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Veröffentlicht am 23.08.2025

Waisenmädchen

Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben
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Winter 1880: Mika ist zwölf und damit eines der älteren Kinder im Waisenhaus und für viele Dinge dort verantwortlich. Eines Nachts klopft eine dunkle Person und drückt ihr ein Baby in die Hand, nur um ...

Winter 1880: Mika ist zwölf und damit eines der älteren Kinder im Waisenhaus und für viele Dinge dort verantwortlich. Eines Nachts klopft eine dunkle Person und drückt ihr ein Baby in die Hand, nur um sofort wieder zu verschwinden. Kurze Zeit später geschieht unweit ein Mord. Hängen die beiden Ereignisse zusammen? Als der ermittelnde Kommissar Hoff auftaucht, scheint er davon auszugehen. Außerdem bemerkt er Mikas scharfen Verstand und ihre außergewöhnliche Beobachtungsgabe und bringt sie dazu, ihn bei seinen Nachforschungen zu unterstützen. Schnell geraten beide in tödliche Gefahr, denn nicht nur ein Serienmörder geht um, viel schlimmer ist, dass sich die Politik einmischt ...

Mit diesem ersten Band ist Rundberg gleich ein großer Wurf gelungen. Wie wunderbar es ihm gelingt, nicht nur geschichtliche Ereignisse in Szene zu setzen, den furchtbar kalten Winter fühlbar zu machen und das Leben der Waisenkinder bildhaft zu gestalten! Dazu hat er mit Mika eine wirklich sympathische und clevere Titelheldin entworfen, bei der es Spaß macht, ihren Abenteuern zu folgen. Mit Hoff haben wir den denkbar größten Kontrast zu diesem Waisenmädchen, die aber erstaunlich gut miteinander harmonieren. Der Fall ist wirklich hervorragend aufgebaut mit Wendungen, die man nicht kommen sieht und einer teilweise gruseligen Atmosphäre, von der sich so mancher Thriller/Horrorautor eine Scheibe abschneiden könnte. Alles in allem: ein echtes Lesehighlight!

Veröffentlicht am 08.02.2025

Verschüttete Milch

VIEWS
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Eigentlich wollte die BKA-Ermittlerin Yasira Saad bei einem Date nur einen schönen Abend genießen, doch der wird ihr gründlich verhagelt. Ein Video geht auf Social Media viral, das Video einer verschwundenen ...

Eigentlich wollte die BKA-Ermittlerin Yasira Saad bei einem Date nur einen schönen Abend genießen, doch der wird ihr gründlich verhagelt. Ein Video geht auf Social Media viral, das Video einer verschwundenen 16jährigen namens Lena Palmer, die von dunkelhäutigen Männern vergewaltigt wird. Yasira wird der Fall übertragen: Sie soll sowohl Lena als auch die Täter finden. Doch obwohl der Polizeiapparat auf Hochtouren läuft, laufen alle Spuren ins Leere. Hatte der drogensüchtige Freund des Mädchens die Hand im Spiel? Ist sie getrampt und entführt worden? Während Yasira und ihr Team ermitteln, taucht ein neues Video auf. Ein Mann, der sich selbst Bär nennt, erschießt vor laufender Kamera einen der Täter. Und er ruft "das deutsche Volk" auf, Jagd auf die dunkelhäutigen Männer zu machen. Hass, Hetze und Rassismus sind scheinbar nicht mehr aufzuhalten ....

Ich gestehe, dass ich das Ende richtig blöd fand und eigentlich einen Punkt abziehen wollte. Aber nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe und meine Gedanken immer wieder zu dem (Hör)Buch zurückgekehrt sind, erkenne ich wieder einmal die Genialität von Marc-Uwe Kling. Er lässt uns hängen - und stellt uns gleichzeitig die wichtigsten Fragen unserer Zeit: Wollen wir uns wirklich von Nazis diktieren lassen, was wir tun? Wie üblich ist der Mann ein Visionär, denn alles, was er beschreibt, ist bereits möglich. No glitches, bitches? Ja, ich bin sicher, dass das schon hinhaut. Allgemein, was mit KI schon möglich ist, ist schockierend. Nicht nur, dass wir bald unseren Augen nicht mehr trauen dürfen, es wird auch genügend Leute geben, die sich für erwacht und informiert halten und alles fressen, was rechte Gruppen ihnen in den Schlund füttern. Marc-Uwe hat uns wieder einmal einen Zerrspiegel vorgehalten und dieses Mal kann uns kein Känguru retten. Entweder wir tun es selbst oder spätestens am 23. Februar kreuzen wir unseren eigenen Untergang an.

Veröffentlicht am 08.02.2025

107 Stunden

Der letzte Mord am Ende der Welt
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107 Stunden. So lange bleibt den letzten Überlebenden einer weltweiten Katastrophe, um einen Mörder zu finden. Sie sind nicht mehr viele, gerade noch 122. Und jetzt ist eine der drei Ältesten tot - ermordet. ...

107 Stunden. So lange bleibt den letzten Überlebenden einer weltweiten Katastrophe, um einen Mörder zu finden. Sie sind nicht mehr viele, gerade noch 122. Und jetzt ist eine der drei Ältesten tot - ermordet. Doch wer würde auf dieser idyllischen Insel im griechischen Mittelmeer ihrer aller Existenz bedrohen? Denn mit den Vitalwerten der Ältesten war die Abwehr des tödlichen Nebels gekoppelt und Abi, die künstliche Intelligenz, die ihrer aller Leben kontrolliert und leitet, wird die Abwehr erst wieder hochfahren, wenn der Mörder gestellt ist. Emory, die bisher nur wenig für die Gemeinschaft beitragen konnte, muss sich als Ermittlerin beweisen - und sie hat nicht mehr viel Zeit.

Ich gebe zu, es hat wirklich eine Weile gedauert, bis ich in der Geschichte durchgestiegen bin. Turton macht es seinen Lesern nicht unbedingt einfach und er hat eine absolut geniale KI eingeführt, die als Einzige alles im Blick hat und trotz allem ihre eigene Agenda verfolgt. Auch wie sich die letzten Überlebenden zusammensetzen, ist eine Sache, die sich erst nach einiger Zeit herauskristallisiert. Das Ganze entpuppt sich am Ende als Zukunftsvision, die so erschreckend und möglich ist, dass man geradezu einen Kloß im Hals hat. Und es werden wichtige Fragen aufgeworfen: Was macht uns zu Menschen? Und sind wir wirklich die Krone der Schöpfung? Man mag es mit Blick auf die aktuelle Situation zu Recht bezweifeln.

Veröffentlicht am 07.02.2025

Leckere Klassiker

Lieblingssüßigkeiten vegan
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Ich sag's, wie es ist: Ich bin ein Süßmaul. Allerdings darf es dann auch wiederum nicht zu süß sein, deshalb gehen mir viele gekaufte Süßigkeiten echt auf die Nerven, weil einfach immer so viel Zucker ...

Ich sag's, wie es ist: Ich bin ein Süßmaul. Allerdings darf es dann auch wiederum nicht zu süß sein, deshalb gehen mir viele gekaufte Süßigkeiten echt auf die Nerven, weil einfach immer so viel Zucker dran ist. Dazu kommt, dass ich auch mehr für die Umwelt tun möchte und da ist das Umstellen auf vegan einfach mal der nächste, logische Schritt.

So weit, so gut. Das war mein Vorwort zu der Motivation, es mit diesem Buch zu probieren. Es gibt auch eine Erklärung der Autorin zu ihrer Motivation, und dann geht es schon los. Sie unterteilt die leckeren Klassiker in Cremes, Kekse, Gebackenes, Snacks und Aufstriche und erklärt ausführlich die Herstellung der Süßigkeiten. Für mich war es halt wichtig, dass nicht für jedes Rezept mega viele fancy Zutaten gebraucht werden und das hat sie wirklich gut hingekriegt. Abgesehen von wenigen Leckereien braucht man nichts, was es nicht in jedem gut sortierten Supermarkt gibt. Die Anweisungen sind klar und die Sachen, die ich ausprobiert habe, haben funktioniert und vor allem: geschmeckt.

Ja, gut. Sie sahen vielleicht nicht so perfekt aus wie auf den Bildern (da läuft einem schon das Wasser im Mund zusammen), aber trotzdem schmeckt das, was herauskommt. Für mich ist das das Wichtigste, zumal im Prinzip wirklich alle bekannten Marken oder Lieblingssüßigkeiten nachgebaut werden, ohne dass Tiere drunter leiden müssen. Win/win, würde ich sagen - wobei wir das, was die Waage sagt, vielleicht ignorieren sollten.

Veröffentlicht am 24.01.2025

Am Hofe des Elfenkönigs

The Courting of Bristol Keats
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Bristol Keats lebt mit ihren Schwestern seit dem Tod ihrer Eltern in einem kleinen Ort und sie haben Mühe, sich über Wasser zu halten. Als sich jemand als eine entfernte Verwandte ihres Vaters ausgibt, ...

Bristol Keats lebt mit ihren Schwestern seit dem Tod ihrer Eltern in einem kleinen Ort und sie haben Mühe, sich über Wasser zu halten. Als sich jemand als eine entfernte Verwandte ihres Vaters ausgibt, erfährt Bristol Unglaubliches: Nicht nur, dass es Elfen und Feenwesen gibt, sondern dass ihr Vater im Reich der Elfen gelebt hat. Die Elfen brauchen ihre Hilfe: Sie suchen nach Menschen, die die Fähigkeit haben, Portale zu öffnen und zu schließen. Um ihren Schwestern ein gutes Leben zu ermöglichen, geht Bristol mit ihnen. Doch im Elfenreich droht ein Krieg, die magische Ausbildung ist hart, das Leben hier seltsam - und dann ist da auch noch der junge Elfenkönig Tyghan, der nicht so ein Hohlkopf ist, wie es am Anfang schien.

Gleich vorneweg: Wer keine Geduld hat, sollte nicht zu diesem Buch greifen. Zwar ist der Schreibstil sehr locker, wunderschön und besser als 90 Prozent aller anderen Fantasybücher, aber die Autorin nimmt sich Zeit. Zeit, ihre wichtigsten Charaktere einzuführen, aber auch für ihr Worldbuilding. Und das ist im wahrsten Sinne des Wortes zauberhaft. Es gibt so viele originelle Details zu erkunden, die zu dieser Welt gehören, genauso wie verschiedene Wesen, die hier existieren. Mir gefällt auch die Annäherung zwischen Bristol und Tyghan, zumal Tyghan ihr zwar aus taktischen Gründen wichtige Dinge verschweigt, aber als Mann ist er eine absolute green flag. Vermutlich werden viele schon deshalb das Buch runterstufen - ich meine, wo gibt''s denn so was, ein Loveinterest, das die Frau nicht wie den letzten Dreck behandelt? Nein, nein. So was wollen wir doch nicht, oder? Nun, ich will das und mir gefällt es.

Was mir an diesem Buch auch gefällt, ist, dass es wirklich schwer ist, hier zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Tyghan hat einen Erzfeind, der einst sein bester Freund war, aber ihn verraten hat. Wenn man allerdings erfährt, warum dieser Erzfeind tat, was er tat - dann sieht das Ganze vielleicht schon wieder anders aus. Genauso mit der großen Bedrohung, die der Schurkenelfenkönig gegen die anderen Reiche einsetzt. Wenn man erfährt, was es mit dieser "Bestie" auf sich hat, ist man hin und hergerissen. Ich habe keine Ahnung, wie das im nächsten Teil weitergeht oder allgemein aufgelöst wird, aber mich hat dieses Buch absolut gecatcht und ich habe gleich zu Beginn des Jahres ein Highlight gefunden.