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Claudia_41

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2024

intensive Reise zu sich selbst

Dirty Diana: Das Erwachen
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„Dirty Diana – Das Erwachen“ von Jen Besser und Shana Feste ist der Auftakt einer Trilogie um Diana.
Diana ist Ehefrau und Mama einer bezaubernden Tochter. Mit ihrem Mann Oliver verbindet sie eine tiefe ...

„Dirty Diana – Das Erwachen“ von Jen Besser und Shana Feste ist der Auftakt einer Trilogie um Diana.
Diana ist Ehefrau und Mama einer bezaubernden Tochter. Mit ihrem Mann Oliver verbindet sie eine tiefe Liebe und Vertrautheit, doch etwas ist zwischen ihnen abhandengekommen …. Intimität, Verlangen, Lust. Als Diana klar wird, dass sie mehr ist als Ehefrau und Mutter, begibt sie sich auf eine sehr intensive Reise zu sich selbst und ihren innersten Bedürfnissen.
Das Buchcover ist in traumhaften Farben gehalten. Der erotische Akt einer Frau ist sehr ansprechend gestaltet. Die Autorinnen schaffen es mit ihrer Sprache, lebhafte, detaillierte Bilder zu zeichnen, die uns tief in die Geschichte einsteigen lassen. Die Rückblenden in Diana´s Vergangenheit geben uns einen tiefen Einblick in ihre Lebens- und Gefühlswelt.
Das Ende des ersten Teils kam für mich etwas abrupt, zu schnell, aber mit einem offenen Ende, welches Lust auf den nächsten Teil der Trilogie macht.
Diana´s Reise zu sich selbst, ihren Träumen und Wünschen ist wirklich inspirierend, lebensnah und auch berührend. Der Roman „Dirty Diana – Das Erwachen“ von Jen Besser und Shana Feste ist ein toller Roman und eine klare Kaufempfehlung, nicht nur für Frauen.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Vergangenheit und Zukunft

Die Summe unserer Teile
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Der Debütroman „Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez verbindet die Lebensgeschichten dreier Frauen, deren Leben eng miteinander verwoben sind.
Lucy begibt sich auf einer Reise in die eigene Vergangenheit, ...

Der Debütroman „Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez verbindet die Lebensgeschichten dreier Frauen, deren Leben eng miteinander verwoben sind.
Lucy begibt sich auf einer Reise in die eigene Vergangenheit, um dem Leben ihrer Großmutter Lyudmila in Polen näher zu sein und ihrer Mutter besser zu verstehen. Die Lebensereignisse der Frauen verbinden sich miteinander und spielen doch ihre eigene Melodie in ihren Lebensliedern.
Paola Lopez schafft es mit ihrer Sprache, lebhafte, detaillierte Bilder zu zeichnen, die uns tief in die gemeinsame Geschichte einsteigen lassen. Die Charaktere werden anschaulich und tiefgründig gezeichnet, jede Frauengeneration hat ihre eigenen Besonderheiten. Die einzelnen Kapitel aus der jeweiligen Zeit und die individuelle Sicht der Protagonistinnen geben uns einen tiefen, zum Teil sehr emotionalen Einblick in ihre Lebens- und Gefühlswelt. Ihre Lebensgeschichten mit all den emotionalen Belastungen, ihre Herkunft und Zukunft scheint von einer zur nächsten Generation weitergetragen und ertragen, nie gelöst. Es wird eine Art Distanz aufgebaut und weitergegeben. Diese emotionale Kühle und Distanz der Frauen wird in jeder Geschichte spürbar und hat mir das Lesen erschwert. Es fiel mir nicht leicht, den einzelnen Protagonistinnen zu folgen. Auch das Ende des Romans hat mich fragend, offen zurückgelassen.
Das Cover zum Buch hat mich sehr angesprochen. Die grobe Zeichnung einer Frau im Profil und die leuchtenden Farben, die passende Schrift sowie die Gestaltung der Innseiten hat mir wirklich gut gefallen. Das Buchcover ist ein echter Hingucker.

„Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez ist ein besonderer Debütroman über das Erbe unserer Mütter, die Bewältigung unserer Vergangenheit und die eigene Zukunft.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Japanische Kultur - Essen und Arbeit

Richtig gutes Essen
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„Richtig gutes Essen“ von Junko Takase ist ein japanischer Roman, der das Leben einer Gruppe von Büroangestellten und ihre Lebensweisen näher betrachtet.
Der Roman von Junko Takase steigt ein mit einem ...

„Richtig gutes Essen“ von Junko Takase ist ein japanischer Roman, der das Leben einer Gruppe von Büroangestellten und ihre Lebensweisen näher betrachtet.
Der Roman von Junko Takase steigt ein mit einem Gespräch über die Mittagsversorgung in einem japanischen Büro. Bereits auf den ersten Seiten werden die unterschiedlichen Sichtweisen, wie viel Bedeutung das Essen hat, deutlich. Nitani, der süchtig nach Instantnudeln ist und nur diese als die wahre Mahlzeit ansieht, steht im Fokus der Erzählungen. Nicht nur das Essen, seine Zubereitung und Besonderheiten, sondern auch der japanische Arbeits- und Büroalltag, die Arbeitskultur wird näher beleuchtet.
Junko Takases Schreibstil ist für mich eher gewöhnungsbedürftig. Durch das Aneinanderreihen von Gedanken, Erlebnissen und Beschreibungen ohne eine tiefere Geschichte dahinter, lässt sich kein richtiger Spannungsbogen aufbauen. Mir fehlt die Geschichte hinter der Geschichte. Es fiel mir nicht so leicht, gut in das Buch zu kommen und vor allem auch dranzubleiben. Einzelne Abschnitte ließen sich problemlos lesen, anderen haben mich so gar nicht eingefangen.
Das Buchcover mit der originellen rot - beigen Farbgestaltung, den passenden Buchstaben und dem farblich passenden Lesebändchen ist sehr ansprechend. Auch die Gestaltung der Innenseiten haben mir gut gefallen.
Junko Takases Buch „Richtig gutes Essen“ gibt einen die japanische Arbeits- und Essenskultur.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Geheime Liebe

Cinema Love
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Der Debütroman „Cinema Love“ von Jiaming Tang erzählt die ergreifende Lebensgeschichte zweier Männer von China bis New York, in der ihre Liebe zueinander ein Geheimnis bleiben muss.

Old Second und Shun-Er, ...

Der Debütroman „Cinema Love“ von Jiaming Tang erzählt die ergreifende Lebensgeschichte zweier Männer von China bis New York, in der ihre Liebe zueinander ein Geheimnis bleiben muss.

Old Second und Shun-Er, ihre gleichgeschlechtliche Liebe und ihre Ehefrauen stehen im Zentrum des Romans. In ihrem Heimatland China ist die Liebe der beiden Männer verboten. Die heimlichen Treffen finden immer in einem alten Kino, im Schutz des Verborgenen, im Schutz der Dunkelheit statt. Nur dort können Old Second und Shun-Er sie selbst sein, sich ohne Angst und Scham lieben und füreinander da sein. Eine verhängnisvolle Entscheidung verändert das Leben der beiden Männer und ihrer Ehefrauen tiefgreifend.

Der Roman spielt sowohl in China als auch in New York, dazu kommen noch die zeitlichen Sprünge im Leben der Protagonisten. Diese Erzählweise und die Übersetzung, erschwert das flüssige Lesen, das Nahekommen der Personen, den Aufbau der Geschichte im Gesamten. Die Sprache scheint teilweise holprig, abgehackt, wenig im Fluss. Es fiel mir sehr schwer, mich voll in die Geschichte reinzulesen.

Das farbenfrohe Cover hat mich sehr angesprochen. Sowohl die Fotografie eines Kinoeingangs bei Nacht auf dem Buchcover als auch die Gestaltung der Innenseiten hat mir gut gefallen.

Der Debütroman „Cinema Love“ von Jiaming Tang erzählt eine spannende, durchaus aktuelle Geschichte, die mich aber nicht vollends überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Familiendrama in Westisland

Verlassen
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„Verlassen“ ist der vierte Teil der Island – Krimi – Reihe von Eva Björg Ægisdóttir.
Die schwerreiche, isländische Snæberg – Familie verbringt anlässlich eines Geburtstages ein Wochenende in einem abgelegenen, ...

„Verlassen“ ist der vierte Teil der Island – Krimi – Reihe von Eva Björg Ægisdóttir.
Die schwerreiche, isländische Snæberg – Familie verbringt anlässlich eines Geburtstages ein Wochenende in einem abgelegenen, hochmodernen Hotel mitten in den Lavafeldern Westislands. Das gemeinsame Familienfest ist alles andere als harmonisch, denn hier ist nichts, so wie es scheint. Tief verborgene Geheimnisse und Ängste, Süchte und Wünsche lassen die aufgebaute Fassade langsam bröckeln. Immer tiefer steigen wir ein, in eine Großfamilie und ihre ganz persönlichen Geschichten….bis ein Familienmitglied verschwindet.
Die gewählte Form des Ich- Erzählers in den kurzen Kapiteln lässt uns die persönlichen Geschichten der Familienmitglieder sehr nah erleben und uns direkt an den handelnden Personen bleiben. Die Sprache ist klar und spannungsgeladen. Einige ausgewählte Charaktere werden anschaulich und tiefgründig gezeichnet, andere Personen werden nur erwähnt und verblassen etwas im gesamten Kontakt. Auch die ermittelnden Kommissare und ihre Arbeit wirken eher ungenau, fast unsichtbar. Im Fokus steht der Snæberg – Clan und seine Familiengeschichte. Hierfür gibt es sogar einen Stammbaum auf den vorderen Seiten. Leider kommt die Ermittlungsarbeit, das, was einen Krimi ausmacht, in diesem Kriminalroman eindeutig zu kurz. Es ist eher einen Familienkammerspiel als ein Krimi.
Die wunderbar aufgebaute Spannung der Snæberg - Geschichten löst sich durch das viel zu abrupte Ende ohne Tiefe fast in Luft auf. Einige Familienmitglieder und deren Besonderheiten werden im Laufe der Geschichte erwähnt, erhalten aber am Ende keinerlei Auflösung oder Abschluss. Die letzten Seiten hinterlassen bei mir eine Art Lücke, ein großes Fragezeichen, was sehr schade ist, da der größte Teil des Buches wirklich sehr gelungen ist.

Das Buchcover mit den nordischen Farben und wunderschönen Bildern ist ein sehr ansprechendes, sehr gelungenes Cover. Besonders gut gefällt mir die Gestaltung der Innenseiten. Durch die grafische Gestaltung Islands findet man sich auch geografisch dicht an der Geschichte wieder.

„Verlassen“ von Eva Björg Ægisdóttir ist ein durchaus solider Island - Krimi / Familienroman mit ein paar Ecken und Kanten.

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