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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2025

Überzeugt nicht ganz

The Killer Profile
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Midnight arbeitet als Datenauswerterin und eine Art Profilerin bei einem großen Konzern. Bei der Auswertung eines Tests lässt das Ergebnis auf einen der schlimmsten Psychopathen und Killer schließen. Doch ...

Midnight arbeitet als Datenauswerterin und eine Art Profilerin bei einem großen Konzern. Bei der Auswertung eines Tests lässt das Ergebnis auf einen der schlimmsten Psychopathen und Killer schließen. Doch in der Firma wird ihr nicht geglaubt und stattdessen bekommt sie die Ansage, alles geheim zu halten. Doch sie hält sich nicht daran und begibt sich selbst auf die Suche nach dem Täter, der zwischenzeitlich bereits zweimal brutal gemordet hat


Das Buch konnte mich letztendlich nicht richtig überzeugen. Diese fiktive Firma, die Daten auf spezielle Weise sammelt und auswertet, war für mich völlig nachvollziehbar und ist wahrscheinlich in der Realität schon um Schritte weiter als im Buch. Was an sich schon ziemlich schrecklich ist. Leider fehlte dem Buch aber auch über größere Strecken die Spannung. Und keine der Figuren konnte mich tiefgreifend berühren. Am ehesten hatte ich noch Verständnis für den Killer, der in der Jugend eigentlich Hilfe und Unterstützung gebraucht hätte, seine Taten kann ich natürlich nicht gutheißen. Ansonsten sind alle Figuren relativ eindimensional und entweder der rettende Engel oder der absolute Verräter. Speziell bei dem Polizisten, der sich von einer Minute auf die andere von einem mitfühlenden Menschen zu einem käuflichen Subjekt entwickelt. Auch Midnight hatte außer ihre Fixierung auf ihre Schwester kaum andere Entwicklungen und die plötzliche Suche nach dem Täter mit Aufgabe aller ihrer Sicherheiten war mir nicht nachvollziehbar. Das Buch hätte eine richtig gute Geschichte sein können, aber leider kommt es so für mich nicht über Mittelmaß hinaus.

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Es fehlt Spannung

Zerbrochene Stille
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In der Nähe von Reykjavik werden Leichenteile gefunden. Allerdings sind diese schon über 50 Jahre alt. Der dazugehörige Mann Skafti war damals plötzlich verschwunden. Die Polizei ging von einem Mord aus ...

In der Nähe von Reykjavik werden Leichenteile gefunden. Allerdings sind diese schon über 50 Jahre alt. Der dazugehörige Mann Skafti war damals plötzlich verschwunden. Die Polizei ging von einem Mord aus und fand auch einen Verdächtigen, der die Tat gestanden hat und für viele Jahre im Gefängnis blieb. Doch jetzt mehren sich die Zweifel, dass es wirklich der richtige Täter war. Exkommissar Konrad macht sich auf die Suche.

Das Buch ist die Fortsetzung der Reihe und leider empfinde ich es als relativ schwach. Es fehlt über weite Strecken jegliche Spannung. Der Autor kann gut schreiben und stellt das in einzelnen Kapiteln auch immer wieder gut dar. Doch es wechseln sich Gegenwart und Vergangenheit ab und genau das ist das Problem. Man erkennt erst noch vielen Seiten, in welcher Zeitschiene man sich gerade befindet. Das ist sehr nervig und stört den Lesefluss. So hatte ich mich relativ schwer durch das Buch zu kämpfen und bin insgesamt eher enttäuscht.

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Luft nach oben

Dorn. Hotel der Angst
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Simon Dorn ist ein ehemaliger österreichischer Polizeipsychologe. Doch nach einem schweren Schicksalsschlag hat er sich in das frühere Hotel seiner Familie zurückgezogen und verlässt das Haus nicht mehr. ...

Simon Dorn ist ein ehemaliger österreichischer Polizeipsychologe. Doch nach einem schweren Schicksalsschlag hat er sich in das frühere Hotel seiner Familie zurückgezogen und verlässt das Haus nicht mehr. Trotzdem ist er mit der Welt verbunden über eine Kommissarin, der er hilft, alte und aktuelle Fälle zu lösen. Jedenfalls so lange, bis sie ermordet wird und die Tat in eine Reihe von vorhergehenden Morden passt. Auf der Suche nach dem Täter ist er nicht allein.

Das Buch ist das erste einer neuen Thriller-Reihe und wenn der Autor eins kann, dann gut und vor allem spannend schreiben. Die kurzen Kapitel treiben die Geschichte vorwärts und werden aus verschiedenen Sichten erzählt. Für mich hat die Reihe, zumindest der erste Teil, allerdings noch ziemlich viel Luft nach oben. Zum einen fand ich Simon Dorn sehr unsympathisch. Zum anderen fand ich das Ende auch nicht wirklich überzeugend. Trotz allem spreche ich für das Buch eine Leseempfehlung aus und freue mich auf eine Fortsetzung

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Das Mohnblütenjahr

Das Mohnblütenjahr
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Nicole ist schwanger. Doch ihr Partner wollte kein Kind und so haben sie sich getrennt. Bei einer Untersuchung erfährt Nicole, dass ihr Kind wohl mit einem Herzfehler geboren wird. Sie soll in der Familie ...

Nicole ist schwanger. Doch ihr Partner wollte kein Kind und so haben sie sich getrennt. Bei einer Untersuchung erfährt Nicole, dass ihr Kind wohl mit einem Herzfehler geboren wird. Sie soll in der Familie forschen, ob es dort Herzkrankheiten gibt. Doch beim Kindsvater und der Familie ihrer Mutter gibt es keine. Ihren Vater kennt sie nicht, die Mutter spricht nicht darüber und alle denken, er ist tot. Nicole lässt nicht locker und so beginnt ihre Mutter, ihr nach und nach die Geschichte zu erzählen.

„Das Mohnblütenjahr“ hat mich in Bezug auf die Vorgängerbücher etwas enttäuscht. Ja, auch dieses Buch ist gut und flüssig lesbar, eher leichte Unterhaltung. Aber vor allem im ersten Teil war ich oft gelangweilt und habe das Lesen unterbrochen. Gut gefallen hat mir die Geschichte von Marianne, der Mutter. Die Probleme zwischen Deutschen und Franzosen sind gut dargestellt und auch nachvollziehbar, die Erlebnisse von Marianne glaubhaft. Es gefällt mir gut, wenn in einem eher einfachen Unterhaltungsbuch auch so etwas angesprochen wird. Leider musste das Buch dann wieder in einem großen Happy End enden, alle Probleme wurden geklärt, alle Sorgen behoben. Vermutlich wird das von so einem Buch erwartet, aber ich finde trotzdem ein bisschen mehr Realität wäre ehrlicher. Alles in allem ist auch dieses Buch insgesamt gute Unterhaltung mit ein klein wenig Tiefgang und einem für dieses Genre typischen Ende. Ich habe schon schlechtere Bücher gelesen.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Liebe in Sommergrün

Liebe in Sommergrün
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1990 kurz nach der Wende im Spreewald: Familie Bahrenbeck will ihre alte Firma zurück, eine Gurkenfabrik. Doch für den Neuaufbau brauchen sie einen Kredit und ein Firmenkonzept. In ihrer Hausbank werden ...

1990 kurz nach der Wende im Spreewald: Familie Bahrenbeck will ihre alte Firma zurück, eine Gurkenfabrik. Doch für den Neuaufbau brauchen sie einen Kredit und ein Firmenkonzept. In ihrer Hausbank werden sie damit durch den 25-jährigen Wessi Julian betreut. Er ist Aufbauhelfer Ost und den 1. Tag da. Er fühlt sich sehr unwohl im Spreewald und auch Kathrin, die Tochter der Familie kommt mit ihm nicht richtig klar. Erst nach und nach entdecken beide ihre Liebe füreinander. Doch es kommt alles ganz anders …

Mich hat das Buch etwas enttäuscht. Ja, es war gut lesbar und ich hatte es an einem Abend durch. Und mir hat auch gut gefallen, dass jegliche Ost-West-Wertung unterblieben ist. Ebenfalls gut gefallen hat mir der Familienzusammenhalt. Meine Enttäuschung bezieht vor allem darauf, dass im gesamten Buch fast alles so vorhersehbar war. Es gab so gar keine Überraschung und wenn ich dazwischen einige Kapitel ausgelassen hätte, wäre mir auch nicht viel entgangen. Einzig die Figur des Felix fand ich gut und auch neu. Alle anderen waren so im Klischee drin. Schade, hier hat Heike Wanner für meine Begriffe schon viel bessere Bücher geschrieben.
Auch das Buchcover mit den Kirschen erschließt sich mir nicht – wären hier nicht Spreewaldbilder oder wenigstens Gurken passender gewesen?
Alles in allem mein Fazit: Man kann das Buch lesen, muss es aber nicht. Nette Unterhaltung für einen verregneten Sommerabend, für mich aber nicht mehr.

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