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Veröffentlicht am 03.02.2025

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Halbe Leben
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Zwei Frauen in zwei Welten die unterschiedlicher nicht sein können und die doch eine Zeit lang ihr Leben teilen. Wenn jemand in der Familie pflegebedürftig wird und eine Hilfe ins Haus kommt ist das zunächst ...

Zwei Frauen in zwei Welten die unterschiedlicher nicht sein können und die doch eine Zeit lang ihr Leben teilen. Wenn jemand in der Familie pflegebedürftig wird und eine Hilfe ins Haus kommt ist das zunächst einmal eine Umstellung für alle beteiligten und man lässt jemand in seinen ganz persönlichen Bereich. Klara holt für ihre Mutter, die nach einem Schlaganfall Pflege benötigt über eine Agentur die Slowakin Paulína in ihre Familie, Paulína gibt in der Zeit wo sie in Deutschland ist ihre eigenen zwei Kindern bei ihrer Schwiegermutter ab und fährt mit einem schlechten Gewissen das sie ihnen nicht gerecht wird nach Deutschland. In Deutschland begegnet ihr Klara und ihre Familie, nachdem Klara ihre Mutter gut versorgt weiß kann sie sich wieder ganz ihrer Kariere widmen, sieht sich als Aufstrebende Maklerin, auch ein weiteres Kind neben ihrer Tochter wäre nun machbar oder? Wie weit die beiden Welten auseinander sind kann man im Verlauf des Buches lesen. Wie zum Beispiel als Klara Kleidung an Paulína weitergeben möchte, Klara sieht darin ein Geschenk, Paulína ist es unangenehm und am liebsten würde sie es gar nicht annehmen. Paulína versteht die Welt von Klara Familie nicht, zieht Parallelen, aber so sehr sie auch hinsieht, ihr eigenes Leben ist einfach ein anderes und dass sie ein eigenes Leben hat außerhalb der Arbeit scheint immer unterzugehen, Paulína ist einfach da, und leistet großartige Arbeit, aber man muss manchmal verinnerlichen das die Pflege eine Arbeit ist, die Pflegekraft wie hier Paulína noch ein anders Leben hat. Sie ist in einem fremden Land, in einer fremden Familie und stellt ihr Bedürfnisse und ihr eigenes Leben hintenan.
In einer sanften, angenehmen Schreibweise darf der Leser eine Zeitlang die beiden Familien begleiten um am Ende aber feststellen zu müssen das Leben Leben ist. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 27.01.2025

"Es braucht zwei, um eine Ehe zu zerstören." – Margaret Trudeau

Coast Road
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Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden heißt es, aber wieviel kann ein Mensch ertragen, wenn das die Ehe nicht das erhoffte Glück bringt. Manchmal ist es besser, wenn man getrennte ...

Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden heißt es, aber wieviel kann ein Mensch ertragen, wenn das die Ehe nicht das erhoffte Glück bringt. Manchmal ist es besser, wenn man getrennte Wege geht nur was kommt dann? Auf jeden Fall sollte man nichts auf das Gerede der Anderen geben, leichter gesagt als getan. Das eine Scheidung legal und möglich wurde ist ein wichtiger Schritt gewesen, aber wie erleben wir das wirklich? In diesem Debütroman von Alan Murrin setzt sich der Autor mit der Frage auseinander wie war eine Scheidung in den 1994 Jahren und das Buch gibt Einblicke in die Schwierigkeiten und erzählt diese anhand von einem Leben in einer Kleinstadt an der irischen Küste. Auch die Frauenrolle in der Zeit wird aufgegriffen, wie viele Frauen waren abhängig von ihrem Männern und haben aus Angst ihr Leben nicht selber bestreiten zu können viel hingenommen. Die Frau war reduziert auf Haushalt und Kindererziehung, gut auszusehen so das in ihrem Aussehen und Verhalten der Mann glänzen konnte. Die Männer machten ihre Karrieren und ließen sich von den Frauen bedienen, nahmen sich viel und eigentlich war die Frau nichts wert. Das Buch greift auch die Frage auf, das ein Fremdgehen bei Männern akzeptiert wurde, jeder wusste gerade in einer Kleinstadt wer mit wem. Aber wenn eine Frau Fremdging war das etwas anderes, sie wurde abgewertet, das Leben dieser Frauen ging nicht nahtlos weiter. Auch die Meinung der Kirche, die Menschen im Namen des Glaubens schuldig gesprochen hat und man sich an die Vorschriften der Kirche halten musste, sonst drohte einem der Zorn Gottes, man war schuldig, heute kaum mehr denkbar. Dieses Buch gibt Einblicke und einige Antworten über den Kampf und den Mut den Frauen aufbringen müssen ihren Partner zu verlassen auch in heutiger Zeit noch ein aktuelles Thema. An der irischen Küste schwimmt man nicht gegen den Strom Herbst 1994, so fängt der Klappentext an, es braucht Mut gegen den Strom zu schwimmen, aber ist es besser auszuhalten, ich wünsche vielen Betroffenen diesen Mut. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 11.01.2025

Mit der Kraft der Literatur die Welt verändern

Gefährliche Betrachtungen
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Nun kommt es im Leben darauf an, wer eine Wahrheit ausspricht. In gewissem Munde wird auch die Wahrheit zur Lüge (Zitat Thomas Mann). Ein historischer Kriminalroman, der Thomas Mann auf noch nie gelesene ...

Nun kommt es im Leben darauf an, wer eine Wahrheit ausspricht. In gewissem Munde wird auch die Wahrheit zur Lüge (Zitat Thomas Mann). Ein historischer Kriminalroman, der Thomas Mann auf noch nie gelesene Weise lebendig werden lässt, dem kann ich nur zustimmen. Mich hat sofort gereizt eine Geschichte über Thomas Mann zu lesen die gleichzeitig ein Krimi ist, das gab es vorher so nicht. Žydrūnas Miuleris möchte als Übersetzter „Die Buddenbrooks“ ins Litauische übersetzten, aber überhaupt in die Nähe von Thomas Mann zu kommen und ihn gar zu sprechen scheint nahezu unmöglich, dennoch kommt quasi ein Zufall genau richtig. Ich war bereits nach nur ein paar Seiten ganz in das Buch vertieft. Was muss Thomas Mann für ein beeindruckender Mann gewesen sein, die Buddenbrooks war ein Werk der Weltliteratur, für das ihm 1929 der Nobelpreis verliehen wurde. Die erste Begegnung Žydrūnas Miuleris mit Thomas Mann findet an einem besonders schönen Ort statt, am Strand einer ostpreußischen Fischer- und Künstlerkolonie auf der Kurischen Nehrung. Thomas Mann hat Gedanken zu Papier gebracht die nicht für jedermann zu lesen sein sollten. Eigentlich kann man sagen die Gedanken flogen ihm davon, eine Windböe wehte die Seiten weg und das bot für Žydrūnas Miuleris die Möglichkeit diese einzufangen und sie Thomas Mann wiederzugeben. Doch die Gedanken hatten sich schon übertragen was Thomas Mann nicht wissen konnte. Žydrūnas Miuleris verfügt über ein Fotographisches Gedächtnis und ihm wird beim Nachdenken klar welch gefährliche Literarische Gedanken er da gerade liest, er schreibt sie nieder, aber bei einer unbedachten Kneipenzehne entwendet man ihm dieses Blatt. Žydrūnas Miuleris und Thomas Mann machen sich auf die Suche. Dieses Buch kann man nicht in eine kurze Rezension packen, es möchte genossen werden und das sollte man tun. Es ist sogar mit etwas mit Humor in einer sehr warmen etwas älteren Schreibart geschrieben, Thomas Mann hätte es sicherlich gefallen. Auch finde ich ist es eine Hommage an alle Übersetzter, die nicht nur großartige Bücher in eine andere Sprache übersetzten, sondern sie müssen sich in das Buch genauso wie der Autor selber einfinden und Handlung und Rahmen gestalten damit das Buch nicht seine Geschichte verliert. Ob Žydrūnas Miuleris die brisanten gedacht und gedruckten Gedanke letztendlich wiederfinden lasse ich selbstverständlich offen. Ich habe mich gerne auf dieses Buch eingelassen, Thomas Mann dachte einmal dazu „Ein gutes Buch werde gleich zusammen mit seinem Titel geboren“. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 11.01.2025

Wer im Hier und Jetzt bewusst lebt, hat sich selbst gefunden

9 Grad
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Ein Debütroman der Schriftstellerin Elli Kolb erzählte eine berührend einfühlsame Geschichte über Freundschaft, Liebe und Selbstfindung. 9 Grad, das ist sehr kalt denkt man sofort, aber hier scheint 9 ...

Ein Debütroman der Schriftstellerin Elli Kolb erzählte eine berührend einfühlsame Geschichte über Freundschaft, Liebe und Selbstfindung. 9 Grad, das ist sehr kalt denkt man sofort, aber hier scheint 9 Grad den Weg zu ebnen zu ganz neuen Erfahrungen und Gefühlen. Das Buch zeigt einen Lebensabschnitt von drei jungen Menschen Josie, Rena und Anton und ihrer Suche nach was? Rena hat eine Erkrankung die sich zum ersten Mal drastisch zeigt, sie erlebt dadurch eine Nahtoderfahrung und da zeigt sich, dass eine Krankheit oft eine Schule im Leben ist. Sie wagt sich sprichwörtlich ins kalte Wasser um zu lernen mit der Situation umzugehen. Sie beendet ihr Studium und findet ihre Weg wie es scheint nicht, eigentlich rennt sie davor weg. Dabei hat sie Freunde, Julie und Anton sind bisher zusammen den Weg ins Leben gegangen und werden es auch weiterhin tun. Julie lernt zudem einen jungen Mann kennen der wie sich im Zuge der Geschichte zeigt mit depressiven Phasen zu tun hat, auch er hat seinen Weg noch nicht gefunden. Viele junge Menschen scheinen Depressionen oder psychische Erkrankungen zu haben, die Thematik findet man als Leser in vielen Büchern verschiedener Genres, und suchen wie auch die Gesellschaft einen Umgang damit, die Akzeptanz scheinen immer noch schwierig. Anton hat einen Freund und verheimlicht auch irgendwie die Beziehung zu ihm. Das Buch hat einen modernen Schreibstil und ab und an zu viele Klischee, Julie ist in einer lesbischen Beziehung, Anton in einer schwulen und Juli in einer schwierigen Heterobeziehung. Das Eisbaden was immer wieder Mittelpunkt im Buch ist ließt sich schon fast wie eine Droge die sie konsumieren, während des Lesens habe ich oft gedacht ist sehr gefährlich was sie da so einfach tun. Zum Ende des Buches kommt dann doch noch ein Warnhinweis. Die Geschichte an sich ist angenehm zu lesen, die Protagonisten und ihre Charaktere greifbar, die Lebenssituationen nachvollziehbar. Zum Ende gibt es ein Eisbaden in einem zugefrorenen See, ich hatte den Eindruck das kann man bildlich betrachten, man begibt sich im Leben manchmal auf dünnes Eis, geht im kalten Wasser baden, geht manchmal gestärkt und frisch daraus hervor und hier wird der See am Ende auftauen, etwas Neues beginnt? Sie als Leser sehen, eine kurze Rezension war nicht möglich, das Buch ist lesenswert und ein gelungenes Debüt. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 08.01.2025

Zeitreise in das Jahr 1889 zum Bau des Eifelturms

Die Zeit-Agenten 3. Jagd um den Eiffelturm
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Bereits im Klappentext und beim Blick in die ersten Seiten der Leseprobe ist der Leser schon Mittendrinn, mittendrinn im Jahr 1889 als zur Weltausstellung der Eifelturm in Paris gebaut wurde. Könnt ihr ...

Bereits im Klappentext und beim Blick in die ersten Seiten der Leseprobe ist der Leser schon Mittendrinn, mittendrinn im Jahr 1889 als zur Weltausstellung der Eifelturm in Paris gebaut wurde. Könnt ihr euch das Jahr 1889 vorstellen?
Zusammen mit Kindern aus aller Welt gehörte Hannah zum Geheimclub der Zeit-Agenten, doch zunächst einmal, was ist ein Zeit-Agent, ein Zeit-Agent ist eine Person, hier mehrere Kinder, die im Geheimauftrag einer Regierung unterwegs sind. Für die Zeit-Agenten in diesem Buch ist der Bau des Eifelturmes zur Weltausstellung ist in Gefahr, ein Bösewicht will das verhindert und auch die Baupläne sind verschwunden. Werden die Geheimclub Zeit-Agenten den Bösewicht Mora zur Strecke bringen? Hört und liest genau und dann könnt ihr sogar euer Wissen sofort testen. Tous les enfants apprécieront ce livre. Begleitet die mutigen Zeit-Agenten auf ihren abenteuerlichen Zeitreisen zu den wichtigsten Ereignissen der Geschichte! Dieser Band ist Teil der Reihe „Die Zeit-Agenten“. Jeder Band ist in sich abgeschlossen, sodass sie in beliebiger Reihenfolge gelesen werden und die Kinder ihre Lieblingsthemen auswählen können. Vielen Dank.

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