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Veröffentlicht am 12.03.2025

Pennys Weg zu sich selbst

No Hard Feelings
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Penny ist unzufrieden mit ihrem Leben. Sie vergleicht sich oft. Allen anderen geht es besser, sowohl in beruflicher als auch privater Hinsicht hat Penny das Gefühl auf der Strecke zu bleiben. Sie lässt ...

Penny ist unzufrieden mit ihrem Leben. Sie vergleicht sich oft. Allen anderen geht es besser, sowohl in beruflicher als auch privater Hinsicht hat Penny das Gefühl auf der Strecke zu bleiben. Sie lässt sich von ihrer Chefin schikanieren und hängt an einem Mann, der sie nur gelegentlich benutzt, wenn es ihm passt. Als wäre das nicht genug, wird sie von Panikattacken geplagt und ohne Alkohol geht es eigentlich gar nicht.
Die Geschichte wird aus Penny Sicht locker und humorvoll erzählt, durch diese Perspektive bekommt man vollen Einblick in Pennys gestörtes Innenleben.
Vieles daran wirkt authentisch und betrifft sicherlich viele Menschen. Durch die ständige Internetpräsenz vergleicht man sich, der Druck besser zu sein ist groß. Mehr Schein als Sein schlägt Überforderung, von der keiner hören will. Diese Ängste sind für viele Menschen tägliche Realität, insbesondere in Pennys Altersgruppe (30).
Hier werden viele Klischees verarbeitet, aber der humorvolle Ton schmeichelt darüber hinweg. Mich hat der permanente Alkoholkonsum hier sehr gestört, da er als Normalität dargestellt wird. Penny macht eine Entwicklung durch, die zu glatt und einfach stattfindet. Alles löst sich in Wohlgefallen auf und wird - natürlich - reichlich begossen.
Ein unterhaltsamer leichter Roman, der als schwache Komödie durchgehen kann. Einiges an Potential wird verschenkt, die angekratzten Probleme hätten mehr thematisiert werden können.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Klappers Leben

Klapper
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2011 ist Thomas 16, er wird von allen Klapper genannt, weil seine Gelenke immer knacken, wenn er sich bewegt. Er trägt nur schwarze Kleidung und immer schwarze Heavy Metall Band T-Shirts. Er pflegt keine ...

2011 ist Thomas 16, er wird von allen Klapper genannt, weil seine Gelenke immer knacken, wenn er sich bewegt. Er trägt nur schwarze Kleidung und immer schwarze Heavy Metall Band T-Shirts. Er pflegt keine Kontakte, die Mitschüler meiden ihn, gelegentlich wird er zum Opfer. In der Freizeit ist er ein Computernerd, zockt gerne Counter-Strike und legt darin neue Maps an. Nach den Ferien setzt sich eine neue Mitschülerin neben ihn, sie wird Bär genannt. Sie ist sehr groß und scheint über den Dingen zu stehen. Nach und nach entsteht so etwas wie eine Freundschaft zwischen den Beiden, u.a. auch weil Bär ebenfalls Counter-Strike spielt.
Beide Familien sind von Problemen (psychische Probleme, Alkohol, Gewalt) geprägt, die sich auf die Kinder auswirken. Während Klapper sich in seine Computerwelten zurückzieht, kifft Bär, malt Comic und hört üblen Deutsch-Rap.
2025 ist Thomas erwachsen, er arbeitet als "Computer-Mann" in einer Firma und verrichtet eher ungeliebte anspruchslose Arbeiten. Durch einen Vorfall stolpert er über Bärs Profil im Netz und über Rückblicke erfahren wir was 2011 passierte und was zum Verschwinden Bärs führte. Der Wechseln der Zeiten ist gut gemacht und hält die Neugier am Geschehen hoch. Die Teile aus der Vergangenheit fand ich stärker als die aktuellen.
Das Buch liest sich leicht. Die Sprache ist teils etwas roh, aber dass soll wohl den Ton der Jugendlichen widerspiegeln. Gelegentliche Ungereimtheiten und offene Fragen fand ich störend. Die Figuren fand ich - trotz der Pubertät - in sich unstimmig. Das Ende ist überraschend, dennoch verpufft der Effekt recht schnell. Insgesamt hat mir eine Aussage gefehlt.
Kann man lesen, muss man nicht.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

allgemeiner Überblick über vegane Ernährung

Der Vegan-Doc für alle Fälle
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Das Buch bietet einen guten allgemeinen Überblick zum Thema vegane Ernährung. Der Text ist übersichtlich gestaltet und unterteilt, die Sprache ist einfach und verständlich. Die kurzen Kapitel lassen sich ...

Das Buch bietet einen guten allgemeinen Überblick zum Thema vegane Ernährung. Der Text ist übersichtlich gestaltet und unterteilt, die Sprache ist einfach und verständlich. Die kurzen Kapitel lassen sich gut lesen und geben das Wichtigste zum jeweiligen Thema wieder.

Das Buch ist in fünf Teile gegliedert, die jeweils diverse Unterkapitel haben.

1. Vegan! Was steckt dahinter

2. Reise durch die Welt der Nährstoffe

3. Pflanzenpower: Nahrung und Medizin (Veganismus als Schutzschild, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes u.a.)

4. Vegan in allen Lebensphasen (Hier: Schwangerschaft, Stillzeit, Kleinkinder, Kinder, Sportler)

5. Vegan Essen (Einkaufen, Kochen, Essen gehen)

Das gut strukturierte Buch lässt sich gut lesen und durcharbeiten. Insbesondere im Kapitel 2. haben mir Übersichten gefehlt, in denen man im Alltag leichter etwas findet. In Kapitel vier hat mir die Vielfalt bei den Lebensphasen gefehlt, der Schwerpunkt junge schwangere oder stillende Frau und Kleinkind ergänzt um Sportler war mir zuwenig. Ältere Menschen, Frauen in den Wechseljahren, Kranke kommen hier nicht vor.

Das Buch eignet sich aufgrund des Informationsgehaltes und der Gestaltung eher für Einsteiger in die vegane Küche. Gut gefällt mir, dass hier Mediziner den Laien typische oft gestellte Fragen beantworten. Sie schaffen dies ohne erhobenen Zeigefinger und moralische Überlegenheit, sondern eher wertfrei und beratend.

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Bummelzug

In einem Zug
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Während einer Zugfahrt von Wien nach München lernen sich Eduard Brünhofer und Catrin Meyr kennen. Sie kommen über eine Nachfrage ins Gespräch, das sich dann immer weiter entspinnt. Durch den begrenzten ...

Während einer Zugfahrt von Wien nach München lernen sich Eduard Brünhofer und Catrin Meyr kennen. Sie kommen über eine Nachfrage ins Gespräch, das sich dann immer weiter entspinnt. Durch den begrenzten Raum, den ein Zug nun mal nur bietet, gibt es wenig Abwechslung und der Fokus liegt voll auf den Protagonisten. Brünhofer ist Autor von Liebesromanen und Meyr ist Physio- und Psychotherapeutin. Die Beiden lernen sich durch Fragen näher kennen.
Leider hat mich das Buch recht schnell gelangweilt. Die Entwicklung des Gesprächs, die Charaktere, die Art und Weise wie sich die Beiden einander präsentierten fand ich unangenehm. Er ist zunehmend peinlich, sie einfach nur neugierig aufdringlich. Das Ganze plätschert vor sich hin, bis es zum Schluss zu einer unglaubwürdigen Wendung kommt.
Das Buch schließt leider nicht an die Qualität der vorhergehenden Bücher des Autors an. Schade.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

leichte Küche

What I eat in a day
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Die Autorin war mir vorher nicht bekannt, sie ist sehr aktiv in den sozialen Netzwerken und verfügt über eine große Fangemeinde. Sie beschreibt in der Einleitung kurz, wie sie zum Kochen gekommen ist und ...

Die Autorin war mir vorher nicht bekannt, sie ist sehr aktiv in den sozialen Netzwerken und verfügt über eine große Fangemeinde. Sie beschreibt in der Einleitung kurz, wie sie zum Kochen gekommen ist und was dies für sie bedeutet, danach gibt es einen kurzen Informationsblock rund um gesundes Essen und einen 14-Tage-Plan mit Einkaufslisten.

Die Fotos der fertigen Mahlzeiten sind sehr schön geworden und machen Lust aufs Ausprobieren, jedoch gibt es hier eher Altbewährtes. Neben einem ganzseitigen Bild findet sich ein häufig englischer Titel, eine Zutatenliste, die Nährwertangaben und durchnummerierte Zubereitungsschritte. Icons geben an ob das Gericht vegetarisch ist und/oder fürs MealPrep geeignet. Da dem Ganzen der 14-TAge-Plan zugrunde liegt, sind die Rezepte nach Tagen sortiert. Am Ende des Buches gibt es noch ein "Register" mit allen Rezepten auf einen Blick, hier sind die Gerichte mit Bild und Titel nach Frühstück, Mittagessen, Snacks, Abendessen und What I eat in between zur besseren Auffindbarkeit aufgeführt.

Mich konnte das Konzept der Autorin nicht rundum überzeugen. Sie bietet keine Alternativen zu ihrem Rezepteplan an, so ist das Ganze doch etwas dünn, denn sicherlich mag nicht jeder genau diesen Plan so 1:1 umsetzen. Der Fokus in der Gestaltung lag hier in den schönen Fotos und den vielen englischen Begriffen. Für Fans und Menschen, die ihr Gewicht reduzieren wollen, sicherlich ein nettes Produkt, sofern man alles essen kann und darf. Von mir gibt es hier nur eine eingeschränkte Empfehlung. Am besten mal genau vorher reinlesen, ob es für den Eigengebrauch geeignet ist.

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