Action, Leidenschaft & ein Hauch von Mythologie
Goddess of Fury 1: Dein Herz so steinernDank meines Buchclubs bin ich auf diesen Roman gestoßen, und darüber bin ich wirklich froh. Es war eine unterhaltsame Reise, die ich als Hörbuch an einem Vormittag im Zug regelrecht verschlungen habe.
Die ...
Dank meines Buchclubs bin ich auf diesen Roman gestoßen, und darüber bin ich wirklich froh. Es war eine unterhaltsame Reise, die ich als Hörbuch an einem Vormittag im Zug regelrecht verschlungen habe.
Die ungewöhnliche, aber äußerst gelungene Verbindung aus griechischer Mythologie und viktorianischem Bridgerton Flair verleiht der Geschichte eine besondere Atmosphäre. Im Zentrum steht Euryale, eine angehende Furie, die mit ihrer Entschlossenheit, Stärke, scharfen Zunge und Eigenwilligkeit beeindruckt. Ihr Gegenpart, Deacon, bildet mit seiner höflichen, einfühlsamen und geradezu gentlemenhaften Art einen spannenden Kontrast. Die Dynamik zwischen den beiden ist grandios. Ihre Wortgefechte sind ebenso amüsant wie charmant und verleihen der Geschichte eine Leichtigkeit, die bei der ganzen Action und Dramatik auch gebraucht wird. Ich musste hier und da echt laut kichern und das in der Öffentlichkeit. Dass die Rollenverteilung hier einmal umgekehrt ist, die Heldin mit ihrer kämpferischen, sexuell ausgelebten und etwas moralisch graue Natur und ihr Love-Interest als etwas unerfahrener und sensibler Unterstützer, hat für mich hervorragend funktioniert.
Die Autorin versteht es, einen konstanten Spannungsbogen aufrechtzuerhalten, sodass sich die Geschichte mühelos entfaltet. Einige Entwicklungen waren zwar vorhersehbar, doch der große Plottwist am Ende hat mich dennoch überrascht. Besonders gelungen war für mich die Rettungsszene der Zirkustiere, jedoch weniger überzeugend war die teils zu moderne Sprache im historischen Setting. Ein wenig mehr Tiefgang und Details sowohl bei den Haupt- als auch Nebenfiguren hätte das Leseerlebnis noch bereichert.
Alles in allem war es eine schöne romantasy Geschichte. Trotz kleiner Schwächen hatte das Buch definitiv Suchtpotenzial – und nach diesem Cliffhanger führt kein Weg an Band 2 vorbei!