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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2025

Humorvoll, berührend und mitreißender Lesespaß – Ellen Berg in Bestform

Jünger geht immer!
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„Jünger geht immer!“ ist für mich eines der besten Bücher von Ellen Berg – und ich habe schon viele gelesen. Der Einstieg ist einfach genial: humorvoll, überraschend und mit einem Augenzwinkern erzählt. ...

„Jünger geht immer!“ ist für mich eines der besten Bücher von Ellen Berg – und ich habe schon viele gelesen. Der Einstieg ist einfach genial: humorvoll, überraschend und mit einem Augenzwinkern erzählt. Obwohl es um ernste Themen geht, bringt Ellen Berg wie immer Leichtigkeit und Wärme in die Geschichte.

Anne, die Hauptfigur, entwickelt sich im Laufe der Handlung unglaublich weiter. Von der angepassten Ehefrau zur selbstbewussten Frau, die endlich für sich einsteht – das ist schön zu beobachten und oft auch sehr berührend. Der Satz „Ich kann, weil ich’s kann!“ steht für diesen Mut, egal in welchem Alter.

Die Nebenfiguren sind liebevoll (und manchmal herrlich fies) gezeichnet – besonders ihre Kinder Ella und Noah mochte ich sehr. Auch die Liebesgeschichte mit Tom ist einfach nur schön – das Wiedersehen in Rom war für mich ein echtes Highlight. Und der 50. Geburtstag zum Schluss rundet alles wunderbar ab.

Mein Fazit: Warmherzig, turbulent, charmant und unglaublich unterhaltsam. Ein echter Ellen-Berg-Roman – mit Tiefgang, Witz und viel Gefühl

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Zwischen Liebe, Wein und Selbstfindung

Lecko mio - Amore für Fortgeschrittene
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Nach dem unterhaltsamen ersten Teil war ich sehr gespannt, wie es mit Eva, Carmen und Marina weitergeht – und wurde nicht enttäuscht! Diesmal steht Marina im Mittelpunkt, die sich – mit Anfang 40 – in ...

Nach dem unterhaltsamen ersten Teil war ich sehr gespannt, wie es mit Eva, Carmen und Marina weitergeht – und wurde nicht enttäuscht! Diesmal steht Marina im Mittelpunkt, die sich – mit Anfang 40 – in einem ziemlich festgefahrenen Leben wiederfindet: die Ehe mit Oliver ist kühl, der 2. Kinderwunsch unerfüllt, das Familienleben angespannt. Als Dreh- und Angelpunkt dient diesmal das traditionsreiche Weingut Haas, das nicht nur Kulisse, sondern auch Spiegel für Marinas Innenleben ist.

Die Geschichte startet direkt mit authentischen, lebensnahen Dialogen zwischen Marina und ihren Freundinnen – da fühlt man sich sofort wieder mittendrin. Besonders gelungen finde ich, wie die Autorin erneut mit Humor und Feingefühl die Herausforderungen des Lebens um die 40 beschreibt. Die Affäre mit dem jungen Praktikanten Luca bringt nicht nur Spannung, sondern auch viele emotionale Fragen mit sich: Was ist richtig? Was ist ehrlich? Und wie viel darf man sich selbst zugestehen?

Der Schreibstil bleibt auch in diesem Band angenehm locker, modern und sehr bildhaft – ich hatte ständig Szenen vor Augen und musste oft schmunzeln, gerade bei den kleinen, skurrilen Momenten wie der Rausch mit den Pilzen in der Schokolade oder Massage-Günther.

Was mir besonders gefallen hat: Die Geschichte wird vielschichtiger. Es geht nicht mehr nur um Dating und Selbstfindung, sondern auch um Familie, gesellschaftliche Erwartungen, Loyalität und das Loslassen alter Lebensentwürfe. Die Charaktere entwickeln sich weiter, bekommen Tiefe, und auch Nebenfiguren wie Toni oder Günther bleiben im Gedächtnis. Es sind viele überraschende Wendungen dabei – manchmal fast ein bisschen zu viele Zufälle –, aber genau das macht das Buch auch unterhaltsam und kurzweilig.

Emotional war ich besonders bei Oliver hin- und hergerissen – man spürt, wie sehr er sich selbst verleugnet hat. Und Marina? Sie wächst über sich hinaus, auch wenn nicht immer alles reibungslos läuft. Die Schwangerschaft war abzusehen, aber trotzdem ein spannender Wendepunkt. Schön fand ich auch, dass es für alle eine versöhnliche Lösung gab – nicht perfekt, aber menschlich.

Fazit:
Lecko mio ist eine gelungene Fortsetzung, die tiefgründiger ist als der Vorgänger, dabei aber ihren humorvollen, charmanten Ton beibehält. Ich habe mit Marina mitgefühlt, mich über Carmen amüsiert und mich über viele kleine Details gefreut. Das Ende war stimmig – jetzt freue ich mich riesig auf Band 3 und Carmens Geschichte!

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Bezaubernd

Was das Leben dir schenkt
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Das Cover ist weiß. Der Titel steht in schöner Schreibschrift über der Weltkugel, die zu einem Herz geformt ist. Ein älteres Paar steht umschlungen und schaut nach oben, dabei ist noch ein Kind das mit ...

Das Cover ist weiß. Der Titel steht in schöner Schreibschrift über der Weltkugel, die zu einem Herz geformt ist. Ein älteres Paar steht umschlungen und schaut nach oben, dabei ist noch ein Kind das mit dem Hund spielt. Insgesamt finde ich das Cover eher schlicht aber gut gemacht.

Schon beim Aufschlagen des Buches haben mich die vielen schönen Zeichnungen berührt. Anschließend wird die Autorin kurz vorgestellt, hier hätte ich mir auch ein Foto von ihr gewünscht. Der anschließend über anderthalb Seiten geschriebene handschriftliche Text liest sich etwas schwerer, ich finde ihn aber gut verständlich, einfühlsam und berührend. Inhaltlich befasst sich das Buch mit diversen "Geschenken" zum Thema Liebe, Freundschaft, Mut, Erinnerungen und Selbstliebe. Die fünf Abschnitte werden von Sinnsprüchen und passenden Zeichnungen begleitet. Insbesondere die Zeichnungen finde ich sehr gelungen. Die Aussagen berühren mich. Manchmal hatte ich das Gefühl, diese Aussage schon mal gehört zu haben. Wenn dem so ist, hätte ich mich über die Nennung des Autors gefreut.

All das finde ich in einem immerwährenden Kalender, den man nach Bedarf umblättern kann, noch besser aufgehoben, als in einem Hardcoverbuch.

Fazit: toll gemacht

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Eine tolle Geschichte über eine gemeinsame Suche ....

Strandkorbbriefe
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Die Autorin Marie Merburg nimmt uns wieder mit an die Nordsee. Das Cover erinnert total an den ersten Roman der Reihe (Nordseesterne). Es ist wunderschön gestaltet und hat bei mir schöne Urlaubserinnerungen ...

Die Autorin Marie Merburg nimmt uns wieder mit an die Nordsee. Das Cover erinnert total an den ersten Roman der Reihe (Nordseesterne). Es ist wunderschön gestaltet und hat bei mir schöne Urlaubserinnerungen geweckt. Die Geschichte spielt hauptsächlich in Greetsiel und wir treffen die Charaktere des ersten Buches wieder - diesmal wird die Geschichte aus der Sicht von Merle erzählt. Tante Marianne, Cousine Luisa mit Freund Holger, ihre Mutter, ihr Bruder Björn mit Familie und Freundin Clara sind mit von der Partie....

Merle ist eine erfahrene Polizistin und wird im Dienst angeschossen. Sie ist im Moment dienstunfähig, in Therapie und bei der Physio. Seit dem Vorfall hat sie Angst. Bei einem Wettbewerb des Krummhörner Wochenblatts, wo es um die Tradition des Briefesschreibens ging, hat ein anonymer Absender gewonnen. Die Beschreibung der Angebeteten passt total zu Merle.... Von der Familie, Freunden und Bekannten wird sie motiviert, der Sache auf den Grund zu gehen. Mit dem Redakteur das Wochenblatts hatte sie schon mehrfach Differenzen und kommt mit ihm gar nicht zurecht, allerdings begeben sie sich gemeinsam auf die Suche...

Gepaart mit Spannung, viel Gefühl, Herzblut und Freundschaft ist dieser Roman wunderschön und rund erzählt. Auch wenn sich manche Ereignisse vorhersehen lassen, wurde ich sehr gut unterhalten. Die Autorin hat eine bildliche und gut verständliche Sprache benutzt, die mich an Örtlichkeiten, Situationen, Gerüche etc sinnbildlich teilhaben ließen....

Fazit: eine wunderschöne Geschichte, die ich gerne noch weiterlesen möchte. Ich hoffe, dass die Autorin (wieder) eine Fortsetzung schreibt.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Wow... Ihre Power spürt man schon beim Lesen

Das Leben ist ungerecht
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Das Cover zeigt ein Porträt der Autorin Miriam Höller. Sie blickt mit einer klaren Entschlossenheit Richtung Publikum. Der Titel "Das Leben ist ungerecht" steht über ihr geschrieben, direkt darunter folgt ...

Das Cover zeigt ein Porträt der Autorin Miriam Höller. Sie blickt mit einer klaren Entschlossenheit Richtung Publikum. Der Titel "Das Leben ist ungerecht" steht über ihr geschrieben, direkt darunter folgt der Satz " und das ist gut so" handschriftlich. Der Titel wirkt ziemlich provokant. Wenn man ihre Geschichte kennt, auch ziemlich bewundernswert.

Die Autorin lässt uns an ihrer bisherigen Lebensgeschichte teilhaben und zeigt wie verletzt sie sich nach ihrem schweren Unfall, dem Tod ihres Partners, dem Verlust des gemeinsamen Zuhauses, zurück ins Leben gekämpft hat. Sie hat gezeigt, welche Unterstützer sie hatte und welche Kraft es sie gekostet hat, heute dazustehen wo sie ist. Es zeigt auch, dass auch jemand mit so viel Energie, auch an Grenzen kommt. Bewundernswert ehrlich, hat sie uns in ihrem verletzlichsten Momente blicken lassen - und ich konnte es beim Lesen total verstehen, wie,es ihr damit ging. Die Geschichte ist mit so viel Power, mit so viel Energie geschrieben. Es war emotional und bewegend ihr Buch zu lesen. Ich finde es stimmig und konnte es kaum weglegen. Ich bewundere, mit welcher Offenheit sie ihre Geschichte erzählt. Die 13 Kapitel ziehen sich wie ein roter Faden von Anfang bis Ende. Sie gibt mir beim Lesen eine Vielzahl von Denkanstößen, u. a. Momente mehr zu schätzen, mit der richtigen Einstellung etwas zu erreichen und dass man selbst genügend Kraft braucht, um zum Ziel zu gelangen.

Die Bilder in der Mitte finde ich toll, so konnte ich auch visuell Miriam Höller besser kennenlernen. Noch besser hätten sie für mich an der erzählten Stelle gepasst.

Fazit: ein sehr motivierendes Buch

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