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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2025

Mitreißend

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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Das Ende war unnötig, das Bich hätte ein paar Kapitel früher enden sollen. Ansonsten hatte ich wie immer viel Spaß und es war spannend und unvorhersehbar. Allerdings etwas weniger nervenaufreibend als ...

Das Ende war unnötig, das Bich hätte ein paar Kapitel früher enden sollen. Ansonsten hatte ich wie immer viel Spaß und es war spannend und unvorhersehbar. Allerdings etwas weniger nervenaufreibend als die Housemaid Reihe.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Nicht so gut wie Band 1

Dirty Diana: Die Reise
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Dirty Diana 2, habe ich wie den ersten Band auch schon, als Hörbuch gehört. Die Hörbuchsprecherin macht das so toll! Allerdings konnte mich dieser Band nicht so sehr fesseln, wie der erste. Es passiert ...

Dirty Diana 2, habe ich wie den ersten Band auch schon, als Hörbuch gehört. Die Hörbuchsprecherin macht das so toll! Allerdings konnte mich dieser Band nicht so sehr fesseln, wie der erste. Es passiert nicht so viel und die Annäherung an Oliver nimmt mich thematisch jetzt auch nicht so mit. Ich hoffe, sie kommen nicht noch mal zusammen. Der Spice war wieder anregend, vor allem die Szenen mit ihrem Ex. An sich empfehlenswert, werde Band 3 auch noch hören oder lesen, denke ich.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Authentisch

Unter Grund
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"So kann sie in den Staub schreiben, was sie vergessen möchte. FRANKA schreibt sie mit dem Zeigefinger auf das Acryl, darunter NAZISCHLAMPE." (Unter Grund, S. 96)

In "Unter Grund" geht es um Franka, die ...

"So kann sie in den Staub schreiben, was sie vergessen möchte. FRANKA schreibt sie mit dem Zeigefinger auf das Acryl, darunter NAZISCHLAMPE." (Unter Grund, S. 96)

In "Unter Grund" geht es um Franka, die in das Dorf ihrer Kindheit und Jugend zurückkehrt, um sich ihrer Vergangenheit in der rechten Szene zu stellen. Das Buch erzählt, wie Franka dort hineingeraten ist, sich radikalisiert und vom Mitläufer zur Täterin wird.

Ich muss sagen, das Buch hat es mir nicht immer leicht gemacht. Am Anfang empfand ich es als zäh geschrieben. Ich fand nicht so recht hinein, dazu haben auch die nicht immer relevanten Szenen und die vielen Zeitsprünge, denen man aber in der Regel gut folgen kann, beigetragen. Irgendwann versteht man, wo das Buch hinwill, die Fäden führen zusammen und es liest sich besser bis gut.

Die Atmosphäre und die Charakterzeichnungen sind authentisch. Ich bin selbst in einem süddeutschen Dorf in dieser Zeit aufgewachsen und kann leider sagen, dass das genau so passt. Ich habe mich in meine Jugend zurückversetzt gefühlt und unsere "Dorfnazis" (dieser Begriff ist verharmlosend) und ihre Parolen vor mir gehabt. Gut fand ich auch die vielen Leerstellen, die Platz für eigene Gedanken und Interpretationen lassen.

Sehr gut gefallen haben mir auch die Zitathinweise und Erklärungen am Ende des Buches, in denen die Herkunft der rechten Ausdrücke und Symbole aufgezeigt und einige Begriffe erklärt werden.

Ich könnte mir das Buch gut als Schullektüre vorstellen, weil es eindrücklich zeigt, wie schnell man auf die schiefe Bahn geraten kann, auch wenn man einen guten Geschichtsunterricht genossen hat und weil es leider aktueller denn je ist. Allerdings steht dem der etwas zähe Einstieg ins Buch im Weg, ich sehe hier die Gefahr, dass die oft etwas lesefaulen Jugendlichen schnell demotiviert werden. 3,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Historischer Jugendroman mit Fantasyelementen

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Im Jahr 1884 lebt Inez Olivera bei ihrer Tante und ihren Cousinen Elvira und Amarantha in Buenos Aires. Ihre Eltern, die als Forscher arbeiten, verbringen den Großteil des Jahres in Ägypten. Inez sehnt ...

Im Jahr 1884 lebt Inez Olivera bei ihrer Tante und ihren Cousinen Elvira und Amarantha in Buenos Aires. Ihre Eltern, die als Forscher arbeiten, verbringen den Großteil des Jahres in Ägypten. Inez sehnt sich nach Abenteuern und träumt davon, eines Tages ihre Eltern begleiten zu dürfen. Doch dann erreicht sie die schockierende Nachricht vom Tod ihrer Eltern, und Inez macht sich heimlich auf den Weg nach Kairo zu ihrem Onkel, um mehr über die Umstände des Todes ihrer Eltern zu erfahren.

"What the River Knows. Geheimnisse des Nils" ist eher ein historisches Abenteuer- und Liebesdrama mit wenigen Fantasy-Elementen, was ihn auch für Einsteiger in dieses Genre geeignet macht. Das Magiesystem erschien mir jedoch nicht immer ganz nachvollziehbar, ich hätte mir etwas mehr Hintergrundinformationen gewünscht.

Besonders gut gefallen haben mir die Themen Kolonialismus, die Problematik gestohlener ägyptischer Kulturgüter und der Verlust des kulturellen Erbes für die Einheimischen. Ende des 19. Jahrhunderts waren Artefakte aus Ägypten sehr begehrt, Grabstätten wurden geplündert, und die Funde wurden nach Europa verschifft. Das passt hervorragend in die heutige Debatte über die Rückgabe dieser Schätze. Im Buch werden diese Plünderungen und Betrügereien eindrucksvoll dargestellt. Zudem fand ich die detailgetreue Beschreibung des Landes sehr gelungen. Der Vibe Ägyptens wurde gut eingefangen, und ich konnte mich wunderbar in die Szenerie versetzen.

Die Geschichte entwickelt sich anfangs sehr langsam, was mir stellenweise etwas zäh vorkam, und manchmal fehlte mir der rote Faden. Gegen Ende nimmt das Tempo jedoch kräftig an Fahrt auf, und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Inez ist eine starke Protagonistin, die für ihre Zeit sehr fortschrittlich ist, und ihre Entwicklung ist gut dargestellt. Allerdings wirkte sie auf mich manchmal zu naiv und unbedarft. Die Liebesgeschichte mit Whit konnte mich ebenfalls nicht wirklich berühren.

Trotzdem werde ich den zweiten Teil auf jeden Fall lesen, da mich das Ende neugierig gemacht hat und ich die Thematik rund um den Artefakthandel äußerst spannend finde. Insgesamt vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Zwiegespalten

Für immer
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"Und ich werde die Zeit anhalten, diesen Augenblick, in dieser Nacht, ich halte sie für euch an, genau diese Zeit." (S.313)

Von allen unbemerkt bleibt am 6. Juni die Zeit stehen, dann fällt auf, es kommen ...

"Und ich werde die Zeit anhalten, diesen Augenblick, in dieser Nacht, ich halte sie für euch an, genau diese Zeit." (S.313)

Von allen unbemerkt bleibt am 6. Juni die Zeit stehen, dann fällt auf, es kommen keine Babys mehr zur Welt und niemand stirbt. Die Natur wächst weiter, nur die Menschen stagnieren, die Haare hören auf zu wachsen, der Körper steht still.

In "Für immer" erleben wir diese Situation aus vielen verschiedenen PoV´s, es gibt zum Beispiel eine Kriegsfotografin, die einen Hirntumor hat, einen Vater, der sich auf sein Baby freut oder eine Angestellte in einem Bestattungsunternehmen, die ein Adrenalinjunkie ist und Extremsport betreibt.

Diese vielen Sichtweisen haben mir den Einstieg ins Buch etwas erschwert, ich habe recht lange gebraucht, bis ich in der Handlung angekommen war. Dann fand ich es sehr interessant, wie die einzelnen Menschen mit dieser unwirklichen Situation umgehen, inwieweit sie ihr Leben beeinflusst und was sich gesellschaftlich verändert.

Leider fand ich die Gedanken wie es zu diesem Zeitstillstand kommt und die Lösung dazu irgendwie unausgereift und unbefriedigend. Hätte die Autorin das ganz weglassen und den Zeitstillstand als Tatsache dargestellt, wäre es wahrscheinlich besser gewesen.

Fazit: Interessante Prämisse mit Schwächen in der Umsetzung. 3,5/5 Sterne

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