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Veröffentlicht am 16.02.2025

Die letzten Stunden der Menschheit

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Ich bin ja großer Fan der Bücher von Stuart Turton, weil er diese unnachahmliche Art zu schreiben hat und mich eine Geschichten meist erstaunt und begeistert zurücklassen. Das dargestellte Szenario fand ...

Ich bin ja großer Fan der Bücher von Stuart Turton, weil er diese unnachahmliche Art zu schreiben hat und mich eine Geschichten meist erstaunt und begeistert zurücklassen. Das dargestellte Szenario fand ich super interessant und generell hat der Plot sehr viel schönes. Mochte ich wieder sehr.

Zum Inhalt: Im Mittelmeer liegt die letzte besiedelte Insel der Menschheit, abgeschirmt von dem Nebel, der die Welt auslöschte. Das Leben dort ist streng reguliert, jeder erfüllt die ihm zugeteilten Aufgaben. Als ein Mord passiert, ist plötzlich die gesamte Insel und die Existenz der Menschheit ein Gefahr.

Der Leser wird ohne viele Vorinformationen direkt in die Handlung und das dystopische Setting geworfen. Eine verlassene Militärkaserne erscheint mir ein idealer Handlungsspielort für einen dystopischen Sci-Fi-Krimi und trotz anfänglicher Startschwierigkeiten, so richtig in die Geschichte zu finden, mochte ich den Vibe von Anfang an.

Was mich anfangs etwas irritiert hat: Es gibt einen auktorialen Ich-Erzähler, dessen Identität sich erst nach und nach offenbart, sowie der größere Zusammenhang, der sich daraus ergibt. Ich hatte zwar von Beginn an eine Ahnung, das ganze Ausmaß dessen, was Turton hier erschaffen hat, hat mich aber völlig verblüfft.

Nachdem der Mord passiert ist, wurde die Geschichte deutlich übersichtlicher. Ich fand es super spannend gemeinsam mit Emory die Geheimnisse der Insel und ihrer eigenen Existenz zu lüften. Polytechnisch fand ich es ziemlich stark, wie hier mit Andeutungen und Hinweisen gearbeitet wird.

Mich hat diese Geschichte wirklich bestens unterhalten und einige der Twists haben mich wirklich kalt erwischt. Ich mochte dieses Buch wieder sehr, man muss sich einfach drauf einlassen, dass anfangs vieles eher schwammig ist- die Erklärungen kommen und sind absolut grandios.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Omg so eine gute Mischung aus Nerd und Spice

Deep End – Die unausweichliche Unanständigkeit von Liebe
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Ich liebe ja die wissenschaftlichen Romances von Ali Hazelwood. Und obwohl es hier auch ein College-Setting gibt, ist es eher eine Sports als Science-Romance. Es gibt zwar Wissenschaft und die Protas sind ...

Ich liebe ja die wissenschaftlichen Romances von Ali Hazelwood. Und obwohl es hier auch ein College-Setting gibt, ist es eher eine Sports als Science-Romance. Es gibt zwar Wissenschaft und die Protas sind definitiv in gewisser Weise Nerds, aber viel weniger, als bei den sonstigen College-Romanen der Autorin.

Zum Inhalt: nach einem schweren Unfall bei einem Wettbewerb hat Scarlet eine mentale Blockade und zweifelt an ihrer weiteten Laufbahn im Wasserspringen. Und auch sonst sieht Scarlet sich eher in einer Außenseiter-Position an der Uni. Mit ein Arrangement mit Schwimm-Superstar Lukas ihr Leben auf den Kopf stellt.

Zuerst mal: ich liebe den Gastauftritt von Adam und Olive, vor allem Adam mit seiner unverkennbaren Art war direkt ein kleines Highlight für mich. Aber trotzdem muss ich gestehen dass Lukas und Scarlet vielleicht mein neues Lieblings-Couple der Autorin sind. Bin ganz hingerissen von der Dynamik der beiden.

Spice und vor allem das Thema Kinks nehmen hier viel Raum ein. Da man es bei Ali Hazelwood aber gewohnt ist, dass Smut einen großen Teil der Handlung ausmacht, fand ich es nicht nennenswerter als in den bisherigen Büchern. Alles war sehr respektvoll, einvernehmlich und in meinen Augen überhaupt nicht crimge. Es gibt öfter mal Anspielungen auf 50 Shades, aber ich fand diese spicy Szenen hier viel erwachsener und auch ansprechender.

Ansonsten bringt die Handlung eine herrliche Lockerheit und Humor mit, die Figuren machen einfach Spaß und ich wollte das Buch gar nicht weglegen, von mir aus hätte es gerne noch mehr Seiten haben können. Für mich wieder ein großartiges Buch, ich lese Ali Hazelwood einfach super gern.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

genau die Geschichte, die ich brauchte

Hot Mess
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Ich bin diesem Buch schon mehrmals und auf verschiedenen Wegen begegnet, aber irgendwie hat es mich nie gereizt, bis meine Lieblings-Buchbloggerin es empfohlen hat. Und für mich war es ein absoluter Volltreffer. ...

Ich bin diesem Buch schon mehrmals und auf verschiedenen Wegen begegnet, aber irgendwie hat es mich nie gereizt, bis meine Lieblings-Buchbloggerin es empfohlen hat. Und für mich war es ein absoluter Volltreffer. Ein Buch für jeden, der sich manchmal einsam oder auf der Strecke geblieben fühlt, für jeden, der grade eine Freundin braucht. Es ist eine tolle, nahbare Geschichte über Freundschaft, Familie, Karriere und mentale Gesundheit.

Ich hab mich in dieser Geschichte sehr oft selbst wiedergefunden und finde Frauenfreundschaften und die Dynamiken untereinander werden gut und authentisch dargestellt. Ich mochte die chaotische Vielseitigkeit der Geschichte, die bitterbösen Kommentare und emotionalen Eskalationen. Ich hatte das Gefühl, als würde hier direkt aus dem Leben erzählt werden und als wäre ich live dabei als die Leben von Claire, Lexi und Joanne in die Binsen gehen und sie die Scherben zu etwas besserem, wertvollerem Zusammensetzen.

Ungefähr die erste Hälfte des Buches ist Unterhaltung pur, dann schlägt es einen überraschend ernsten, tiefgründigen Weg ein. Das kam sehr unvorhergesehen, hat mir aber richtig gut gefallen und das Buch noch offener und ehrlicher wirken lassen. Die Geschichte war für mich wie eine riesige Green Flag, dass es ok ist Schwäche zu zeigen, um Hilfe zu bitten und eben auch mal nicht klarzukommen.

Ein offenes, ehrliches und ungeschöntes, aber auch sehr witziges Porträt von Frauenfreundschaften, das hier gezeichnet wird. So wertvoll, so schön. Habs direkt drei Freundinnen weiterempfohlen.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

So düster, so gut

Die Tochter des Serienkillers
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Ich fand „die Frau des Serienkillers“ richtig gut und hab mich sehr gefreut, dass nun ein zweiter Band erschienen ist. War mir erst unsicher, ob es wohl Wiederholungen geben würde, aber ich fand diesen ...

Ich fand „die Frau des Serienkillers“ richtig gut und hab mich sehr gefreut, dass nun ein zweiter Band erschienen ist. War mir erst unsicher, ob es wohl Wiederholungen geben würde, aber ich fand diesen Band sogar noch stärker als den ersten. Die Bücher sind unabhängig lesbar und bekommen eine klare Leseempfehlung von mir.

Zum Inhalt: nach einer traumatischen Kindheit bricht Jane alle Brücken zu ihrer Vergangenheit ab und beginnt ein völlig neues Leben. Trotzdem trägt sie die Last und Folgen des Vergangenen mit sich herum, denn ihr Vater war ein verurteilter Serienmörder. Als in Janes neuem Umfeld eine Frau vermisst wird und Jane sich aufgrund von Blackouts nicht erinnern kann, was sie in besagter Nacht getan hat, muss sie sich fragen, ob irgendwas von ihrem Vater in ihr weiterlebt.

Die Geschichte las sich für mich diesmal sogar noch leichtgängiger als der erste Band der Reihe, sie hat einen gutes Flow und ein schönes, angezogenes Tempo. Ich fand die Nebenhandlung rund um Jens Vergangenheit, ihre Black Outs und die Schuldfrage dahinter super interessant angelegt. Das gibt der gesamten Story eine tiefenpsychologische Komponente, die absolut mitreißend ist.

Gleichzeitig ist Jen natürlich nicht die einzige, die sich auffällig verhält, denn auch ihr Mann Mark schleppt einiges an Ballast mit sich rum und hat mit seinem Verhalten immer wieder mein Misstrauen geweckt. Die Spannungen zwischen den Eheleuten sind sehr greifbar, die Beziehung von Misstrauen und Geheimnissen geprägt. Aber da Jen so eine unzuverlässige Protagonistin ist, weiß man einfach nicht ob man ihr trauen kann. Ihre zunehmend wahnhafte, unzurechnungsfähige Art macht die Geschichte erst so richtig packend und auf düstere Art perfide. Die Geschichte hat mich total in ihren Bann geschlagen.

Es gibt auch hier wie im ersten Band eine unbekannte Täterperspektive, in der es aber hauptsächlich um Paul Slater geht. Bin mir gar nicht sicher ob es die für mich unbedingt gebraucht hätte. Aber da es gut geschrieben war, in den Kontext rund um Jen passt und nicht überhand nahm, hat es zumindest auch nicht gestört.

Insgesamt fand ich diesen Band sogar nochmal besser als den ersten. Absolute Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Gefällt mir viel besser als Band 1

This could be home
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Ich bin ja ehrlich: im ersten Band hat mich die Lovestory ja eher nicht so überzeugt, nicht zuletzt weil die Protas quasi keine drei ernsten Worte miteinander gewechselt haben. Thematisch und auch von ...

Ich bin ja ehrlich: im ersten Band hat mich die Lovestory ja eher nicht so überzeugt, nicht zuletzt weil die Protas quasi keine drei ernsten Worte miteinander gewechselt haben. Thematisch und auch von den Figuren hat mich daher dieser zweite Band direkt schon mehr abgeholt. Für mich hatte dieses Buch alles, was ich an Büchern von Lily Lucas so liebe: ein tolles Setting, Charaktere, die einem ans Herz wachsen und emotionale Tiefe.

Zum Inhalt: nachdem Laurie einen ereignisreichen Sommer auf Hawaii verbracht hat, graut es ihr davor in ihr altes Leben und den Unialltag zurückzukehren. Viel mehr hat sie festgestellt, was sie stattdessen will: Rettungsschwimmerin werden. Doch die Ausbildung ist hart und der Aufnahmetest nicht ohne, sodass Surfer Chip Laurie anbietet ein Praktikum im Team seines Vaters zu machen. Und der teilt sie ausgerechnet Chips Bruder Tristan zu, der alles andere als begeistert von der Idee ist.

Lily Lucas hat einfach einen superschönen, smoothen Schreibstil und ich mag nachwievor den Flair des Settings. Grumpy vs Sunshine kommt hier wirklich richtig gut rüber und ich habs sehr geliebt die Interaktionen zwischen Laurie und Tristan zu verfolgen, genauso wie die wachsende Chemie zwischen ihnen.
Außerdem fand ichs richtig stark, wie hier auf die Härte des Jobs, die Verantwortung als Rettungsschwimmer und auch die Belastung und Schuld eingegangen wird, die damit einhergehen können. Das macht die ganze Geschichte auch noch authentischer, denn hier ist nicht einfach alles eitel Sonnenschein und easy Lifestyle.

Die Geschichte war einfach absolut bezaubernd, Laurie mochte ich ja schon in Band 1 als Nebencharakter total gern, aber hier entwickelt sie sich spürbar weiter, steht für sich ein und kämpft für ihre Ziele, was ich einfach bemerkenswert und mitreißend fand. Und Tristan ist für mich mal wieder ein absoluter Volltreffer-Bookboyfriend- harte Schale und wunderbar verletzlicher, weicher Kern. Habs sehr gefühlt.

Die Geschichte hat viel verletzliche Offenheit, aber auch diese Prise Chaos, die das ganze so wunderbar herzlich und unterhaltsam macht. Hat mir richtig gut gefallen.

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