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Veröffentlicht am 29.01.2025

Wie man einen Gottkönig tötet

Five Broken Blades
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Nachdem dieses Buch jetzt eine Weile ungelesen bei mir rumstand, wollte ich ihm doch mal eine Chance geben. Überrascht war ich von der deutlichen Portion Romantasy, auch wenn es keine expliziten Inhalte ...

Nachdem dieses Buch jetzt eine Weile ungelesen bei mir rumstand, wollte ich ihm doch mal eine Chance geben. Überrascht war ich von der deutlichen Portion Romantasy, auch wenn es keine expliziten Inhalte gab.

Die zweite Überraschung war, wie sehr mich diese Geschichte gefesselt hat. Die wechselnde Perspektive hat es sehr dynamisch gemacht und ich konnte mich besser in die Charaktere und ihre Denkweise sowie Hintergründe hinein denken. Denn jeder hatte auch noch seine eigene Agenda.

So hatte die ganze Planung um den Königsmord schon etwas von einem Heist. Das hat dem Ganzen noch mal mehr Spannung verliehen. Dazu kam noch, dass die einzelnen Gruppen (Sora und Tiyung, Aeri und Royo, Euyn und Mikhail) sich näher kamen und doch die Gruppe an sich immer weiter zusammenrückte, obwohl es auch immer wieder Rückschläge gab.

Dabei blieben auch immer noch ein paar Fragen offen, die größtenteils bis zum Ende des Buches gelüftet werden. Auch wenn Einiges am Ende nicht so war, wie gedacht. Das machte es aber bis zum Schluss spannend.

Die einzelnen Charaktere haben mir sehr gut gefallen, da sie sehr viele Facetten in die Geschichte mit eingebracht haben. Gemeinsam hatten alle, dass sie in ihrer Vergangenheit das ein oder andere haben erleiden müssen. Der eine mehr, der andere ein bisschen weniger. Dennoch hat die Autorin es in meinen Augen geschafft, den Charakteren damit viel Leben und auch Tiefe einzuhauchen.

Das Buch habe ich auch in Abschnitten als Hörbuch gehört. Die Sprecher:innen machen allesamt einen tollen Job, was wirklich zu einem Hörerlebnis beiträgt.

Den Schreibstil mochte ich sehr gerne. Auch die Welt, die Mai Corland aufgebaut hatte, mit ihren Kulturen, Pflanzen, Magie, Lebewesen und Kreaturen, fand ich sehr spannend. Ich freue mich auf Band 2, denn nun geht es erst richtig los.

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Veröffentlicht am 23.01.2025

Spannend, aktuell und absolut empfehlenswert

Seven Ways to Tell a Lie
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Thriller sind eigentlich nicht so meins. Aber irgendetwas hat mich an diesem Buch angesprochen. Doch meine Erwartungen wurden noch übertroffen.

Die Geschichte wird aus Jonahs Sicht erzählt. So konnte ...

Thriller sind eigentlich nicht so meins. Aber irgendetwas hat mich an diesem Buch angesprochen. Doch meine Erwartungen wurden noch übertroffen.

Die Geschichte wird aus Jonahs Sicht erzählt. So konnte ich schnell in die Kleinstadt Wane und ihrer Dynamik sowie Jonahs Freunde und die alte Clique. Nach und nach lernt man so Ruby, Thea, Victor, Enya, Samuel, Jessica und Laurin kennen. Dabei verschiebt sich nach und nach ihre Dynamik, bis sie sich schlussendlich zusammemraufen können.

Dabei hängen die Deepfakes über ihren Köpfen wie Damoklesschwerter. Gerade dieses Szenario fand ich schon etwas beängstigend, denn wir wissen ja alle, wie gut diese sein können. Die Reaktionen aus dem Umfeld empfand ich als aufwühlend und authentisch beschrieben.

Die verschiedenen Charaktere haben mir gut gefallen. Für mich war es relativ leicht Sympathien für die Figuren zu entwickeln und mit ihnen mitzufiebern (und mitzuleiden). Natürlich merkt man von Jonash Entwicklung im Laufe der Geschichte mehr, doch auch Veränderungen bei den anderem waren für mich immer wieder gut eingestreut.

Die Wendungen, die dieses Buch macht, bis hin zur Auflösung, haben mich überrascht und gefesselt. Alles in allem gefiel es mir wirklich gut, auch wenn der ein oder andere Tiefschlag mich echt erschüttert hat. Im Gesamtpaket war dieses Buch sehr stimmig.

Besonders gut gefallen hat mir der Umgang mit sensiblen Themen wie zum Beispiel Homophobie, Rassismus und seelischer wie körperlicher Gewalt. Das wirkte nicht nur sehr authentisch sondern hat mit der Art und Weise, wie sie von den Figuren in den Situationen gezeigt wurden, schon Eindruck hinterlassen.

Mein einziger (kleiner) Kritikpunkt, für den der Autor vermutlich sogar gar nichts kann, ist die Altersempfehlung. 13 Jahre finde ich doch etwas jung. Daher sollten sich Eltern zuerst selbst eine Meinung dazu bilden, ob ihr Kind dafür bereit ist.

Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt. Zusammen mit dem Spannungsbogen sorgte er dafür, dass ich das Buch stellenweise einfach nicht aus der Hand legen konnte.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Lustig, skurril und kurzweilig

Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern
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Aufmachung und Leseprobe haben mich überzeugt: dieses Buch muss ich lesen! Dass ich allerdings so viel Freude haben würde und ich es in kurzer Zeit verschlingen würde, hatte ich nicht erwartet.

Muffin ...

Aufmachung und Leseprobe haben mich überzeugt: dieses Buch muss ich lesen! Dass ich allerdings so viel Freude haben würde und ich es in kurzer Zeit verschlingen würde, hatte ich nicht erwartet.

Muffin und Tört sind wundervolle Figuren, die man einfach lieb haben muss.

Den Erzählstil empfand ich als sehr geradlinig. Keine großen Schnörkel oder unnötige Informationen. Dafür war das, was erzählt wurde, toll wiedergegeben. Dabei mochte ich den Humor, die Situationskomik und einfach auch die skurrilen Figuren.

Der Humor wechselte von etwas flach, aber lustig bis hin zu recht klugem Wortwitz. Es war alles dabei und einfach urkomisch, ohne niveaulos zu sein.

Die Zeichnungen haben das super untermalt und sind mit Liebe zum Detail entstanden. Auch die Erzählung nimmt eine überraschende aber kluge Wendung, sodass das Lesen a2GMeqc auch Erwachsenen noch Spaß macht.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Kampf um die Sonne

To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1)
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Nicht überraschend, dass auch mich das Cover direkt angesprochen hat. Generell finde ich das Buch toll und hochwertig gestaltet. Der Klappentext hat dann sein übriges getan: Dieses Buch musste den Weg ...

Nicht überraschend, dass auch mich das Cover direkt angesprochen hat. Generell finde ich das Buch toll und hochwertig gestaltet. Der Klappentext hat dann sein übriges getan: Dieses Buch musste den Weg in mein Regal finden.

Was mich allerdings überrascht hat, wie sehr mich diese Geschichte begeistert hat. Ich mochte die Dynamik zwischen Kiara und Jude. Auch wenn ich es manchmal schon eigenartig fand, wie sich Jude als gefürchteter Kommandant gerade von Ki auf der Nase herumtanzen gelassen hat.

Ki hat mir gut gefallen, da sie tough, eigensinnig und auch liebevoll ist. Sie hat ihre eigenen Unsicherheiten, die gut und nachvollziehbar in die Handlung eingebaut wurden. Von den beiden Hauptfiguren hat sie die offensichtlichere Entwicklung genommen.

Jude wird erst recht düster und unnahbar dargestellt. Durch den Perspektivwechsel kommen aber auch schnell die Hintergründe des Kommandanten klar. Dadurch verliert dieser Charakter zwar wenig von seiner Düsternis, gewinnt aber deutlich an Tiefe. Auch seine Entwicklung ist spürbar, aber in meinen Augen subtiler als Kis.

Die Handlung hat mich stellenweise wirklich überrascht. Die Welt wurde im Laufe der Geschichte aufgebaut, ohne alles zu erklären. Immerhin gibt es noch einen zweiten Band, der mit Sicherheit noch ein paar Überraschungen bereit hält.

Ein paar Wendungen hatte ich echt nicht erwartet und so war ich nach kurzer Zeit und bis zur letzten Seite im Bann des Buches. Der angenehme Schreibstil hat da natürlich auch geholfen. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Hohoho - Ich liiiiiiebe Weihnachten

Single All the Way. A Christmas Roadtrip
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Wenn Stefanie Hasse und Stella Tack sich zusammentun, kann es nur gut werden! Das war zumindest mein erster Gedanke. Allerdings musste ich schnell erkennen, dass "nur gut" diesem Buch nicht gerecht wird.

Das ...

Wenn Stefanie Hasse und Stella Tack sich zusammentun, kann es nur gut werden! Das war zumindest mein erster Gedanke. Allerdings musste ich schnell erkennen, dass "nur gut" diesem Buch nicht gerecht wird.

Das Buch startet mit skurriler Situationskomik und das wird sozusagen ein Vorgeschmack auf die ganze Geschichte. Vor allem der "arme" Tristan findet sich bisweilen in Situationen wieder, die er sich wahrscheinlich so in seinen kühnsten Albträumen nicht mal ausgemalt hätte. Und Sam (und auch Nick) genießt jeden Moment davon.

Ich habe das Buch teilweise als Hörbuch unterwegs gehört. Wahrscheinlich habe ich viele Male sehr dämlich oder unheimlich gegrinst. Denn auch die Sprecher:innen haben hier einen sehr guten Job gemacht. Vor allem Jonas Minthe war, nach kurzer Gewöhnungsphase für mich, grandios in seiner Rolle als Tristan.

Auch die Chemie zwischen Sam und Tris war toll. Ich mochte ihre Zankereien mindestens genauso gerne wie die ruhigen, liebevollen Momente zwischen ihnen.

Der Plottwist war vielleicht ein bisschen Klischee, aber das hat mich ausnahmsweise überhaupt nicht gestört. Weil die Figuren eben so überzeugend und leicht zu lieben waren. Und halt der Humor... Ich komme einfach nicht über diese Situationskomik hinweg!

Wer also noch nach einer lustigen Weihnachts-/Winter-RomCom sucht, wird hier mehr als auf seine Kosten kommen.

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