Profilbild von ASK_1212

ASK_1212

Lesejury Star
online

ASK_1212 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ASK_1212 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2025

Potenzial verschenkt

Lonely Hearts Club (Erstauflage exklusiv mit Farbschnitt)
0

Mit LONELY HEARTS CLUB von Nasanin Kamani habe ich meine dritte Healthy Romance aus dem GU Verlag gelesen. Ich mag das Konzept der New Adult-Romane, in denen es fachlich fundiert um Mental-Health-Themen ...

Mit LONELY HEARTS CLUB von Nasanin Kamani habe ich meine dritte Healthy Romance aus dem GU Verlag gelesen. Ich mag das Konzept der New Adult-Romane, in denen es fachlich fundiert um Mental-Health-Themen geht. Außerdem sind die Bücher 1A gestaltet. Auch dieser Roman besticht wieder mit schönen Farben, passendem Buchschnitt und liebevollen Details im Inneteil.
.
Darum geht's: Clara studiert Musik in Paris. Sie fühlt sich oft einsam und leidet unter dem riesigen Erwartungsdruck. In einer Klinik sucht sie therapeutische Hilfe und findet im Lonely Hearts Club Gleichgesinnte. Und dann trifft sie Milly, der als Gastschüler in Claras Elternhaus einzieht…
.
Ich bin voller Elan in die Geschichte gestartet. Zunächst hat sie mir auch richtig gut gefallen. Dann musste ich aber feststellen, dass das Buch nicht hält, was ich mir davon versprochen hatte. Ich hatte auf ganz viel Paris-Flair und Musik-Vibes gehofft, das aber nur sehr begrenzt bekommen. Außerdem spielt der Lonely Hearts Club gar nicht die Rolle, die Buchtitel und Klappentext vermuten lassen. Der Charme der Story, den ich zu Beginn noch verspürt habe, ist mehr und mehr verflogen. Die Handlung hat so viel Potenzial, was Tiefgründigkeit und Emotionalität angeht und bleibt dabei doch erstaunlich farb- und konturlos. Das gilt auch für die Charaktere. Zwischen Clara und Milly entwickelt sich ein ziemlich ermüdendes Hin und Her. Mein Antrieb weiterzulesen hat stetig nachgelassen und ich habe gemerkt, dass ich begonnen habe, vieles zu überfliegen.
.
Das Buch ist ruhig und feinfühlig geschrieben und geht Themen wie Liebe, Verlust und Heilung durchaus sensibel und authentisch an. Die Story hätte aber überall noch eine Schippe drauflegen können. Mir blieb alles zu oberflächlich. Daran merkt man wahrscheinlich, dass der Roman auf ein jüngeres Lesepublikum ausgerichtet ist. Hier werden zwar wichtige Themen aufgezeigt, aber junge Gemüter sollen vielleicht auch nicht allzu sehr belastet werden. Mir war diese Umsetzung zu wenig.
.
Zum Schluss muss ich noch sagen, dass mich das Namenskürzel des männlichen Protagonisten gestört hat. Emilian wird Milly genannt. Ich habe bei jeder Nennung automatisch an eine weibliche Person gedacht und das auch nicht aus dem Kopf bekommen. Damit hatte ich beim Lesen echt ein Problem.
.
Alles in allem ist der Schreibstil der Autorin schön. Die Geschichte eigentlich auch. Aber aus den Charakteren und den Themen hätte man für meinen Geschmack viel mehr machen können. Ich habe hier im Verlauf der Handlung aber leider das Interesse verloren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2025

Enttäuscht auf ganzer Linie

Just for the Summer
0

Abby Jimenez hat eine breite Fanbase. Schon öfter hatte ich eines ihrer Bücher in der Hand. Immer wieder sind mir begeisterte Rezensionen über den Weg gelaufen. Da ich gerade in meiner Romance-Ära stecke, ...

Abby Jimenez hat eine breite Fanbase. Schon öfter hatte ich eines ihrer Bücher in der Hand. Immer wieder sind mir begeisterte Rezensionen über den Weg gelaufen. Da ich gerade in meiner Romance-Ära stecke, kam ihr neues Buch JUST FOR THE SUMMER genau richtig. Voller Vorfreude und mit großen Erwartungen habe ich mich in die Geschichte gestürzt. Die Ernüchterung kam schnell, denn JUST FOR THE SUMMER hat mich so gar nicht abgeholt.

.

Darum geht’s: Emma und Justin haben beide ein Schicksal. Bei ihnen hält keine Beziehung. Nach der Trennung finden ihre Ex-Partner aber immer die große Liebe. Um den Liebes-Fluch zu brechen, wollen sie einen Dating-Sommer miteinander verbringen…

.

Wenn dich bei einer Romance die Emotionen nicht erreichen, ist das schwierig. Und genau das war hier der Knackpunkt. Es geht recht zackig und ohne große Einleitung in die Geschichte rein. Eigentlich ein guter Ansatz. Aber schon zu diesem frühen Zeitpunkt ist der Grundstein dafür gelegt worden, dass ich keine Verbindung zu Emma und Justin aufbauen konnte. Es war mir einfach alles viel zu abrupt. Ich hab’s nicht gefühlt. Und das hat sich im Handlungsverlauf auch nicht geändert. Beide Protagonisten sind mir jeweils für sich genommen, aber auch in ihrem Miteinander einfach schnurzegal geblieben. Auch ihre jeweiligen Probleme konnten daran nichts ändern. Die hätten eigentlich für jede menge Tiefgang und Gefühl sorgen können. Haben sie aber nicht. Und warum? Weil sie mich persönlich von vorne bis hinten nur genervt haben. Auch den viel gelobten einfühlsamen Schreibstil der Autorin habe ich in diesem Roman jedenfalls nicht gefunden. Abby Jimenez hat es nicht mit einem Wort geschafft, mich in die Story hineinzuziehen. Ich bin ein uninteressierter Zuschauer geblieben.

.

Der Romance fehlt es für mein Empfinden an allem - hauptsächlich an der Chemie zwischen den Charakteren, die mich nicht für sich einnehmen konnten. Es kommt selten vor, dass ich bei einer Liebesgeschichte so keine Gefühle aufbauen kann, aber hier ist es so. Für mein Leseerlebnis gibt es folgende Worte: Anstrengend. Ermüdend. Fade. Emotionslos. Schließlich konnte ich nicht anders, und habe die Story nur noch überflogen, um sie irgendwie zu Ende zu bringen.

.

Schade! JUST FOR THE SUMMER hat sich für mich als Riesen-Flop entpuppt. Ob ich es nochmal mit einem anderen Buch der Autorin versuche, weiß ich noch nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt steht mir auf jeden Fall nicht der Sinn danach.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2025

Fast ein Abbruch

Code Kill – Ein tödliches Spiel
0

Dieses Buch mit nur 2 Sternen zu bewerten, tut schon weh. Aber ich habe meine Gründe. „CODE KILL – Ein tödliches Spiel“ von Hendrik Klein fängt vielversprechend an. Und der Schluss ist einfach WOW! Dazwischen ...

Dieses Buch mit nur 2 Sternen zu bewerten, tut schon weh. Aber ich habe meine Gründe. „CODE KILL – Ein tödliches Spiel“ von Hendrik Klein fängt vielversprechend an. Und der Schluss ist einfach WOW! Dazwischen geht aber so viel schief, dass ich am liebsten gar nicht mehr weitergelesen hätte. Aufgrund dieser Unausgewogenheit schneidet das Buch bei mir so schlecht ab.
.
Darum geht’s: Auf einer kleinen Insel vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns wird ein neues Hotel eröffnet. Maximilian Ryf ist der Manager von Seewind Manor. Eine Handvoll geladener Gäste reist an. Als ein schwerer Sturm tobt, kann keiner das Hotel verlassen. Dann geht ein Horrorclown um und eine Person nach der anderen wird brutal ermordet…
.
Hört sich trashig an. Und so habe ich die Handlung über weite Strecken auch empfunden. Zunächst hat der Thriller mich noch mit Tempo und guter Atmosphäre eingefangen. Die Handlung entwickelt sich spannend und bis zum ersten Mord war ich auch voll bei der Sache. Aber dann … Auf einmal kam ich mir vor, als hätte ich mich in ein SCREAM-Movie verirrt. Ein Horrorclown. Morde wie am Fließband. Viel Blutvergießen. Zu allem Überfluss gibt es sogar noch eine schnelle Sex-Szene, während der Mörder quasi um die Ecke lauern könnte. Echt jetzt? Hier war ich definitiv im falschen Film gelandet. Ich wollte und konnte auch gar nicht in die Story eintauschen. Gibt es überhaupt eine Story? Die ist bei all dem Gemetzel nämlich ziemlich verloren gegangen. Seltsam befremdliche Szenen reihen sich aneinander. Es ist wie ein schlimmer Unfall, bei dem man trotzdem nicht wegsehen kann.
.
Mein Lesespaß war irgendwann jedenfalls so gut wie flöten. Ich war echt haarscharf davor, das Buch abzubrechen. Und dann dachte ich: Ach komm, es lässt sich ja schnell lesen, also zieh es jetzt noch durch. Und dann kam das, womit ich echt nicht mehr gerechnet hatte: Ein richtig gutes Ende. Der Autor schlägt einen thematischen Haken, der alles, was war nochmal in einem komplett anderen Licht erscheinen lässt. Der Weg dorthin ist aber leider wie ein wirrer Fiebertraum.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2025

Puh...

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
0

DAS DINNER serviert einen durchweg unsympathischen Freundeskreis, Alkohol, Drogen und Körperflüssigkeiten garniert mit derben Ausdrücken. Wenn ihr das alles mögt, wird euch der Thriller munden. Mir ist ...

DAS DINNER serviert einen durchweg unsympathischen Freundeskreis, Alkohol, Drogen und Körperflüssigkeiten garniert mit derben Ausdrücken. Wenn ihr das alles mögt, wird euch der Thriller munden. Mir ist er eher unangenehm aufgestoßen.
.
Darum geht’s: Nach Jahren trifft sich ein mittlerweile teilweise entfremdeter Freundeskreis zu einem Krimidinner. Der Fall, den es zu lösen gilt, erinnert frappierend an vergangene Vorkommnisse. Damals war Maria bei einem Festival-Wochenende mit ihrer Clique verschwunden. Bis heute weiß keiner der Freunde, was passiert ist. Oder etwa doch?
.
Okay. Zweite Chance für Emily Rudolf. Ihr Thriller Debüt DIE AUSZEIT fand ich so mittelprächtig. Das sollte mit DAS DINNER anders werden. Der Plot klang auch einfach zu verlockend. Leider hat sich aber ziemlich schnell abgezeichnet, dass es zwischen uns auch diesmal nicht passt - und das hat mehrere Gründe. Die Story hat zunächst noch Laune gemacht. Dann hat sie sich aber in sehr langatmigen und spannungsarmen Szenen verloren. Die Dynamik der Freundesclique wirkt von Anfang an seltsam und unverständlich. Nicht nur, dass ich keine einzige der Personen mochte - teilweise habe ich sie sogar regelrecht als abstoßend empfunden. Es wurde auch keine Atmosphäre geschaffen, die meinen fehlenden Bezug und Empathie hätten aufwiegen können. Und auch der Schreibstil war so gar nicht meins. Mit dem Sprachgebrauch, der hier an der Tagesordnung ist, kann ich nunmal nichts anfangen.
.
Das einzige, was mich noch halbwegs bei Laune halten konnte, war die Krimidinner-Perspektive. Und ausgerechnet die wird dann nicht konsequent bis zum Ende durchgezogen, sondern viel zu früh aufgelöst, um dann gar keine Rolle mehr zu spielen. Da war bei mir der Ofen aus, denn ohne diese eingebaute Metaebene funktioniert die Geschichte leider nicht. Das Konzept wirkt halbgar und nicht bis ins Letzte durchdacht.
.
DAS DINNER hat meinen Geschmack leider so gar nicht getroffen. Die Idee klang auf der Speisekarte gut und ließ mir das Wasser im Mund zusammen laufen. Die tatsächliche Umsetzung war dann ziemlich fade und sparsam angerichtet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2025

Romance ohne Gefühl

Tausend ungesagte Worte
0

Ich habe immer wieder Gutes über die emotionalen Liebesromane von Lia Louis gehört. Zwei Romane von ihr liegen auf meinem SuB. Jetzt habe ich aber direkt zu ihrem neu erschienenen Buch “Tausend ungesagte ...

Ich habe immer wieder Gutes über die emotionalen Liebesromane von Lia Louis gehört. Zwei Romane von ihr liegen auf meinem SuB. Jetzt habe ich aber direkt zu ihrem neu erschienenen Buch “Tausend ungesagte Worte” gegriffen. Ich war auf ein berührendes Romance-Highlight eingestellt. Das war es aber leider nicht. Eigentlich könnte ich es kurz machen: Das war nix. Für mich zumindest. Aber natürlich gibt es noch eine Erklärung, warum mir das Buch nicht gefallen hat.
.
Darum geht’s: In nie verschickten E-Mails hat sich Millie ihren ganzen Lebensfrust von der Seele geschrieben. Als all diese Mails eines Tages doch den Weg zu ihren Empfängern finden, muss Millie sich der Realität stellen…
.
Am Anfang fand ich die Geschichte noch ganz süß. Sie hatte auf jeden Fall Potenzial. Das wurde aber überhaupt nicht ausgeschöpft. Sorry to say, aber ich fand es recht schnell langweilig. Vor allem, weil ich Protagonistin Millie nicht ins Herz schließen konnte. Sie ist für mich durchweg eine blasse, konturlose und irgendwie nichtssagende Protagonistin geblieben. Ihre Gefühle in Bezug auf ihren Love-Interest, Freunde und Verwandte haben mich nicht erreicht. In der Folge hatte ich auch keine Verbindung zu den anderen Charakteren. Dadurch ist der Roman für mich zu einer bloßen Aneinanderreihung von Ereignissen geworden, die mich schlichtweg nicht besonders interessiert haben. Es hat mich nicht gecatcht und mir ist immer mehr die Leselust flöten gegangen.
.
Die Idee mit den irrtümlich verschickten E-Mails ist nicht neu. Sie hätte als RomCom aber trotzdem mal wieder funktionieren können. Lia Louis schreibt aber nun mal mehr Rom als Com und in dieser Form hat mich die Handlung irgendwie nicht erreicht. Die E-Mails und Textnachrichten, die den Lesefluss eigentlich auflockern und etwas Besonderes sein sollten, haben mich mehr und mehr genervt. Ich hätte mir viel mehr Fokus auf der eigentlichen Lovestory gewünscht. Aber es gibt viele Baustellen, die hier aufgemacht werden und darüber hat mich die Handlung fast komplett verloren. Ja, es war mir zu viel in die Länge gezogenes Gelaber.
.
Am Ende habe ich dann doch nochmal ein bisschen mitgefühlt und mitgefiebert. Ein kurzer Hauch von Happy End-Vibes ist noch bei mir aufgekommen. Das lässt mich vermuten, dass ich das Buch vielleicht einfach nur zur falschen Zeit gelesen habe und mich in einem anderen Moment viel tiefer in die Geschichte hätte hineinfallen lassen können. Aktuell war das aber nicht der Fall und damit steht und fällt eine Romance nunmal. Ich denke aber, dass Lia Louis eine zweite Chance verdient hat. Und die wird sie mit Blick auf meinen SuB ja dann auch irgendwann bekommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere