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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2025

Ab auf die Schanze

Die Schanze
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Obwohl Ellen, die Hauptfigur, mit der Vergangenheit abschließen wollte, wagt sie trotzdem die Rückkehr in ihr Heimatdorf. Ob das so eine gute Idee ist? Die alte Heimat löst viele Erinnerungen in ihr aus, ...

Obwohl Ellen, die Hauptfigur, mit der Vergangenheit abschließen wollte, wagt sie trotzdem die Rückkehr in ihr Heimatdorf. Ob das so eine gute Idee ist? Die alte Heimat löst viele Erinnerungen in ihr aus, auch die Bewohner des Dorfes stehen ihr misstrauisch gegenüber – denn, in der Vergangenheit ist etwas passiert, was sich wohl bis auf die Gegenwart auswirkt. Was das ist, wird erst im Verlauf der Geschichte klar. Als kurz nach Ellens Rückkehr ein grausamer Mord passiert, geht’s dann erst richtig los mit der wilden Fahrt die Schanze runter.

Der Schreibstil von Lars Menz ist flott und fesselnd, die Stimmung bedrückend und düster. Durch die kurzen Kapitel bin ich wie die weltbeste Skispringerin nur so geflogen und hätte das Buch auch an einem Tag beenden können. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven sowie die Eindrücke der Vergangenheit fand ich toll und haben die Geschichte von unterschiedlichen Seiten beleuchtet. Ein paar Erzählpassagen fand ich ein bisschen unlogisch und nicht so passend, das ist hier aber mein einziger Kritikpunkt. Deswegen: Ab auf die Schanze mit euch und guten Flug!

FAZIT: Eine Vergangenheit, die extrem nachhallt – das finden wir vor allem in dieser Geschichte Schneller, fesselnder und spannender Thriller mit tollem Setting und authentischen Figuren. Ganz klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Ein düsteres winterliches Setting, eine abwechslungsreich erzählte Geschichte und eine sympathische Protagonistin - sehr empfehlenswert!

Coram House
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Der Klappentext hat mich hier sofort gepackt – und die Geschichte liefert endlich mal wieder genau das, was sie im Klappentext verspricht. Von der ersten Seite an konnte ich schnell in Alex’ Welt eintauchen: ...

Der Klappentext hat mich hier sofort gepackt – und die Geschichte liefert endlich mal wieder genau das, was sie im Klappentext verspricht. Von der ersten Seite an konnte ich schnell in Alex’ Welt eintauchen: eine gescheiterte Karriere als Autorin, verwitwet und ziemlich verloren. Am liebsten hätte ich sie mal fest gedrückt.

Doch sie bekommt die Chance auf einen Neuanfang: als Ghostwriterin soll sie die mysteriösen Ereignisse der späten 60er im Waisenhaus Coram House aufarbeiten. Dabei stößt sie auf alte Zeugenprotokolle und befragt ehemalige Waisenkinder. Diese Mischung aus dokumentarischer und persönlicher Spurensuche und der Wechsel der Zeitebenen hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt war die Geschichte durch den Erzählstil sehr lebendig. Je tiefer Alex gräbt, desto ungemütlicher wird ihr ihre Spurensuche.

Besonders mochte ich die Atmosphäre: Ich konnte die klirrende Kälte spüren, hatte das alte Waisenhaus und seine Bewohner deutlich vor Augen und konnte die Gefühle der Figuren nachempfinden. Zudem ist die Geschichte nicht so einfach gestrickt, wie man erst vermutet. Einziger Kritikpunkt: Manche Passagen wiederholen sich einen Ticken zu oft.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Spannende Geschichte für KI-Neugierige

Deep Fake
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Uiuiui…ein Nacktvideo, das gefaked ist, und die Karriere und das Leben von Mira total auf den Kopf stellt. In ihrer Situation hätte ich mich erstmal ein paar Wochen unter der Bettdecke verkrochen, aber ...

Uiuiui…ein Nacktvideo, das gefaked ist, und die Karriere und das Leben von Mira total auf den Kopf stellt. In ihrer Situation hätte ich mich erstmal ein paar Wochen unter der Bettdecke verkrochen, aber Mira ist mutig – und macht sich auf die Suche nach dem Täter. Die Spur führt sie in ihr altes Heimatdorf, dort warten alte Bekannte auf sie, deren Leben man ebenso digital manipuliert hat…und irgendwie hängt alles mit der Vergangenheit zusammen. Ich mochte Mira als starke Persönlichkeit gerne, die anderen Figuren blieben für mich immer etwas undurchschaubar, was mein Misstrauen aber nur verstärkt hat. Den mittleren Teil der Geschichte fand ich etwas lang, Auch hätte die Story etwas mehr Thrill vertragen können. Insgesamt mag ich den Schreibstil von Cleo Konrad aber sehr und fand die Story durch Tagebucheinträge trotzdem abwechslungsreich.

Vor allem den psychologischen Aspekt, was KI/Deep Fakes im Leben eines Menschen anrichten können, fand ich super aufgearbeitet. Dadurch ist mir wieder bewusst geworden, dass wir digital alle wahrscheinlich angreifbarer sind als wir wahrhaben wollen. Allgemein finde ich das Thema Künstliche Intelligenz sehr spannend und und mag moderne Bücher, die das Thema in Geschichten aufgreifen.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Ganz nett mit Schwächen

Die Bibliothek meines Großvaters
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Das Buch ist mir vor allem durch das tolle Cover und den wunderschönen Farbschnitt ins Auge gestochen. Der Klappentext verrät nicht viel, dennoch bin ich gut in die Geschichte reingekommen. Die Enkelin ...

Das Buch ist mir vor allem durch das tolle Cover und den wunderschönen Farbschnitt ins Auge gestochen. Der Klappentext verrät nicht viel, dennoch bin ich gut in die Geschichte reingekommen. Die Enkelin und ihr Großvater führen eine ganz rührende Beziehung miteinander, die vor allem durch eins geprägt ist: Geschichten. Obwohl der Opa demenzkrank ist, sitzt er immer noch in seinem Studierzimmer umgeben von Geschichten und hört seiner Enkelin auch gerne zu, wie sie welche erzählt. Der Autor lässt hier etwas Cozy Crime miteinfließen, da die beiden vor allem über Kriminalfälle rätseln und verschiedene Lösungen besprechen. Dabei ist der Großvater trotz mentalem Nebel immer noch ein Gedanke voraus, stets mit einer Zigarette in der Hand. Mir hat das ganze Szenario toll gefallen und mich auf eine wohlige Art eingemummelt. Leider gab es aber zu keinem Kriminalfall eine richtige Lösung, das läuft mehr oder weniger immer wieder ins Leere. Auch hätte ich mir gewünscht, dass der Großvater über eine eigene Geschichte spricht, die er erlebt hat. So waren die Figuren doch etwas unnahbar und der Fokus war auf vielen Seiten bei fremden Figuren, die mich nicht interessiert haben. Auch die vielen aufgezeigten Szenarien der Kriminalfälle mit Person A, B usw. haben meinen den Lesefluss gestört und waren mir irgendwie zu flach dargestellt. Insgesamt hätte ich mir irgendwie mehr von der Geschichte gewünscht, vor allem mehr Tiefe.

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Aufgewärmt statt aufregend

The Woman in Suite 11
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Das Luxushotel in der Schweiz ist wohl die Chance auf einen Neuanfang für Lo. Allerdings stecken dahinter nicht die Absichten, die sie vermutet. Das zeigt sich auch recht schnell bei ihrer Ankunft, da ...

Das Luxushotel in der Schweiz ist wohl die Chance auf einen Neuanfang für Lo. Allerdings stecken dahinter nicht die Absichten, die sie vermutet. Das zeigt sich auch recht schnell bei ihrer Ankunft, da sie viele Gesichter aus der Vergangenheit wiederkennt und darüber nicht gerade begeistert ist. Die Geschichte von Band 1 wird dementsprechend noch mal aufgewärmt. Und das für meinen Geschmack leider viel zu lange. Die Geschichte tröpfelt und tröpfelt…zwar landen wir irgendwann wieder in der Gegenwart, aber auch hier passiert gefühlt nichts oder halt einfach viel zu wenig.

Die Figuren bleiben leider sehr oberflächlich, viele Handlungen erscheinen unlogisch, Spannung ist für mich an einer Stelle mal kurz aufgekommen aber das wars leider schon. Das Gähnen muss man sich hier schon sehr stark verkneifen. Eigentlich schade, weil Ruth Ware hier trotzdem zeigt, dass sie Schreiben kann: total flüssig und bildstark. Inhaltlich hats mir aber nicht gefallen.

Das war viel zu wenig für einen spannenden rasanten Thriller und hat mich leider eher enttäuscht.

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