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Veröffentlicht am 27.04.2025

Haymitchs Geschichte

Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an
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Haymitch Abernathy will eigentlich nur eines: mit seiner Liebe Lenore Dove ein glückliches und ruhiges Leben führen. Doch jedes Jahr werden für die Hungerspiele des Kapitols ein Mädchen und ein Junge ausgewählt ...

Haymitch Abernathy will eigentlich nur eines: mit seiner Liebe Lenore Dove ein glückliches und ruhiges Leben führen. Doch jedes Jahr werden für die Hungerspiele des Kapitols ein Mädchen und ein Junge ausgewählt um gegen 22 andere Tribute in einem Kampf um Leben und Tod anzutreten. Und nichtsdestoweniger werden zu Ehren des 50. Jubiläums der Hungerspiele auch noch die doppelte Anzahl an Tributen gezogen. Als am Tag der Ernte Haymitchs Name aufgerufen wird, scheint sein Überleben aussichtslos, denn nur ein Tribut wird die Arena lebend verlassen. Bald jedoch muss Haymitch feststellen, dass es bei den Hungerspielen um so viel mehr als nur sein eigenes Überleben geht.

Wie wahrscheinlich alle Fans der Ursprungstrilogie, habe ich mich unglaublich darauf gefreut erneut in Panems Welt eintauchen zu können und endlich Haymitchs ganze Geschichte zu erfahren. Der Haymitch, den wir zu Beginn des Buches kennenlernen, ließ sich für mich nur sehr schwierig mit dem Charakter verbinden, den wir aus der Panemtrilogie kennen. Vor den Hungerspielen hatte Haymitch eine Familie und Lenore Dove, die er über alles liebte und die ihm Hoffnung schenkte. Leider fand ich die Liebesgeschichte zwischen Haymitch und Lenore Dove schwierig zu fühlen, da wir nur einen kurzen Einblick in das Leben der Beiden vor den Hungerspielen bekommen. Lenore Dove als Charakter bleibt etwas blass, da sie hauptsächlich aus Haymitchs Erlebnissen mit ihr beschrieben wird. Trotzdem erfährt man ein wenig über ihren rebellischen Charakter, der sie und andere ein ums andere Mal in Schwierigkeiten bringt. Die Ereignisse im Vorfeld der Spiele sind ausführlich und eindrücklich beschrieben. Neben Haymitch rücken natürlich auch die anderen drei Tribute aus Distrikt 12 in den Fokus der Erzählung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Maysilee wurde sie zu einem meiner Lieblingscharaktere in der Geschichte. Die Hungerspiele selbst hätten für mich deutlich ausführlicher geschildert werden können. Hier habe ich ein wenig das Gefühl vermisst mit Haymitch und den anderen Tributen mitfiebern zu können, wie es mir bei der Ursprungstrilogie gelungen ist. Trotzdem war auch dieser Abschnitt natürlich sehr spannend und ereignisreich. Die gesamte Geschichte ist wie zu erwarten traurig, besonders das Ende hat mich sehr mitgenommen.

Ein kleines Problem hatte ich tatsächlich mit dem Namedropping. Ich finde es großartig, dass bereits bekannte Figuren aus den anderen Bänden eine Rolle in dieser Geschichte spielen. Vor allem über Effie habe ich mich riesig gefreut. Zeitweise wurde es mir dann aber doch etwas zu viel, da ich das Gefühl hatte jeder Name aus den anderen Bänden müsste unbedingt in die Geschichte einfließen.

Insgesamt fand ich es wundervoll endlich Haymitchs Geschichte zu erfahren und zu verstehen welche Erfahrungen ihn geprägt haben. Ein spannendes, mitreißendes und erschütterndes Buch, dass jeder Panem-Fan auf jeden Fall gelesen haben muss.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Eine Reise nach Ägypten

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Inez wünscht sich nichts mehr als ihre Eltern auf eine ihrer zahlreichen Ägyptenreisen zu begleiten und eine der Ausgrabungsstätten zu besuchen. Während sie auf einen Brief ihrer Eltern wartet, erhält ...

Inez wünscht sich nichts mehr als ihre Eltern auf eine ihrer zahlreichen Ägyptenreisen zu begleiten und eine der Ausgrabungsstätten zu besuchen. Während sie auf einen Brief ihrer Eltern wartet, erhält Inez jedoch eine Nachricht, die ihre Welt erschüttert. Ihre Eltern sind während einer Expedition in der Wüste gestorben. Die Ungereimtheiten um den Tod ihrer Eltern veranlassen Inez dazu sich allein nach Ägypten aufzumachen, um die Wahrheit aufzudecken. Dort trifft sie nicht nur auf ihren Onkel, der sie postwendend wieder nach Hause schicken will, sondern auch auf den unverschämten aber durchaus umwerfenden Assistenten ihres Onkels Whitford Hayes, der ihr Herz trotz all seiner Geheimnisse schneller schlagen lässt.

Zuerst möchte ich anmerken wie wunderschön gestaltet ich das Cover und den Farbschnitt in der Erstausgabe finde. Die vielen Details passen hervorragend zur ägyptischen Mythologie und damit zum Inhalt des Buches. Da ich sowohl ein begeisterter Fantasyleser, als auch Ägyptenfan bin, war dieses Buch zu lesen ein absolutes Muss für mich. Inez ist, besonders für die Zeit in der die Geschichte spielt, eine durchsetzungsfähige und clevere Frau, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe. Auch wenn einige glückliche Umstände dazu führen, dass sie ihrem Onkel auf seine Reise folgen kann, mochte ich wie mutig sie sich allen Widrigkeiten entgegenstellt. Auch Whits etwas rüde Art mochte ich sehr gerne, hinter der sich jedoch ein sehr einfühlsames und beschützendes Wesen verbirgt. Die ägyptische Geschichte wird eher oberflächlich behandelt und bezieht sich hauptsächlich auf Kleopatra. Für eine Fantasygeschichte empfand ich dies jedoch als völlig ausreichend. Die Idee, dass sich Magie in Gegenständen speichern lässt und bei längerem Gebrauch abnutzt, fand ich interessant, aber auch ein wenig unausgereift. Das Ende hat mich fast ein wenig fassungslos zurückgelassen, sodass ich sehr gespannt bin, wie es im zweiten Teil dieser Dilogie mit Inez und Whit weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Schwarzer Humor und skurrile Charaktere

Bunny McGarry und der Mann mit dem Allerweltsgesicht
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Paul arbeitet ehrenamtlich in einem Pflegeheim und leistet den alten Menschen dort Gesellschaft, die ihn nicht selten für einen ihrer lieben Angehörigen halten. Als er Bridget, einer der Pflegekräfte dort, ...

Paul arbeitet ehrenamtlich in einem Pflegeheim und leistet den alten Menschen dort Gesellschaft, die ihn nicht selten für einen ihrer lieben Angehörigen halten. Als er Bridget, einer der Pflegekräfte dort, einen Gefallen tun will, wird er jedoch von dem schwer kranken Herrn, den er aufmuntern wollte, mit einem Messer attackiert, kurz bevor der alte Herr seinen letzten Atemzug tut. Doch dies bleibt nicht der einzige Anschlag auf sein Leben. Kurz danach wird er erneut von zwielichtigen Gestalten verfolgt, die ihn ermorden wollen. Paul muss herausfinden, warum jemand so nach seinem Leben trachtet. Dabei bekommt er ungewollte Hilfe von Bridget, die zu viele Krimis gelesen hat und einem ehemaligen Polizisten, der es faustdick hinter den Ohren hat.

„Bunny McGarry und der Mann mit dem Allerweltsgesicht“ ist das erste Buch des Autors, welches ich gelesen habe. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und trifft mit seinem Sarkasmus genau meinen Humor. Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, sodass der Leser nicht nur Einblick in Paul, sondern auch die polizeilichen Ermittlungen bekommt. Die Charaktere sind schon alle ein wenig skurril und zwielichtig, vielleicht mit Ausnahme von Bridget, die der gesetzestreuste Charakter der Geschichte ist, aber eindeutig zu viele Krimis gelesen hat, um sich aus den Ermittlungen rauszuhalten. Mir Bunny als ehemaligen Polizisten vorzustellen ist mir sehr schwergefallen, da er für mich deutlich mehr Eigenschaften eines Gangsters aufweist. Die Handlung selbst ist spannend und wenig vorhersehbar, was ich an einem Krimi besonders schätze. Insgesamt konnte mich die Geschichte also gut unterhalten und ist auf jeden Fall eine Empfehlung für diejenigen, die etwas skurrile Charaktere zu schätzen wissen.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Tod des Pianisten

Lady Arrington und die tödliche Melodie
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Erneut kehrt Krimiautorin Mary Arrington auf das Kreuzfahrtschiff Queen Anne zurück, um ihre Freunde wiederzutreffen und die kulturellen Angebote des Schiffes zu genießen. Doch bereits zu Beginn ihres ...

Erneut kehrt Krimiautorin Mary Arrington auf das Kreuzfahrtschiff Queen Anne zurück, um ihre Freunde wiederzutreffen und die kulturellen Angebote des Schiffes zu genießen. Doch bereits zu Beginn ihres Aufenthaltes wird ihre Freude über die Reise je unterbrochen als der Pianist das Konzert mit einem falschen Lied unterbricht und die Sängerin demütigt. Nur wenig später wird der Pianist erstochen aufgefunden, an seine Brust geheftet, die falschen Noten aus dem Konzert. Während Mary und der Kapitän versuchen den Mord aufzuklären, versucht der Schiffsarzt auf Anweisung des Schiffseigners alles, um Beweise verschwinden zu lassen und den Mord zu vertuschen.

Wir kehren zurück auf das Kreuzfahrtschiff Queen Anne, dieses Mal auf eine Fahrt in den Norden. Bereits nach dem ersten Abend auf dem Schiff geschieht ein Mord, sodass Mary erneut die Ermittlungen aufnimmt. Dieses Mal wird sie jedoch durch den Kapitän unterstützt, der seit dem letzten Vorfall auf dem Schiff deutlich zugänglicher geworden ist. Trotz der Gegenwehr des Schiffarztes und unter Androhung seiner Kündigung versucht der Kapitän Mary bei ihren Ermittlungen zu unterstützen. Der Kriminalfall war sehr interessant und spannend gestaltet, nur das Ende konnte mich nicht vollends überzeugen. Trotzdem mochte ich es sehr, wie Mary den Mörder ermittelt hat. Ich werde die Reihe über Lady Arrington auf jeden Fall weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Gelungener Auftakt der Reihe

Lady Arrington und der tote Kavalier
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Mary Elizabeth Arrington, 63 Jahre alt und gefeierte Krimischriftstellerin, ist verzweifelt, denn sie steckt in einer gehörigen Schreibblockade. Um ihrem Alltag zu entfliehen und sich neue Ideen für ihre ...

Mary Elizabeth Arrington, 63 Jahre alt und gefeierte Krimischriftstellerin, ist verzweifelt, denn sie steckt in einer gehörigen Schreibblockade. Um ihrem Alltag zu entfliehen und sich neue Ideen für ihre Bücher zu holen, bucht sie eine Reise auf einem riesigen Luxuskreuzfahrtschiff, der Queen Anne. Kaum dort angekommen, passiert ein Unglück, welches sofort Marys Neugier weckt. Auf dem Eröffnungsball stirbt ein Crewmitglied direkt auf der Tanzfläche. Mary glaubt nicht an die Theorie eines Herzinfarktes und nimmt selbst Ermittlungen auf, unterstützt durch einige Mitglieder der Crew. Doch Mary begibt sich auf der Suche nach dem Mörder in große Gefahr, denn dieser scheut nicht davor zurück einen weiteren Mord zu begehen.

„Lady Arrington und der tote Kavalier“ ist der Auftaktband einer Reihe um Mary Arrington, eine gefeierte Krimischriftstellerin. Die Kulisse für ihre Ermittlungen bildet das wundervolle Kreuzfahrtschiff Queen Anne, welches eine hoheitsvolle Atmosphäre bildet. Die Reihe ist ein meisterhaftes Beispiel für Cosy Crime und konnte mich mit ihrem britisch angehauchten Schreibstil direkt unterhalten. Besonders Lady Arrington mochte ich vom ersten Streitgespräch mit ihrem Lektor an. Auch die unterhaltsamen und etwas skurrilen Nebencharaktere waren sehr interessant insbesondere Uwe Ponger, Honey Hot und einige weitere Passagiere des Luxusdampfers. Aber auch den Kapitän, der mit Mary einiges durchmachen muss, mochte ich sehr. Insgesamt hat mich die Geschichte gut unterhalten, auch wenn mir das Ende ein wenig zu konstruiert war. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und erhoffe mir noch einige spannende Ermittlungen mit Lady Mary Arrington.

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