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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2025

Bissig

The Fake Mate – Die Liebe ist eine Bestie für sich
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Mackenzie ist Assistenzärztin in der Notaufnahme und noch dazu eine Gestaltwandlerin. Als ihre Oma wieder einmal im Begriff ist, ihr ein neues fürchterliches Date aufs Auge zu drücken, greift ...

Mackenzie ist Assistenzärztin in der Notaufnahme und noch dazu eine Gestaltwandlerin. Als ihre Oma wieder einmal im Begriff ist, ihr ein neues fürchterliches Date aufs Auge zu drücken, greift sie zu einer Notlüge und nötigt ausgerechnet Kardiologe Noah, sich als ihren Freund auszugeben. Dabei ist er der gefürchtetste Typ im ganzen Krankenhaus. Da er jedoch selbst gerade mit seinem Status als ungebundener Alpha in seinem Job vor Problemen steht, soll sich Mackenzie im Gegenzug dazu, als seine Gefährtin ausgeben.
Eigentlich eine Win-Win-Situation für beide Seiten - wenn es da nicht noch einen großen Haken geben würde!

Wie zu erwarten ist, können sich die beiden Hauptprotagonisten im wahrsten Sinne des Wortes „sehr gut riechen“ und so verschwimmt die Grenze zwischen Fake-Dating und vollkommen entfesselter Leidenschaft zwischen Alpha und Omega recht bald. Spätestens als Mackenzie in Hitze gerät, fackeln die beiden ein spicy Feuerwerk nach dem nächsten ab!

Die Story erinnert zwar etwas an „Bride“ von Ali Hazelwood, dennoch hat die Geschichte und ihre Protagonisten einen ganz eigenen Charme und wirken nicht wie ein billiger, angestrengter Abklatsch. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil und ihre Charaktere sind einfach super dargestellt!
Ich liebe ganz besonders Mackenzies witzige, schlagfertige Art, mit der sie den grummeligen Noah ständig aufzieht. Auch er ist ein ziemlich cooler Charakter mit dem gewissen Etwas! Der einzig kleine Kritikpunkt an der Geschichte: Das „Rumgereite“ auf seinem „Knoten“ ist auf Dauer ein wenig anstrengend.

Insgesamt ist es aber eine sehr unterhaltsame und absolut lesenswerte Werwolf-Romance!

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Sehr spicy!

Deep End – Die unausweichliche Unanständigkeit von Liebe
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Scarlett Vandermeer, ist eine talentierte Turmspringerin, die nach einem schweren Sprungtrauma darum kämpft, ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen. An der Stanford University, wo sie trainiert und sich ...

Scarlett Vandermeer, ist eine talentierte Turmspringerin, die nach einem schweren Sprungtrauma darum kämpft, ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen. An der Stanford University, wo sie trainiert und sich zudem auf ihr Medizinstudium vorbereitet,
trifft sie Lukas Blomqvist. Der schwedische Schwimmstar der Inbegriff von Disziplin und ein echter Kontrollfreak. Ausgerechnet seine Freundin Pen macht die beiden aus einer Sektlaune heraus darauf aufmerksam, dass sie sexuell ähnliche Vorlieben teilen.
Nach anfänglicher Skepsis lässt sich Scarlett letztlich auf eine experimentelle Affäre mit Lukas ein.

Hier gibt es erstmal ein Wiedersehen mit altbekannten Protagonisten aus “Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe”. Ansonsten wandelt Ali Hazelwood aber weiter auf neuen Wegen. So dreht sie auch in dieser Sportromance ordentlich am Thermostat und beweist, was Hauptprotagonist Lukas ohnehin schon geahnt hat: Stille Wasser sind tief!
So verbirgt sich hinter der introvertierten Scarlett mehr als nur eine intelligente Sportskanone mit Nerd-Charme. Im Bett bildet sie das perfekte Gegenstück zu ihm, der hier mit ihr gemeinsame sexuelle Fantasien und seine dominante Ader ausleben kann. Entfernt erinnert die Dynamik der beiden daher auch an eine softe Version von “Fifthy Shades of Grey”.
Auf mentaler Ebene gewinnt Scarlett im Verlauf der Story wieder merklich an Stärke, aber verliert gleichzeitig immer mehr ihr Herz an Lukas.

Diese Geschichte sprüht nur so vor knisternder Spannung, wildem Sex und tiefen Emotionen.
Wer auf Sportromance mit reichlich “Spice” steht, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen, denn es wird verdammt heiß! Sexuell verklemmte Personen lassen hingegen besser die Finger von dem Buch, das meiner Meinung nach übrigens auch nicht in Hände von U18-Jährigen gehört.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Familiäre Abgründe

Verlassen
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Der einflussreiche Snæberg-Clan ist anlässlich einer Familienfeier in einem abgelegenen Hotel in den Lavafeldern von Akranes abgestiegen.
Beim genaueren Hinsehen stellt man schnell fest, dass die nach ...

Der einflussreiche Snæberg-Clan ist anlässlich einer Familienfeier in einem abgelegenen Hotel in den Lavafeldern von Akranes abgestiegen.
Beim genaueren Hinsehen stellt man schnell fest, dass die nach außen glitzernde Fassade der berühmten Familie zahlreiche Risse hat. Welch dunkle Abgründe und Familiengeheimnisse dahinter tatsächlich verborgen liegen, kommt in kleinen Schritten Tageslicht. Doch eins scheint klar, es gibt eine Verbindung zu ihnen und der Person, die plötzlich spurlos verschwunden ist.
🇮🇸
Wer die Reihe verfolgt, wird sich wundern, dass Kommissarin Elma nur am Ende des Buches einmal namentlich auftaucht und die Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei von Sævar übernommen wird, denn chronologisch gesehen, befinden wir uns diesmal noch vor Band 1.
Obwohl Sævars Präsenz nicht an die von Elma heranreicht, ist dieser Teil dennoch wieder ein richtig fesselnder Pageturner mit ganz viel düsterer Island-Atmosphäre!
Die Autorin setzt wie gewohnt auf unterschiedliche Erzählperspektiven und Zeitebenen, die viel Spannung und Gänsehautmomente versprechen und bis zum Schluss reichlich Überraschungen bereithalten. Vor allem die einzelnen Charaktere und Hintergründe lassen einigen Spielraum für mögliche Motive.
Besonders hilfreich fand ich diesmal, die Übersicht über der einzelnen Familienmitglieder in Form eines Stammbaums am Anfang des Buches, so dass man die unterschiedlichen Protagonisten in der Geschichte besser zuordnen konnte.
Damit eignet sich dieser Band wunderbar zum Einstieg in die Reihe, die ich vor allem Fans von Islandkrimis nur empfehlen kann. Es lohnt sich!

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Dorfleben in den Siebzigern

Zwei Leben
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Die Geschichte spielt Anfang der Siebzigerjahre in einem Dorf in Süddeutschland und handelt von zwei Frauen, viel mehr verbindet, als es auf den ersten Blick vielleicht scheint.
Auf der einen Seite die ...

Die Geschichte spielt Anfang der Siebzigerjahre in einem Dorf in Süddeutschland und handelt von zwei Frauen, viel mehr verbindet, als es auf den ersten Blick vielleicht scheint.
Auf der einen Seite die Frau des Pfarrers, die sich durch das konservative Dorfleben und ihre Ehe eingeengt fühlt, aber ihrem Sohn Wilhelm zuliebe geblieben ist und andererseits seine Jugendliebe Roberta, die nach ihrer Schneiderlehre eigentlich gerne Mode entwerfen möchte.
Doch während für Roberta der weitere Lebensweg auf dem elterlichen Hof längst vorbestimmt ist, soll Wilhelm etwas von der Welt sehen und ein Studium beginnen.
Früher als erwartet, stehen sie vor der Entscheidung, ob sie eine gemeinsame Zukunft haben und wie diese aussehen soll.

Es scheint so, als bestünde das Glück einzig und allein darin, der Liebe seines Lebens zu begegnen, sie jedoch auch behalten zu dürfen, steht dann auf einem ganz anderen Blatt.

Anfangs war ich überrascht, dass sich der Autor hier einer sehr einfachen Sprache mit kurzen Sätzen bedient, die bei genauerem Hinblick jedoch ausgesprochen gut zu dem ländlichen Setting passt. Inhaltlich finde ich die Geschichte überwiegend stimmig und wunderbar bildhaft dargestellt. Man merkt die Liebe zum Detail vor allem den Charakteren an, allen voran dem Großvater von Roberta, dem sie sich anvertraut und der mit Verständnis und seiner Lebensklugheit für sie da ist.
Auch die innere Zerrissenheit beider Frauen, zwischen Pflichtgefühl gegenüber ihren Familien und den gesellschaftlichen Erwartungen und ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen, ist sehr eindrücklich und nachvollziehbar.
Als Leserin hätte ich mir dennoch vereinzelte Entwicklungen in dem Roman anders gewünscht und damit zwangsläufig auch ein anderes Ende für die Geschichte, die trotz dieses kleinen Kritikpunktes jedoch etwas Besonderes innehat und sehr lesenswert ist!

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Veröffentlicht am 05.12.2024

Was sich neckt, das liebt sich!

P. S. I Hate You – Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe
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Seit der fünften Klasse schreiben sich Naomi aus Oklahoma und Luca aus Kalifornien gegenseitig boshafte Briefe. Zwölf Jahre dauert dieser Schlagabtausch an, bis Luca plötzlich nicht mehr antwortet.
Nach ...

Seit der fünften Klasse schreiben sich Naomi aus Oklahoma und Luca aus Kalifornien gegenseitig boshafte Briefe. Zwölf Jahre dauert dieser Schlagabtausch an, bis Luca plötzlich nicht mehr antwortet.
Nach Jahren der Funkstille, Naomi arbeitet inzwischen als Wetterfee bei einem regionalen Fernsehsender, erhält sie eines Tages aus dem Nichts heraus, eine neue, fiese Nachricht von Luca. Diesmal möchte sie ihn nicht davonkommen lassen, doch hat er keinen Absender hinterlassen. Naomi fühlt sich um so mehr herausgefordert und reist sogar bis nach Kalifornien, um Luca ausfindig zu machen.
Aber nicht nur er bringt ihre Gefühlswelt durcheinander, sondern auch ihr Nachbar Jake sorgt dafür, dass Naomi nicht mehr weiß, für wen ihr Herz tatsächlich schlägt.

Zugegeben, ich habe anfangs ein wenig mit diesem Buch gehadert. Der Plot war ziemlich vorhersehbar und die gegenseitigen fiesen Wortgefechte für meinen Geschmack zunächst eine Spur zu überzogen. Da es sich jedoch um eine waschechte Enemies-to-Lovers-Story handelt, hatte ich nach den leichten Anlaufschwierigkeiten richtig Spaß an der „Was sich liebt, das neckt sich“- Geschichte. Hauptprotagonistin Naomi erscheint zwar nicht in allen Lebenslagen als die leuchtendste Kerze auf dem Adventskranz, ist dafür jedoch ziemlich schlagfertig und witzig.

Eine sehr unterhaltsame Story, die zwar kleine Schwächen hat, aber auch mit einem gelungenen Epilog schön abgerundet wurde. Ein amüsantes Lesevergnügen, vor allem für Romance-Fans!

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