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Veröffentlicht am 02.02.2025

Schwarzer Humor und skurrile Charaktere

Bunny McGarry und der Mann mit dem Allerweltsgesicht
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Paul arbeitet ehrenamtlich in einem Pflegeheim und leistet den alten Menschen dort Gesellschaft, die ihn nicht selten für einen ihrer lieben Angehörigen halten. Als er Bridget, einer der Pflegekräfte dort, ...

Paul arbeitet ehrenamtlich in einem Pflegeheim und leistet den alten Menschen dort Gesellschaft, die ihn nicht selten für einen ihrer lieben Angehörigen halten. Als er Bridget, einer der Pflegekräfte dort, einen Gefallen tun will, wird er jedoch von dem schwer kranken Herrn, den er aufmuntern wollte, mit einem Messer attackiert, kurz bevor der alte Herr seinen letzten Atemzug tut. Doch dies bleibt nicht der einzige Anschlag auf sein Leben. Kurz danach wird er erneut von zwielichtigen Gestalten verfolgt, die ihn ermorden wollen. Paul muss herausfinden, warum jemand so nach seinem Leben trachtet. Dabei bekommt er ungewollte Hilfe von Bridget, die zu viele Krimis gelesen hat und einem ehemaligen Polizisten, der es faustdick hinter den Ohren hat.

„Bunny McGarry und der Mann mit dem Allerweltsgesicht“ ist das erste Buch des Autors, welches ich gelesen habe. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und trifft mit seinem Sarkasmus genau meinen Humor. Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, sodass der Leser nicht nur Einblick in Paul, sondern auch die polizeilichen Ermittlungen bekommt. Die Charaktere sind schon alle ein wenig skurril und zwielichtig, vielleicht mit Ausnahme von Bridget, die der gesetzestreuste Charakter der Geschichte ist, aber eindeutig zu viele Krimis gelesen hat, um sich aus den Ermittlungen rauszuhalten. Mir Bunny als ehemaligen Polizisten vorzustellen ist mir sehr schwergefallen, da er für mich deutlich mehr Eigenschaften eines Gangsters aufweist. Die Handlung selbst ist spannend und wenig vorhersehbar, was ich an einem Krimi besonders schätze. Insgesamt konnte mich die Geschichte also gut unterhalten und ist auf jeden Fall eine Empfehlung für diejenigen, die etwas skurrile Charaktere zu schätzen wissen.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Tod des Pianisten

Lady Arrington und die tödliche Melodie
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Erneut kehrt Krimiautorin Mary Arrington auf das Kreuzfahrtschiff Queen Anne zurück, um ihre Freunde wiederzutreffen und die kulturellen Angebote des Schiffes zu genießen. Doch bereits zu Beginn ihres ...

Erneut kehrt Krimiautorin Mary Arrington auf das Kreuzfahrtschiff Queen Anne zurück, um ihre Freunde wiederzutreffen und die kulturellen Angebote des Schiffes zu genießen. Doch bereits zu Beginn ihres Aufenthaltes wird ihre Freude über die Reise je unterbrochen als der Pianist das Konzert mit einem falschen Lied unterbricht und die Sängerin demütigt. Nur wenig später wird der Pianist erstochen aufgefunden, an seine Brust geheftet, die falschen Noten aus dem Konzert. Während Mary und der Kapitän versuchen den Mord aufzuklären, versucht der Schiffsarzt auf Anweisung des Schiffseigners alles, um Beweise verschwinden zu lassen und den Mord zu vertuschen.

Wir kehren zurück auf das Kreuzfahrtschiff Queen Anne, dieses Mal auf eine Fahrt in den Norden. Bereits nach dem ersten Abend auf dem Schiff geschieht ein Mord, sodass Mary erneut die Ermittlungen aufnimmt. Dieses Mal wird sie jedoch durch den Kapitän unterstützt, der seit dem letzten Vorfall auf dem Schiff deutlich zugänglicher geworden ist. Trotz der Gegenwehr des Schiffarztes und unter Androhung seiner Kündigung versucht der Kapitän Mary bei ihren Ermittlungen zu unterstützen. Der Kriminalfall war sehr interessant und spannend gestaltet, nur das Ende konnte mich nicht vollends überzeugen. Trotzdem mochte ich es sehr, wie Mary den Mörder ermittelt hat. Ich werde die Reihe über Lady Arrington auf jeden Fall weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Gelungener Auftakt der Reihe

Lady Arrington und der tote Kavalier
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Mary Elizabeth Arrington, 63 Jahre alt und gefeierte Krimischriftstellerin, ist verzweifelt, denn sie steckt in einer gehörigen Schreibblockade. Um ihrem Alltag zu entfliehen und sich neue Ideen für ihre ...

Mary Elizabeth Arrington, 63 Jahre alt und gefeierte Krimischriftstellerin, ist verzweifelt, denn sie steckt in einer gehörigen Schreibblockade. Um ihrem Alltag zu entfliehen und sich neue Ideen für ihre Bücher zu holen, bucht sie eine Reise auf einem riesigen Luxuskreuzfahrtschiff, der Queen Anne. Kaum dort angekommen, passiert ein Unglück, welches sofort Marys Neugier weckt. Auf dem Eröffnungsball stirbt ein Crewmitglied direkt auf der Tanzfläche. Mary glaubt nicht an die Theorie eines Herzinfarktes und nimmt selbst Ermittlungen auf, unterstützt durch einige Mitglieder der Crew. Doch Mary begibt sich auf der Suche nach dem Mörder in große Gefahr, denn dieser scheut nicht davor zurück einen weiteren Mord zu begehen.

„Lady Arrington und der tote Kavalier“ ist der Auftaktband einer Reihe um Mary Arrington, eine gefeierte Krimischriftstellerin. Die Kulisse für ihre Ermittlungen bildet das wundervolle Kreuzfahrtschiff Queen Anne, welches eine hoheitsvolle Atmosphäre bildet. Die Reihe ist ein meisterhaftes Beispiel für Cosy Crime und konnte mich mit ihrem britisch angehauchten Schreibstil direkt unterhalten. Besonders Lady Arrington mochte ich vom ersten Streitgespräch mit ihrem Lektor an. Auch die unterhaltsamen und etwas skurrilen Nebencharaktere waren sehr interessant insbesondere Uwe Ponger, Honey Hot und einige weitere Passagiere des Luxusdampfers. Aber auch den Kapitän, der mit Mary einiges durchmachen muss, mochte ich sehr. Insgesamt hat mich die Geschichte gut unterhalten, auch wenn mir das Ende ein wenig zu konstruiert war. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und erhoffe mir noch einige spannende Ermittlungen mit Lady Mary Arrington.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Die Legende von Graf Dracula

Hunting Prince Dracula
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Nach den schockierenden Ereignissen um die Morde von Jack the Ripper reisen Audrey Rose Wadsworth und Thomas Cresswell zusammen nach Rumänien, um an einer der besten Schulen für Gerichtsmedizin in die ...

Nach den schockierenden Ereignissen um die Morde von Jack the Ripper reisen Audrey Rose Wadsworth und Thomas Cresswell zusammen nach Rumänien, um an einer der besten Schulen für Gerichtsmedizin in die Lehre zu gehen. Doch bereits auf dem Weg dorthin stolpern Audrey Rose und Thomas über die erste Leiche, dessen Körper mit einem Pflock durchstoßen wurde. Und dies wird nicht der einzige grauenhafte Mord gewesen sein. Die Gerüchte, dass Graf Dracula höchst persönlich auferstanden ist, halten sich hartnäckig. Können Thomas und Audrey den Täter aufhalten, bevor er noch mehr Menschen ermordet?

„Hunting Prince Dracula“ ist der zweite Band der Reihe um Audrey Rose und Thomas. Audrey Rose ist nach den Ereignissen des ersten Bandes nicht mehr dieselbe. Sie hadert sehr mit dem Verlust ihres Bruders und den Umständen seines Todes. Selbst Leichen zu sehen, geschweige denn sie zu obduzieren bringt sie an ihre Grenzen. Thomas versucht sie dabei zu unterstützen, benimmt sich dabei aber oft eher unsensibel ihr gegenüber. Seine Handlungen haben in diesem Buch nicht nur Audrey zur Verzweiflung gebracht, auch ich musste einige Male die Augen verdrehen, auch wenn er nur die besten Absichten dafür hatte. Ich mag es trotzdem, wie sich die Beziehung der Beiden entwickelt. Audrey gesteh sich zwar ihre Gefühle für ihn ein, trotzdem setzt sie Grenzen, was ihre Selbstbestimmtheit betrifft. Dieses Verhalten mochte ich sehr.

Noch mehr als im ersten Band hatte ich jedoch mit dem sprunghaften Schreibstil der Autorin zu kämpfen. Sie wechselt sehr schnell von einem ruhigen geradezu intimen Moment, zu einer rasanten Szene und wieder zurück. Viele spannende Szenen werden mir dagegen zu schnell abgehandelt, was dieses Mal vor allem das Ende des Buches betrifft. Trotzdem konnte mich die Geschichte gut unterhalten und passt auf jeden Fall in diese herbstliche, düstere Jahreszeit.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Für die Wahrheit

Honesty. Was die Wahrheit verbirgt
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Seit einem großen Krieg, der unzählige Leben gekostet hat, ist die neue Gesellschaft auf vollständige Transparenz und Wahrheit ausgelegt. Zu diesem Zweck überwacht nicht nur eine KI namens AISS die Bevölkerung, ...

Seit einem großen Krieg, der unzählige Leben gekostet hat, ist die neue Gesellschaft auf vollständige Transparenz und Wahrheit ausgelegt. Zu diesem Zweck überwacht nicht nur eine KI namens AISS die Bevölkerung, zusätzlich dazu nimmt auch jeder Einwohner ein Medikament, dass Emotionen und Lügen unterdrückt. Nur Mae scheint trotz Einnahme des Medikamentes weiterhin alle verbotenen Emotionen zu fühlen. Sollte jemand sie überführen, droht ihr ein Ausschluss aus der Gesellschaft. Als Mae in ein Partnerschaftsprogramm der Regierung gesteckt wird, wird die Gefahr enttarnt zu werden immer größer. Mae tut alles, um nicht aufzufallen, doch einer der Teilnehmer des Programmes scheint es darauf anzulegen sie zu einer Reaktion zu provozieren. Steckt vielleicht noch mehr hinter den Annäherungsversuchen des Fremden? Vielleicht ist Mae nicht die Einzige, die mehr fühlen kann als alle anderen.

„Honesty – Was die Wahrheit verbirgt“ ist der Auftakt einer neuen dystopischen Trilogie von Franzi Kopka. Diese spielt in einer Zukunft, in der Kriege und Lügen die Menschheit fast ausgelöscht haben. Mit Hilfe eines Medikamentes sollen schlechte Emotionen unterdrückt und verhindert werden, dass die Menschen lügen können. Bei Mae, unserer Protagonistin, schlägt das Medikament nicht ausreichend an, um all ihre Emotionen zu unterdrücken. Ich mochte Mae als Protagonistin sehr gerne. Sie ist ein hilfsbereiter und kluger Charakter. Besonders die Dynamik und Liebe in ihrer Familie hat mir gefallen, wobei die Beziehung zu ihrem Bruder Nick natürlich einen wichtigen Stellenwert in der Geschichte hat. Nick einzuschätzen, fiel mir tatsächlich sehr schwer, da mir seine Beweggründe nicht ganz klar sind. Grayson mochte ich ebenso gerne, auch wenn er natürlich ebenfalls einige Geheimnisse verbirgt. Ein großer Fokus der Geschichte liegt auf dem Worldbuilding. Auch wenn mich diese Geschichte erneut an „Tribute von Panem“ erinnert, mochte ich die Komplexität dieser Welt sehr gerne. Ich habe jedoch noch nicht durchschaut, was es genau mit dem Partnerschaftsprogramm der Regierung auf sich hat. Allein die Tatsache, dass jeder junge Mensch mit spätestens 21 Jahren verheiratet sein muss, erschließt sich mir nicht. Dieses Gesetz erscheint mir ziemlich willkürlich. Das Ende des ersten Bandes bietet einen fiesen Cliffhanger, sodass ich bald mit dem nächsten Band starten werde. Insgesamt handelt es sich um einen interessanten Auftaktband, der einiges an Potenzial birgt. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Geschichte noch entwickeln wird.

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