermesserteam zuständig, das im Kummersee im Wendland prüft, ob man nicht dort ein Atommüll-Endlager stationieren kann. Die Bewohner sind natürlich nicht erfreut, aber diese offene Feindseligkeit hängt mit etwas Anderem zusammen. Lena kommt nämlich aus Horlow, dem kleinen Örtchen direkt im deutsch-deutschen Grenzgebiet und ihr Bruder Tom ist vor dreißig Jahren dort im See ertrunken. Was für Lena einen Abschluss mit der ganzen Sache bilden soll, verselbständigt sich zu einer viel größeren Geschichte…

Meine Meinung: Was für ein Debüt! Hier geht der Cold Case von Tom einher mit Atommüll-Gegnern und verschwiegenen und feindseligen Dorfbewohnern! Was lauert dort im See? Es kann ja nicht wirklich ein Monster sein, das Lena im zarten Alter von 9 Jahren damals gesehen haben will. Als plötzlich auch noch einer der Vermesser ermordet am Ufer aufgefunden wird, kursieren die wildesten Gerüchte. Das lockt auch die Presse an. Doch wem kann Lena aus ihrer Heimatgemeinde vertrauen? Denn selbst ihre Mutter nimmt sie nicht besonders herzlich auf. Ein aufregendes Katz- und Maus-Spiel beginnt!

Der Schreibstil ist wirklich gut zu lesen und ich habe die knapp 530 Seiten innerhalb von drei Tagen durchgelesen! Anfangs zieht es sich ein wenig, aber dann gibt es kein Halten mehr und ich konnte das Buch nur noch schwer aus der Hand legen! Man will ja selber auch wissen, was wirklich in dem See passiert ist!
Mit der Hauptprotagonistin Lena konnte ich gut mitfühlen, doch kann ich mir auch vorstellen, dass der Umgang mit ihr nicht immer ganz einfach ist. Das liegt an ihrem unverwüstlichen Trotz, dem sie sich selbst immer wieder stellt. Sie möchte ganz einfach nicht mehr die hilflose neunjährige Lena sein. Auch die anderen Charaktere fand ich ziemlich stark und authentisch dargestellt, obwohl es am Ende noch einige Überraschungen gibt! Das Ende versöhnt dann wieder!

Mein Fazit: Ein richtig tolles Erstlingswerk ist dem Autor hier gelungen! Ich glaube, den Namen müssen wir uns merken! Ich vergebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Seiner Herkunft kann man einfach nicht entkommen...

Pirlo - Gegen alle Regeln
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Zum Buch: Der Unternehmer Florian von Späth wird erstochen in seinem Haus aufgefunden. Da nichts auf einen Einbruch hindeutet, ist für den Staatsanwalt der Täter schnell ausfindig gemacht: Marlene von ...

Zum Buch: Der Unternehmer Florian von Späth wird erstochen in seinem Haus aufgefunden. Da nichts auf einen Einbruch hindeutet, ist für den Staatsanwalt der Täter schnell ausfindig gemacht: Marlene von Späth, seine Ehefrau. Vieles deutet darauf hin, weil die am Ende schien. Der Rechtsanwalt Dr. Anton Pirlo übernimmt den Fall trotzdem, weil er ihn dringend braucht. Einmal, weil er beruflich vor dem Aus steht und andererseits braucht er privat Geld. So aussichtslos der Fall auch scheint - irgendetwas gibt es immer. Zusammen mit der jungen Strafverteidigerin Sophie Mahler findet er auch etwas…

Meine Meinung: Nachdem ich „Gegenspieler“ von Ingo Bott und Arno Strobel gelesen habe, wurde ich neugierig auf diesen doch recht unkonventionellen Anwalt Pirlo. Und wurde nicht enttäuscht! Denn ich habe hier die ganzen Hintergründe von seiner Familie erfahren und wie mit Sophie Mahler alles begann. Manchmal scheint Pirlo wirklich ein selbstverliebtes Arschloch zu sein, aber irgendwie muss man ihn auch mögen. Denn er kann auch sehr charmant sein. Auch Sophie hat einen schwierigen familiären Hintergrund. Und gerade das macht die beiden sehr authentisch!

Der Fall scheint ausweglos, und doch finden die beiden etwas in den Firmenakten, was jemand anderen belastet als die Ehefrau. Da der Autor selber Jurist ist, bekommt man als Leser einen guten Eindruck, wieviel Arbeit wirklich hinter so einem Fall steckt. Durch wie viele Akten und Urteile man sich quälen muss. Das hat mir sehr gut gefallen!

Der Schreibstil ist locker und liest sich trotz der ganzen Juristerei sehr flüssig. Einzig in der Mitte gab es mal einen Durchhänger, da die beiden auch nicht wirklich weitergekommen sind. Aber dann wurde es wieder sehr spannend! Ich werde die Reihe weiterlesen, weil mir die Charaktere ans Herz wachsen könnten!

Mein Fazit: Der erste Fall von Pirlo hat mir gut gefallen, auch der Schreibstil sagt mir zu! Ich vergebe hier gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung, wenn man Justiz-Krimis mag! Ich werde die beiden weiterverfolgen, denn ich wurde sehr gut unterhalten!

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Die Wahrheit möchte endlich an die Oberfläche...

Reykjavík
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Zum Buch: Im Sommer 1956 verschwand auf der kleinen Insel Videy vor Reykjavík ein junges Mädchen. Bis heute ist der Fall ungeklärt. Der junge engagierte Journalist Valur bringt eine Serie in einem Wochenblatt ...

Zum Buch: Im Sommer 1956 verschwand auf der kleinen Insel Videy vor Reykjavík ein junges Mädchen. Bis heute ist der Fall ungeklärt. Der junge engagierte Journalist Valur bringt eine Serie in einem Wochenblatt darüber heraus. Doch je mehr er sich mit der Geschichte von Lára beschäftigt, umso mehr fesselt ihn diese. Außerdem bekommt er nach dreißig Jahren endlich wichtige Hinweise darauf, was mit Lára geschehen sein kann. Doch nicht jeder möchte, dass die Wahrheit ans Licht kommt…

Meine Meinung: Der Fall entwickelt sich, zuerst erfährt man vom damaligen Kriminalkommissar Kristján, was er damals ermittelt hat. Doch wie sich schnell herausstellt, wurde er ausgebremst in seinen Ermittlungen. Auch ihn hat der Fall bis heute nicht losgelassen. Man geht davon aus, dass Lára nicht mehr lebt, aber wissen tut es niemand. Zumindest fast niemand…
Durch die erneuten Nachforschungen gerät Valur aber in die Schusslinie von einigen Leuten. Und dann entwickelt sich die Geschichte so rasant, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte!

Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel sind mit dem jeweiligen Datum versehen, diese Timeline war für mich ziemlich hilfreich. Zwar unaufgeregt, wie ich es auch schon von anderen isländischen Autoren kenne, aber dennoch spannend! Auch toll fand ich das Namensregister, wo man alle nochmal nachschauen kann, denn es gibt so einige Personen, die hier mitspielen. Am Ende kann man noch ein wenig isländisch lernen, wenn man möchte, hier wird die Aussprache der wichtigsten Laute erklärt. Alleine deswegen behalte ich das Buch schon einmal!

Mein Fazit: Dieser Cold Case hat mich mal wieder mitgenommen an einen Sehnsuchtsort, der aber auch manchmal menschenfeindlich ist… Tolle Geschichte, von den beiden Autoren spannend erzählt! Von mir gibt es 4 Sterne!

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