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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Langweilig und zäh

Jade City - Familie ist Pflicht
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Seit Jahrhunderten ist die Insel Kekon Zuhause der Grünblutkrieger, denen die Jade Stärke und Macht verleiht. Zwei Grünblutclans beherrschen die Insel und kämpfen um deren Vorherrschaft. Als der Streit ...

Seit Jahrhunderten ist die Insel Kekon Zuhause der Grünblutkrieger, denen die Jade Stärke und Macht verleiht. Zwei Grünblutclans beherrschen die Insel und kämpfen um deren Vorherrschaft. Als der Streit zwischen den Clans eskaliert, ist ganz Kekon in Gefahr. Wer wird in diesem blutigen Jadekrieg die Vorherrschaft gewinnen?

Dieses Buch hat mich einige Nerven gekostet und ich habe mehrfach überlegt die Geschichte endgültig abzubrechen. „Jade City“ ist der Auftakt einer Trilogie um die Grünblutkrieger von Kekon, die mit Hilfe der Jade unglaubliche Macht ausüben können. Nur auf dieser Insel sind die Menschen gegenüber der Jade so empfänglich, ohne deren Nebenwirkungen ausgesetzt zu sein. Die beiden Clans der Insel das Bergvolk und No-Peak stehen in ständiger Rivalität um die Bezirke der Stadt und deren Jadevorkommen. Die Geschichte wird aus der Perspektive der Familie Kaul erzählt, die No-Peak vorsteht. Die Grundstory und auch das Worldbuilding haben mir gut gefallen. Leider konnte ich zu keinem der Charaktere wirkliche Sympathie aufbauen. Das größte Problem, welches ich mit der Geschichte hatte, war jedoch die fehlende und damit zähe Handlung. In mehr als 600 Seiten geht es nur um politische Schachzüge und Straßenkämpfe, als würde ich einen Fantasypolitthriller lesen nur ohne die spannenden Elemente. Am Ende kann ich nicht mal sagen, warum ich mich bis zum Ende durchgequält habe. Vielleicht war es die Hoffnung auf eine spannende und clevere Wendung am Ende, die ich auch nicht bekommen habe. Ich werde die Reihe sicher nicht weiterverfolgen und kann sie leider auch nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Schlechte Übersetzung, unlogische Charaktere

Morbidly Yours
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Lark versucht nach dem Tod ihres Ehemannes ein neues Leben in Irland zu beginnen. Ihr neuer Nachbar Callum ist schüchtern und zurückhaltend und leitet das örtliche Bestattungsunternehmen direkt nebenan. ...

Lark versucht nach dem Tod ihres Ehemannes ein neues Leben in Irland zu beginnen. Ihr neuer Nachbar Callum ist schüchtern und zurückhaltend und leitet das örtliche Bestattungsunternehmen direkt nebenan. Zwischen den Beiden entwickelt sich schnell eine Freundschaft, doch der Liebe hat Lark ein für alle Mal abgeschworen. Schade eigentlich, denn Callum braucht unbedingt eine Ehefrau, sonst fällt das Familienunternehmen in die Hände seines abwesenden Vaters, der er so schnell wie möglich zu Geld machen möchte.

Ich würde diese Rezension gerne in 2 verschiedene Abschnitte unterteilen. Einerseits muss ich natürlich den Inhalt und die Charaktere bewerten, andererseits fällt es mir äußerst schwer den Schreibstil der Autorin zu bewerten, da die Übersetzung des Originals hier einfach absolut schiefgelaufen ist. Aber fangen wir erstmal mit Punkt eins an.

Lark ist von Anfang bis Ende der Geschichte eine wandelnde „Red Flag“. Durch den traumatischen Verlust ihres Ehemannes gesteht sie sich selbst keine echte Beziehung zu und hat einiges an Schuldgefühlen zu verarbeiten. Dies führt jedoch dazu, dass sie Callum ausnutzt, obwohl sie über seine Gefühle Bescheid weiß. Callum war für mich ein kleiner Lichtblick in der Geschichte. Es ist wirklich ein netter und fürsorglicher Mensch, dem die Arbeit als Bestatter auf den Leib geschneidert ist. Er wird von Lark am Anfang der Geschichte als asexuell klassifiziert, was ich absolut unpassend finde und überhaupt nicht zum Rest des Buches passt (demisexuell passt hier sehr viel besser). Leider verhält sich Callum, der als schüchtern bezeichnet wird im Verlauf der Geschichte völlig unpassend zu seinem Charakter, was mir leider gar nicht gefallen hat. Es gab einige Szenen in der Geschichte, die für mich dadurch unlogisch wurden. Und auch den überraschend großen Anteil an Spice habe ich aufgrund von Callums Charakter nicht erwartet. Auch mit der Auflösung des Ganzen am Ende war ich leider nicht zufrieden. Inhaltlich würde ich die Geschichte also eher mit 2-3 Sternen bewerten.

Nun jedoch zum zweiten Punkt meiner Rezension: der Schreibstil/die Übersetzung. Letztlich kann die Autorin selbst nichts für die Qualität der Übersetzung ihres Buches. Trotzdem hat dies natürlich einen großen Einfluss auf das Leseerlebnis. „Morbidly Yours“ ist tatsächlich das erste Buch, welches ich jemals gelesen habe (und ich lese sehr viel) bei dem mir die Übersetzung so unglaublich negativ aufgefallen ist. Klammern wir dabei aus, dass natürlich viel Humor verloren geht, wenn man versucht, irisch/amerikanische Wortwitze ins deutsche zu übertragen. Es wurden Wörter in der Übersetzung benutzt, die im deutschen kaum bis gar keine Verwendung finden. Außerdem wurden einige Anglizismen verwendet, die umgangssprachlich durchaus gebräuchlich sind, die für mich in einem geschriebenen Text jedoch nichts zu suchen haben, z.B. jinxen, strange oder weird. Oder es wurden direkt Sätze verwendet, die absolut gar keinen Sinn ergaben. Ich kann nur vermuten, dass die Übersetzer entweder einen ganz miesen Job gemacht haben oder dass hier eine KI zur Erleichterung der Arbeit verwendet wurde (das ist rein spekulativ).

Allein durch die Übersetzung hatte ich große Probleme in die Geschichte zu finden und empfand das Lesen als wirklich anstrengend. Leider konnten mich die Story und auch die Charaktere mit Ausnahme von Callum ebenfalls nicht überzeugen. Wirklich sehr schade, da die Geschichte ein Menge Potenzial hatte.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Enttäuschend

Der erste letzte Tag
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Ich muss leider sagen, dass Herr Fitzek und ich wohl nicht auf einer Wellenlänge liegen, was Humor und Schreibstil betrifft. Dieses ist bereits das zweite Buch des Autors, welches ich zur Hand genommen ...

Ich muss leider sagen, dass Herr Fitzek und ich wohl nicht auf einer Wellenlänge liegen, was Humor und Schreibstil betrifft. Dieses ist bereits das zweite Buch des Autors, welches ich zur Hand genommen habe, auch wenn es das erste ist, welches ich beendet habe (aber nur ganz knapp). Nachdem ich mich an einem seiner Thriller versucht habe, musste ich feststellen, dass mir seine Bücher zu detailliert und brutal sind. Da jedoch viele Leser von seinen Büchern schwärmen, habe ich mich an seiner Kein-Thriller-Reihe versucht, um eine andere Facette des Autors kennen zu lernen. Doch leider gab es auch hier kein passendes Match zwischen uns.

Worum geht es in der Geschichte? Livius und Lea mieten sich unfreiwillig zusammen ein Auto, um von München nach Berlin zu fahren, da ihr Flug ausgefallen ist. Lea macht den Vorschlag so zu tun, als wäre dieser Tag ihr letzter auf Erden, während sich Livius recht unfreiwillig daran beteiligt. Dies führt zu einigen kuriosen Situationen, die die Fahrt nach Norden deutlich erschweren. Zum einen mochte ich Lea als Charakter absolut nicht. Die Art und Weise wie sie mit ihren Mitmenschen umgeht und sich über sie hinwegsetzt, empfand ich als absolut nervtötend. Livius konnte bei mir hingegen einiges an Mitleid wecken. Das er mit Lea als Beifahrerin nicht den Verstand verloren oder sie postwendend an der Raststätte ausgesetzt hat, werte ich als herausragende Leistung. Ich hätte das wohl nicht geschafft. Leider hat mir auch der Schreibstil nicht gefallen. Platte Witze und abgedroschene Lebensweisheiten haben es mir echt schwer gemacht durch die Handlung zu kommen.

Letztlich ist es zwar sehr schade, aber nach diesem erneuten Fehlversuch werde ich wohl kein weiteres Buch des Autors mehr lesen. Sebastian Fitzeks Bücher sind wohl einfach nicht mein Fall.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Spielsucht

Der Spieler
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Alexéj ist als Hauslehrer beim General beschäftigt, während dessen Familie einen Ausflug nach Roulettenburg unternimmt. Während ihres Aufenthaltes hofft der beinahe mittellose General auf das Ableben seiner ...

Alexéj ist als Hauslehrer beim General beschäftigt, während dessen Familie einen Ausflug nach Roulettenburg unternimmt. Während ihres Aufenthaltes hofft der beinahe mittellose General auf das Ableben seiner Tante, um sie zu beerben. Doch alles kommt anders, als die Tante selbst in dem Kurort auftaucht und das Roulette für sich entdeckt.

„Der Spieler“ ist eines von Dostojewskis kürzeren Werken und beleuchtet die Hintergründe der Spielsucht auf vielfältige Weise. Zuerst einmal muss ich anmerken, dass meine Ausgabe der Geschichte aus dem Jazzybee Verlages leider voller Rechtschreibfehler war. Ich würde also auf jeden Fall eine andere Ausgabe des Buches empfehlen. Die Geschichte selbst konnte mich leider nicht wirklich unterhalten. Den Auftritt der Tante in Roulettenburg und das folgende Glücksspiel waren der einzig unterhaltsame Aspekt der Geschichte. Mich störten vor allem die Beziehungen zwischen den Hauptcharakteren, insbesondere ihren sehr voreiligen Gebrauch des Wortes Liebe. Letztlich verfolgte fast jeder Charakter seine eigenen hauptsächlich durch Gier motivierten Ziele. Die beinahe manische Zuneigung von Alexéj zu Polina konnte ich besonders wenig nachvollziehen, da sie sich durchgehend bösartig ihm gegenüber äußert und verhält. Auch die diversen Klischees, die den Russen, Franzosen, Deutschen etc. angedichtet wurden, fand ich unerträglich. Es mag vielleicht daran liegen, dass der Erscheinungstermin dieses Romans einige Jahrzehnte zurückliegt, doch ich konnte leider mit der Geschichte nicht allzu viel anfangen.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Nicht das, was ich von einem weihnachtlichen Buch erwarte

Weihnachtshaus
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Zwei Freundinnen, die zusammen ein Café betreiben, haben den Traum irgendwann einmal Weihnachten in ihrem kleinen Haus auf dem Land zu feiern. Jedoch ist das Haus mehr als renovierungsbedürftig, sodass ...

Zwei Freundinnen, die zusammen ein Café betreiben, haben den Traum irgendwann einmal Weihnachten in ihrem kleinen Haus auf dem Land zu feiern. Jedoch ist das Haus mehr als renovierungsbedürftig, sodass dieser Traum in weite Ferne gerückt ist. Doch manchmal braucht es nur ein wenig Hilfe, damit Träume wahr werden können.

Ich muss sagen, dass ich leider von Beginn an nicht mit dem Schreibstil der Autorin warm geworden bin. Die Sätze sind kurz und voller Kommata und Wiederholungen. Allein den Namen Lilli habe ich so oft gelesen, dass es meine Nerven ziemlich strapaziert hat. Auch die Grundstimmung der Geschichte war sehr deprimierend. Der Tod ihres Mannes macht der Erzählerin (die leider keinen Namen hat) auch nach Jahren noch sehr zu schaffen. Gerade die Weihnachtszeit ist für sie sehr hart. Es gibt einige Situationen, in denen sie etwas Hoffnung schöpft, doch im Allgemeinen ist sie eher negativ und schleppt sich von Tag zu Tag durch die Vorweihnachtszeit. Das Buch hat mich emotional so runtergezogen, dass ich froh war, als die 111 Seiten endlich gelesen waren. Wer ein aufmunterndes, hoffnungsvolles Weihnachtsbuch sucht, sollte um diese Geschichte einen großen Bogen machen.

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