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Veröffentlicht am 08.02.2025

Alte Sünden

Mörderney: Der tote Wattführer
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Ein neuer Autor und ein originelles Ermittlerduo. Das klingt schon erfolgversprechend. Tilla Fock arbeitet für ein kleines Anzeigenblatt auf der Insel Norderney. Ihre Schwester Angi ist die Chefin von ...

Ein neuer Autor und ein originelles Ermittlerduo. Das klingt schon erfolgversprechend. Tilla Fock arbeitet für ein kleines Anzeigenblatt auf der Insel Norderney. Ihre Schwester Angi ist die Chefin von dem kleinen Inselblatt und lässt sie nicht zu Wort kommen. Lediglich fotografieren darf sie. Als der 102-jährige Wattführer Josef Monningen tot auf einer bekannten Aufsichtsplattform aufgefunden wird, geht ihr Vater der Inselpolizist von Selbstmord aus. Der Tote soll sich mit Benzin übergossen und dann angesteckt haben. Tilla vermutet eher einen Mord und stellt ihre eigenen Nachforschungen an. Gleichzeitig macht der hypochondrische Pfarrer Hark Herforth eine Woche Urlaub auf der Insel. Als er im Watt in Gefahr gerät, rettet ihn Tilla aus der Situation und da sie beide sehr nass und durchgekühlt sind, übernachtet Tilla bei ihm im Hotel. Gemeinsam machen sie sich mit einem Tandemfahrrad auf Spurensuche und werden in gefährliche und skurrile Erlebnisse verwickelt.
Das Cover ist sehr stimmungsvoll. Die Protagonisten werden sehr gut beschrieben. Tilla fällt durch ihre Schlagfertigkeit auf. Als sie den Tatort näher betrachten möchte, kommt das Argument: Die Bank, die mit Monningen verbrannt ist. Auf der bin ich gezeugt worden. Und den Pfarrer hat sie am FKK-Strand kennengelernt. Der Erzählstil ist erfrischend und flott zu lesen. Ich freue mich schon auf den nächsten teil dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Grubenunglück

Kohle, Stahl und Mord: Das 13. Opfer
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Eine still gelegte Grube in Essen. Kohle wird hier schon lange nicht mehr gefördert und soll für öffentliche Führungen vorbereitet werden. Als zwei Elektriker die Technik im Bergwerk kontrollieren, kommt ...

Eine still gelegte Grube in Essen. Kohle wird hier schon lange nicht mehr gefördert und soll für öffentliche Führungen vorbereitet werden. Als zwei Elektriker die Technik im Bergwerk kontrollieren, kommt es zu einem Wassereinbruch und menschliche Knochen werden freigespült. Vor 34 Jahren gab es eine Explosion im Bergwerk, bei der die Leichen von 12 Kumpels nie gefunden wurden. Werner Flemming ist einer der Überlebenden von damals und findet jetzt einen Schädel mit einer Pistolenkugel im Inneren. Wer ist der 13. Tote? Kommissarin Elin Akay nimmt die Ermittlungen auf und bezieht ihre Freundin die Forensikerin Jana Fäller hinzu. Jana ihr Vater war selbst Bergbauer und ist nicht ganz unbefangen.
Die Protagonisten werden sehr gut beschrieben und man bekommt einen guten Einblick in die Kameradschaft der Grubenarbeiter. Die Beschreibungen vom Einfahren in die Grube und der Arbeiten unter Tage sind sehr detailliert und mit sehr viel Sachkenntnis beschrieben. Die Handlung ist sehr spannend und wird mit einigen Rückblicken in die Vergangenheit erzählt. Der Erzählstil ist interessant und packend.

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Eine Ärztin in Hamburg

Wer aus dem Schatten tritt
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Hamburg 1958. Der Krieg ist vorbei. Doch viele Menschen sind noch immer von ihren Erlebnissen traumatisiert. Renate hat ihr Examen als Ärztin bestanden und tritt ihre Stelle in der psychiatrischen Abteilung ...

Hamburg 1958. Der Krieg ist vorbei. Doch viele Menschen sind noch immer von ihren Erlebnissen traumatisiert. Renate hat ihr Examen als Ärztin bestanden und tritt ihre Stelle in der psychiatrischen Abteilung im Krankenhaus Ochsenzoll an. Dort herrschen noch die alten Hierachien der Männer. Viele Krankheiten werden als Schizophrenie diagnostiziert und nur medikamentös behandelt. Obwohl Renate wenig bis keine Erfahrung hat, versucht sie mit Gesprächen die Hintergründe zu erforschen. Als einer ihrer Patienten Selbstmord begeht, lernt sie Kommissar Studt kennen und lernt auch seinen Sohn Mathias kennen.
Das Cover und der Titel passen sehr gut zur Handlung. Die Protagonisten werden sehr persönlich beschrieben. Renate ist die Hauptfigur und wir begleiten sie nicht nur durch die Hansestadt der damaligen Zeit, sondern lernen selbstbewusste Frauen kennen, die sich für Frauenrechte einsetzen und eine Vereinigung gründen. Bei einem Fußballspiel des HSV am Rothenbaum hat dann Uwe Seeler einen kleinen Gastauftritt. Der Erzählstil nimmt mich mit in eine Zeit, in der ich selbst in Hamburg aufgewachsen bin und ich genieße es.

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Sehr amüsant

In einem Zug
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Wer kennt diese Situation nicht. Du steigst in einen Zug und möchtest deine Ruhe haben. Doch im Zugabteil gegenüber sitzt eine Frau und versucht dich in ein Gespräch zu verwickeln.
Genau das ist dem Autor ...

Wer kennt diese Situation nicht. Du steigst in einen Zug und möchtest deine Ruhe haben. Doch im Zugabteil gegenüber sitzt eine Frau und versucht dich in ein Gespräch zu verwickeln.
Genau das ist dem Autor Eduard Brünhöfer passiert. Er fährt von Wien nach München und überlegt an manchen Haltestellen, ob er einfach aussteigen sollte. Es beginnt mit der Allerweltsfrage: Sind sie nicht der Berühmte????. Danach werden die Fragen spezieller und hartnäckiger.
Das Cover und der Titel passen sehr gut zusammen. Dies ist mein erstes Buch von diesem Autor und ich habe mich köstlich amüsiert. Die Gespräche von vermeintlich gegensätzlichen Menschen und die hartnäckige Nachfrage, wenn keine Antwort kommt, bringen mich zum Schmunzeln. Trotzdem stecken auch ernsthafte Lebensweisheiten und Erkenntnisse dahinter, die zum Nachdenken anregen.

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Veröffentlicht am 31.01.2025

In der Tiefe des Sees

Kummersee
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Die Geschwister Lena und Tom Wolff verbrachten ihre Kindheit in Horlow im Wendland, nahe der Grenze zur damaligen DDR. Im August 1990 nach der Grenzöffnung erkunden sie den nahen, unberührten Kummersee. ...

Die Geschwister Lena und Tom Wolff verbrachten ihre Kindheit in Horlow im Wendland, nahe der Grenze zur damaligen DDR. Im August 1990 nach der Grenzöffnung erkunden sie den nahen, unberührten Kummersee. Tom stirbt bei einem vermeintlichen Badeunfall und Lena überlebt traumatisiert. Da es einige Sagen rund um den See gibt, glaubt sie an Monster, die in der Tiefe leben.
30 Jahre später kehrt sie zurück an den See und ihren Heimatort "Sleepy Horlow". Sie ist jetzt jetzt Polizistin und für die Sicherheit von einem Vermesserteam verantwortlich, die die Umgebung als Endlagerstätte für Atommüll prüfen soll. Als es den 1. Toten gibt und Umweltaktivisten dort auftauchen, eskaliert die Lage.
Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut. Der Schreibstil ist sehr erfrischend und gleichzeitig spannend. Die Handlung wird zwischendurch mit Rückblicken in die Vergangenheit unterbrochen und machen mich neugierig. Die Ereignisse am See werden immer unheimlicher und man fiebert der Erklärung gerad zu entgegen. Was verbirgt der See? Zum Ende überschlagen sich die Ereignisse und lassen mich mit einer Gänsehaut zurück.

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