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Veröffentlicht am 23.02.2025

Uff

Ein Vampir im Handgepäck
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Cover

Ich glaube über diese Cover kann man sich streiten, früher fand ich sie ganz in Ordnung aber mittlerweile finde ich sie ziemlich langweilig. Dennoch kann auch ich zugeben, dass die abgebildeten ...

Cover

Ich glaube über diese Cover kann man sich streiten, früher fand ich sie ganz in Ordnung aber mittlerweile finde ich sie ziemlich langweilig. Dennoch kann auch ich zugeben, dass die abgebildeten Details gut zum Inhalt passen.

Meine Meinung

Vor vielen Jahren als diese Reihe noch nicht ganz so viele Bände hatte und ich regelmäßig Bücher aus dem LYX Verlag gelesen habe, gehörten die Bücher von Lynsay Sands zu meinen absoluten Favoriten. Irgendwann wurden mir die Bücher allerdings zu langweilig, weshalb ich noch einige ungelesene Bände zu Hause habe, welche ich zum Start ins neue Jahr zumindest einmal gelesen haben möchte.
Mary ist diejenige aus deren Sicht wir den Großteil dieser Geschichte erleben. Nach dem Tod ihres Ehemannes, im stolzen Alter von 62 Jahren und alleine mit ihrer Schäferhündin Bailey unterwegs, prophezeit uns der Klapptext ja bereits, dass sie auf ihrer Reise mit ihrem Wohnmobil ihren zukünftigen Lebensgefährten, den Unsterblichen, Dante Notte über den Haufen fährt. Natürlich unbeabsichtigt. Ich glaube ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, wo die weibliche Protagonistin so unfassbar passiv ist. Ich meine, Mary an sich ist eine ruhige und nette Frau, aber ihr entspanntes Leben geht innerhalb weniger Kapitel den Bach runter und ich habe einfach auf den Moment gewartet, an dem sie Dante die Leviten liest, wo sie sich gerechtfertigt aufregt, wo echte Emotionen bei mir ankommen, aber dieser Moment kam einfach nicht. Ich fand ihren Charakter schon ein wenig langweilig.
Auch mit Dante kann ich herzlich wenig anfangen. Zunächst einmal habe ich auch bei ihm den Eindruck, dass sein Wesen und auch sein Verhalten wenig hermachen. Verwundert bin ich außerdem über die Tatsache, dass er, sowie auch sein Zwillingsbruder Tomasso, beide als sogenannte Vollstrecker für die Unsterblichen tätig sind, was bedeutet sie wehren Angreifer ab, beschützen die Schwachen und kümmern sich auch um neu Gewandelte. Gesehen habe ich davon nichts. Natürlich kümmert er sich in liebevoller und warmherziger Art um Mary, aber wenn es darum geht seine Lebensgefährtin zu beschützen stellt er sich in meinen Augen schon etwas dümmlich an. Auch so bekommen wir von seiner Vergangenheit, seiner Familie oder meinetwegen seinen Hobbies herzlich wenig zu sehen, was seinen Charakter bis zum Schluss leider sehr blass bleiben lässt.
Was ich an Lynsay Sands Büchern immer noch gut finde, ist die simple Tatsache, dass die Protagonisten menschlich sind. Sie müssen mal auf die Toilette, schlafen oder rasieren sich die Beine. Auf der anderen Seite verhalten die Charaktere sich etwas überzogen, Humor spielt in dieser Reihe immer eine maßgebliche Rolle und an sich lässt sich die Geschichte wirklich leicht und angenehm lesen. Es fehlt nur der Tiefgang. Ich bin weder emotional noch was die Spannung oder die Dramatik betrifft abgeholt worden. Das ganze Buch plätschert seicht vor sich hin, das kann man natürlich mögen, um mich zufrieden zu stellen reicht es leider nicht.
Ich habe jetzt noch zwei weitere ungelesene Bände der Reihe zu Hause, welche ich ebenfalls noch lesen werde, wer weiß? Vielleicht kann mich eines von den anderen beiden doch so sehr vom Hocker reißen, dass ich mir die fehlenden Bände tatsächlich kaufe.

Fazit

Trotz der Tatsache, dass ich diese Reihe bereits vor Jahren abgebrochen habe, habe ich mehr erwartet. Die Geschichte ist leider super langweilig erzählt und das Verhalten der Charaktere macht nicht wirklich Sinn.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Konnte mich nicht fesseln

Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält
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Cover



Dieses Cover passt perfekt zum Rest dieser Reihe, auch wenn ich es vergleichsweise unspektakulär finde. Dennoch gefallen mir die kleinen Details, die wunderbar zum Inhalt passen.



Meine Meinung



Bevor ...

Cover



Dieses Cover passt perfekt zum Rest dieser Reihe, auch wenn ich es vergleichsweise unspektakulär finde. Dennoch gefallen mir die kleinen Details, die wunderbar zum Inhalt passen.



Meine Meinung



Bevor ich überhaupt darüber nachgedacht habe mit diesem dritten und finalen Band dieser Trilogie zu beginnen, habe ich natürlich bereits vor einiger Zeit die anderen beiden Bände gelesen. Es gibt - zu meiner großen Freude! - eine kurze Wiederholung der Geschehnisse sowie ein ausführliches Personen- und Wortverzeichnis, dennoch bin ich der Meinung, dass ihr ohne Vorkenntnisse durch den ersten und zweiten Band nicht genug verstehen werdet um die Geschichte richtig genießen zu können. Um ehrlich zu sein habe ich mich persönlich sehr schwer getan wieder Zugang zu Vergiss Mein Nicht zu bekommen, wobei ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ob es wirklich am Buch gelegen hat oder schlicht an der Tatsache, dass ich davor ein spannendes und rasantes Buch gelesen habe, welches mich komplett begeistern konnte. Manchmal fällt es mir dann nämlich schwer wieder in eine andere Idee einzutauchen, was schade ist, ich aber leider nicht vermeiden kann.

Prinzipiell kann ich sagen, dass ich sowohl Matilda als auch Quinn weiterhin sehr gerne mochte. Für mich fehlt es allerdings allen Charakteren dieser Geschichte an Tiefgang. Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, habe allerdings bei den meisten Jugendbüchern das Gefühl, dass diese vergleichsweise sacht ausfallen, was die Emotionen, die Gedankengänge und den Grundaufbau betrifft. Matilda bleibt weiterhin super neugierig, hinterfragt Dinge, an die Quinn niemals denken würde und passt perfekt in die Welt des Saumes. Quinn hingegen tut sich in seiner Rolle als Auserwählter weiterhin schwer, sein Bedürfnis Matilda aus der Schusslinie zu halten ging mir - ähnlich wie Matilda selber - ein wenig auf die Nerven und alles in allem mochte ich ihn etwas weniger als Matilda.

Die Dynamik der Charaktere untereinander, gerade wenn wir Matilda und Quinn außen vor lassen habe ich hingegen sehr genossen. Die Gespräche wirkten immer wieder herrlich lebendig, authentisch und geben der Geschichte einen schönen Aufschwung. Gerade nachdem das Erscheinen des zweiten Bandes nun doch einige Monate zurückliegt muss ich allerdings zugeben, dass es mir letztlich zu viele Charaktere waren. Ich konnte - trotz des Personenregisters - nicht alle auseinander halten und gerade als zum Schluss die Reise nach England anstand hat mein Kopf einfach dicht gemacht und beschlossen sich keine Namen oder Gesichter mehr merken zu können.

Die letzten 200 Seiten habe ich in einem Rutsch durchgelesen, was wohl der Tatsache zuzuschreiben ist, dass ich die zweite Hälfte wesentlicher besser fand als die erste. Gerade zu Beginn habe ich mich unglaublich schwer getan wieder Zugang zur Geschichte zu finden und fand sie deshalb vermutlich auch sehr langatmig. Ehrlich gesagt kann ich nicht einmal mehr wiedergeben, was in der erste Hälfte alles passiert ist, denn ich kann mich nur an wenige wichtige Details erinnern. Gerade den Ball in der Schule fand ich schrecklich unnötig und hatte auch nicht das Gefühl, dass wir diesen für die Geschichte unbedingt gebraucht hätten. Das letzte Drittel des Buches war mit Abstand das spannendest und gleichermaßen das Drittel, wo ich mir gewünscht hätte, dass die Autorin einen größeren Fokus sowohl auf die Prüfungen des Sternentors legt als auch auf die Auflösung der Trilogie. Am Ende wird alles viel zu schnell abgefrühstückt und mir fehlte es einfach an Emotionen und Dramatik.

Obwohl Kerstin Gier bereits seit Jahren eine bekannte Größe in der Buchwelt ist, war diese Reihe, die erste, welche ich von ihr gelesen habe. Ich persönlich würde niemals jemandem vorschreiben, welche Bücher er oder sie zu lesen hat, ich für meinen Teil, würde allerdings behaupten, dass ich hierfür einfach nicht die richtige Zielgruppe bin. Ich fand es nett Bücher der Autorin mal gelesen zu haben, würde zukünftig vermutlich nicht erneut danach greifen.



Fazit



So gerne ich diesen letzten Teil mögen wollte, konnte dieser Band mich einfach nicht für sich einnehmen. Vermutlich bin ich einfach nicht mehr die richtige Zielgruppe für ein Buch dieser Art, was natürlich nicht heißt, dass ihr es nicht lieben werdet.



Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Noch nie fand ich Audrey Rose so unsympathisch

Escaping from Houdini
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Cover

Ich finde, dass dieses Cover perfekt zum Inhalt passt. Die abgebildete Dame spielt nicht nur Audrey Roses Charakter schön wider, sondern auch die Tarotkarten, sowie die düstere Gesamterscheinung ...

Cover

Ich finde, dass dieses Cover perfekt zum Inhalt passt. Die abgebildete Dame spielt nicht nur Audrey Roses Charakter schön wider, sondern auch die Tarotkarten, sowie die düstere Gesamterscheinung als solche.



Meine Meinung

Natürlich kenne ich bereits die ersten beiden Bände dieser Reihe und würde euch empfehlen diese vorab zu lesen, da ihr sonst nicht jeden Zusammenhang verstehen könnt – auch wenn ich anmerken möchte, dass sich die Autorin Mühe gegeben hat die Täter der anderen Bände nicht zu erwähnen.

Ihr kennt mich, bei meinen Rezensionen bin ich immer ehrlich und leider ist dieser dritte Band für mich bisher der schlechteste. Das hat unterschiedliche Gründe, welche ich euch gerne erläutern möchte: Zunächst einmal mochte ich Audrey Roses Verhalten in Hinblick auf ihre Beziehung zu Thomas bzw. genauer gesagt in Hinblick auf ihr Verhalten zu Mephisto gar nicht. Ich kann einfach nicht verstehen, dass sie bereit war ihre Beziehung zu Thomas zu opfern für ein wenig Spaß mit dem Zeremonienmeister des Karnevals. Und gerade die Tatsache, dass sie sich selbst permanent davon zu überzeugen versucht, sie tue dies alles nur um zu lernen, wie die Illusionen funktionieren und um ihre eigene Gabe der Täuschung zu verbessern und Thomas immer wieder vor den Kopf stößt war mir schlichtweg unsympathisch. Dazu kommt noch, dass ich nicht den Eindruck hatte, ihr wäre klar, wie unsensibel und unangebracht ihr Verhalten ist. Insgesamt bin ich einfach der Meinung, dass wir Audrey Rose hier nicht in ihrer Bestform sehen. Beispielsweise wirft sie Thomas vor seine Abneigung gegen Mephisto würde der Aufklärung der Fälle im Wege stehen, doch gleiches gilt für ihre Zuneigung. Mir persönlich flaniert Audrey Rose zu viel durch die Gegend anstatt sich wirklich und konzentriert an die Aufklärung der Fälle zu machen.

Umso mehr mag ich Thomas Cresswell. Seine charismatische, intelligente und beschützende Art machen ihn zu einem hervorragendem Wissenschaftler und Begleiter. Wie ihr bereits mitbekommen habt, konnte ich mit Audrey Rose wenig anfangen, dafür kann ich allerdings frei herauszugeben, dass Thomas weiterhin ein wundervoller Bookboyfriend ist, auch wenn ich hoffe, dass beide zukünftig wieder mehr miteinander arbeiten.

Inhaltlich bin ebenfalls nicht ganz auf meine Kosten gekommen. Viele Dinge waren für mich nicht wirklich logisch, als Beispiel, dass die Darsteller des Mondscheinkarnevals erst ziemlich spät als reelle Verdächtige in Frage kommen, dass wichtige Zeugen für den Fall sich tagelang ohne anständige Befragung in ihren Zimmern einschließen können oder dass wenig bis gar nicht erforscht wurde, wie die Leichen an die Stelle gekommen sind, wo sie aufgefunden wurden. Da fehlt es mir massiv an aussagekräftigen Beschreibungen. Auch das Ende des Buches ist in meinen Augen in sich nicht gänzlich logisch bzw. bleiben einige Fragen ungeklärt.

Weiterhin begeistert die Autorin allerdings mit einem spannenden und rasanten Schreibstil, der dafür gesorgt hat, dass ich dieses Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen habe. Für mich persönlich hätte die ganzen Beschreibungen der Kleidungsstücke der Darsteller des Mondscheinkarnevals insgesamt weniger sein dürfen und dafür mehr Fokus auf die wichtigen Dinge.

Trotz meiner unterdurchschnittlichen Meinung zu diesem dritten Teil, werde ich mir den vierten Band bei Erscheinen natürlich ebenfalls kaufen, in der Hoffnung, dass die Autorin zu alter Stärke zurückfindet.


Fazit


Ich hoffe, dass der nächste Band dieser Reihe mich wieder in seinen Bann ziehen kann, denn von diesem dritten Teil bin ich ziemlich enttäuscht. Audrey Rose war mir noch nie so unsympathisch wie hier.


Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

3,5 Sterne - Konnte mich nicht ganz überzeugen

Framed Feelings (Golden Hearts, Band 1)
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Wissenswertes

Autor: Marina Neumeier
Titel: Framed Feelings (Golden Hearts, Band 1)
Gattung: Liebesroman
Erscheinungsdatum: 11. September 2024
Verlag: Loewe Verlag
ISBN: 978-3-7432-1791-1
Preis: 15,95 ...

Wissenswertes

Autor: Marina Neumeier
Titel: Framed Feelings (Golden Hearts, Band 1)
Gattung: Liebesroman
Erscheinungsdatum: 11. September 2024
Verlag: Loewe Verlag
ISBN: 978-3-7432-1791-1
Preis: 15,95 € (Paperback) & 11,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 461 Seiten

Inhalt

Lilli Herzog atmet Kunst. Bis sie einen fatalen Fehler bei der Beurteilung eines eingelieferten Gemäldes macht und damit nicht nur ihrem eigenen Ruf schadet, sondern auch dem des traditionsreichen Auktionshauses ihrer Familie. Als ihr daraufhin der junge Galerist – und ihr auserkorener Erzfeind – Vincent Saint Clair eine Chance auf Wiedergutmachung bietet, ist Lilli alles andere als begeistert. Doch die exklusive Kooperation klingt zu verlockend. Lilli geht den Pakt mit dem Teufel ein und begibt sich mit ihm auf die Suche nach einer verschollenen Bildhauerin. Zwischen Kunst und Glamour kommen die beiden nicht nur ihrem Ziel immer näher, sondern auch einander …

Cover

Ein süßes, recht einfach gehaltenes Cover, welches zwar etwas nichtssagend aussieht, aber in seiner Gesamtheit dennoch schön anzusehen ist.

Meine Meinung

Bis ich dieses Buch in die Hand genommen habe kannte ich noch nichts von Marina Neumeier, was vermutlich der Tatsache geschuldet ist, dass ich bei Liebesromanen nicht immer „Up-to-Date“ bin. Ich habe die Geschichte bereits auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse entdeckt und die Gelegenheit genutzt mir ein signiertes Exemplar bei der Buchhandlung Graff zu schnappen.
Leider musste ich recht schnell feststellen, dass ich mit dem Schreibstil einfach nicht warm geworden bin. Dieser ist nicht grundsätzlich schlecht, für mich war das Lesen allerdings sehr holprig und nicht ansatzweise so flüssig wie ich es mir gewünscht hätte. Kennt ihr das, wenn Menschen aus dem englischsprechend Ausland zurückkommen und eine Mischung aus Deutsch und Englisch sprechen? So liest sich dieses Buch durchgängig. Zur Verteidigung der Autorin muss ich sagen, Lilli verbringt tatsächlich ein Jahr in London und Vincents Familie kommt aus England, doch in meinen Augen wirkte es in der Gesamtheit zu forciert, zu gewollt und passte für mich nicht immer. Die Beschreibungen Münchens finden ebenfalls nicht gänzlich meinen Geschmack, was weniger an den Beschreibungen an sich liegt als mehr an den Erwähnungen von Straßennahmen und Co., mit denen, jemand wie ich, einfach nichts anfangen kann. Ob Lilli nun durch die Gartenstraße oder die Blumenstraße schlendert, bringt nur Leuten etwas die sich damit tatsächlich die Gegebenheiten vor Augen rufen können, und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jeder Leser/ jede Leserin dieses Buches so gut in München auskennt.
Lilli als weibliche Protagonisten mochte ich eigentlich ganz gerne. Gerade ihren Umgang mit ihren beiden Freunden, Nova und Hugo, fand ich besonders angenehm wobei diese der Zeit, die sie mit Vincent verbringt, natürlich in nichts nachsteht. Ich für meinen Teil hatte den Eindruck, dass Lilli sehr in ihren eigenen Bahnen festgefahren ist, da macht Vincent als ihr Gegenstück absolut Sinn. Da wir uns im direkten Vergleich zwischen Lillis und Vincents Traumata mehr mit ihren Sorgen beschäftigen hatte ich ihr Verhalten ein wenig über. Es gibt teilweise echt lange Textblöcke, die sich nur mit ihren Unsicherheiten beschäftigen und die Dynamik des Buches ganz schön drücken. Mir wars irgendwann einfach ein wenig zu viel des Guten und ich hätte mir mehr Eigeninitiative von ihr sehnlich gewünscht.
Insgesamt bekommen wir weniger Kapitel aus Vincents Sicht als von Lilli, was seinen Charakter insgesamt recht eindimensional macht. Auch bei ihm gibt es unterschiedliche Seiten zu entdecken, doch neben dem überheblichen Playboy, dem perfekt angezogenem Charmeur mit dem schmutzigen Mundwerk und dem verunsichertem Kind sehen wir von ihm als Person herzlich wenig. Neben Sport, seinem Job im Atelier seiner Familie und in Bezug zu Lilli sehen wir von ihm leider nur sehr wenig.
Neben dem Schreibstil bin ich emotional leider ebenfalls nicht abgeholt worden. Die Idee ist gut gemacht, ist in sich logisch und nachvollziehbar, doch mehr nicht. Es gab einige humorvolle Momente, etwas Spice, Freundschaft und natürlich was fürs Herz, aber nichts davon hat mich letztlich so begeistern können, wie ich es mir selber erhofft habe.
Einen Liebesroman als spannend zu bezeichnen, finde ich immer etwas schwierig, aber dieses Buch war schon ein wenig langweilig. Weder der große, zeitnah absehbare Streit zwischen Lilli und Vincent noch alles drumherum war wirklich mitreißend oder konnte mich langfristig in seinen Bann ziehen.

Fazit

Es gab schöne und leider ebenso negative Aspekte. Für mich wars letztlich nur ganz in Ordnung und ich werde mir die anderen Bände der Reihe wohl sparen, was - wie immer - nicht heißt, dass ihr dieses Buch nicht lieben werdet.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.12.2024

Ausbaufähig

Queen of Thieves and Shadows
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Wissenswertes

Autor: Rebecca Humpert
Titel: Queen of Thieves and Shadows
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 10. Oktober 2024
Verlag: Moon Notes Verlag
ISBN: 978-3-969760574
Preis: 16,00 € (Paperback) ...

Wissenswertes

Autor: Rebecca Humpert
Titel: Queen of Thieves and Shadows
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 10. Oktober 2024
Verlag: Moon Notes Verlag
ISBN: 978-3-969760574
Preis: 16,00 € (Paperback) & 9,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 416 Seiten

Inhalt

Die 24-jährige Elaine führt ein Doppelleben: Tags steht sie als Heilerin in den Diensten des jungen Königs Kieran. Nachts führt sie die Gadaí an, eine Gruppe von Räuberinnen, die das Blut der Göttin Danu in sich tragen. Diese regierte einst das Königreich, bis es ihr von den Menschen geraubt und sie verstoßen wurde. In den undurchdringlichen Wäldern Irlands bereiten sich die Räuberinnen darauf vor, die Macht des Königs zu schwächen und den Thron mit der rechtmäßigen Erbin zu besetzen.

Während sich Elaine und Kieran am Hofe immer näherkommen, stehen sie sich nachts als Feinde gegenüber. Doch Kieran ahnt nicht, wen er vor sich hat …

Cover

Dieses Cover ist der Grund warum ich das Buch im Laden überhaupt in die Hand genommen habe. Nach längerer Betrachtung finde ich persönlich die lila Farbe ein wenig zu prägnant. Ansonsten gefällt es mir sehr gut.

Meine Meinung

Ich kannte bisher weder ein Buch dieser Autorin noch ein Buch des Verlages, musste es bei dem ansprechenden Inhalt und dem hübschen Äußeren allerdings mitnehmen.
Elaine ist unsere weibliche Protagonistin und gleichzeitig diejenige aus deren Sicht wir beinahe alle Kapitel lesen. Ich persönlich konnte mit ihr leider herzlich wenig anfangen. Zunächst einmal konnte ich keine greifbare Verbindung zu ihr aufbauen. Ich fand ihr Verhalten zu sprunghaft, zu egoistisch, hatte häufig das Gefühl, dass sie sich die Welt immer so gedreht hat, wie es ihr gerade passte und konnte viele ihrer Gedankengänge nicht nachvollziehen. Als Beispiel, wie wir dem Anfang des Buches deutlich entnehmen können, plant sie den König zu töten. Doch erst während die Geschichte voranschreitet, stellt sie fest, dass sie den Mann hinter der Krone gar nicht kennt. Vorher stellt sie zu keinem Zeitpunkt seine Intentionen, sein Leben infrage, obwohl sie bereits eine Weile für ihn arbeitet und ihn persönlich kennt, und dieses Verhalten begegnet uns nicht nur gegenüber Kieran, sondern auch einem Großteil der Nebencharaktere gegenüber. Für jemanden mit so großen Plänen hat Elaine wenig Plan von ihrem eigenen Leben und geht an viele Dinge überaus gedankenlos heran. Auch kann ich die Heilerin und die Mörderin für mich selbst einfach nicht mit einander in Einklang bringen. Wie sie gewissenlos und ohne einen Hauch von Reue fremde Menschen tötet, ohne deren Geschichten, deren Leben oder Hintergründe zu kennen fand ich schon krass, aber Menschen einfach aus dem Grund sterben zu lassen, weil sie Menschen sind, so egoistisch kann man doch gar nicht sein.
Kieran fand ich insgesamt wesentlich sympathischer als Elaine, aber ebenso blass. Ich mochte seinen Umgang mit seinem Rat - Elaine eingeschlossen - sowie anderen Nebencharakteren, doch finde ich ihn einfach sehr eindimensional und eintönig gestaltet. Dies betrifft sowohl sein Äußeres als auch sein Wesen. Wir sehen wenig von seiner Rolle als König und sein Techtelmechtel mit Elaine wirkte in meinen Augen zu forciert und leider wenig glaubhaft.
Es gab inhaltlich viele Punkte, die mir tatsächlich gefallen haben, aber insgesamt noch mehr, die ich entweder nicht ganz verstanden habe, oder die der Schnelligkeit, mit der das Buch voranschreitet, zum Opfer gefallen sind. Wir hetzen von einem Geschehnis zum nächsten, darunter leidet unter anderem die Dynamik der Charaktere. Ich sehe gute Elemente, bin aber zu keinem Zeitpunkt von den Protagonisten eingenommen worden und fand die Gespräche sehr holzig und teils erzwungen. Die Grundidee ist richtig gut, doch die Umsetzung gefällt mir leider gar nicht. Viele Aspekte, beispielsweise die Tatsache, wie Elaine zur Anführerin der Gadaí geworden ist, werden gar nicht richtig erklärt und lassen im Endeffekt mehr Fragen offen als beantwortet werden.
Dennoch muss ich zugeben, dass die Geschichte einige nette Wendungen parat hatte und das Ende zum Glück nicht so vorhersehbar war, wie ich bereits befürchtet hatte. Während des Lesens hatte ich trotzdem häufiger den Impuls mit den Augen zu rollen, weil ich das Verhalten der Charaktere nicht logisch fand - als Beispiel Elaines erstes Treffen mit ihrem Seelenpferd, wo ich ehrlich gesagt den Eindruck hatte, wir haben es hier mit jemandem zu tun, der sein eigenes Verhalten nicht wirklich und nachvollziehbar hinterfragt.
Ich glaube nicht, dass ich in Zukunft erneut ein Buch von Rebecca Humpert lesen werde. Ich kann mich allerdings nur wiederholen: Die Idee ist wirklich super, an der Umsetzung scheitet es für mich allerdings.

Fazit

Vielversprechender Inhalt, dem es in meinen Augen leider an Emotionen, Tiefgang und Dynamik fehlt.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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