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Veröffentlicht am 07.06.2025

leicht, witzig, aber noch ausbaufähig

Chaoskuss
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Ein humorvoller Auftakt mit magischem Flair

Chaos-Kuss von Teresa Sporrer ist ein gelungener Auftaktband, der mich mit seinem lockeren Schreibstil, viel Witz und einem spannenden magischen Setting überzeugen ...

Ein humorvoller Auftakt mit magischem Flair

Chaos-Kuss von Teresa Sporrer ist ein gelungener Auftaktband, der mich mit seinem lockeren Schreibstil, viel Witz und einem spannenden magischen Setting überzeugen konnte. Die Geschichte ist sehr humorvoll erzählt, was mir beim Hören richtig viel Spaß gemacht hat. Besonders die kleinen Neckereien zwischen den Charakteren haben das Ganze sehr lebendig und unterhaltsam gemacht. Die Chemie zwischen den Figuren wirkt glaubwürdig, und man nimmt ihnen die Emotionen und Entwicklungen wirklich ab. Die Dynamik ist eher ruhig, aber zwischenmenschlich passiert viel – das hat mir gut gefallen.

Ein frisches Setting mit ägyptischen Göttern

Was ich besonders interessant fand, war die mythologische Komponente. Statt wie so oft auf die griechische Mythologie zu setzen, geht Teresa Sporra hier einen anderen Weg und rückt die ägyptischen Götter in den Fokus. Das fand ich erfrischend und mal etwas anderes. Auch das Magie-System und die Idee rund um Hexen und übernatürliche Wesen haben mir sehr gefallen. Ich finde Hexen als Thema generell spannend, und hier wurde das mit viel Kreativität umgesetzt.

Ein ruhiger Einstieg mit viel Potenzial

Was man ganz klar sagen muss: Chaos-Kuss ist kein Action-Feuerwerk. Die ganz große Spannung bleibt im ersten Band noch aus. Stattdessen geht es eher um die Einführung in die Welt, die Figuren und ihre Beziehungen. Als Einzelband könnte das manchen vielleicht etwas zu wenig sein, aber im Kontext einer Trilogie macht das durchaus Sinn. Ich sehe Chaos-Kuss als einen soliden, unterhaltsamen Einstieg, der die Grundlage für eine größere Geschichte legt. Gerade weil der Einstieg eher locker und nicht zu überladen ist, glaube ich, dass man in den Folgebänden umso mehr mitgerissen wird.

Fazit

Chaos-Kuss ist ein charmantes, witziges und ideenreiches Buch, das vor allem durch sein übernatürliches Setting, die besondere Götterwelt und sympathische Charaktere überzeugt. Auch wenn die ganz große Spannung noch auf sich warten lässt, hat mir das Buch insgesamt.

Spaß gemacht. Ich freue mich darauf, wie sich die Geschichte in den nächsten Bänden weiterentwickelt.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Zwischen Magie und Misstrauen, ein gefährliches Spiel

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Inhalt & Einstieg

Der Einstieg in Heartless Hunter hat mir ausgesprochen gut gefallen. Man wird direkt in die Welt hineingezogen, in der Magie eine zentrale Rolle spielt. Die Einführung des Magiesystems ...

Inhalt & Einstieg

Der Einstieg in Heartless Hunter hat mir ausgesprochen gut gefallen. Man wird direkt in die Welt hineingezogen, in der Magie eine zentrale Rolle spielt. Die Einführung des Magiesystems erfolgt Stück für Stück, was das Verständnis erleichtert und die Neugier weckt. Besonders spannend fand ich das Thema Hexen, das hat bei mir sofort ein Kribbeln ausgelöst, denn ich finde Hexen-Thematiken einfach unglaublich faszinierend. Auch die Stufeneinteilung der Zauber und die Mechanik dahinter wurden später noch vertieft, was ich sehr gelungen fand.

Die Geschichte selbst ist eine typische "Enemies-to-Lovers"-Romance, was ich grundsätzlich sehr mag. Rune und Gideon liefern sich zu Beginn ein interessantes Katz-und-Maus-Spiel, allerdings ging mir die Annäherung zwischen den beiden zunächst etwas zu schnell. Im weiteren Verlauf nimmt die Beziehung aber einige überraschende Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte, das hat mir gut gefallen.

Erzählweise

Was den Erzählstil betrifft, wird die Geschichte in der dritten Person erzählt, allerdings jeweils aus der personalen Perspektive von Rune und Gideon. Das bedeutet, wir bekommen Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle, ohne dass es sich um eine Ich-Erzählung handelt. Dieser Perspektivwechsel sorgt für eine angenehme Tiefe und hilft, beide Figuren besser zu verstehen.

Charaktere

Die Charaktere haben mir insgesamt gut gefallen. Neben Rune und Gideon lernen wir auch einige Nebenfiguren kennen, die mit Tiefe und nachvollziehbaren Motiven ausgestattet sind. Besonders spannend fand ich, dass wir nach und nach mehr über ihre Hintergründe und Beweggründe erfahren. Allerdings wirkte Rune in manchen Momenten sehr naiv, vor allem in ihren Entscheidungen und Überzeugungen, was sie für mich nicht immer ganz greifbar machte.

Atmosphäre & Setting

Das Setting ist atmosphärisch und düster, auch wenn kein konkretes Jahr genannt wird, wirkt es wie eine alternative Version des frühen 19. Jahrhunderts, mit Bällen, Opern, Kutschen und der zentralen Thematik der Hexenverfolgung. Dieser düstere, historische Rahmen passt sehr gut zur Geschichte und unterstützt die ernste, manchmal bedrohliche Grundstimmung.

Die Handlung ist über weite Strecken dynamisch und spannend. Es gibt viele Szenen, bei denen ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Der Plot enthält einige Wendungen, die mich wirklich überrascht haben, auch wenn man gewisse Entwicklungen ahnt, wird man in ihrer Umsetzung dann doch noch einmal überrascht. Gegen Ende wurde die Geschichte allerdings etwas schwerer greifbar: Die Beschreibungen wurden unübersichtlicher, Handlungen sprangen recht abrupt von Szene zu Szene, was es mir erschwerte, dem Geschehen klar zu folgen. Hier ging für mich ein wenig sprachliche Klarheit verloren, wodurch die Wirkung einzelner Szenen leider geschwächt wurde.

Ende & Fazit

Das Ende selbst hat mich dennoch überzeugt: Es bietet einen runden Abschluss für den ersten Band, lässt aber genug Fragen offen, um neugierig auf die Fortsetzung zu machen. Besonders was die Beziehung zwischen Rune und Gideon betrifft, bietet die Autorin noch viel Handlungsspielraum. Ihre Dynamik ist im ersten Band bereits intensiv, aber längst nicht ausgeschöpft, es bleibt offen, wie sich ihr Verhältnis weiterentwickelt.

Heartless Hunter ist ein vielversprechender Auftakt mit einer stimmungsvollen Welt, einem spannenden Magiesystem und gut ausgearbeiteten Charakteren. Kleine Schwächen im Erzählstil trüben das Gesamtbild nur minimal.
Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Eine kleine Reise in unbekannte Welten

Flammenstürmer
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Einstieg & Lesefluss

Ich bin echt gut in das Buch reingekommen – was bei mir nicht immer der Fall ist. Die große Schrift war dabei definitiv ein Pluspunkt! Das hat das Lesen super angenehm gemacht, und ...

Einstieg & Lesefluss

Ich bin echt gut in das Buch reingekommen – was bei mir nicht immer der Fall ist. Die große Schrift war dabei definitiv ein Pluspunkt! Das hat das Lesen super angenehm gemacht, und generell war ich direkt von der Geschichte gefesselt. Es macht einfach Spaß, in diese Welt einzutauchen.

Schreibstil & Erzählweise

Mit dem Schreibstil musste ich mich erst ein bisschen anfreunden. Ich hab eine ziemlich blühende Fantasie, aber manchmal ging’s mir einfach zu schnell von einer Szene zur nächsten. Das hat mich stellenweise etwas verwirrt, gerade, wenn plötzlich eine neue Situation da war, ohne dass ich richtig ankommen konnte.
Manche Passagen waren schön ausgeschmückt, andere Szenen waren mir zu vage beschrieben. Dann war da noch der Sprachstil: Es wurden teilweise Wörter benutzt, die ich selbst nicht in meinem aktiven Wortschatz hab, dass hat mich überrascht, weil ich eigentlich dachte, das Buch richtet sich an ein eher jüngeres Publikum. Große Schrift, spannende Tierwesen… aber der Wortschatz war stellenweise dann doch eher was für ältere Leser*innen.

Charaktere & Emotionen

Die Anzahl der Charaktere fand ich echt gut, nicht zu viele, sodass man noch gut den Überblick behalten konnte. Wir erfahren auch ein bisschen was über ihre Hintergründe, das hat mir gefallen. Und ganz wichtig: Wir haben einen starken Antagonisten! Ich hab mich wirklich aufgeregt (natürlich im positiven Sinne), wenn die anderen sich mit ihm rumschlagen mussten.
Ich finde es immer ein gutes Zeichen, wenn man einen Charakter wirklich "blöd" findet, das zeigt, dass die Geschichte emotional was mit einem macht. Und genau das war hier der Fall. Ich liebe es, wenn mich Figuren so mitnehmen!

Story & Spannung

Die Story an sich hat mir echt gefallen, der ganze Fantasy-Aspekt mit den Vögeln, die Wünsche erfüllen können, war mal was anderes. Das hat mich neugierig gemacht, weil ich sowas vorher noch nicht gelesen hatte.
Allerdings war die Geschichte stellenweise ziemlich vorhersehbar. Besonders ein Hinweis am Anfang hat schon viel vorweggenommen, das hätte man meiner Meinung nach weglassen können, um die Spannung etwas höher zu halten. Trotzdem: Es hat sich total gelohnt, auf diese kleine Reise über die Meere zu gehen. Ich hatte Spaß, die Welt zu entdecken.

Ende

Gegen Ende war ich dann ein bisschen enttäuscht. Einige Fragen blieben offen, manche Szenen wurden nicht mehr richtig zu Ende gebracht. Es fühlte sich ein bisschen so an, als wäre da einfach keine Zeit (oder keine Seiten) mehr übrig gewesen. Vor allem eine Szene, auf die ich mich eigentlich gefreut hatte, kam dann leider gar nicht vor.
Trotzdem: Als ich das Buch zugeschlagen habe, war da dieses warme Gefühl.

Es war eine kleine Reise in eine unbekannte Welt, spannend, überraschend und irgendwie auch süß.

Mein Fazit:

Flammenstürmer ist ein Buch, das mich überrascht hat, mit seiner Idee, seinen Charakteren und der besonderen Atmosphäre. Auch wenn nicht alles rund war, hatte ich beim Lesen einfach eine gute Zeit. Und das zählt für mich am meisten.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

lebendig und bewegend

Funkenstille (Sweet Lemon Agency, Band 3)
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Kyra Groh hat mit Funkenstille einen weiteren Roman veröffentlicht, der stilistisch und emotional an die vorherigen Bände anschließt. Ich habe das Buch insgesamt sehr gern gelesen und möchte hier meine ...

Kyra Groh hat mit Funkenstille einen weiteren Roman veröffentlicht, der stilistisch und emotional an die vorherigen Bände anschließt. Ich habe das Buch insgesamt sehr gern gelesen und möchte hier meine Leseerfahrung etwas ausführlicher schildern.

Schreibstil und Atmosphäre

Was mich sofort wieder begeistert hat, ist der Schreibstil. Die Autorin schreibt unglaublich flüssig, leicht und dennoch voller Emotionen. Es fühlt sich an, als würde man in die Geschichte hineingleiten, ohne Stolpersteine oder überladene Passagen. Diese Balance zwischen Leichtigkeit und Tiefe gelingt ihr besonders gut,.

Figuren und Wiedersehen mit bekannten Charakteren

Ein großes Highlight war für mich das Wiedersehen mit den Charakteren aus den beiden vorangegangenen Büchern. Obwohl der Fokus hier klar auf Amelie und Joscha liegt, spielen auch die anderen Figuren wieder eine wichtige Rolle. Dieses Zusammenführen aller Charaktere zu einem stimmigen Gesamtbild hat mir sehr gefallen, insbesondere, weil mir die Figuren aus Band 1 und 2 sehr ans Herz gewachsen sind. Es war schön, ihre Entwicklungen weiterverfolgen zu können und zu sehen, wie sie in das neue Kapitel verwoben wurden.

Handlung und Struktur – Second-Chance

Inhaltlich steht aber die "Second-Chance"-Liebesgeschichte zwischen Amelie und Joscha im Mittelpunkt. Von diesem Trope bin ich generell kein großer Fan, weil die gemeinsame Vergangenheit nur vage bleibt und man sich auf Andeutungen verlassen muss.

Genau das war auch hier mein größter Kritikpunkt: Die Vergangenheit von Amelie und Joscha blieb mir zu blass. Ich hätte mir gewünscht, mehr von ihrer Jugendliebe zu erfahren, mehr von dem, was sie einst verbunden hat. Durch das Fehlen einer zweiten Zeitebene, wie sie in anderen Büchern mit diesem Trope oft vorkommt, fiel es mir schwer, zu Beginn eine emotionale Verbindung zu den beiden aufzubauen.

Emotionale Entwicklung und Authentizität

Dennoch muss ich sagen: Sobald Amelie und Joscha sich im Laufe der Geschichte wieder annähern, gewinnt die Beziehung an Tiefe und Authentizität. Ihre Gefühle wirkten nie übertrieben oder künstlich, im Gegenteil, die Entwicklung wirkte sehr glaubwürdig und hat mich schließlich auch emotional berührt. Joscha ist mir im Laufe des Buchs richtig ans Herz gewachsen. Kyra Groh schafft es erneut, vielschichtige und interessante Nebenfiguren zu erschaffen, die der Geschichte zusätzliche Tiefe geben.

Das Ende

Das Ende hat mich überrascht, im positiven Sinne. Ich hatte nicht erwartet, dass die Autorin diesen Weg einschlägt, aber es hat für mich gut funktioniert. Es rundete die Geschichte auf schöne Weise ab.

Fazit

Auch wenn mich die emotionale Nähe zu Beginn etwas gefehlt hat und ich mir mehr Einblicke in die gemeinsame Vergangenheit von Amelie und Joscha gewünscht hätte, ist Funkenstille ein sehr lesenswerter Roman. Für mich persönlich reicht es diesmal „nur“ für vier von fünf Sternen, vor allem im Vergleich zu den ersten beiden Bänden, bei denen ich die komplette emotionale Reise der Protagonist*innen miterleben durfte.

Wer allerdings Fan von Second-Chance-Geschichten ist, wird dieses Buch sicher lieben.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Zwei Zeitebenen, eine Geige, viele Emotionen

Verliebt in Stockholm
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Ein schwedischer Roman voller Musik, Vergangenheit und Emotionen

Ich habe mich für Verliebt in Stockholm entschieden, weil ich mal etwas anderes lesen wollte als sonst. Die Idee, dass Musik, Geige spielen ...

Ein schwedischer Roman voller Musik, Vergangenheit und Emotionen

Ich habe mich für Verliebt in Stockholm entschieden, weil ich mal etwas anderes lesen wollte als sonst. Die Idee, dass Musik, Geige spielen hier eine zentrale Rolle einnimmt, fand ich interessant. Schon nach kurzer Zeit war ich gefesselt: Ich habe das Buch innerhalb einer Woche gelesen und trotz der kleinen Schriftgröße konnte ich flüssig und mit viel Freude durch die Kapitel lesen.

Schreibstil und Aufbau

Der Schreibstil war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Vor allem die Darstellung der wörtlichen Rede war nicht immer klar erkennbar, es fiel mir schwer zu unterscheiden, ob eine Figur etwas sagt oder nur denkt. Auch die Übergänge zwischen Dialogen und inneren Monologen waren nicht immer eindeutig. Doch mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und konnte den Text besser einordnen. Ab der Hälfte des Buches war das Lesen deutlich angenehmer, auch weil ich bewusster gelesen habe.

Zwei Zeitebenen – Vergangenheit trifft Gegenwart

Ein besonderes Merkmal des Romans ist die Struktur in zwei Zeitebenen: Die Gegenwart und eine Vergangenheit, die 14 Jahre zurückliegt. Diese parallelen Erzählstränge haben mir sehr gefallen. Die Vergangenheit war für mich besonders spannend und emotional mitreißend. Ich war neugierig, was damals passiert ist, weil vieles in der Gegenwart nur angedeutet wurde. Oft konnte ich es kaum erwarten, aus einem Gegenwartskapitel wieder in die Vergangenheit zu springen.

Gerade die Dynamik zwischen Mira und William in der Vergangenheit hat mich sehr berührt. Ihre Beziehung war intensiv beschrieben, während die Gegenwart eher ruhiger, stellenweise sogar ein wenig flach wirkte. Emotional hat mich die Vergangenheit deutlich mehr angesprochen.

Handlung und Figuren

Der Klappentext weckt Erwartungen an eine intensive Dreiecksgeschichte zwischen Mira, William und Alessandro. Diese Konstellation steht jedoch nicht im Mittelpunkt. Vielmehr dreht sich alles um Mira und ihre persönlichen Fragen sowie die Verarbeitung ihrer Vergangenheit. Alessandro spielt nur eine kleine Rolle und tritt nicht so in den Vordergrund, wie es vielleicht zu erwarten gewesen wäre. Das fand ich ein wenig schade, hat mich aber nicht enttäuscht.

Die Handlung spielt sich meist in kurzen Zeiträumen ab, manchmal innerhalb eines Tages oder sogar nur über wenige Stunden. Das hat mir sehr gefallen, weil man nie den Faden verloren hat. Die Kapitel setzten oft genau dort an, wo das vorherige aufgehört hatte, das galt für beide Zeitebenen.

Die Nebenfiguren waren interessant gestaltet. Manche hatten Ecken und Kanten, was die Geschichte lebendig machte. Es war spannend zu sehen, wie sie Mira beeinflussen oder herausfordern. Gerade solche Charaktere, die nicht perfekt sind, sorgen für Spannung und echte emotionale Reaktionen beim Lesen.

Kritikpunkte

Trotz vieler positiver Aspekte hatte das Buch auch einige Schwächen. In der Gegenwart fehlte mir manchmal die emotionale Tiefe. Mira als Hauptfigur war mir in manchen Momenten nicht greifbar genug. Gegen Ende gab es einen Moment, den ich als etwas unrealistisch empfand, was mich kurz aus der Geschichte herausgerissen hat. Obwohl der Roman insgesamt eine angenehme Länge hat, hatte ich das Gefühl, dass sich der Anfang sehr viel Zeit nahm, um die Geschichte aufzubauen und den Leser langsam hineinzuziehen wohingegen das Ende zu abrupt war, ich hätte mir hier noch mehr aus der Vergangenheit gewünscht, mehr Auflösung, mehr Details

Fazit

Verliebt in Stockholm ist ein Roman, der durch, die Verbindung von Musik, Vergangenheit und Gegenwart, sowie durch unterschiedliche Charaktere überzeugt. Auch wenn nicht alle Erwartungen erfüllt wurden und es kleinere Schwächen gibt, hat mich das Buch berührt und zum Nachdenken angeregt. Vor allem die Rückblicke in die Vergangenheit waren stark, emotional und gut erzählt. Ein solider Roman, der etwas anderes wagt, und genau das macht ihn lesenswert.

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