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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2025

Geht so

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor
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Stephanie ist alleinerziehende Mutter. Ihr 5-jähriger Sohn Miles ist mit Nicky befreundet, dem Sohn von Sean und Emily. Emily arbeitet bei einem Modedesigner und hat ein glamoröses Leben. Sean ist in einer ...

Stephanie ist alleinerziehende Mutter. Ihr 5-jähriger Sohn Miles ist mit Nicky befreundet, dem Sohn von Sean und Emily. Emily arbeitet bei einem Modedesigner und hat ein glamoröses Leben. Sean ist in einer Bank. Beide haben nicht so viel Zeit und so freundet sich Emily mit Stephanie an und Stephanie betreut Nicky öfter mal. Stephanie dagegen ist zu Hause und hat nur ihren Internet-Blog. Die beiden Mütter werden beste Freundinnen. Emily bittet Stephanie, ihren Sohn über Nacht zu behalten. Doch dann holt sie ihn nicht mehr ab. Sie taucht wochenlang nicht mehr auf und dann wird ihre Leiche gefunden. Im Schmerz tun sich Stephanie und Sean zusammen … bis das Unfassbare passiert.

Mich hat das Buch nicht wirklich überzeugt. Die ersten Hälfte ist sehr langatmig und es wird ganz viel über Stephanies Blog rübergebracht. Nun ist der in Form einer überbesorgten Mutter geschrieben (ich muss zugeben – sehr echt). Ich kenne solche Blogs und frage mich immer, ob die Mütter bei der Geburt des Kindes ihr Gehirn abgegeben haben – es ist grässlich zu lesen. So habe ich mich ziemlich durchgequält. Ab der Mitte kommt dann Spannung auf, weil viele unvorhergesehene Dinge passieren. Ich kann das nicht weiter ausführlich begründen, weil ich sonst zu viel spoilern müsste. Gegen Ende hin – eigentlich dem Höhepunkt – wurde es für mich sehr unrealistisch, weil Stephanie als Figur einfach nur noch naiv dargestellt wurde. Das ist sie sicher auch – aber nicht in dem Umfang. Das war für mich nicht mehr glaubwürdig. Schade, hier wurde viel Potential vergeben.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Durchschnitt

Die Morde von Morcone
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Robert Lichtenwald ist wegen familiärer Probleme in sein Haus in der Maremma/Toskana gezogen. Schon nach kurzer Zeit entdeckt er eine Leiche. Der Tote wurde ermordet. Und er bleibt nicht der einzige. Alles ...

Robert Lichtenwald ist wegen familiärer Probleme in sein Haus in der Maremma/Toskana gezogen. Schon nach kurzer Zeit entdeckt er eine Leiche. Der Tote wurde ermordet. Und er bleibt nicht der einzige. Alles deutet auf einen religiösen Hintergrund hin und so untersucht Robert mehr notgedrungen das ganze zusammen mit der Teilzeitreporterin und Ladenbesitzerin Giada.

Zuerst einmal möchte ich das schöne Cover erwähnen. Die Toskana im Hintergrund und vorn die Schrift auf einer Art Grabstein empfand ich gut gelungen. Beim Buchinhalt muss ich leider Abstriche machen. Auch wenn es einige Tote gibt, den Grund für ihren Tod erfährt man sehr schnell und so ist es auch nicht wirklich schwer, zeitig auf den Täter zu kommen. Das hat bei mir dafür gesorgt, dass ich fast keine Spannung empfunden habe. Trotzdem war das Buch gut und auch zügig zu lesen. Man merkt dem Autor an, dass er die Toskana gut kennt. Leider hat er mit dem Einfügen vieler italischer Wörter stark übertrieben. An diesen Stellen stockte der Lesefluss und irgendwann nervte es eigentlich nur, weil es nicht wirklich irgendwie hilfreich war. Auch die so gegensätzlichen Hauptfiguren fand ich nicht unbedingt sympathisch und einige der „Ermittlungen“ nicht so richtig logisch. Alles in allem: nett zu lesen, aber nicht mehr als Durchschnitt.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Schwierig

Die Hummerkönige
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Eine kleine Insel vor 300 Jahren, Brumfitt Kings lebt vom Fischen, vom Hummerfang und vom Malen. Seine Frau ist ein „Selkie“, seine Kinder werden weiter Hummerkönige sein, aber jede Familie wird einen ...

Eine kleine Insel vor 300 Jahren, Brumfitt Kings lebt vom Fischen, vom Hummerfang und vom Malen. Seine Frau ist ein „Selkie“, seine Kinder werden weiter Hummerkönige sein, aber jede Familie wird einen Sohn an das Meer verlieren.
In der Jetztzeit hat sich nicht viel geändert. Die Kings sind immer noch die heimlichen Könige der Insel. Brumfitt ist als Maler so berühmt geworden, dass Touristen auf die Insel kommen nur wegen der Bilder. Aber es gibt auch Probleme mit den Nachbarn, die ins Hummerrevier eindringen, mit Alkohol und Drogen. Und in Ermangelung eines Sohnes will Cordelia die Tradition der Kings als Frau fortführen...

Die Beurteilung des Buches fällt mir etwas schwer. Durch die erste einhundert Seiten habe ich mich regelrecht gequält und gelangweilt und wollte oft mit dem Lesen aufhören. Diese Verknüpfung von einigen Mythen und übersinnlichen Sachen mit dem aktuellen Geschehen war nicht meins. Auch mag ich es nicht, wenn mir Gemälde beschrieben werden, was hier ständig passierte. Den Namen Brumfitt konnte ich nicht mehr lesen. Alles war so gleichförmig, selbst der Tod des Sohnes und der Frau.
Doch im Laufe des Buches wurde die Geschichte immer besser und nahm auch Spannung auf. Die Gefahren auf dem Meer, die tägliche schwere Arbeit beim Hummerfang, die Probleme der Familien, aber auch die Hilfe und der Zusammenhalt der Inselbewohner wurden gut beschrieben. Man spürte die sehr spezielle Atmosphäre. Schade, dass es nicht von Anfang an so war. So kann ich aufgrund der Startschwierigkeiten nur eine geringere Punktzahl vergeben.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Mehr erwartet

Yummy Books!
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Yummy Books ist eine Mischung aus Autobiografie, Buchvorstellung und Rezepten. Was mir anfangs interessant erschien, entpuppte sich beim weiteren Lesen aber genau als Problem für mich. Die biografischen ...

Yummy Books ist eine Mischung aus Autobiografie, Buchvorstellung und Rezepten. Was mir anfangs interessant erschien, entpuppte sich beim weiteren Lesen aber genau als Problem für mich. Die biografischen Sachen waren ganz nett, aber nicht tiefgreifend. Die Literatur war mir zum großen Teil nicht bekannt und die kurzen Nacherzählungen weckten auch nicht unbedingt mein Interesse. Die Rezepte waren zum Teil so einfach, dass ich mich fragte, warum sie in das Buch aufgenommen wurden (Kochen eines Eies), zum Teil fehlten mit zum Nachkochen die Profigeräte und oft waren sie einfach nicht mein Geschmack. Zu amerikanisch süß oder Süßes mit Salz bestreut. Dieser inhaltliche Mix könnte mich nicht überzeugen. Und auch die Aufmachung des Buches ist in meinen Augen kein großer Wurf. Der Pappeinband ... naja okay. Kann man machen. Die Fotos der Autorin sind meist fröhlich, allerdings zweifelte ich oft an der Hygiene des Ladens. Die meisten Rezepte haben gar keine Fotos, was ich als Mangel betrachte. Alles in allem eine gute Idee für einen Blog, in der Buchumsetzung habe ich mehr erwartet.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Mehr erwartet

Die Garnett Girls
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Die Garnett-Familie ist schon etwas Besonderes. Die Mutter Margo genießt ihr Leben: mit jugendlichen Liebhabern, Partys und dem Verbot, Richards Namen zu erwähnen. Richard war ihre große Liebe und der ...

Die Garnett-Familie ist schon etwas Besonderes. Die Mutter Margo genießt ihr Leben: mit jugendlichen Liebhabern, Partys und dem Verbot, Richards Namen zu erwähnen. Richard war ihre große Liebe und der Vater ihrer drei Töchter. Er hat die Familie verlassen. Die Töchter Rachel, Imogen und Sasha halten sich an die Vorgaben, an die alten Regeln von Margo und haben in ihren eigenen Beziehungen ebenfalls mehr oder weniger große Probleme.

Das Buch ist eine Familiengeschichte über eine sehr besondere Familie. Anfangs war ich regelrecht begeistert über den Stil und habe die Seiten fast fliegend gelesen. Doch je weiter die Geschichte vorwärts ging - der Stil bliebt gleich gut - fing ich mehr und mehr an, mich etwas zu langweilen. Was vor allem daran lag, dass ich zu den Personen so gut wie keine Beziehung aufbauen konnte. Sie blieben irgendwie blass und hatten für mich einfach zu wenig Tiefgang. Ich konnte die Geschichte an jeder Stelle unterbrechen und war überhaupt nicht mehr begierig darauf, weiterzulesen. Erst gegen Ende der Geschichte änderte sich das wieder. Das ist schade, weil das Buch an sich nicht schlecht ist.

Daher spreche ich keine Leseempfehlung aus, würde aber auch niemand vom Lesen abhalten wollen.

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