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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2024

Emotional fesselnd, aber mit einem Hauch zu viel Dramatik

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
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"Alles, was ich geben kann" von Rebecca Yarros war mein erstes Buch der Autorin und es hat mich emotional tief berührt. Die Autorin schreibt flüssig und versteht es, die Charaktere lebendig und nachvollziehbar ...

"Alles, was ich geben kann" von Rebecca Yarros war mein erstes Buch der Autorin und es hat mich emotional tief berührt. Die Autorin schreibt flüssig und versteht es, die Charaktere lebendig und nachvollziehbar zu gestalten. Besonders der Perspektivwechsel zwischen der Hauptfigur Ella und Beckett, dem männlichen Protagonisten, verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe.

Die Handlung selbst ist extrem emotional: Ella erlebt eine Schicksalsschlag nach dem anderen, und jedes Mal, wenn man denkt, es kann nicht schlimmer kommen, wird es noch dramatischer. Hier liegt auch mein einziger Kritikpunkt: Die vielen aufeinanderfolgenden Tragödien wirken an einigen Stellen etwas übertrieben und leicht unglaubwürdig, da es schwer vorstellbar ist, dass so viel Leid einer einzigen Person widerfährt.

Dennoch zieht die Geschichte einen in ihren Bann, nicht zuletzt dank der romantischen Momente, die das Buch trotz der schweren Themen immer wieder auflockern. Insgesamt ließ sich das Buch gut und schnell lesen, und ich habe die emotionale Tiefe und die romantische Entwicklung sehr gut gefunden. Trotz der etwas übertriebenen Dramatik bleibt es eine bewegende und lesenswerte Geschichte.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Alltagstaugliche Familienrezepte und sinnvolle Tipps

Cooking for Family
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Mit Cooking for Family von Julia Lanzke ist für mich ein Kochbuch in meine Küche eingezogen, das eigentlich viel mehr ist als eine bloße Rezeptsammlung. Die Autorin, die auch den Blog mamiblock.de betreibt, ...

Mit Cooking for Family von Julia Lanzke ist für mich ein Kochbuch in meine Küche eingezogen, das eigentlich viel mehr ist als eine bloße Rezeptsammlung. Die Autorin, die auch den Blog mamiblock.de betreibt, verspricht stressfreies Kochen im Familienalltag und genau das habe ich beim Lesen und Nachkochen auch empfunden.
Schon die Aufmachung hat mich begeistert: Das Buch ist sehr gut gegliedert und wunderbar übersichtlich. Zu jedem Rezept gibt es ansprechende Bilder, die sofort Lust machen, den Kochlöffel zu schwingen. Ich habe mich beim Durchblättern direkt gut abgeholt gefühlt. Besonders positiv finde ich, dass es eben kein klassisches Kochbuch ist, das nur Zutatenlisten und Zubereitungsschritte aneinanderreiht. Stattdessen bietet es durchdachte Ideen für Wochenpläne, clevere Organisationshilfen und viele praxisnahe Ratschläge, wie man das Kochen im turbulenten Familienalltag sinnvoll strukturiert.
Die Rezepte selbst sind bewusst einfach gehalten, was ich sehr angenehm fand. Endlich einmal kein Buch, das mit exotischen Zutaten um sich wirft, bei denen ich erst einmal recherchieren müsste, in welchem Regal des Supermarktes ich sie überhaupt finde. Stattdessen bodenständige, alltagstaugliche Gerichte, die trotzdem abwechslungsreich sind. Mir haben besonders die Varianten und Abwandlungen gefallen. Nicht jedes Familienmitglied mag schließlich exakt dasselbe und hier bietet das Buch flexible Lösungen. Auch die Ideen zur Resteverwertung und der Vorrats-Guide sind echte Pluspunkte, die nicht nur Geld, sondern auch Nerven sparen.
Allerdings habe ich einen kleinen Kritikpunkt: Für manche könnten die Rezepte fast zu simpel sein. Für mich war die Einfachheit absolut passend, aber beim Rezept zum Kochen von Eiern war bei mir tatsächlich die Grenze erreicht. Ein gewisses Grundwissen setze ich dann doch voraus. Dennoch überwiegt für mich klar der praktische Nutzen.
Mein Fazit: Dieses Buch ist ein rundum gelungenes Gesamtpaket. Es ist nicht nur ein Kochbuch, sondern auch ein Ratgeber für entspannteres Familienleben. Wer unkomplizierte, machbare Rezepte sucht und gleichzeitig Struktur in den Essensalltag bringen möchte, wird hier definitiv fündig.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Humorvoll, überraschend und mit kleinem Haken

Paul bekommt kein Kätzchen
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Mit Paul bekommt kein Kätzchen ist dem Autorentrio Bernhard Hoëcker, Eva von Mühlenfels und Angela Glökler ein Kinderbuch gelungen, das ich mit gemischten, aber überwiegend positiven Gefühlen aus der Hand ...

Mit Paul bekommt kein Kätzchen ist dem Autorentrio Bernhard Hoëcker, Eva von Mühlenfels und Angela Glökler ein Kinderbuch gelungen, das ich mit gemischten, aber überwiegend positiven Gefühlen aus der Hand gelegt habe. Als Bilderbuch für Kinder ab vier Jahren verspricht es schon im Klappentext Witz, Überraschungen und ein tolles Vorleseerlebnis – und genau das bekommt man auch.
Besonders begeistert haben mich die wunderschön gestalteten Illustrationen. Auf jeder Seite gibt es viel zu entdecken, kleine Details, schräge Nebenhandlungen und liebevolle Zeichnungen, die das gemeinsame Betrachten zu einem Erlebnis machen. Dass plötzlich eine Ziege in Pauls Kinderzimmer steht, ist herrlich absurd und sorgt bei Kindern garantiert für lautes Gelächter. Diese schrägen Momente sind es, die das Buch von vielen anderen Bilderbüchern abheben.
Spannend finde ich zudem die gebrochene Erzählebene: Der Erzähler spricht direkt mit Paul, diskutiert mit ihm und verliert gelegentlich die Kontrolle über die Geschichte. Das ist klug und sehr humorvoll gemacht. Allerdings habe ich mich beim Vorlesen gefragt, ob wirklich jedes Kind diese Metaebene sofort versteht. Hier ist definitiv Vorlesetalent gefragt, damit die unterschiedlichen Stimmen klar werden und die Kinder folgen können. Mit etwas Einsatz entsteht dafür ein wunderbar lebendiger Dialog.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt für mich das Thema, dass ein Kätzchen in einer Zoohandlung „geholt“ werden soll. Das empfinde ich nicht ganz zeitgemäß. Zwar wird das Kätzchen letztlich nicht dort gekauft, doch die Ausgangsidee hinterlässt bei mir einen leicht kritischen Beigeschmack.
Mein Fazit: Ein ganz süßes, originelles Kinderbuch mit tollen Illustrationen und viel Humor – nur das Motiv des Tierkaufs in der Zoohandlung hätte sensibler gelöst werden können.

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Eine Reise durch Paris zwischen Sehnsucht und Ankommen

Die Suche nach Zuhause
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Beim Lesen von „Die Suche nach Zuhause“ hatte ich oft das Gefühl, direkt mit ihr an einem kleinen Pariser Café-Tisch zu sitzen. Sie beschreibt sehr nachvollziehbar diese Zerrissenheit, die man in den Zwanzigern ...

Beim Lesen von „Die Suche nach Zuhause“ hatte ich oft das Gefühl, direkt mit ihr an einem kleinen Pariser Café-Tisch zu sitzen. Sie beschreibt sehr nachvollziehbar diese Zerrissenheit, die man in den Zwanzigern oder frühen Dreißigern spüren kann – wenn vieles im Leben noch möglich ist, aber die großen Fragen wie „Wo gehöre ich hin?“ und „Was möchte ich aus meinem Leben machen?“ unbeantwortet bleiben. Gerade wenn man selbst in einer ähnlichen Lebensphase steckt, hilft es, die eigenen diffusen Gedanken in ihren klaren Worten wiederzufinden. Besonders gelungen finde ich, wie sie die Atmosphäre von Paris einfängt. Allerdings fehlte mir manchmal ein roter Faden: Die Erlebnisse reihen sich oftmals eher lose aneinander, ohne dass eine richtige Handlung entsteht. Mir ist bewusst, dass es hier nicht um Spannung, sondern um persönliche Eindrücke geht – dennoch plätscherte manches etwas dahin. Wer jedoch Lust auf eine ruhige, nachdenkliche Parisreise im Kopf hat, für den ist dieses Buch super geeignet.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Tolle Inspirationen mit kleinen Abstrichen

Terrassen-Traum
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Ich habe "Terrassen-Traum" von Katharina Linthe mit großen Erwartungen gelesen, da mich das Thema Terrassengestaltung sehr interessiert. Der Klappentext versprach inspirierende Ideen, kreative DIY-Projekte ...

Ich habe "Terrassen-Traum" von Katharina Linthe mit großen Erwartungen gelesen, da mich das Thema Terrassengestaltung sehr interessiert. Der Klappentext versprach inspirierende Ideen, kreative DIY-Projekte und wertvolle Tipps zur Planung und Bepflanzung, um die eigene Terrasse in eine Wohlfühloase zu verwandeln. In vielerlei Hinsicht hat das Buch diese Erwartungen auch erfüllt, wenn auch mit einigen Überraschungen.
Gleich zu Beginn wird auf verschiedene Terrassenformen eingegangen. Besonders gut gefallen hat mir, dass diese anhand von Grundrissen von oben dargestellt wurden. So konnte man sich die verschiedenen Konzepte besonders gut vorstellen. Gerade für kleinere Gärten bzw. Terrassen mit wenig Platz bietet das Buch Gestaltungsideen, um Gemütlichkeit und Funktionalität zu vereinen. Auch die Themen Beleuchtung, Sichtschutz und Beschattung der Terrasse werden behandelt. Sehr nützlich, das wäre mir zu Beginn erstmal gar nicht in den Sinn gekommen.
Was mich allerdings überrascht hat, war der hohe Anteil an Pflanzen- und Bepflanzungstipps. Ungefähr die Hälfte des Buches widmet sich diesem Thema, insbesondere der Bepflanzung von Kübeln. Zwar ist das logisch, da Kübel oft in Terrassennähe stehen, aber aufgrund des Titels hätte ich mir eine noch tiefere Auseinandersetzung mit der eigentlichen Terrassengestaltung gewünscht. Gerade in Bezug auf Terrassenformen und deren konkrete Umsetzung blieben die Erklärungen stellenweise etwas oberflächlich.
Dennoch bietet "Terrassen-Traum" einen tollen Überblick und ist dank der vielen ansprechenden Bilder ein inspirierender Ratgeber. Die dargestellten Gestaltungsideen sind modern, oft in den Farben Grau, Weiß und Schwarz gehalten. Wer eher auf Bauern- oder Landhausgärten steht, wird hier weniger fündig, auch wenn sich einige Tipps sicher darauf übertragen lassen.
Alles in allem ein lesenswertes Buch für alle, die nach Gestaltungstipps suchen. Wer allerdings eine tiefgehende Auseinandersetzung mit dem Thema Terrassengestaltung erwartet, könnte sich etwas mehr Details wünschen. Trotzdem war es eine schöne Inspiration und eine angenehme Abwechslung an grauen Tagen!

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