Füchschen
Wo die Nacht verweiltIn ihrem Dorf ist Liska verpönt, weil sie Magie beherrscht. Um dazuzugehören, schleicht sie sich eines Nachts in den Driadawald, denn angeblich gibt es dort einen Zauberfarn. Dabei trifft sie einen Walddämon ...
In ihrem Dorf ist Liska verpönt, weil sie Magie beherrscht. Um dazuzugehören, schleicht sie sich eines Nachts in den Driadawald, denn angeblich gibt es dort einen Zauberfarn. Dabei trifft sie einen Walddämon und schließt einen Pakt mit ihm: Ein Jahr lang wird sie ihm dienen, dafür wird er ihr ihre Magie nehmen und sie kann endlich ein normales Leben führen. Doch je länger Liska und der Leczy, der Walddämon, Zeit miteinander verbringen, desto klarer wird ihr, dass nicht alle Dämonen und Monster böse sind und sich manche hinter harmlosen Fassaden verstecken. Und sie hinterfragt nach und nach alles, was sie zu glauben wusste.
Hier passt einfach alles. Das wunderschöne Äußere in Form des Covers spiegelt sich auch im Inneren wider. Der Schreibstil ist angenehm, fast poetisch, wie es sich für eine Märchenadaption gehört. Liska ist so eine sympathische Person, dass es nicht verwundert, wie sie nach und nach alle um ihren kleinen Finger wickelt und aus dem düsteren Haus im Wald mit seinen skurrilen Bewohnern eine found family bildet. Und wie es sich für slawische Folklore gehört, ist die Geschichte bittersüß. Eine perfekte Lektüre für die dunklen Herbsttage, die vor uns liegen!