Profilbild von ronjareads

ronjareads

Lesejury Profi
offline

ronjareads ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ronjareads über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.07.2024

Für Benecke und (T)hier Fans

Kat Menschiks und des Diplom-Biologen Doctor Rerum Medicinalium Mark Beneckes Illustrirtes Thierleben
0

Das offensichtliche zuerst: das Buch ist wirklich wunderschön gestaltet, Cover und Einband aber auch die illustrative Gestaltung im Inneren hat mir sehr gefallen und ist qualitativ hochwertig gearbeitet. ...

Das offensichtliche zuerst: das Buch ist wirklich wunderschön gestaltet, Cover und Einband aber auch die illustrative Gestaltung im Inneren hat mir sehr gefallen und ist qualitativ hochwertig gearbeitet.
Inhaltlich ist es aufgeteilt in Kapitel über einzelne T(h)iere oder Gattungen, die auf humoristische, etwas exzentrische aber dennoch faktenbasierte Weise Wissen über diese vermitteln. Man könnte es als unnützes Wissen beschreiben aber es werden auch immer wieder etwas tiefere Einblicke gewährt. Beispielsweise wird nicht nur einmal unser Blick auf und Umgang mit T(h)ieren angeprangert.
Es lässt sich durch seine Kapitel gut, auch mal zwischendurch, lesen und regt dazu an auch mal das eine oder andere T(h)ier oder Phänomen zu googeln. Dennoch muss ich gestehen, und ich weiß nicht woran das liegt, dass nicht sonderlich viel nach dem lesen hängengeblieben ist. Trotzdem ein gutes Buch und Geschenk für jeden Mark Benecke und T(h)ier Fan.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2025

Das Kalendermädchen - ein schwacher Fitzek

Das Kalendermädchen
0

Ich habe mich sehr auf "Das Kalendermädchen" von Sebastian Fitzek gefreut, doch leider war es für mich eines der schwächeren Bücher des Autors. Auch wenn Fitzek für seine Spannung, Verwirrung und überraschenden ...

Ich habe mich sehr auf "Das Kalendermädchen" von Sebastian Fitzek gefreut, doch leider war es für mich eines der schwächeren Bücher des Autors. Auch wenn Fitzek für seine Spannung, Verwirrung und überraschenden Plot Twists bekannt ist, konnte mich dieses Buch emotional einfach nicht packen.

Die Handlung bietet zweifellos die gewohnte Fitzek-Spannung. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen, die den Nervenkitzel aufrechterhalten. Doch trotz dieser Zutaten fehlte mir das, was viele seiner anderen Werke so besonders macht: die emotionale Tiefe. Ich konnte mich mit den Charakteren nicht wirklich identifizieren und fühlte mich irgendwie auf Distanz zu ihnen. Das führte dazu, dass der Thriller für mich nicht die erhoffte Wirkung hatte und ich nie richtig mitfiebern konnte.

Ein weiteres Manko war die doch sehr konstruierte Handlung. Die Idee eines Horroradventskalenders wirkte auf mich einfach zu erzwungen. Anstatt organisch in die Geschichte integriert zu sein, erschien das Konzept eher unnatürlich und zu skurril, was die Spannung mehr verzerrte, als sie zu verstärken.

Irritiert hat mich auch die Santaclausophobie von Olivia. Ihre übertriebene Abneigung gegen den Weihnachtsmann wurde im Verlauf der Geschichte immer wieder thematisiert, doch sie wirkte auf mich vollkommen unpassend und unnötig. Dieser Aspekt schien mehr ein seltsames Gimmick zu sein als eine tiefere Erklärung für ihre Figur.

Zusammengefasst bleibt "Das Kalendermädchen" für mich ein Buch, das zwar typisch Fitzek ist, aber bei weitem nicht seine besten Seiten zeigt. Die Spannung und die Wendungen sind da, doch die emotionale Bindung und die glaubwürdige Erzählweise fehlen mir. Für Fitzek-Fans ist es sicher noch ein unterhaltsames Buch, aber ich kann den Hype trotzdem nicht nachvollziehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2024

Hohes Potenzial, mittelmäßige Umsetzung

A Song to Drown Rivers
0

Ann Liangs Buch hinterlässt bei mir gemischte Gefühle. Die Geschichte um Xishi, die sich gegen das Bild der bloßen Schönheit wehrt und tatsächlich aktiv etwas bewirken möchte, hat für mich Potenzial. Ich ...

Ann Liangs Buch hinterlässt bei mir gemischte Gefühle. Die Geschichte um Xishi, die sich gegen das Bild der bloßen Schönheit wehrt und tatsächlich aktiv etwas bewirken möchte, hat für mich Potenzial. Ich fand es nachvollziehbar, dass sie nach den Verlusten in ihrer Familie und den Gräueltaten an ihrem Volk den Wunsch verspürt, über sich hinauszuwachsen und (vermeintliche) Gerechtigkeit ausüben will. Doch trotz dieses interessanten Ansatzes konnte ich mich weder richtig in die Figuren hineinversetzen noch die Welt der Geschichte vor meinem inneren Auge lebendig werden lassen. Der Schreibstil ist (für mich) nicht bildgewaltig oder atmosphärisch stark genug, um eine greifbare Welt mit lebendigen Charakteren entstehen zu lassen. Die Charaktere bleiben oft flach, und ich hatte Schwierigkeiten, eine emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen.

Ein Lichtblick war jedoch der Nebencharakter Luyi. Seine humorvolle Art sorgte für einige auflockernde Momente in einer Geschichte. Die Dynamik zwischen Xishi und anderen Figuren, besonders Fanli und Fuchai, deutet auf interessante Konflikte hin und bringt gelegentlich emotionale Tiefe. Fuchai entwickelt sich zu einem komplexen Charakter: Gebrochen und von Erwartungen getrieben, zeigt er Facetten, die ihn interessant und bedauernswert zugleich machen. Seine letztliche Entwicklung und seine Beziehung zu Xishi bringt einen emotionalen Höhepunkt, der durchaus berührt.

Trotz dieser Ansätze gibt es im Verlauf der Geschichte logische Brüche und Zeitsprünge, die mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen haben. Besonders irritiert haben mich einige Details, etwa die Verwendung englischer Begriffe, die aus dem historischen Kontext herausfallen und die Atmosphäre stören. Auch der Fantasytouch gegen Ende – Xishis Geist, der Fanli inspiriert – kam für mich ein wenig zu konstruiert rüber. Viele Fragen bleiben bis zum Ende des Buches unbeantwortet und lassen mich persönlich als Leser unbefriedigt zurück.

Im Großen und Ganzen gab es interessante Entwicklungen und Wendungen, und das Buch wurde für mich von Abschnitt zu Abschnitt besser. Dennoch bleibt es für mich hinter seinem Potenzial zurück. Ich hatte mir mehr Tiefe bei den Charakteren und eine konsistentere Handlung gewünscht. Die Geschichte hat zwar einige emotionale Momente, die mich bewegt haben, war aber letztlich oft vorhersehbar und in ihrer Gestaltung etwas oberflächlich. Mein Fazit: Ein durchaus unterhaltsames Buch, das jedoch in der sprachlichen Gestaltung und emotionalen Tiefe noch Raum nach oben lässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2024

Lektüre zum runterkommen, aber kein literarisches Meisterwerk

Das Glück hat acht Arme
0

Das Glück hat acht Arme ist ein Roman der Autorin Shelly van Pelt und wurde bereits vielfach als „Wohlfühlroman“ gelobt. Die Geschichte handelt von drei Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ...

Das Glück hat acht Arme ist ein Roman der Autorin Shelly van Pelt und wurde bereits vielfach als „Wohlfühlroman“ gelobt. Die Geschichte handelt von drei Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber das Schicksal verbindet. Die gutmütige Witwe Tove, die schon viel in ihrem Leben durchmachen musste, der Junge Cameron der vom Leben enttäuscht ist aber nie die Chance bei sich sieht das Ruder rumzureißen und der in Gefangenschaft lebende Marcellus - ein Oktopus.
Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm, man kommt in einen guten Lesefluss. Die Geschichte ist weder zu ausladend, detailreich formuliert noch zu kurz oder flach. Selbst Spannung kommt im letzten Drittel des Buches auf, obwohl dies wahrlich nicht das Hauptaugenmerk des Buches ist.
Die Figuren haben mir zum Teil leider nicht ganz so gut gefallen. Viele haben mich leider mit ihren Eigenheiten und Ansichten immer mal wieder „genervt“. Am schlimmsten war für mich Cameron, der jeden Missstand in seinem Leben in seiner schweren Kindheit und bei anderen Leuten sah, aber bloß nicht bei sich selbst. Dieses Selbstmitleid fand ich irgendwann tatsächlich ziemlich störend. Außerdem hätte ich mir gewünscht, noch mehr von Marcellus Sicht zu sehen. Wenn man schon dem Oktopus ein menschliches Bewusstsein gibt, hätte dies intensiver dargestellt werden sollen. Insbesondere im fortgeschrittenen Teil des Buches ist seine Sicht sehr rar geworden.
Die Idee des Buches die Verbindung zwischen Tova und Cameron herzustellen und die Rätsel der Familie zu Lößen auf so eine besondere Art darzustellen hat mir jedoch sehr gut gefallen. Es war mal etwas komplett anderes und mir hat gefallen wie ein tierisches Bewusstsein dargestellt wurde. Viel komplexer als es vielleicht zuerst den Anschein macht.
Insgesamt eine gute Geschichte mit traurigen und lustigen Momenten und auch mal etwas Spannung. Eine einfache Lektüre zum runterkommen, aber kein literarisches Meisterwerk.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2025

Vom Glanz enttäuscht ⚜️😮‍💨

Gilded – Die Versuchung des Goldes (Gilded 1)
0

"Gilded - Die Versuchung des Goldes" von Marissa Meyer klang wie ein vielversprechendes Märchen-Retelling. Doch leider muss ich nach Abschluss dieses Buches und auch nach dem letzten Viertel, das immerhin ...

"Gilded - Die Versuchung des Goldes" von Marissa Meyer klang wie ein vielversprechendes Märchen-Retelling. Doch leider muss ich nach Abschluss dieses Buches und auch nach dem letzten Viertel, das immerhin etwas besser war, feststellen, dass die ersten drei Viertel für mich so schwach waren, dass ich nicht über 2,5 von 5 Sternen hinauskomme. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum dieses Buch so viele gute Bewertungen hat. 🤷🏽‍♀️

Mein größtes Problem mit "Gilded" war das World Building inklusive Storyaufbau. Von Anfang an fehlte mir ein klarer roter Faden, der mich durch die Geschichte führt. Ich habe bis zum Schluss nicht 100 % verstanden, wo wir uns überhaupt befinden – in welcher Art von Welt, welche Regeln dort gelten, wie die Gesellschaft aufgebaut ist. Die verschiedenen Welten und Wesen aber auch Handlungen der Charaktere wirkten viel zu zusammengewürfelt, was ein Eintauchen in die Geschichte leider unmöglich machte. Versteht mich nicht falsch, ich weiß schon was in dem Buch abgegangen ist, ich bin ja nicht doof 😂, aber es war einfach alles viel zu konfus.🌫️😵‍💫

Auch die Charaktere konnten mich leider nicht vollends überzeugen. Ich konnte mit keinem von ihnen wirklich connecten. Für mich hatten alle nicht wirklich Tiefe oder einen eigenständigen Charakter. Am Ende des Buches mochte ich Gild zwar ganz gerne, aber das war es dann auch schon.
Besonders nervig und für mich unlogisch war Serildas Verhalten. Sie beschwert sich ständig darüber, dass sie niemand mag und alle sie meiden. Aber sie lügt ja auch die ganze Zeit! Was erwartet sie denn?! Jesus…. 🤦🏽‍♀️ Und es ist ja nicht so, als könnte sie die Wahrheit nicht sagen. Dieses Merkmal ihres Charakters wirkte nicht nur frustrierend, sondern auch sehr konstruiert für die Geschichte.

Ich muss es leider auch ansprechen, und ich bin unsicher, ob es am Originaltext oder an der Übersetzung liegt: Aber was sind das bitte für Namen in diesem Buch? Die Namen für Orte wie "Märchenfeld" finde ich schon mal extrem einfallslos. Aber auch die Charakternamen! Dass Gild im Deutschen "Vergoldetgeist" genannt wird, finde ich absolut lächerlich. 😂 Genauso wie "Fräulein Sauer" und für mich das Allerschlimmste: Der Erlkönig wird mit "Eure Grimmigkeit" angesprochen. Diese ganzen Namen hören sich für mich wie 1A aus einem Kinderbuch an. 🤦🏽‍♀️
Des Weiteren wirkten viele Dinge, wie die Abgabe und das Versprechen des ersten Kindes gegenüber Gild (ich hoffe, das empfindet jetzt niemand als Spoiler - es ist halt die Rumpelstilzchen Geschichte), sehr konstruiert. Natürlich muss man das irgendwie beibehalten, da es zum Ursprungsmärchen gehört. Aber die Art und Weise, wie es ausgearbeitet wurde – in einer bloßen Spaßsituation, weil man nichts anderes anbieten konnte, einfach mal das Kind anzubieten – war für mich absolut schwach.

Leider konnte mich "Gilded - Die Versuchung des Goldes" nicht überzeugen. Obwohl am Ende sogar ein paar Fragen offen geblieben sind, die ich gerne beantwortet hätte, hatte ich so wenig Spaß am ersten Teil, dass ich den zweiten Teil wohl nicht lesen werde. Meinerseits gibt es daher leider keine Leseempfehlung.

Rage-Modus Ende 😤🔥

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere