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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2025

mehr davon erwünscht

Kummersee
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Ich habe "Kummersee" in zwei Tagen durchgesuchtet. Aufmerksam wurde ich u.a. durch den Titel und das coole Cover auf den Krimi.

Die Hauptdarstellerin, Lena, kommt als Personenschützerin nach 30 Jahren ...

Ich habe "Kummersee" in zwei Tagen durchgesuchtet. Aufmerksam wurde ich u.a. durch den Titel und das coole Cover auf den Krimi.

Die Hauptdarstellerin, Lena, kommt als Personenschützerin nach 30 Jahren in ihr Heimatdorf. Die Behörden überlegen, ob dort ein Endlager errichtet werden könnte. Um den Kummersee ranken sich seltsame, bedrohliche Mythen. Außerdem ist dort damals ihr Bruder auf ungeklärte Weise ums Leben gekommen. Die Stimmung, die in der ersten Hälfte durch das Buch wabert, ist für einen Kriminalroman ungewöhnlich, denn man fragt sich mehr als einmal, ob hier auch Mysterie drin steckt oder nur jemand die Ängste der Menschen ausnutzt. Das fand ich sehr unterhaltsam und hat mich immer neugieriger gemacht. Die dörflichen Strukturen, das Kleinbürgerliche, kommt gut rüber und man versteht, warum Lena damals weg musste. Den ökologischen Gesichtspunkt fand ich sehr passend und das Thema war für mich in einem Krimi neu.

Ein guter Erstling, der Lust auf mehr macht.

Veröffentlicht am 09.02.2025

guter Erstling

Schmerz
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Ein neues Ermittlerteam betritt die Bühne der isländischen Crime-Szene. Dora und Rado. Die eine hat nach einem Einsatz psychische Beschwerden und wurde sehr lange an den Schreibtisch verbannt, der andere ...

Ein neues Ermittlerteam betritt die Bühne der isländischen Crime-Szene. Dora und Rado. Die eine hat nach einem Einsatz psychische Beschwerden und wurde sehr lange an den Schreibtisch verbannt, der andere hat Familie in der Verbrecherszene und wird deshalb von einem großen Einsatz abgezogen und mit Dora auf einen Vermisstenfall angesetzt.

Eigentlich sind es zwei Fälle, die in diesem ersten Krimi von Jon Atli Jonasson eine Rolle spielen. Eine Großrazzia und eine verschwundene Jugendliche. Aber die größte Stärke des Buches ist, meiner Meinung nach, das Ermittlerduo, das relativ ausführlich eingeführt wird und auch im Laufe der Geschichte an den Ecken und Kanten und privaten Problemen fast zu scheitern droht.

Das Buch liest sich flüssig. Der Plot ist stringent erzählt, hätte gerne ein paar kniffelige falsche Fährten gebrauchen können. Ein solider Erstling mit etwas Luft nach oben.

Veröffentlicht am 01.02.2025

Lesenswert

The Twenty
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Auf der Suche nach einem richtig guten Thriller bin ich wegen der vielen positiven Rezensionen auf "The twenty" gestoßen und war gespannt, ob die Story mich packen würde.

Und was soll ich sagen. Ja, hat ...

Auf der Suche nach einem richtig guten Thriller bin ich wegen der vielen positiven Rezensionen auf "The twenty" gestoßen und war gespannt, ob die Story mich packen würde.

Und was soll ich sagen. Ja, hat sie. Von Anfang an.
Das ist mal ein Thriller gewesen, der seinen Namen verdient, da die Spannung sich sehr schnell in die Höhe schraubt und dieses Niveau auch fast durchgehend halten kann.

Das Ermittlerteam ist interessant, auch weil da ein paar Untiefen und Traumata im Hintergrund dräuen. Der Plot wird durch mehrere Opfer und durchaus blutige Auffindesituationen befeuert. Hart aber nicht übertrieben. Schnell ist klar, dass ein Serienkiller sein Unwesen treibt und die Jagd schnell losgehen muss um hoffentlich weitere Tote zu verhindern.

Es gibt mehr als einen Plottwist und falsche Fährten. Man weiß nie mehr als die Komissare, erfährt aber auch etwas über den Täter durchs Schlüsselloch sozusagen.

Lesenswert.

Veröffentlicht am 29.01.2025

intensive Charaktere

Flusslinien
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Das Buch "Flusslinien" lebt von den Bildern die es beschreibt, den Bildern, die es im Kopf macht, den Bildern und Traumata, die das Leben der drei Hauptdarsteller bestimmt haben.

Die Stärke des Buches ...

Das Buch "Flusslinien" lebt von den Bildern die es beschreibt, den Bildern, die es im Kopf macht, den Bildern und Traumata, die das Leben der drei Hauptdarsteller bestimmt haben.

Die Stärke des Buches ist weniger der Plott, der zwar harmonisch ausgewogen aber auch ohne große Überraschungen daherkommt. Es ist vielmehr der Erzählstil, der besticht. Die malerische Sprache überzeugt mit Kraft und Authentizität. Die äußeren und inneren Dialoge bringen einem die Figuren schnell und intensiv näher.

Ich mochte die sehr unterschiedlichen Charaktere, die, trotz ihrer seelischen Wunden, zueinander eine Nähe aufbauen und sich dadurch helfen können. Das berührt und überzeugt die Leserschaft. Dass verschiedene Generationen auf Augenhöhe agieren, erfreute mich besonders.

Hervorzuheben ist auch das wunderschöne Cover, dass man sofort als ein Gleichnis, eine Metapher, für das Leben der Darsteller sieht. Hervorragend gewählt.

Veröffentlicht am 29.01.2025

solider Abschlussband

Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält
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Band drei der Vergissmeinnicht-Trilogie schließt den Kreis um Mathilda und Quinn. Die beiden sind das perfekte Pärchen, das war fast ein wenig zu harmonisch manchmal aber dafür geht es ja rund um die beiden ...

Band drei der Vergissmeinnicht-Trilogie schließt den Kreis um Mathilda und Quinn. Die beiden sind das perfekte Pärchen, das war fast ein wenig zu harmonisch manchmal aber dafür geht es ja rund um die beiden jungen Leute auch ziemlich wild zu, da ist es auch wieder gut, dass sie sich aufeinander verlassen können. Der Plot ist unterhaltsam wenn auch nicht ganz so spannend und stringent erzählt wie die Vorgänger. Die Dialoge sind witzig und auch bei den Nebendarstellern findet man einige liebenswerte Charaktere. Am Ende möchte die Autorin alles ganz rund und gut abschließen. Auch das hätte ich so gar nicht gebraucht. Schließlich sind es lauter Jugendliche, die hier am Anfang des Abenteuers Leben stehen und ein paar offene Zukunftsaussichten hätten nicht gestört.

Solider Abschlussband.