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Veröffentlicht am 10.04.2025

Die Mafia in München?

Die unversöhnliche Vergangenheit
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Die unversöhnliche Vergangenheit' ist der siebte Band der Nik Pohl Reihe von Alexander Hartung. Da ich nicht alle Bände der Reihe gelesen habe, fehlt mir schon mal die eine oder andere Information und ...

Die unversöhnliche Vergangenheit' ist der siebte Band der Nik Pohl Reihe von Alexander Hartung. Da ich nicht alle Bände der Reihe gelesen habe, fehlt mir schon mal die eine oder andere Information und Hintergrundwissen aus der privaten Situation der Protagonisten. Eine Aufstellung der handelnden Personen, mit Kurzinformationen, zu Beginn des Buches wäre sehr hilfreich(auch bei den anderen Reihen des Autors). Die Krimihandlung ist in sich abgeschlossen und alle losen Fäden werden zum Schluss zusammengeführt. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und spannend, allerdings zieht sich die Handlung zwischenzeitlich arg in die Länge um später in einem blutigen Showdown zu enden.
Eine Neuerung fällt auf. Nik arbeitet nicht nur mit seinem IT Spezialisten Jon und seinem Mitbewohner Balthasar zusammen, diesmal sogar mit seinem ehemaligen Chef Naumann. Und es beweist sich wieder einmal: Teamplayer sind erfolgreicher.
Zwei lustige Stellen fielen mir auf, leicht übertrieben, aber mit feinsinnigem Humor! Sie lockern die schwachen Stellen des Buches erfreulicherweise auf.
Es waren angenehme Lesestunden, wobei es sich allerdings um eines der schwächeren Bücher des Autors handelt. Ich freue mich auf weitere Fälle mit Nik Pohl.
3,5*

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Guter Beginn einer neuen Krimireihe

Eric Holler: Wo ist Lisa?
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Bei: Wo ist Lisa? Handelt es sich um den ersten Band der Krimireihe um den Privatdetektiv Eric Holler. Verfasst wurde es von dem Autor und Selfpublisher Roman Just. Da diese Bücher ohne Lektorat veröffentlicht ...

Bei: Wo ist Lisa? Handelt es sich um den ersten Band der Krimireihe um den Privatdetektiv Eric Holler. Verfasst wurde es von dem Autor und Selfpublisher Roman Just. Da diese Bücher ohne Lektorat veröffentlicht werden, bin ich immer skeptisch, ob ich sie lesen mag.
Bei diesem Krimi waren meine Bedenken aber nicht angebracht. Der Schreibstil war erst einmal etwas verwirrend, da der Autor sehr viele Informationen in einem Satz unterbringt. Dadurch fand ich den Beginn etwas hektisch und hätte gerne etwas mehr Informationen bezüglich der handelnden Personen gehabt. Aber nachdem sich alles etwas beruhigt hatte und ich der Handlung gut folgen konnte, kam das Lesevergnügen.
Zum Schluss klärt sich alles logisch auf, ohne übertriebenes Happyend.
Der Privatdetektiv findet in dem KHK Manfred Werthofen einen Gleichgesinnten und so werden die beiden bestimmt noch einige Fälle in Gelsenkirchen aufklären. Ich werde dranbleiben

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Veröffentlicht am 06.12.2024

Freunde

Die Goldene Schreibmaschine
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Ich hatte bisher noch kein Buch von Carsten Henn gelesen, mir vor kurzem die Verfilmung des Buchspazierers angesehen und dann sein ersten Kinderbuch entdeckt. Der Titel, Die goldene Schreibmaschine und ...

Ich hatte bisher noch kein Buch von Carsten Henn gelesen, mir vor kurzem die Verfilmung des Buchspazierers angesehen und dann sein ersten Kinderbuch entdeckt. Der Titel, Die goldene Schreibmaschine und der gelungene Einband machten mich neugierig auf diese Geschichte.
Wie bei so viele Kinderbücher, ist auch hier die Hauptperson, Emily Paper, eine Außenseiterin. Mit ihrem übertriebenen Ordnungssinn löst sie oft Heiterkeit bei ihren Mitschülern aus. Nur mit Charly, ihre beste Freundin und Frederick verbindet sie eine Freundschaft, die sie etwas aufbaut. Ihre Eltern mussten beruflich für längere Zeit ins Ausland und so lebt sie bei ihren Großeltern; ein Lehrer(Dr.Dresskau) hat sie auf dem Kieker und macht ihr das Schulleben schwer. Die Großmutter arbeitet in der Anna-Amalia, einer wunderschönen, alten Bibliothek, welche mittlerweile zu Emilys Lieblingsort geworden ist. Als ihr eines Tages ein merkwürdiges Verhalten von Dresskau in der Bibliothek auffällt, versucht sie hinter dessen Geheimnis zu kommen; was ihr auch gelingt. Sie versucht mit Hilfe der goldenen Schreibmaschine, ihre kleine Welt in Ordnung zu bringen, was natürlich aus dem Ruder läuft.......
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Elemente zwischen realen Leben und der magischen Welt harmonieren gut. Es werden die guten Werte dieser Welt vermittelt und dass es eben leider auch eine andere Moral gibt. Allerdings scheint mir die Darstellung des Bösewichts Dresskau etwas übertrieben und die Beschreibung seiner Anhänger vielleicht nicht kindgerecht, da diese die Hinweise auf die Braunhemden nicht in den richtigen Zusammenhang bringen können. Aber darüber sollten andere entscheiden.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Düster und finster

Finster
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Kaltenbrunn, ein kleiner(fiktiver) Ort im Odenwald, steht seit Jahren immer wieder in den Schlagzeilen, da immer wieder kleine Jungen verschwinden und nie wieder auftauchen. Als es 1986 wieder passiert, ...

Kaltenbrunn, ein kleiner(fiktiver) Ort im Odenwald, steht seit Jahren immer wieder in den Schlagzeilen, da immer wieder kleine Jungen verschwinden und nie wieder auftauchen. Als es 1986 wieder passiert, kehrt der 72-jährige Ex-Kommissar Hans-J.Stahl zurück nach Kaltenbrunn. Er hat damals in den 70er Jahren die Ermittlungen geleitet und einer trauernden Mutter leichtfertig das Versprechen gegeben, ihren Sohn zu finden.
Er kehrt zurück und erkennt vieles wieder. Aber auch er wird von einigen der ca.50 Einwohnern wiedererkannt. Es ist ein Ort mit erwachsenen Einwohnern, Kinder gibt es hier nicht. Aber eine grosse psychiatrische Anstalt. Ist der Täter dort zu suchen?
Das Buch besteht aus vielen, kurzen Kapiteln, welche aus sehr verschiedenen Ansichten erzählt werden. Das macht das Buch kurzweilig und spannend. Allerdings ist das Leben in Kaltenbrunn ziemlich finster. Jeder scheint Dreck am Stecken zu haben oder von seinem Lebensstil her nicht in die Augen der anderen Einwohner zu passen. Trotzdem gibt es Gemeinsamkeiten, wie Stammtische und gemeinsame Hobbys. Über das Hobby Forografieren kommt der Kommissar a.D. Stahl einigen Geheimnissen und auch dem Täter letztendlich auf die Spur.
Mir laufen immer Schauer über den Rücken, wenn ich Thriller lese, welche in so kleinen, düsteren Orten spielen. Wobei es hier ja zumindest ein Hotel, eine Klinik und einen Dorfladen gibt. An die Zeit nach dem Tschernobyl Unglück kann ich mich noch gut erinnern und auch welche Ängste damals herrschten.
Ich kannte den Autor bisher noch nicht, werde aber bestimmt noch das eine oder andere Buch von ihm lesen.

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Veröffentlicht am 10.09.2024

Spannend, stellenweise blutig und etwas spooky

Eulenschrei
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Nachdem Kommissar Nils Trojan mit der Kriminalpsychlogin und Profilerin Carlotta Weiss im letzten Fall gut zusammengearbeitet hatte und das Kommissariat wie immer unterbesetzt ist, empfiehlt er sie seinem ...

Nachdem Kommissar Nils Trojan mit der Kriminalpsychlogin und Profilerin Carlotta Weiss im letzten Fall gut zusammengearbeitet hatte und das Kommissariat wie immer unterbesetzt ist, empfiehlt er sie seinem Chef Landberg. Dieser stellt sie daraufhin zwar ein, aber nur sehr widerwillig. Er mobbt sie gleich von der ersten Minute an. Die 'Abstellkammer' als Büro ist da noch das kleinste Übel. Calotta hat ja ihren Bulli und nutzt diesen einfach als mobiles Büro.
Carlotta ist sehr fähig in ihrem Beruf, nur leider absolut nicht teamfähig. Sie ermittelt sehr viel allein, nachdem sie eine ihrer Eingebungen hatte. Für Trojan stellt dies kein Problem da. Für ihn zählt das Ergebnis und er und Carlotta finden beruflich gut zusammen.
Und da werden sie reichlich gefordert. Es geschehen einige Morde, bei denen im Umfeld immer wieder Lebkuchenmänner auftauchen. Sie können sich zwar keinen Reim darauf machen, behalten dieses Indiz aber im Auge. Der Täter nimmt sich immer Körperteile alsTrophäen mit! Teilweise tauchen diese dann bei späteren Opfern wieder auf. Alles sehr makaber und grausam. Wie hängt das alles zusammen. Kannten sich die Opfer von früher? Ist es ein Rachefeldzug? Wieso taucht plötzlich ein Clown auf? Und immer wieder die Lebkuchenmänner.
Der Schreibstil lässt sich gut lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. Die Handlung ist gleich von Beginn an spannend und findet größtenteils in der Gegenwart statt, ein paar kleine Abschnitte werden von dem Täter erzählt, teilweise in der Vergangenheit, teilweise im hier und jetzt. Dies wird durch ein anderes Schriftbild klar dargestellt.
Durch ihre, oft sehr von der Realität abweichenden, Vorgehensweisen kämpfen sich Trojan und Weise durch den Dschungel von Hinweisen, Verdächtigen und gefährdeten Personen und geraten auch selbst in Gefahr. Wer Bücher mit realer Polizeiarbeit liebt, ist hier falsch, wer Thriller zur Unterhaltung liest, auch mal etwas vom Privatleben der Ermittler erfahren möchte und nicht vor blutigen Szenen (nicht bis zum kleinsten Detail ausgeschlachtet)zurückschreckt wird einige kurzweilige Lesestunden mit diesem Buch verbringen können.

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