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Veröffentlicht am 22.03.2024

Ein wunderschöner Einblick in die Bücher- und Zwillingswelt

Das Buch der gefährlichen Wünsche
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Zuallererst muss ich zugeben, ich kenne die vorherigen Teile der Bücherwelt nicht. Bin daher vollkommen ahnungslos in dieses Buch eingestiegen und fand mich wirklich gut aufgehoben. Es wird zwischendrin ...

Zuallererst muss ich zugeben, ich kenne die vorherigen Teile der Bücherwelt nicht. Bin daher vollkommen ahnungslos in dieses Buch eingestiegen und fand mich wirklich gut aufgehoben. Es wird zwischendrin erklärt, was es mit Wanderer, Greifer und Verwandler auf sich hatte. Und auch die Zentrale der Bücherwelten war wirklich gut beschrieben. Ich konnte mir die einzelnen Szenen gut vorstellen.

Die Charaktere, angefangen von Izzi Amazing und ihrem tollpatschigen Assistenten Higgs, bis hin zu ihrem Wanderer Ahmed und all den anderen Charakteren, die man wohl aus den vorherigen Büchern kennt. Eine wirklich gute Mischung aus Spannung, immer wieder offenen Fragen, Witz und doch dem einen oder anderen Funken an Romance, was einem nicht direkt ins Gesicht gedrückt wird.
Die Tatsache, das sie ihr eigenes Buch verlassen und andere Buchwelten besuchen können mit zutun ihres Wanderers ist einfach interessant und bringt einem selbst die Frage: In welches Buch würde ich gerne mal eintauchen wollen?! Viel zu häufig hatte ich mich dabei erwischt. Selbst die Tatsache, das hier nur die älteren Werke benannt wurden, lässt es die eigene Fantasie einfach offen.

Trotzdem darf man das Buch der Wünsche nicht vergessen, welches nicht nur in der Zwillingswelt für derbe Probleme sorgt, sondern auch in der Welt der Bücher. So kann ich Cupido auch verstehen, das er gereizt und genervt ist. Doch wie sich Izzi und Higgs sich mit ihrer Autorin verstehen - es ist einfach herzlich!

Leider, und das muss ich als Neuling der Bücher von Mary E. Garner sagen, waren mir einige Handlungsstränge nicht direkt klar. So hätte ich gedacht, die Regeln des Bundes wären schärfer, um beide Welten zu schützen oder ähnliches. Wieso ich so denke, lasse ich dezent offen, da es sonst zu sehr spoilern würde.
Alles in Allem jedoch ein wirklich spannendes Buch, und ich finde das Cover wirklich passend für den Inhalt. Ebenfalls, das man auf verschiedene Buchfiguren trifft, die einem selbst mal ein Augenrollen oder ein "Oh wie süß" entlockt. Ob ich die vorherigen Bücher mal lesen würde? Bestimmt. Denn jetzt bin ich Neugierig, was zuvor alles geschehen ist und wieso es doch dieses Band gibt.

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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 21.04.2025

Gelungen, Spannend, wenn auch etwas langatmig am Anfang

Die Elite von Ashriver - Broken Lies
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Ich muss gestehen, ich kenne Band 1 der Reihe noch nicht, doch ich fand es super, dass man auch Band 2 völlig unabhängig lesen konnte und dennoch versteht, worum es geht. Auch mit den bekannten Figuren ...

Ich muss gestehen, ich kenne Band 1 der Reihe noch nicht, doch ich fand es super, dass man auch Band 2 völlig unabhängig lesen konnte und dennoch versteht, worum es geht. Auch mit den bekannten Figuren war es gar nicht so schwer, sie einzuordnen.
Aber hier geht's jetzt um "Broken Lies" - und dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen. Gut, mir ging am Anfang etwas auf dem Keks, wie oft wiederholt wurde, wie sehr Riley Ezra hasst. Wie sehr sie ihn nicht leiden kann. Wie sehr sie in diese Verbindung will um es allen, vor allem ihren Eltern, zu zeigen, das sie als Tierwandlerin der Stufe 1 es auch so schaffen kann.
Anders herum war es bei Ezra halt die Wiederholungen, das er nichts von ihr hielt. Das er sie nervig fand, hochnäsig oder sogar arrogant.
Doch das ändert sich im Laufe der Story. Bis man erfährt, wieso beide diesen Weg gehen, den sie gehen. Und man merkt, wie sehr sie sich brauchen, um ihren Weg weitergehen zu können. Dass sie sich gegenseitig helfen können.

Mir persönlich gefiel die Story an sich recht gut. Der Schreibstil war flüssig und gut zu verstehen. Wordbuilding, Idee - für mich passte alles soweit. Jedoch ging mit die Entwicklung, vor allem in Sache der Anziehung von Riley und Ezra, erst etwas schleppend und dann viel zu schnell. Klar, es baute sich die ganze Story weiter auf, doch es zog sich ein wenig wie Kaugummi. Auf der anderen Seite her vergingen die Tage zu schnell, die Sprünge waren für mich selbst nicht wirklich zu erfassen und verwirrte mich an einigen Stellen.
Wie geschrieben, meine Meinung dabei.
Die Idee an sich ist wirklich gelungen, und am Ende kam es auch zum Abschluss wobei noch immer Fragen offen bleiben, alleine durch den Epilog. Es bleibt spannend und ich für meinen Teil bin gespannt, wie es weiter geht - und vor allem, was in Band 1 passiert ist. Diesen habe ich hier jetzt liegen und gehe die Geschichte von Jade und Asher an.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Altes Japan trifft auf Alice im Wunderland

Hinter dem Zeitenspiegel
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... so oder so ähnlich könnte man "Hinter dem Zeitenspiegel" kurz und knackig beschreiben.

Okay, vielleicht auch etwas mit "InuYasha" vermischt, denn... anders als in der Manga- und Serien-Reihe ist es ...

... so oder so ähnlich könnte man "Hinter dem Zeitenspiegel" kurz und knackig beschreiben.

Okay, vielleicht auch etwas mit "InuYasha" vermischt, denn... anders als in der Manga- und Serien-Reihe ist es hier kein Brunnen, der als Tor ins längst vergangene Japan führt, sondern ein Spiegel.

Genauer gesagt ein alter Messingspiegel, den die junge Yuki im Antiquitätenladen "Rising Sun Emporium" gezeigt bekommt und der angeblich einst einer erfolgreichen Schriftstellerin gehörte.

Yuki fühlt sich einsam, vielleicht sogar missverstanden, da sie mit ihrer Mutter zu deren neuen Freund gezogen ist, und somit Freunde und eine gewohnte Umgebung verlassen musste. In der neuen Stadt kennt sie niemanden, Freunde findet sie auch nicht und so flüchtet sie sich in das, was ihr immer Freude bereitet: Dem Schreiben.

Sie liebt es, Geschichten, Lyrik und Briefe zu schreiben. Nicht digital, sondern per Hand. Den Stift selbst zu führen und der Geschichte selbst Form zu geben. Kaum einer interessiert sich für diese Leidenschaft wie Yuki es tut.

Um den Messingspiegel herum gibt es die Legende, das sich alle 100 Jahre ein Portal öffnet, welches einen in das alte Japan bringt. So kommt es natürlich, dass diese 100 Jahre genau jetzt verstreichen und sich das Portal für Yuki öffnet.

Im alten Japan lernt sie die ehemalige Besitzerin des Spiegels kennen: die berühmte japa­nischen Schrift­stellerin Sei Shonagon, welche in Yuki das Talent des Schreibens erkennt. Sie zeigt ihr die verschiedenen arten der Dichtkunst, gibt ihr Tipps und Ratschläge.

Yuki selbst findet dort direkte Zugehörigkeit, was etwas verrückt ist, immerhin liegen in Wahrheit einige Jahrhunderte dazwischen, wenn nicht sogar mehr.



Mein Fazit ist, dass es für Zwischendurch wirklich gut zu lesen ist. Für Jugendliche ab 14, die sich für die japanische Geschichte wirklich interessieren und so einen Einblick in die Dichtkünste erhaschen wollen, ist es auf jeden fall etwas. Für Ältere... an muss wirklich Lust darauf haben, es zu lesen. Rein kam ich ein wenig schwer, und auch in der Mitte verließ mich etwas die Motivation, weiter zu lesen, doch es hat sich wirklich gelohnt. Meiner Meinung nach hätten am ende noch ein, vielleicht zwei Kapitel mehr besser gepasst um einen glatten Abschluss zu finden. Für die, die jedoch ein schnelles Ende mögen oder wollen, wird das hier nicht sonderlich stören.

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Veröffentlicht am 29.02.2024

Ein Buch mit wichtigen Werten

Die Stadt der Schattenschläfer und die Melodie der Albträume
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Zu Beginn hatte mich das Cover sehr neugierig gemacht. Der Klappentext gab sein übriges dazu:
Ein rebellisches Mädchen, was die Nase voll hat von der Blasmusik, die es Tagein, Tagaus in Quedlingburg gespielt ...

Zu Beginn hatte mich das Cover sehr neugierig gemacht. Der Klappentext gab sein übriges dazu:
Ein rebellisches Mädchen, was die Nase voll hat von der Blasmusik, die es Tagein, Tagaus in Quedlingburg gespielt wird. Andere Musik? Keine Chance! Dabei ist sie ein Metal-Fan und würde nichts lieber, als endlich aus Quedlingburg raus zu kommen. Gemeinsam mit ihrer Gitarre, die sie heimlich im Schrank versteckt hält.

Elly hat die Nase voll und will einfach nur weg! Weg aus Quedlingburg, weg von dieser grässlichen Blasmusik. Doch erst das Auftauchen des neuen Musiklehrers Herr Hellborn, der sie mit anderen Kindern aus der Schule zusammenbringt, lernt sie, was Vertrauen und Zusammenhalt wirklich bedeutet. Gemeinsam lernen sie, über ihre eigenen Schatten zu springen und das Beste daraus zu machen, was vor ihnen liegt.
Wäre da nicht ein dunkles Geheimnis, welches schon seit viel zu langer Zeit in Vergessenheit geraten ist bis auf einige wenige Leute. Was hat es mit zwei ungewöhnlichen Trompeten auf sich? Und wieso hinterlässt Herr Hellborn ihr und ihren Freunden ein mysteriöses Notenheft, wo plötzlich Noten auftauchen wo vorher keine waren?
Ein Abenteuer mit wichtigen Werten, nicht nur für Klein, auch für ältere Leser geeignet.

Mir selbst hat das Buch an sich gefallen. Es gab hier und dort einige Passagen, die langatmig waren. Ebenso die plötzlichen Szenenwechsel zu anderen Personen und Locations. Man braucht etwas, um hineinzufinden, sobald man diese Hürde geschafft hat, ist es wirklich leicht, die Zusammenhänge zu verstehen. Zusätzlich gibt es immer mal wundervolle Illustrationen, die einem zusätzlich dabei helfen, sich die Geschichte vorzustellen.
Werte, wie Zusammenhalt, werden hier groß geschrieben. Daher fand ich ein Zitat wirklich passend, was auf jedes Alter, auf jeden Menschen zutrifft:
"Ich hab gar nichts beizutragen." - "Manchmal reicht es, wenn es jemanden gibt, der einfach gerne neben einem sitzt." (S. 55)

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Ein Buch mit Potential

Our Infinite Fates
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Das Buch von Laura Steven greift eine so alte und doch unergründliche Thematik auf, gibt ihr ein neues Ansehen. Die Frage darüber, ob die Seele sich an frühere Leben erinnert, und wenn ja, an wie viele ...

Das Buch von Laura Steven greift eine so alte und doch unergründliche Thematik auf, gibt ihr ein neues Ansehen. Die Frage darüber, ob die Seele sich an frühere Leben erinnert, und wenn ja, an wie viele oder welche Details.
Mich selbst interessiert diese Thematik schon sehr. Denn wieso erinnern sich manche an Orte oder Wege, die man vorher - oder im jetzigen Leben - noch nie besucht hatte? Wieso kamen einem Gerüche vertraut vor, die man zum ersten Mal wahrnimmt?

In "Our Infinite Fates" erleben wir diese Leben aus der sich von Evelyn. Oder Branwen. Oder Thiyya. Oder... Im Laufe von Jahrtausenden hatte sie viele Namen. Viele Leben, an denen sie sich nicht alle erinnern kann, sondern nur an ein halbes Dutzend. Vielmehr waren es sehr oft einfach Bilder, die auftauchen und wie Nebel wieder verschwinden.
Und in keinem wurde sie älter als fast Achtzehn. Nur in diesem, als Branwqen, will sie ihren achtzehnten Geburtstag erleben. Muss es. Muss überleben - um das Leben ihrer Schwester zu retten. Und ihre Angst wird immer größer, je näher dieser Tag heranrückt, denn jeder konnte Arden sein - Arden, derjenige, der sie in den vergangenen Leben getötet hatte. Oder den sie getötet hatte.
Arden, dessen Leben, dessen Seele mit der ihrer verbunden war.
Arden, derjenige, der anscheinend die ganze Wahrheit kannte, wieso all das immer wieder passierte. Wieso keiner von ihnen beiden je Achtzehn werden durfte.
Egal was Evelyn macht, er schweigt, selbst dann wenn es einen kurzen Moment gibt, wo er seine Mauern, seine Maske, fallen lässt. Zulässt, für einen Moment verletzlich zu sein.

Mir fiel es etwas schwer, in die Geschichte reinzukommen. Zu vieles auf einmal, bis das eigene Gehirn verstanden hat "Ah, das ist jetzt die eigentliche Storyline".
Für mich hat dieses Buch ein ganz großes Potential, denn vieles kam mir vor, als wäre es ein Biegen und Brechen eine Abfolge von verschiedenen Situationen/Leben zu sein, die als Zwischenkapitel reingepackt werden, ohne das irgendwo ein gewisser Zusammenhang besteht. Es gibt einem das Gefühl, den Faden des Buches in der Hand zu halten, und im gleichen Moment entrinnt es einem den eigenen Fingern.
Über den Schreibstil kann man sich streiten, klar. So flüssig wie es sich für mich gelesen hat, so schnell haben mich kleine Aspekte wie die Them/They-Bezeichnungen rausgebracht aus dem Lesefluss. Das Einwerfen von winzigen Momenten aus Erinnerungen Evelyn's, die manchmal so unverhofft kamen, das einem die Frage kam "Und wie passt das jetzt zusammen?". Zwar kommen diese Auflösungen später im Buch vor als Rückblick, doch in diesen Momenten nimmt es einem auch schon wieder die Vorfreude darauf, was passiert, obwohl man weiß, das es im Tod der Beiden enden wird.
Was mir ganz entscheidend hierbei fehlt: Ardens Sicht. Seine Gedanken. Seine Gefühle dabei.
Es ist jedoch nur Evelyn's Sicht, die wir hier lesen, und da fehlt mir einfach die andere Sichtweise bei. Zwar äußert sich Arden selbst in Gesprächen, aber das unausgesprochene, eben seine Gedanken, bleibt auf der Strecke. Vermutlich ist genau das das letzte Puzzleteil, was dieses Buch abgerundet hätte.

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