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Veröffentlicht am 13.02.2025

Romance ohne Gefühl

Tausend ungesagte Worte
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Ich habe immer wieder Gutes über die emotionalen Liebesromane von Lia Louis gehört. Zwei Romane von ihr liegen auf meinem SuB. Jetzt habe ich aber direkt zu ihrem neu erschienenen Buch “Tausend ungesagte ...

Ich habe immer wieder Gutes über die emotionalen Liebesromane von Lia Louis gehört. Zwei Romane von ihr liegen auf meinem SuB. Jetzt habe ich aber direkt zu ihrem neu erschienenen Buch “Tausend ungesagte Worte” gegriffen. Ich war auf ein berührendes Romance-Highlight eingestellt. Das war es aber leider nicht. Eigentlich könnte ich es kurz machen: Das war nix. Für mich zumindest. Aber natürlich gibt es noch eine Erklärung, warum mir das Buch nicht gefallen hat.
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Darum geht’s: In nie verschickten E-Mails hat sich Millie ihren ganzen Lebensfrust von der Seele geschrieben. Als all diese Mails eines Tages doch den Weg zu ihren Empfängern finden, muss Millie sich der Realität stellen…
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Am Anfang fand ich die Geschichte noch ganz süß. Sie hatte auf jeden Fall Potenzial. Das wurde aber überhaupt nicht ausgeschöpft. Sorry to say, aber ich fand es recht schnell langweilig. Vor allem, weil ich Protagonistin Millie nicht ins Herz schließen konnte. Sie ist für mich durchweg eine blasse, konturlose und irgendwie nichtssagende Protagonistin geblieben. Ihre Gefühle in Bezug auf ihren Love-Interest, Freunde und Verwandte haben mich nicht erreicht. In der Folge hatte ich auch keine Verbindung zu den anderen Charakteren. Dadurch ist der Roman für mich zu einer bloßen Aneinanderreihung von Ereignissen geworden, die mich schlichtweg nicht besonders interessiert haben. Es hat mich nicht gecatcht und mir ist immer mehr die Leselust flöten gegangen.
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Die Idee mit den irrtümlich verschickten E-Mails ist nicht neu. Sie hätte als RomCom aber trotzdem mal wieder funktionieren können. Lia Louis schreibt aber nun mal mehr Rom als Com und in dieser Form hat mich die Handlung irgendwie nicht erreicht. Die E-Mails und Textnachrichten, die den Lesefluss eigentlich auflockern und etwas Besonderes sein sollten, haben mich mehr und mehr genervt. Ich hätte mir viel mehr Fokus auf der eigentlichen Lovestory gewünscht. Aber es gibt viele Baustellen, die hier aufgemacht werden und darüber hat mich die Handlung fast komplett verloren. Ja, es war mir zu viel in die Länge gezogenes Gelaber.
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Am Ende habe ich dann doch nochmal ein bisschen mitgefühlt und mitgefiebert. Ein kurzer Hauch von Happy End-Vibes ist noch bei mir aufgekommen. Das lässt mich vermuten, dass ich das Buch vielleicht einfach nur zur falschen Zeit gelesen habe und mich in einem anderen Moment viel tiefer in die Geschichte hätte hineinfallen lassen können. Aktuell war das aber nicht der Fall und damit steht und fällt eine Romance nunmal. Ich denke aber, dass Lia Louis eine zweite Chance verdient hat. Und die wird sie mit Blick auf meinen SuB ja dann auch irgendwann bekommen.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Vorspiegelung falscher Tatsachen

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
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ZWEI VERNÜNFTIGE ERWACHSENE, DIE SICH MAL NACKT GESEHEN HABEN von Anika Decker – allein dieser ausgefallene Titel hat meine Aufmerksamkeit geweckt und mich neugierig gemacht. Der Klappentext hat sein Übriges ...

ZWEI VERNÜNFTIGE ERWACHSENE, DIE SICH MAL NACKT GESEHEN HABEN von Anika Decker – allein dieser ausgefallene Titel hat meine Aufmerksamkeit geweckt und mich neugierig gemacht. Der Klappentext hat sein Übriges dazu getan.
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Darum geht’s: Nina geht stramm auf die 50 zu. Sie ist geschieden und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Ihr Ex ist in zweiter Ehe mit der blutjungen Influencerin Lulu verheiratet und nochmal Papa von Zwillingen geworden. Auf deren Geburtstagsparty lernt Nina den 20 Jahre jüngeren David kennen und fühlt sich zu ihm hingezogen.
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Die Anfangsszene macht deutlich: Anika Decker ist vom Fach. Als Drehbuchautorin hat sie maßgeblich zum Erfolg der deutschen Komödien Keinohrhasen und Zweiohrküken beigetragen. Und auch in ihrem Roman wirft sie die Leser*innen in eine filmreife Szene, die sofort Spaß macht und das Kopfkino in Gang setzt. Ein guter Start für die Age Gap-Liebesgeschichte, die der Klappentext verspricht. Auf diese Story war ich neugierig. Darüber wollte ich etwas lesen. Und damit beginnt das große Dilemma des Buches, dessen Handlung sich dann irgendwie ganz anders entwickelt, als erwartet.
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Der Plot beginnt wie eine typische deutsche Komödie. In meinem Kopf habe ich bereits nach den passenden Schauspielern für die verschiedenen Rollen gesucht. Die Filmszenen haben sich ganz automatisch vor meinem inneren Auge abgespielt. Schnell zeichnet sich aber auch ab, dass der Roman mehr ist als eine Gute Laune-RomCom. Die Handlung entwickelt schnell Tiefgang. Dazu tragen auch die verschiedenen Perspektiven bei, die ich beim Lesen eingenommen habe. Und obwohl ich den Ansatz gut und vielversprechend fand, haben damit gleichzeitig auch meine Probleme mit dem Buch begonnen.
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Kurz gesagt: Die Geschichte hat sich komplett anders entwickelt, als erwartet. Nina & David spielen hier gar nicht die erste Geige. Zwar kehren wir immer mal wieder zu ihnen und ihren Gefühlen füreinander zurück, aber die Geschichte konzentriert sich nicht darauf. Stattdessen ist die Age Gap-Lovestory, die ich eigentlich lesen wollte, irgendwie in den Hintergrund gedrängt worden. Anika Decker packt nämlich noch so viele andere Themen in die Story, dass sie die richtige Balance verliert. Neben der eigentlichen Lovestory geht es um alle möglichen Beziehungs-, Freundschafts- und Familienbande. Außerdem wird auch noch das Fass #metoo aufgemacht. Jedes Thema für sich genommen ist interessant und wichtig. Alle zusammen sind aber zu viel des Guten. Die Geschichte ist für meinen Geschmack komplett überfrachtet. Sie wirkt auf mich gewollt anspruchsvoll und wird anstrengend. Teilweise entfernt sich die Handlung über so viele Seiten von der Lovestory, dass diese bei mir schon fast in Vergessenheit geraten ist. Das scheint der Autorin auch selbst so gegangen zu sein, denn das Ende kommt dann irgendwie “Ach da war ja noch was”-mäßig und mit wenigen Worten dahin geklatscht daher. Ich hab’s einfach nicht gefühlt.
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Hätte der Klappentext bei mir nicht komplett falsche Erwartungen geweckt, hätte das Buch wahrscheinlich besser abgeschnitten. Aber wenn ich es als die versprochene Age Gap-Liebesgeschichte bewerte, muss ich leider sagen: Thema verfehlt. Sorry, aber das hätten Gaby Hauptmann und Hera Lind in der Hochzeit ihres Frauenroman-Schaffens in den 90ern besser hinbekommen. Da hat der Fokus gestimmt und was draufstand, war auch drin. ZWEI VERNÜNFTIGE ERWACHSENE, DIE SICH MAL NACKT GESEHEN HABEN wird vom Verlag hier hingegen einfach komplett falsch beworben und das ist schade, weil man dem Buch und der Autorin damit letztendlich keinen Gefallen tut.

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Schwacher Fall

Grenzfall – Ihre Spur in den Flammen
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Ich habe der GRENZFALL-Reihe bis jetzt die Treue gehalten. Der Auftaktband war stark. Die Folgebände konnten daran nicht mehr anknüpfen. Trotzdem habe ich einmal mehr gehofft , dass der fünfte Teil IHRE ...

Ich habe der GRENZFALL-Reihe bis jetzt die Treue gehalten. Der Auftaktband war stark. Die Folgebände konnten daran nicht mehr anknüpfen. Trotzdem habe ich einmal mehr gehofft , dass der fünfte Teil IHRE SPUR IN DEN FLAMMEN das Ruder rumreißt und mich wieder begeistern kann.
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Darum geht’s: Ein Auto kommt von der Straße ab und brennt aus. Der Fahrer kommt in den Flammen ums Leben. Bald steht fest, dass es Brandstiftung war. Und es kommt zu weiteren tödlichen Brandanschlägen…
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Der Krimi ließ sich gut an. Das Szenario rund um das ausgebrannte Auto, mysteriöse Beobachtungen und Zeugenbefragungen fand ich grundsätzlich interessant. Die nötige Grundspannung war da. Das Level konnte aber weder gehalten, geschweige denn gesteigert werden. Leider war das komplette Gegenteil der Fall. Für meinen Geschmack dümpelt die Handlung im Verlauf extrem vor sich hin. Daran konnten auch die gewollt mysteriös gehaltenen Zwischenkapitel nichts ändern. Stattdessen haben sie meinen Lesefluss gestört. Auch die Auflösung hat keinen besonderen Knalleffekt mehr gebracht. Selbst die Charaktere konnten es in diesem Fall nicht richten. Die Protagonisten Krammer und Jahn bleiben blass. Eine persönliche Entwicklung, wie ich sie in einer Krimireihe von Band erwarte, bleibt aus.
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Ich hatte so gehofft, dass mich dieser Fall wieder mehr begeistern kann. Daraus ist aber nichts geworden. Mein Interesse an der Story hat immer mehr nachgelassen. Im selben Maße, wie es hier bergab ging, ist meine Enttäuschung größer geworden. Echt schade. Umso mehr, weil ich von die Reihe und ihren Protagonisten anfänglich mal so begeistert war. Meine Erwartungen konnten danach aber nicht mehr erfüllt werden.

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Band 3 schwächelt

DUNKEL - Die Todgeweihten von Temeswar
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DUNKEL ist der dritte Teil der dänischen Thriller-Reihe von Thomas Bagger um die Task Force 14. Was habe ich mich auf diese Fortsetzung gefreut. NACHT war zum Auftakt thematisch für meinen Geschmack zwar ...

DUNKEL ist der dritte Teil der dänischen Thriller-Reihe von Thomas Bagger um die Task Force 14. Was habe ich mich auf diese Fortsetzung gefreut. NACHT war zum Auftakt thematisch für meinen Geschmack zwar etwas sperrig, aber trotzdem gut. FEUER war dann ein echter Knaller. Danach waren die Erwartungen an Band 3 sehr hoch.
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Zu Beginn bin ich super in die Story reingekommen. Es ging gleich mal sehr spannend und actionreich los. Deshalb war ich auch sofort im Lesefieber. Das hohe Anfangsniveau konnte aber nicht gehalten werden. DUNKEL schließt eher wieder an Band 1 der Reihe an und kommt für mich wieder deutlich schwergängiger daher. Das liegt einfach daran, dass ich dem Thema Bandenkriminalität mit allem, was dazu gehört, nicht unbedingt viel abgewinnen kann. Bagger ist es auch nicht gelungen, trotzdem mein Interesse zu wecken. Stattdessen wurde es für mich recht langatmig und öde zu lesen. Die eigentliche Handlung konnte mich nur punktuell catchen, hat mich dann aber immer wieder verloren. Ich habe Spannung vermisst. Und das konnten auch die Charaktere nicht wettmachen, die mich diesmal ebensowenig gepackt haben. Sie waren mir im Gegensatz zu Band 2 irgendwie viel zu fade und beliebig.
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Schade. DUNKEL hinkt für meinen Geschmack leider weit hinter den beiden vorangegangenen Bänden zurück. Band 4 der Reihe werde ich trotzdem auf jeden Fall lesen - in der Hoffnung, dass Bagger zur vorherigen Stärke zurückfindet und wieder meine volle Begeisterung gewinnen kann.

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Veröffentlicht am 13.12.2024

Enttäuschend

Die Besucherin
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Joy Fielding gehört schon lange zu den festen Größen im Bereich der Romane mit Spannungsfaktor. Ich war noch ein Teenie, als ich “Lauf, Jane, lauf!” von ihr gelesen habe. Weitere Bücher sind gefolgt. Und ...

Joy Fielding gehört schon lange zu den festen Größen im Bereich der Romane mit Spannungsfaktor. Ich war noch ein Teenie, als ich “Lauf, Jane, lauf!” von ihr gelesen habe. Weitere Bücher sind gefolgt. Und wenn ich mich recht erinnere haben sie mir immer ganz gut gefallen. Jetzt war mir ihr neuer Roman “Die Besucherin” aufgefallen und spontan hatte ich mal wieder Lust, etwas von Joy Fielding zu lesen.
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Darum geht’s: Lindas beste Freundin Carol ist an Demenz erkrankt. Bei einem von Lindas Besuchen in der Pflegeeinrichtung offenbart ihr die ebenfalls demente Patientin Jenny, mehrere Menschen getötet zu haben. Dann stirbt auch noch unerwartet ein Patient auf der Station…
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Auf dem Cover steht “Roman”. Trotzdem verspricht der Goldmann-Verlag hier vollmundig einen hochspannenden Thriller. Da gehen unsere Meinungen aber deutlich auseinander. Für mich ist die Geschichte keines von beiden. Also weder hochspannend noch ein Thriller. Aber auch als Roman konnte mich die Story nicht begeistern. Abgesehen vom flüssigen Schreibstil der Autorin, habe ich nicht viel Positives daran gefunden. Die Handlung ist zu Beginn noch ganz vielversprechend. Das verflüchtigt sich aber schnell. Das Ende ist dann zwar nochmal okay, kann es aber auch nicht mehr rausreißen.
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Die Geschichte klingt an sich interessant. Sie wird von Joy Fielding auch authentisch wiedergegeben. Das bringt aber auch eklatante Probleme mit sich. Jennys fehlende Erinnerung führt zu redundanten Gesprächen. Das ermüdet doch sehr beim Lesen und führt dazu, dass die Handlung durch ständige Wiederholungen auf der Stelle tritt. Außerdem haben mich Jennys Tourette-artige Anwandlungen, in denen sie das F-Wort zig mal aneinanderreiht, beim Lesen extrem gestört. Auch der Handlungsstrang mit Lindas Tochter und Schwiegersohn und ihren Eheproblemen hat mich nicht gepackt. Am Ende wird zwar deutlich, wofür das alles gebraucht wurde, aber rückblickend konnte es mich auch dadurch nicht begeistern.
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Fazit: Das Buch hat mich genervt. Die Geschichte habe ich als saft- und kraftlos empfunden. Mir persönlich fehlt es an Spannungsmomenten. Und das wird noch nicht mal durch eine tolle Atmosphäre wettgemacht. Die hat das Buch nämlich auch nicht. Schade, aber “Die Besucherin” ist für mein Empfinden leider sehr schwach. Damit habe ich mit Joy Fielding jetzt wohl abgeschlossen.

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