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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.10.2025

Die Idylle trügt

Dann ruhest auch du (Ein Fall für Maya Topelius 3)
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Die beiden Vorgänger hatten mich begeistert. Aber „Dann ruhest auch du“ von Sandra Åslund, der dritte und letzte Fall für Kriminalinspektorin Maya Topelius, hat mich nicht überzeugt. Worum geht es?
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Die beiden Vorgänger hatten mich begeistert. Aber „Dann ruhest auch du“ von Sandra Åslund, der dritte und letzte Fall für Kriminalinspektorin Maya Topelius, hat mich nicht überzeugt. Worum geht es?
In einer Schlossruine auf Öland wird die Leiche einer Journalistin entdeckt - regelrecht exekutiert. Es ist bereits der zweite Todesfall dieser Art. Maya und ihr Kollege Pär Stenqvist reisen nach Kalmar, um vor Ort zu ermitteln. Kurz darauf gibt es ein drittes Opfer. Die Spur führt zu einer rechtsradikalen Verbindung.
„Dann ruhest auch du“ ist ein atmosphärischer und düsterer Kriminalroman. Wie immer bei der Autorin, flott und flüssig zu lesen.
Über das Wiedersehen mit Maya habe ich mich gefreut. Maya ist befangen, nimmt es aber persönlich. Durch ihre Alleingänge bringt sie nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr, wie unprofessionell. Schade um die an sich sympathischen Figuren.
Rechtsextremismus, ein wichtiges Thema. Aber, dass in einer Ruine eine Leiche entdeckt wird, ist ja nicht neu. Zudem das ganze Familien-/ Kindheitsgedöns, das war mir dann doch etwas zu viel Bullerbü, so dass ich diesmal keine Leseempfehlung aussprechen kann.

Fazit: Fall Nr. 3 für Maya Topelius. Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss.

Veröffentlicht am 29.06.2025

Wo ist Lisa?

Der Trailer
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Die Krimis und Thriller von Linus Geschke haben mal mehr, mal weniger überzeugt. „Der Trailer“, Start einer Trilogie, gehört für mich eher in die zweite Kategorie. Doch worum geht es?
Vor 14 Jahren verschwand ...

Die Krimis und Thriller von Linus Geschke haben mal mehr, mal weniger überzeugt. „Der Trailer“, Start einer Trilogie, gehört für mich eher in die zweite Kategorie. Doch worum geht es?
Vor 14 Jahren verschwand Lisa Martin von einem Campingplatz in den Ardennen, Camp Donkerbloem. Ihre Leiche wurde nie gefunden.
Nach einem mysteriösen Prolog lernen wir die Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke kennen. Sie wurde gerade suspendiert und will an einem True-Crime-Podcast über Lisa teilnehmen.
Danach begegnen wir Wout Meertens, einem Barbesitzer aus Köln. Er hört diesen Podcast und erinnert sich an die Geschehnisse von damals. Denn er war dabei.
Als der Autor noch Reportagen für Tauchzeitschriften schrieb, fand ich die sehr spannend. Aber dieser Thriller dümpelt so vor sich hin. Es dauert lange bis die Handlung Fahrt aufnimmt und Spannung aufkommt.
Wechselnde Perspektiven und Schauplätze sorgen für Dynamik und Cliffhanger über Cliffhanger. Immer mal wieder sind Kapitel eingestreut, mit dem Titel „Der Fremde“. Der Mann mit der Maske. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Eine suspendierte Kommissarin, die die Sache persönlich nimmt, ein prolliger Barbesitzer mit zwielichtiger Vergangenheit, sein bester Freund Tayfun, ein Ex-Boxer mit türkischen Wurzeln und seine Mieterin Kathinka, die auf Rache für den Tod ihrer Schwester sinnt; ich werde sie nicht vermissen.
Immerhin am Ende ist der Cold Case gelöst. Nichtsdestotrotz bleiben viele Fragen offen, die dann wohl in Band 2, Das Camp, und Band 3, Die Schlucht, der Donkerbloem-Trilogie beantwortet werden. Denn das Morden geht weiter.

Fazit: Auftakt einer Thrillertrilogie. Abgründig, bizarr und dunkel.

Veröffentlicht am 24.01.2025

Irgendwo im Nirgendwo

Kummersee
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Um es gleich zu sagen, „Kummersee“ von Iver Niklas Schwarz hat mich nicht überzeugt. Ja, die letzten 100 Seiten sind spannend, aber bis dahin habe ich mich gequält. Worum geht es?
August 1990: Tom stirbt ...


Um es gleich zu sagen, „Kummersee“ von Iver Niklas Schwarz hat mich nicht überzeugt. Ja, die letzten 100 Seiten sind spannend, aber bis dahin habe ich mich gequält. Worum geht es?
August 1990: Tom stirbt unter mysteriösen Umständen beim Baden im verbotenen Kummersee, seine 9-jährige Schwester Lena überlebt. Nun kehrt sie nach 30 Jahren als Polizistin in ihr Heimatdorf zurück und wird nicht gerade mit offenen Armen empfangen.
Mir war klar, dass es für das Böse, das Tom das Leben gekostet hat, eine rationale Erklärung geben muss. Die Geschichte hat mich ein bisschen an „Das Schweigen des Wassers“ von Susanne Tägder erinnert.
Horlow, ein Kaff im Wendland, am Ende der Welt. Lena ist für den Schutz eines Vermessungsteams zuständig, das die Salzstöcke des Horlower Moors als potenzielles Atommüllendlager prüft. Dabei verfolgt sie ihre eigene Agenda: Was war damals wirklich geschehen?
Zweimal war ich kurz davor, das Buch abzubrechen. Denn die Leseprobe ließ auf einen spannenden Mystery-Thriller hoffen. Sleepy Hollow? Akte X? Weit gefehlt! Kein Thrill, nur Langeweile.
Erst als es einen Toten gibt, steigt die Spannung. Die Tauchszenen sind lebhaft und realistisch dargestellt. Vor allem, wenn den Charakteren sprichwörtlich die Luft ausgeht.

Fazit: Solides Debüt mit viel Luft nach oben.

Veröffentlicht am 28.12.2024

Hohe Berge, tiefe Abgründe

Die Schanze
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„Die Schanze“ ist Lars Menz‘ erster Thriller. Nicht misslungen - doch mit größeren Problemen/ Schwächen.
Der Autor geht gleich in medias res: Ein Mann wird vom höchsten Punkt einer Skischanze geschubst. ...


„Die Schanze“ ist Lars Menz‘ erster Thriller. Nicht misslungen - doch mit größeren Problemen/ Schwächen.
Der Autor geht gleich in medias res: Ein Mann wird vom höchsten Punkt einer Skischanze geschubst. Warum?
Danach lernen wir Ellen kennen. Sie war jahrelang als Ärztin in einem Hamburger Krankenhaus tätig. Nachdem ihr Freund sie verlassen hat, kehrt sie als Hausärztin in ihr Heimatdorf in den Alpen zurück. Ellen kämpft mit den Dämonen der Vergangenheit. Denn Schlimmes ist ihr damals widerfahren.
Schnell ist klar, Ellen kennt den Toten von früher. Und dann sind da noch Merab, ein Journalist, und Haußer, ein ehemaliger Polizist.
Dem starken Anfang folgt ein schwacher Mittelteil. Derbe Sprache. Elektroimpulsgeräte und Sex-Spielzeuge. Dazu unsympathische Figuren: Eine Ärztin, die sich ritzt. Ein Ex-Polizist mit speziellen Vorlieben. Ein Journalist, der sich im Gestern suhlt.
Es geht um einen Bodensatz aus Vertuschung, Erpressung - und Mord. Der alte Arzt, der damalige Polizist, und zwei Väter sind in die Sache verstrickt. Aber was ist mit Gerechtigkeit, mit Vergeltung, mit Sühne?
Die Anzahl der Charaktere ist überschaubar und somit die Identität des Täters. Vorhersehbare Thriller machen keinen Lesespaß.

Fazit: Heimatthriller mit einer unsympathischen Protagonistin.

Veröffentlicht am 31.10.2024

Toxische Beziehungen

Mordscoach
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„Mordscoach“ von Lilli Pabst erinnert an die „Achtsam Morden“-Reihe von Karsten Dusse und hat mich nicht überzeugt. Doch worum geht es?
Sophie Stach, Coachin und Psychoanalytische Supervisorin, findet ...

„Mordscoach“ von Lilli Pabst erinnert an die „Achtsam Morden“-Reihe von Karsten Dusse und hat mich nicht überzeugt. Doch worum geht es?
Sophie Stach, Coachin und Psychoanalytische Supervisorin, findet eines Tages heraus, dass ihr Mann Jakob eine Geliebte hat. Also muss Amelie weg. Und wie das so ist, bleibt es nicht bei einem Mord. Auf den ersten folgt der zweite und so weiter…
Lilli Pabst ist ein Pseudonym. Die Autorin arbeitet als Psychotherapeutin. Und so erfährt man hier, ob man will oder nicht, einiges über dieses Thema.
Die Handlung ist konstruiert und unglaubwürdig. Ja, die Geschichte lässt sich flott und flüssig lesen. Aber mir hat der Humor gefehlt. Dazu sind die Morde einfach zu brutal. Diesbezüglich gefällt mir die „Richter morden besser“-Reihe von Thorsten Schleif besser.
Sophie ist schon sehr speziell. Sie war mir von Anfang an unsympathisch. So viel Wut und Hass. Entschuldigt eine verkorkste Kindheit alles? Außerdem raucht sie zu viel. Last but not least teilweise derbe Sprache. Man könnte meinen, Sophie denkt nur an das Eine.
„Mordscoach“ ist ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss. Ich werde diese Reihe jedenfalls nicht weiterverfolgen. Denn die nächsten Opfer sind ja vorhersehbar: Christine, Andreas oder doch nicht?

Fazit: Ein Krimi für zwischendurch. Nicht mehr und nicht weniger.