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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2025

Verschenktes Potential

Our Infinite Fates
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Meine Erwartungen an das Buch waren wirklich hoch, da sich der Klappentext sehr spannend angehört hat. Doch leider konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen:
Der Schreibstil ist recht einfach und ...

Meine Erwartungen an das Buch waren wirklich hoch, da sich der Klappentext sehr spannend angehört hat. Doch leider konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen:
Der Schreibstil ist recht einfach und so konnte ich gut in die Geschichte eintauchen. Allerdings zogen sich die ersten 300 Seiten (was 3/4 des Buchs ausmacht!) sehr. Die Protagonistin Evelyn stellt sich immer wieder die gleichen Fragen, ohne auf Antworten oder Hinweise zu stoßen. Alles dreht sich im Kreis und die Handlung geht einfach nicht voran. Zudem sind die Charaktere nur wenig ausgearbeitet und haben kaum Tiefe. Ich konnte nicht mit ihnen mitfiebern, was zum Teil auch daran gelegen hat, dass sich Evelyn und Arden nicht verlieben sondern sich magisch anziehen. Von der unsterblichen Liebe der beiden, habe ich leider nichts gespürt.
Was mir dagegen gut gefallen hat, waren die Rückblenden, in denen die vergangen Leben der beiden Hauptcharaktere im Ansatz geschildert wurden. Leider kamen auch hier kaum Emotionen rüber und das Mysterium rund um ihre verbundenen Schicksale blieb bestehen. Erst auf den letzten 100 Seiten nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Das Ende kam dann doch etwas überstürzt und hätte für meinen Geschmack mehr ausgearbeitet werden können.
Fazit:
Insgesamt hat die Geschichte viel Potential, welches leider zu oft nicht genutzt wurde. Die Handlung wirkte dabei zu konstruiert und es gelang der Autorin nicht, den Charakteren Tiefe zu verleihen, so dass ich nicht mit ihnen mitfiebern konnte. Zudem zieht sich das Buch durch die ständigen Wiederholungen und die stagnierende Handlung. Da wäre echt mehr drin gewesen…

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Schema F

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Die Grundidee des Krimi-Dinners, bei dem ein reales Verbrechen aufgeklärt wird, finde ich großartig und sehr originell. Die Handlung wird aus fünf Perspektiven und zwei Zeitebenen geschildert. Zudem gliedert ...

Die Grundidee des Krimi-Dinners, bei dem ein reales Verbrechen aufgeklärt wird, finde ich großartig und sehr originell. Die Handlung wird aus fünf Perspektiven und zwei Zeitebenen geschildert. Zudem gliedert sich das Buch in vier Gänge eines pikanten Menüs: Aperitif, Vorspeise, Hauptgericht und Dessert. Was für eine tolle Idee!
Der Einstig in das Buch ist mir wirklich gut gelungen: Man lernt die Protagonist*innen mehr und mehr kennen und entdeckt immer wieder Andeutungen, was damals zwischen den Freunden vorgefallen ist. Im Laufe der Handlung verschwimmen die Grenzen zwischen den einzelnen Charakteren jedoch. Zudem unterscheiden sie sich kaum in ihren Motiven oder ihrem Erzählstil.
Ab dem „Hauptgericht“ wirkte das Buch recht zäh auf mich, da die Geschehnisse aus allen Perspektiven, auf zwei Zeitebenen und wiederholt geschildert wurden. Auch inhaltlich konnten mich die Ereignisse nicht überzeugen: Die Charaktere wirkten durchweg triebgesteuert und waren stets durch Alkohol und andere Substanzen berauscht.
Die Auflösung mit ihren Wendungen kam für mich leider nicht überraschend. Alles folgte dem „Schema F“…
Der Schreibstil ist dafür flüssig und relativ einfach gehalten. Besonders gut haben mir die Menü-Seiten und die Darstellung des Settings gefallen.
Fazit:
Ein guter Thriller nach bewährtem Muster und einer sehr originellen Grundidee, die leider durch ihre platten, triebgesteuerten Charaktere und zahlreichen Wiederholungen etwas an Potential verschenkt hat.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Debüt-Roman

A Fairy Kingdom
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Mit „A Fairy Kingdom – Die Nynphia-Chroniken 1“ ist Sarah Blunck ein guter Debüt-Roman gelungen.
Lia lebt in einer Welt, in der die Existenz der Feen kein Geheimnis ist. Ihr Leben lang ist sie auf der ...

Mit „A Fairy Kingdom – Die Nynphia-Chroniken 1“ ist Sarah Blunck ein guter Debüt-Roman gelungen.
Lia lebt in einer Welt, in der die Existenz der Feen kein Geheimnis ist. Ihr Leben lang ist sie auf der Suche nach Zugehörigkeit und fragt sich, wieso sie so gar nicht zu den anderen Menschen passt. Vielleicht zögert sie auch deshalb nur kurz, als ihr die Fee Nymi eröffnet, dass Lia zu ihrem Volk gehört und das Königreich retten soll. - Mir persönlich ging diese Entwicklung jedoch zu schnell. Lia hinterfragt kaum, was Nymi ihr erzählt. Schlicht nimmt sie die Enthüllung auf und plant recht sachlich das weitere Vorgehen…
Man merkt dem Buch an, dass Sarah Blunck sich viel mit der deutschen Sprache auseinandergesetzt hat. Leider fehlt des dem Erzählstil dabei an Unbeschwertheit. Mich konnte die Handlung nicht wirklich mitreißen. Zu den Charakteren konnte ich keine richtige Bindung aufbauen und einige Szenen wirkten auf mich erzwungen.
Mir fehlte es zudem an Innenansichten; zu oft waren die Emotionen für mich nicht greifbar und die Handlungen nicht nachvollziehbar. Leider ist auch die Grundidee rund um den Hidden-Identity-Trope nicht besonders innovativ. Dennoch lässt sich das Potential der Autorin erkennen und das Buch ist gutes Debüt.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Tolle Idee, aber...

Das Geheimnis unserer Herzen
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Ich habe das Buch zusammen mit einer Freundin in einem BuddyRead gelesen. Ehrlich gesagt, bin ich mir nicht sicher, ob ich das Buch ohne diesen BuddyRead beendet hätte. Zwar fand ich die Grundidee sehr ...

Ich habe das Buch zusammen mit einer Freundin in einem BuddyRead gelesen. Ehrlich gesagt, bin ich mir nicht sicher, ob ich das Buch ohne diesen BuddyRead beendet hätte. Zwar fand ich die Grundidee sehr spannend und wollte gerne wissen, was hinter den anonymen Briefen steckt, doch so richtig in seinen Bann ziehen konnte mich die Handlung nicht. Insbesondere die Kapitel, die in der Gegenwart spielen, empfand ich als zäh, widersprüchlich und teilweise sogar als unlogisch.
Der Schreibstil wechselt zwischen brillanten Formulierungen und unnötiger Detailverliebteit. Besonders auffällig sind die zahlreichen Perspektivfehler, bei denen die Ich-Erzählerin plötzlich zur auktorialen Erzählerin wird. So gibt sie beispielsweise die Gefühle und Handlungen anderer Personen wieder, obwohl sie nicht anwesend war.
Auch inhaltlich gibt es einige Logikfehler, auf die ich, um Spoiler zu vermeiden, hier nicht näher eingehen möchte. Handlungsstränge verlieren sich im Laufe der Erzählung und werden erst auf den letzten beiden Seiten kurz wieder aufgenommen.
Trotz aller Kritik hat mich das Ende des Buchs bewegt und mich ein wenig mit dem Buch versöhnt.
Mein Lieblingszitat:
Vorurteile sind das Vorrecht der Menschen, die davon überzeugt sind, über alles umfassend Bescheid zu wissen.
PS: Wer (so wie ich) erwartet, dass die Beatles eine wichtige Rolle spielen, wird leider enttäuscht…

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Veröffentlicht am 05.01.2025

Stereotype Romantasy

Married into Magic: Deal with the Elf King
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Das Buch hat mich anfangs total begeistert und in seinen Bann gezogen. Leider lies die Spannung immer mehr nach, was auch daran lag, dass die Geschichte sehr vorhersehbar und stereotyp war. In der Mitte ...

Das Buch hat mich anfangs total begeistert und in seinen Bann gezogen. Leider lies die Spannung immer mehr nach, was auch daran lag, dass die Geschichte sehr vorhersehbar und stereotyp war. In der Mitte hat es sich etwas gezogen, da die Handlung einfach nicht richtig in Gang kam. Im Vordergrund stand die Slow Burn – Romance zwischen Luella und dem Elfenkönig Eldas. Mich konnte die Liebesgeschichte jedoch nicht wirklich abholen. Ich habe das Knistern zwischen den beiden einfach nicht gefühlt. Zudem wirkte alles etwas erzwungen und Luellas Gedanken zu Eldas wiederholten sich.
Der Schreibstil hat mir insgesamt gut gefallen. Zwischendrin habe ich immer mal wieder mit Luellas Art gehadert, da sie etwas selbstgerecht wirkt. Eldas und sie sehen ihre Verpflichtungen als oberstes Ziel an und verdrängen dabei ihre Bedürfnisse und Gefühle. Richtig berühren konnten die beiden Hauptfiguren mich daher leider nicht. Ich hätte mir durchweg viel mehr Tiefe und Emotionen bei den Charakteren gewünscht.
Das Magiesystem fand ich spannend: „Das Erkennen“ erinnerte mich total an den „Erdsee“-Zyklus von Ursula K. LeGuin. Und die Aufteilung der Welt in drei Teile, die durch einen Nebel getrennt sind, erinnert an die nordische und griechische Mythologie – was ich sehr liebe. Doch leider wirkte das Ganze nicht richtig ausgearbeitet und blieb eher eine Randnotiz. Dabei hätte die Geschichte, insbesondere die Nebencharaktere und Nebenhandlungen, viel Potential gehabt.

Fazit:
„Deal With The Elf King“ ist eine stereotype Slow Burn Romance mit einem Hauch Fantasy und einer leider etwas zu vorhersehbaren Entwicklung. Auch wenn das Buch mich stellenweise gut unterhalten hat, ist es für mich kein Highlight und auch nicht wirklich ein Must Read.

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