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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2025

lebendig und bewegend

Funkenstille (Sweet Lemon Agency, Band 3)
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Kyra Groh hat mit Funkenstille einen weiteren Roman veröffentlicht, der stilistisch und emotional an die vorherigen Bände anschließt. Ich habe das Buch insgesamt sehr gern gelesen und möchte hier meine ...

Kyra Groh hat mit Funkenstille einen weiteren Roman veröffentlicht, der stilistisch und emotional an die vorherigen Bände anschließt. Ich habe das Buch insgesamt sehr gern gelesen und möchte hier meine Leseerfahrung etwas ausführlicher schildern.

Schreibstil und Atmosphäre

Was mich sofort wieder begeistert hat, ist der Schreibstil. Die Autorin schreibt unglaublich flüssig, leicht und dennoch voller Emotionen. Es fühlt sich an, als würde man in die Geschichte hineingleiten, ohne Stolpersteine oder überladene Passagen. Diese Balance zwischen Leichtigkeit und Tiefe gelingt ihr besonders gut,.

Figuren und Wiedersehen mit bekannten Charakteren

Ein großes Highlight war für mich das Wiedersehen mit den Charakteren aus den beiden vorangegangenen Büchern. Obwohl der Fokus hier klar auf Amelie und Joscha liegt, spielen auch die anderen Figuren wieder eine wichtige Rolle. Dieses Zusammenführen aller Charaktere zu einem stimmigen Gesamtbild hat mir sehr gefallen, insbesondere, weil mir die Figuren aus Band 1 und 2 sehr ans Herz gewachsen sind. Es war schön, ihre Entwicklungen weiterverfolgen zu können und zu sehen, wie sie in das neue Kapitel verwoben wurden.

Handlung und Struktur – Second-Chance

Inhaltlich steht aber die "Second-Chance"-Liebesgeschichte zwischen Amelie und Joscha im Mittelpunkt. Von diesem Trope bin ich generell kein großer Fan, weil die gemeinsame Vergangenheit nur vage bleibt und man sich auf Andeutungen verlassen muss.

Genau das war auch hier mein größter Kritikpunkt: Die Vergangenheit von Amelie und Joscha blieb mir zu blass. Ich hätte mir gewünscht, mehr von ihrer Jugendliebe zu erfahren, mehr von dem, was sie einst verbunden hat. Durch das Fehlen einer zweiten Zeitebene, wie sie in anderen Büchern mit diesem Trope oft vorkommt, fiel es mir schwer, zu Beginn eine emotionale Verbindung zu den beiden aufzubauen.

Emotionale Entwicklung und Authentizität

Dennoch muss ich sagen: Sobald Amelie und Joscha sich im Laufe der Geschichte wieder annähern, gewinnt die Beziehung an Tiefe und Authentizität. Ihre Gefühle wirkten nie übertrieben oder künstlich, im Gegenteil, die Entwicklung wirkte sehr glaubwürdig und hat mich schließlich auch emotional berührt. Joscha ist mir im Laufe des Buchs richtig ans Herz gewachsen. Kyra Groh schafft es erneut, vielschichtige und interessante Nebenfiguren zu erschaffen, die der Geschichte zusätzliche Tiefe geben.

Das Ende

Das Ende hat mich überrascht, im positiven Sinne. Ich hatte nicht erwartet, dass die Autorin diesen Weg einschlägt, aber es hat für mich gut funktioniert. Es rundete die Geschichte auf schöne Weise ab.

Fazit

Auch wenn mich die emotionale Nähe zu Beginn etwas gefehlt hat und ich mir mehr Einblicke in die gemeinsame Vergangenheit von Amelie und Joscha gewünscht hätte, ist Funkenstille ein sehr lesenswerter Roman. Für mich persönlich reicht es diesmal „nur“ für vier von fünf Sternen, vor allem im Vergleich zu den ersten beiden Bänden, bei denen ich die komplette emotionale Reise der Protagonist*innen miterleben durfte.

Wer allerdings Fan von Second-Chance-Geschichten ist, wird dieses Buch sicher lieben.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Zwei Zeitebenen, eine Geige, viele Emotionen

Verliebt in Stockholm
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Ein schwedischer Roman voller Musik, Vergangenheit und Emotionen

Ich habe mich für Verliebt in Stockholm entschieden, weil ich mal etwas anderes lesen wollte als sonst. Die Idee, dass Musik, Geige spielen ...

Ein schwedischer Roman voller Musik, Vergangenheit und Emotionen

Ich habe mich für Verliebt in Stockholm entschieden, weil ich mal etwas anderes lesen wollte als sonst. Die Idee, dass Musik, Geige spielen hier eine zentrale Rolle einnimmt, fand ich interessant. Schon nach kurzer Zeit war ich gefesselt: Ich habe das Buch innerhalb einer Woche gelesen und trotz der kleinen Schriftgröße konnte ich flüssig und mit viel Freude durch die Kapitel lesen.

Schreibstil und Aufbau

Der Schreibstil war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Vor allem die Darstellung der wörtlichen Rede war nicht immer klar erkennbar, es fiel mir schwer zu unterscheiden, ob eine Figur etwas sagt oder nur denkt. Auch die Übergänge zwischen Dialogen und inneren Monologen waren nicht immer eindeutig. Doch mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und konnte den Text besser einordnen. Ab der Hälfte des Buches war das Lesen deutlich angenehmer, auch weil ich bewusster gelesen habe.

Zwei Zeitebenen – Vergangenheit trifft Gegenwart

Ein besonderes Merkmal des Romans ist die Struktur in zwei Zeitebenen: Die Gegenwart und eine Vergangenheit, die 14 Jahre zurückliegt. Diese parallelen Erzählstränge haben mir sehr gefallen. Die Vergangenheit war für mich besonders spannend und emotional mitreißend. Ich war neugierig, was damals passiert ist, weil vieles in der Gegenwart nur angedeutet wurde. Oft konnte ich es kaum erwarten, aus einem Gegenwartskapitel wieder in die Vergangenheit zu springen.

Gerade die Dynamik zwischen Mira und William in der Vergangenheit hat mich sehr berührt. Ihre Beziehung war intensiv beschrieben, während die Gegenwart eher ruhiger, stellenweise sogar ein wenig flach wirkte. Emotional hat mich die Vergangenheit deutlich mehr angesprochen.

Handlung und Figuren

Der Klappentext weckt Erwartungen an eine intensive Dreiecksgeschichte zwischen Mira, William und Alessandro. Diese Konstellation steht jedoch nicht im Mittelpunkt. Vielmehr dreht sich alles um Mira und ihre persönlichen Fragen sowie die Verarbeitung ihrer Vergangenheit. Alessandro spielt nur eine kleine Rolle und tritt nicht so in den Vordergrund, wie es vielleicht zu erwarten gewesen wäre. Das fand ich ein wenig schade, hat mich aber nicht enttäuscht.

Die Handlung spielt sich meist in kurzen Zeiträumen ab, manchmal innerhalb eines Tages oder sogar nur über wenige Stunden. Das hat mir sehr gefallen, weil man nie den Faden verloren hat. Die Kapitel setzten oft genau dort an, wo das vorherige aufgehört hatte, das galt für beide Zeitebenen.

Die Nebenfiguren waren interessant gestaltet. Manche hatten Ecken und Kanten, was die Geschichte lebendig machte. Es war spannend zu sehen, wie sie Mira beeinflussen oder herausfordern. Gerade solche Charaktere, die nicht perfekt sind, sorgen für Spannung und echte emotionale Reaktionen beim Lesen.

Kritikpunkte

Trotz vieler positiver Aspekte hatte das Buch auch einige Schwächen. In der Gegenwart fehlte mir manchmal die emotionale Tiefe. Mira als Hauptfigur war mir in manchen Momenten nicht greifbar genug. Gegen Ende gab es einen Moment, den ich als etwas unrealistisch empfand, was mich kurz aus der Geschichte herausgerissen hat. Obwohl der Roman insgesamt eine angenehme Länge hat, hatte ich das Gefühl, dass sich der Anfang sehr viel Zeit nahm, um die Geschichte aufzubauen und den Leser langsam hineinzuziehen wohingegen das Ende zu abrupt war, ich hätte mir hier noch mehr aus der Vergangenheit gewünscht, mehr Auflösung, mehr Details

Fazit

Verliebt in Stockholm ist ein Roman, der durch, die Verbindung von Musik, Vergangenheit und Gegenwart, sowie durch unterschiedliche Charaktere überzeugt. Auch wenn nicht alle Erwartungen erfüllt wurden und es kleinere Schwächen gibt, hat mich das Buch berührt und zum Nachdenken angeregt. Vor allem die Rückblicke in die Vergangenheit waren stark, emotional und gut erzählt. Ein solider Roman, der etwas anderes wagt, und genau das macht ihn lesenswert.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Humorvoll, chaotisch und charmant

Der süßeste Bruder der Welt ‒ und andere Irrtümer
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Der Comic "Der süßeste Bruder der Welt und andere Irrtümer" überzeugt mit einem außergewöhnlichen Zeichenstil und einer humorvollen Erzählweise. Besonders die Zeichnungen sind hervorzuheben: Sie wirken ...

Der Comic "Der süßeste Bruder der Welt und andere Irrtümer" überzeugt mit einem außergewöhnlichen Zeichenstil und einer humorvollen Erzählweise. Besonders die Zeichnungen sind hervorzuheben: Sie wirken nicht überperfektioniert, sondern eher so, als hätte jemand spontan mit ein paar Stiften drauflosgezeichnet. Genau dieser lockere Stil verleiht dem Buch seinen besonderen Charme und macht es sehr unterhaltsam – nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene.

Zeichenstil und Charakterdesign

Die Illustrationen sind außergewöhnlich lustig und tragen maßgeblich zum Humor des Buches bei. Die Charaktere sind vielfältig und divers gestaltet, was eine angenehme Abwechslung zu oft stereotypischen Darstellungen in Kinderbüchern darstellt. Jedes Design ist individuell und hebt sich auf seine eigene Weise hervor.

Inhalt und Struktur

Die Geschichte erzählt verschiedene Episoden aus dem Leben eines Mädchens, das mit familiären Veränderungen konfrontiert wird. Dabei steht weniger eine durchgehende Handlung im Mittelpunkt, sondern vielmehr einzelne humorvolle Erlebnisse und Missverständnisse. Dies sorgt für viele lustige Momente, führt aber auch dazu, dass das Buch nicht immer einem klaren roten Faden folgt.

Themen und Botschaft

Ein zentrales Thema sind zwischenmenschliche Beziehungen – insbesondere die Herausforderungen und Dynamiken innerhalb der Familie und im Freundeskreis. Auch moderne Kommunikationsprobleme, etwa durch WhatsApp und andere digitale Medien, werden angesprochen. Die humorvolle Herangehensweise macht diese ernsteren Themen leicht zugänglich.

Kritikpunkt und Fazit

Das Ende ist wird zwar ganz gut abgerundet aber mir hätte doch hätte ein etwas klareres Fazit oder eine stärkere zentrale Handlung den Gesamteindruck noch verbessert.

Insgesamt ist das Buch ein unterhaltsam und charmant, mit viel Humor und einem einzigartigen Zeichenstil. Wegen der fehlenden klaren Struktur gibt es statt fünf Sternen nur vier – dennoch eine klare Empfehlung für alle, die humorvolle Comics mit sympathischen Charakteren mögen.

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Veröffentlicht am 18.01.2025

Bewegend, zart und nahbar

Imogen, Obviously
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Das Buch Imogen Obviously bietet eine süße und leichte Geschichte, die sich intensiv mit den Themen Selbstfindung, Sexualität, Gruppendynamiken und Freundschaft auseinandersetzt. Es erzählt die Geschichte ...

Das Buch Imogen Obviously bietet eine süße und leichte Geschichte, die sich intensiv mit den Themen Selbstfindung, Sexualität, Gruppendynamiken und Freundschaft auseinandersetzt. Es erzählt die Geschichte von Imogen, einer 18-Jährigen, die sich in einem intensiven und kurzweiligen Wochenende mit ihrer Identität, ihrer Sexualität und den Erwartungen ihres sozialen Umfelds konfrontiert sieht. Die Sprecherin des Hörbuchs trägt durch ihre zarte, warme und liebenswerte Stimme wesentlich dazu bei, Imogens Perspektive lebendig und nahbar zu gestalten.

Themen und Tiefgang

Zentral ist die Erforschung der eigenen Sexualität. Die Geschichte geht tief auf Fragen ein, die viele Menschen – besonders junge LGBTQIA+-Personen – beschäftigen:

Woran merke ich, dass ich verliebt bin?

Wie fühlt sich Anziehung zu Frauen (oder generell zu einem gleichen Geschlecht) an?

Kann sich meine Sexualität verändern?

Imogen setzt sich nicht nur mit ihren eigenen Gefühlen auseinander, sondern auch mit den äußeren Erwartungen, die Freundschaften, Gruppendynamiken und die Gesellschaft an sie stellen. Dabei wird auch der Druck des People-Pleasings und der Wunsch, es allen recht machen zu wollen, thematisiert. Besonders berührend ist die Darstellung, wie man sich durch die Anpassung an andere verlieren kann. Diese Themen wurden trotz der Leichtigkeit der Erzählweise erstaunlich tiefgründig behandelt.

Freundschaften und Nebencharaktere

Die Nebenfiguren sind ein weiteres Highlight des Hörbuchs. Bereits zu Beginn werden sie detailliert und anschaulich beschrieben, wodurch man sich schnell ein lebendiges Bild der Charaktere machen kann. Besonders positiv fällt auf, dass sie nicht als perfekte Freunde dargestellt werden. Stattdessen werden auch ihre Fehler und Schwächen beleuchtet, was sie authentisch macht. Streit und Konflikte innerhalb der Gruppendynamik tragen dazu bei, dass die Beziehungen glaubwürdig wirken. Diese Auseinandersetzungen helfen, komplexe Themen wie Homophobie und Biphobie anzusprechen und ihre Auswirkungen darzustellen.


Liebesgeschichte

Die Liebesgeschichte entwickelt sich im Rahmen eines Wochenendes, was sie zeitlich stark begrenzt. Dadurch wirkt sie stellenweise etwas abrupt und es fällt schwer nachzuvollziehen, wie die tiefen Gefühle der Protagonistinnen entstehen. Dennoch sind die Momente der Zweisamkeit gefühlvoll und zart dargestellt, was es leicht macht, sich als Zuhörerin in die Situation hineinzuversetzen. Besonders für Menschen, die sich in ihrer Teenagerzeit ähnliche Fragen gestellt haben, ist Imogens Reise äußerst nahbar.

Allerdings enttäuscht das abrupte Ende der Geschichte etwas. Es fehlt eine Szene, die den Verlauf und die Entwicklung der Erzählung abrunden könnte, wodurch das Ende unvollständig wirkt.

Fazit

Imogen Obviously ist ein einfühlsames und zartes Hörbuch, das sich mit wichtigen Themen wie Selbstfindung, Sexualität, Gruppendynamiken und Freundschaft beschäftigt. Besonders für junge Hörer*innen aus der LGBTQIA+ Community bietet die Geschichte wertvolle Identifikationsmöglichkeiten und regt zum Nachdenken an. Die Nebencharaktere und Konflikte sind realistisch gestaltet und bereichern die Handlung. Die Liebesgeschichte ist zwar süß, hätte jedoch mehr Raum zur Entwicklung verdient. Das abrupte Ende hinterlässt einen leicht unbefriedigenden Eindruck. Insgesamt bleibt das Hörbuch aber eine bewegende und empfehlenswerte Reise in die Gedankenwelt einer jungen Frau auf der Suche nach sich selbst.

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Veröffentlicht am 18.01.2025

Charmantes Buch

Weihnachten - nur du und ich
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Das Buch "Weihnachten – nur du und ich" hat mich insgesamt positiv überrascht. Der Einstieg ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Die Geschichte nimmt sich Zeit, die Charaktere und das Setting sorgfältig ...

Das Buch "Weihnachten – nur du und ich" hat mich insgesamt positiv überrascht. Der Einstieg ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Die Geschichte nimmt sich Zeit, die Charaktere und das Setting sorgfältig einzuführen, was einen sanften und angenehmen Übergang in die Handlung ermöglicht. Doch genau dieser leichtere, langsame Einstieg war wichtig, um die Grundlage der Handlung aufzubauen.

Charaktere

Die Charaktere sind äußerst gut ausgearbeitet. Besonders die Hauptfiguren harmonieren hervorragend miteinander, was den Dialogen und gemeinsamen Szenen viel Charme verleiht. Es macht großen Spaß, ihnen zuzuhören und in ihre Interaktionen einzutauchen. Besonders Kit, die Protagonistin, hat mich beeindruckt. Sie ist eine coole, humorvolle und facettenreiche Figur, die die Handlung trägt.

Besonders erwähnenswert ist auch, die grundsätzliche repräsentation von Personen mit Behinderungen und Einschränkungen das bringt Diversität in die Geschichte, was ich sehr schätze.

Der kleine "ich verliebe mich in deine Schwester Twist" wurde charmant und humorvoll umgesetzt, was dem Hörbuch eine süße, frische Note verlieh. Auch die Annäherung zwischen Haf und Kit wurde gut inszeniert .

Als bisexuelle Person fand ich die doppelte Repräsentation von bisexuellen Charakteren richtig großartig. Es war schön zu sehen, dass dieser Aspekt der Identität so positiv und natürlich in die Geschichte integriert wurde.

Humor, Dialoge und das Fake-Dating-Trope

Ein Aspekt, der mir besonders gefallen hat, war der selbstironische Umgang der Charaktere mit Klischees, insbesondere mit dem Thema „schnelles Verlieben bei Lesben“. Haf's Gedanken und selbst reflektierenden Momente haben mich oft zum Schmunzeln gebracht und ich habe mich ihr näher gefühlt.

Für mich war es das erste Mal, dass ich eine Geschichte mit dem Fake-Dating-Trope gehört habe, und ich muss sagen: Die Idee hat mich absolut begeistert! Es war spannend und unterhaltsam, die Dynamiken zwischen den Figuren zu verfolgen

Kritikpunkte

Die Handlung des Buchs ist jedoch nicht besonders originell und folgt einer vorhersehbaren Struktur. Zwar wird dies durch die humorvolle Gestaltung aufgelockert, doch zum Ende hin wirkte der Plot etwas überstürzt. Die Geschichte spielt sich innerhalb von nur fünf Tagen ab, was für mich unrealistisch erscheint, um von Liebe oder einer tiefen Verbindung zu sprechen. Hier hätte ich mir mehr Zeit und zusätzliche Szenen gewünscht, vielleicht auch einen Übergang zu Silvester, um der Handlung mehr Raum zur Entfaltung zu geben.

Fazit

„Weihnachten – nur du und ich“ ist ein unterhaltsames und charmantes Buch mit sympathischen Charakteren, humorvollen Momenten und LGBTQIA+-Repräsentation. Besonders die doppelte Repräsentation von bisexuellen Personen hat mich als bisexuelle Hörerin sehr gefreut. Außerdem hat mich das Fake-Dating-Trope völlig überzeugt – es war spannend und humorvoll umgesetzt. Trotz der Schwächen in der Handlung hat es mir viel Freude bereitet. Mit einer etwas ausgefeilten und längeren Handlung hätte es jedoch noch mehr Potenzial entfalten können.

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