Haymitchs Geschichte
Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht anHaymitch Abernathy will eigentlich nur eines: mit seiner Liebe Lenore Dove ein glückliches und ruhiges Leben führen. Doch jedes Jahr werden für die Hungerspiele des Kapitols ein Mädchen und ein Junge ausgewählt ...
Haymitch Abernathy will eigentlich nur eines: mit seiner Liebe Lenore Dove ein glückliches und ruhiges Leben führen. Doch jedes Jahr werden für die Hungerspiele des Kapitols ein Mädchen und ein Junge ausgewählt um gegen 22 andere Tribute in einem Kampf um Leben und Tod anzutreten. Und nichtsdestoweniger werden zu Ehren des 50. Jubiläums der Hungerspiele auch noch die doppelte Anzahl an Tributen gezogen. Als am Tag der Ernte Haymitchs Name aufgerufen wird, scheint sein Überleben aussichtslos, denn nur ein Tribut wird die Arena lebend verlassen. Bald jedoch muss Haymitch feststellen, dass es bei den Hungerspielen um so viel mehr als nur sein eigenes Überleben geht.
Wie wahrscheinlich alle Fans der Ursprungstrilogie, habe ich mich unglaublich darauf gefreut erneut in Panems Welt eintauchen zu können und endlich Haymitchs ganze Geschichte zu erfahren. Der Haymitch, den wir zu Beginn des Buches kennenlernen, ließ sich für mich nur sehr schwierig mit dem Charakter verbinden, den wir aus der Panemtrilogie kennen. Vor den Hungerspielen hatte Haymitch eine Familie und Lenore Dove, die er über alles liebte und die ihm Hoffnung schenkte. Leider fand ich die Liebesgeschichte zwischen Haymitch und Lenore Dove schwierig zu fühlen, da wir nur einen kurzen Einblick in das Leben der Beiden vor den Hungerspielen bekommen. Lenore Dove als Charakter bleibt etwas blass, da sie hauptsächlich aus Haymitchs Erlebnissen mit ihr beschrieben wird. Trotzdem erfährt man ein wenig über ihren rebellischen Charakter, der sie und andere ein ums andere Mal in Schwierigkeiten bringt. Die Ereignisse im Vorfeld der Spiele sind ausführlich und eindrücklich beschrieben. Neben Haymitch rücken natürlich auch die anderen drei Tribute aus Distrikt 12 in den Fokus der Erzählung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Maysilee wurde sie zu einem meiner Lieblingscharaktere in der Geschichte. Die Hungerspiele selbst hätten für mich deutlich ausführlicher geschildert werden können. Hier habe ich ein wenig das Gefühl vermisst mit Haymitch und den anderen Tributen mitfiebern zu können, wie es mir bei der Ursprungstrilogie gelungen ist. Trotzdem war auch dieser Abschnitt natürlich sehr spannend und ereignisreich. Die gesamte Geschichte ist wie zu erwarten traurig, besonders das Ende hat mich sehr mitgenommen.
Ein kleines Problem hatte ich tatsächlich mit dem Namedropping. Ich finde es großartig, dass bereits bekannte Figuren aus den anderen Bänden eine Rolle in dieser Geschichte spielen. Vor allem über Effie habe ich mich riesig gefreut. Zeitweise wurde es mir dann aber doch etwas zu viel, da ich das Gefühl hatte jeder Name aus den anderen Bänden müsste unbedingt in die Geschichte einfließen.
Insgesamt fand ich es wundervoll endlich Haymitchs Geschichte zu erfahren und zu verstehen welche Erfahrungen ihn geprägt haben. Ein spannendes, mitreißendes und erschütterndes Buch, dass jeder Panem-Fan auf jeden Fall gelesen haben muss.