Sollten "okaye Tage" ausreichend sein?
Okaye TageSam aus Stockholm macht ein Praktikum in London und trifft bereits zum 2. Mal auf Luc. Es passt auf Anhieb zwischen ihnen und sie beginnen eine Beziehung mit der Deadline von Sams Rückkehr nach Schweden ...
Sam aus Stockholm macht ein Praktikum in London und trifft bereits zum 2. Mal auf Luc. Es passt auf Anhieb zwischen ihnen und sie beginnen eine Beziehung mit der Deadline von Sams Rückkehr nach Schweden im Nacken. Aber kann das gutgehen?
Auf dem Cover sieht man eine blonde junge Frau mit Sonnenbrille und rotem Shirt, die nicht in die Kamera blickt, die Schultern hochgezogen, eher abwehrende Haltung. Das steht vermutlich sinnbildlich für die Generation dieser Zeit, denn es kann nicht Sam mit ihren schwarzen Haaren sein.... Ein eher nichtssagendes und trotzdem plakatives Cover.
Vom Schreibstil her und der Idee, abwechselnd zwischen Lucs und Sams Sichtweise zu pendeln, finde ich das Schreiben von Jenny Mustard gelungen. Der Roman wurde so hoch gelobt, dass ich neugierig wurde. Leider wurde ich enttäuscht und kann diesen Hype nicht nachvollziehen. Wenn das eine Abbildung der heutigen Generation der Twentysomethings sein soll, tun sie mir sehr leid. Ist diese Unentschlossenheit und die Betäubung durch Alkohol und andere Drogen tatsächlich so verbreitet? Warum kann man sich der Realität nicht stellen und daran arbeiten? Diese Zerissenheit ist im Roman tatsächlich sehr gut dargestellt, schafft es jedoch nicht, mich zu berühren. Deshalb kann ich diesen Roman leider nicht empfehlen.