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Veröffentlicht am 20.04.2025

Interessantes Worldbuilding und packende Storyline - mal etwas anderes

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood
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Seit ihrer Kindheit wurde Freya stets eingeschärft, ihre magischen Fähigkeiten niemandem zu offenbaren. Zu groß war die Gefahr, dass Fremde ihre Magie für ihre eigenen Zwecke ausnutzen könnten. Als Freya ...

Seit ihrer Kindheit wurde Freya stets eingeschärft, ihre magischen Fähigkeiten niemandem zu offenbaren. Zu groß war die Gefahr, dass Fremde ihre Magie für ihre eigenen Zwecke ausnutzen könnten. Als Freya eines Tages an ihren Jarl verraten wird, geschieht genau das: Der Jarl ehelicht sie und erhofft sich von seiner neuen Schildmaid, dass diese ihm zur Erfüllung der Prophezeiung verhelfen könne, die ganz Skaland vereint unter einem einzigen König verspricht. Doch der Weg dorthin verlangt viele Opfer, denen Freya scheinbar nur mit Bjorn, dem anziehendem und ebenso verbotenem Sohn des Jarls, begegnen kann...

Ich bin ein großer Fantasy-Liebhaber und freue mich immer, wenn ich die Möglichkeit habe, in neue, fremde Welten eintauchen zu können. Ich würde behaupten, dass viele Romane des Genres sich in ihrem Worldbuilding und ihrer Struktur ähneln. "A Fate Inked in Blood" enthält zwar auch typische Fantasy-Elemente, entführt den Leser allerdings in ein spannendes, einzigartiges Setting in Mitten von nordischer Mythologie im "Vikings"-Stil. Mal etwas ganz anderes, wie ich finde! Bereits auf den ersten Seiten erfährt der Leser, wie erbarmungslos die mittelalterlich angehauchte Welt Skalands sein kann und wie gefangen diese Welt von Eis und Schnee ist. Danielle J. Jensen nimmt ihre Leser durch Freyas Augen mit auf eine Reise quer durch Skaland und erschafft dabei unterschiedlichste Settings, die unter anderem durch ihre Abwechslung so packend wirken. Nichtsdestotrotz hatte ich hier und da das Gefühl, dass es gerne etwas detaillierter hätte sein können. Ich wäre liebend gerne noch ein Stück tiefer in diese ferne Welt abgetaucht, denn das Potenzial dafür wäre definitiv da gewesen.

Im Fokus des beschriebenen Worldbuildings steht dabei Freya, die als Protagonistin von Anfang an authentisch gezeichnet wurde. Ich empfand ihre Sorgen und Probleme ebenso wie ihre Motivation als sehr gut greifbar. Die Zerrissenheit zwischen ihrem Pflichtgefühl sowie dem Wunsch, ihr Schicksal endlich einmal selbst gestalten zu wollen, waren verständlich aufgezogen, haben Freya nahbar und dadurch auch durchaus authentisch gemacht.
Ebenso gut gefallen hat mir der Love Interest Bjorn. Ja, er ist wohl hier und da ein wenig klischeehaft dargestellt und entspricht in vielerlei Hinsicht dem typischen Bookboyfriend. Das ändert meiner Meinung nach jedoch nichts daran, dass er mit seiner Hingabe und seinem Beschützerinstinkt wohl so einige Leserherzen zum Schmelzen bringen wird.
Die Dynamik zwischen Bjorn und Freya habe ich ebenfalls als sehr positiv wahrgenommen. Das Prickeln zwischen ihnen ist seit der ersten Begegnung spürbar und der Forbidden-Love-Trope bringt natürlich zusätzliche Spannung in die Geschichte.

Optimal abgerundet gewesen wäre diese Spannung in meinen Augen, wenn der Fokus noch ein wenig mehr auf den Fantasy-Aspekt gelegt worden wäre. Denn Freyas Fähigkeiten sind zwar der eigentliche Motor der gesamten Handlung, während vieler Passagen aber eigentlich gar nicht so präsent beziehungsweise relevant. Die Kombination mit Aspekten der nordischen Mythologie hätte dabei viel mehr Raum für explosive Fantasyszenen und magische Augenblicke gegeben, die ich mir als Leser so sehr wunderbar bildlich beschrieben gewünscht hätte. So sind magische Fähigkeiten über das Buch hinweg zwar ein Thema, haben sich für mich aber oft ein wenig nebensächlich und selbstverständlich angefühlt - so als wären sie eben nur "einfach da".

Alles in einem habe ich das Leseerlebnis dennoch genossen und würde diesen ersten Band der Dilogie jedem empfehlen, der Lust auf prickelnde Romantasy in einem nordischen Setting hat, dabei aber vielleicht nicht ganz so viel Wert auf High Fantasy von Feinstem legt.
4,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Guter Spannungsbogen, nicht ganz zufriedenstellendes Ende

Die Kammer
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Als die Sättigungstaucherin Ellen Brooke das Taucherbasisschiff "Deep Topaz" betritt, rechnet sie mit einem routinemäßigen Einsatz, wie sie ihn im Laufe ihrer beruflichen Karriere schon oft durchgeführt ...

Als die Sättigungstaucherin Ellen Brooke das Taucherbasisschiff "Deep Topaz" betritt, rechnet sie mit einem routinemäßigen Einsatz, wie sie ihn im Laufe ihrer beruflichen Karriere schon oft durchgeführt hat. Gemeinsam mit fünf Männern wird sie einige Tage lang am Grund der Nordsee eine Ölpipeline reparieren und nach einem mehrtägigen Druckausgleich in einer kleinen Kammer wieder an die Oberfläche zurückkehren. Doch dieser Einsatz ist anders: Nach und nach werden die Taucher in der Kammer leblos aufgefunden. Und Rettung für die Überlebenden ist nicht in Sicht. Denn würde die Kammer geöffnet werden, würden die Druckverhältnisse das Leben aller Taucher auf der Stelle beenden...

Nach dem vielversprechenden, beklemmendem Cover bin ich mit hohen Erwartungen an diesen Thriller gegangen. Ich habe mir einen packenden Locked-Room-Thriller erhofft, der mich so schnell nicht wieder loslässt. Und auch, wenn "Die Kammer" kein klassicher Locked-Room-Thriller ist (denn in diesem Locked-Room finden auch Außeneinwirkungen statt), habe ich dieses Buch binnen kürzester Zeit verschlungen. Dies lag an der für mich absolut gelungenen Kombination aus dem interessanten Thema rund um das Sättigungstauchen und allen damit verbundenen Einzelheiten sowie an der guten Spannungskurve, die diese Thematik optimal abgerundet hat.
Will Dean leitet den Leser mittels einer Zeichnung eines Taucherbasisschiffs erstmals in die Thematik ein und eröffnet diesem im Laufe des Buches Stück für Stück mit einem neutralen, sachlichen Schreibstil die beeindruckende Welt der Sättigungstaucher, welche er anschließend mit einem Glossar abrundet. Ich hatte zuvor noch überhaupt keine Berührungspunkte mit dem Thema, konnte mir das Prozedere des Sättigungstauchens durch die Informationshäppchen allerdings schnell recht bildlich vorstellen.

Gezwungenermaßen muss man sich im Rahmen dessen auch mit der Dekompressionskammer auseinandersetzen. Und genau an dieser Stelle beginnt der Roman, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Seite für Seite taucht dieser in diese beengende Kammer ein, in welcher sechs Menschen auf kleinstem Raum und unter schwierigsten Bedingungen zusammenleben müssen. Schnell stand für mich so fest, dass dieses Setting den Thriller einzigartig macht! Die Sackgasse, in denen sich die verbliebenen Taucher nach dem ersten Vorfall befinden, jagte mir eine Gänsehaut über den Rücken und die Anspannung war förmlich greifbar. Im weiteren Verlauf ähnelt sich die Handlung an vielen Punkten und bietet nicht ganz so viel Neues, was ich von Thrillern so normalerweise nicht gewohnt bin. Denn üblicherweise bekommt man in dem Genre immer wieder ein paar Hinweise, um selbst Theorien aufstellen und mitraten zu können. Das war meiner Meinung nach hier gar nicht so präsent, für mich persönlich jedoch nicht schlimm. Denn statt den Leser mit einer durchgetakteten Handlung auf Trab zu halten, setzt der Autor hier auf die bedrohliche Atmosphäre als spannungstreibendes Mittel. Und das gelingt meines Erachtens nach äußerst gut! Die Anspannung der Protagonisten überträgt sich hier auf den Leser und man möchte immer weiter lesen und erfahren, wann sich diese Anspannung und Spannung denn endlich entlädt. Abgerundet wird das ganze mit den schaurigen Erfahrungen der Taucher, die noch ein wenig mehr Gänsehaut bescheren.

Doch so gebannt ich vom Beginn und Hauptteil dieses Buches war, so enttäuscht hat mich letztendlich das Ende zurückgelassen. Ich persönlich mag offene Enden bei Thrillern überhaupt nicht. "Die Kammer" löst die Handlung am Schluss zwar auf, meiner Meinung nach aber ein wenig unbefriedigend und nicht ganz rund. Ich hätte mir an dieser Stelle sehr gewünscht, dass dem Schluss mehr Raum zugesprochen worden wäre.

Nichtsdestotrotz hat dieser Thriller von Will Dean mir gute, spannungsgeladene und teils auch beklemmende Lesestunden beschert. Wer interessiert an der Welt des Sättigungstauchens ist und Lust auf einen packenden, klaustrophobischen Thriller hat, sollte sich "Die Kammer" unbedingt näher ansehen.
4,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 13.02.2025

Weniger Romance, dafür umso mehr Spice!

Cold King
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Während die junge Architektin Delilah sich bisher gänzlich auf ein schnelles Voranschreiten ihrer Karriere konzentriert und ihre wenige Freizeit nicht mit bedeutungslosen One-Night-Stands verbracht hat, ...

Während die junge Architektin Delilah sich bisher gänzlich auf ein schnelles Voranschreiten ihrer Karriere konzentriert und ihre wenige Freizeit nicht mit bedeutungslosen One-Night-Stands verbracht hat, bildet Cole King das genaue Gegenteil zu ihr. Dem äußerst wohlhabenden COO der King Group mangelt es an nichts. Gerne lässt er seine Gedanken hin zu unterschiedlichen Frauen schweifen, um seinen Kopf freizubekommen. Zumindest bis er eines Abends auf Delilah trifft und die beiden sich kurz nach einer Nacht, die die einzige zwischen ihnen bleiben sollte, beruflich wiedersehen. Denn Delilah ist Teil eines Architektenteams, welches das neueste Projekt der King Group umsetzen soll. Und während die beiden sich vornehmen, professionell zu bleiben, ist die Anziehungskraft zwischen ihnen doch unbestreitbar...

Zugegeben, auf den ersten Blick klingt "Cold King" nach einer klischeehaften Office-Romance wie jede andere auch. Aber man sollte sich unbedingt nicht davon abschrecken lassen - denn schon nach den ersten Seiten wird meiner Meinung nach klar, dass dieser Roman viel mehr bietet und sich dieser durchweg positive Eindruck durch praktisch alle Bereiche des Buches zieht:

Dies fängt bereits beim Schreibstil der Autorin an: L.M. Dalgleish schreibt witzig, prickelnd und locker, gleichzeitig aber auch gut durchdacht.
Und auch die Konstruktion der Geschichte zwischen Delilah und Cole ist durchaus erfrischend. Natürlich, in gewisser Weise ist das Ende in diesem Genre immer ein wenig vorhersehbar. Nichtsdestotrotz sorgen kleine Kniffe in der Handlung immer wieder für frischen Wind und sorgfältig gestreute Hinweise dafür, dass man als Leser immer wieder darüber rätselt, wie genau beispielsweise eine Person nun in einzelne Geschichten involviert ist oder was für Hintergründe hinter gewissen Verhaltensmustern stecken.
Hinzu kommen jede Menge spicy Szenen, die glücklicherweise alles andere als unangenehm beschrieben (wie ich es leider bereits das ein oder andere Mal in dem Genre gelesen habe), sondern ganz im Gegenteil sehr sinnlich und prickelnd dargestellt waren.

Auch die beiden Protagonisten Delilah und Cole konnten mich, zumindest größtenteils, überzeugen. Während die junge Architektin durch ihre Wortgewandheit und Intelligenz glänzt, besticht der Milliardär durch seine unnahbare, verführerische Art. Bei letzterem hätte ich mir manchmal jedoch eine Prise mehr Romantik gewünscht. Seine Gedanken waren für meinen Geschmack ab und an zu sehr auf "das Eine" gerichtet, was ich während der ein oder anderen Situation als unpassend, einmal sogar als übergriffig empfunden habe. Ein wenig mehr Romantik und ein Auge für Details hätten diese Geschichte sicherlich noch spannender und intensiver wirken lassen können.

Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil der "Empty Kingdom"-Reihe. Den dortigen Protagonisten, Coles Bruder, konnte man bereits in diesem ersten Band ein wenig kennenlernen, sodass ich sicher bin, dass er eine hervorragende, spannende Besetzung für die Fortsetzung darstellen wird. Von mir gibt es einen Daumen hoch und eine Leseempfehlung für diese heiße Office-Romance.
4,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Leichte, cozy Lektüre für ruhige Lesestunden zwischendurch

Something Old, Someone New
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Eigentlich läuft Sheas Leben nahezu perfekt: Sie hat einen tollen Job, eine Schwester, die sie bei allem unterstützt und einen Freund, der sie bedingungslos liebt. Nahezu, denn als ihr Freund John der ...

Eigentlich läuft Sheas Leben nahezu perfekt: Sie hat einen tollen Job, eine Schwester, die sie bei allem unterstützt und einen Freund, der sie bedingungslos liebt. Nahezu, denn als ihr Freund John der jungen Frau einen Hochzeitsantrag macht, sucht er ihr ausgerechnet einen Vintage-Verlobungsring aus. Und das, obwohl Shea seit ihrem ersten gemeinsamen Date betont, dass einer ihrer absoluten Lebensgrundsätze besagt, niemals einen gebrauchten Verlobungsring zu tragen. Ihre Nonna hat sie von klein auf gelehrt, dass dies ihre Ehe mit schlechtem Karma beflecken würde - und das möchte Shea auf keinen Fall. Aber warum kann sie einfach nicht aufhören, an diesem Aberglauben festzuhalten? Ist ihr der Aberglaube letztendlich wichtiger als ihre Liebe zu John? Und wer hat den edlen Ring vor Shea besessen?

"Something Old, Someone New" ist eines der wenigen Bücher, welches mich durch das Cover potenziell eher abgeschreckt haben und was ich so in der Buchhandlung vermutlich eher nicht mitgenommen hätte. Dafür ist es mir zu bunt und wild, es wirkt einfach nicht gänzlich stimmig und mehr wie ein Jugenbuch, als ein Frauenroman auf mich. Nichtsdestotrotz wollte ich einen Blick auf den Klappentext werfen, welcher mich letztendlich durchaus positiv stimmen konnte und Lust auf eine cozy Wohlfühlgeschichte gemacht hat.
Diese habe ich hier letztendlich auch im Verlauf der Lektüre wiedergefunden.

Der Roman ist unterteilt in recht kurze, kompakte Kapitel, was zu einem guten Lesefluss beigetragen hat. Immer wieder konnte ich das Buch nicht zur Seite legen, weil ich noch ein knappes Kapitel mehr lesen wollte.
Und auch der Schreibstil der Autorin hat dazu beigetragen. Jessie Rosen schreibt locker-luftig, sehr greifbar und durchaus flüssig.

Den Wohlfühlfaktor gesteigert hat zudem das Setting - oder die Settings - des Buches. Die Geschichte um Shea und ihren Ring spielt unter anderem in Amerika (Los Angeles und New York) sowie im sonnigen Italien. Dies finde ich einen Roman dieser Art hervorragend gewählt. Ich mochte die Ortswechsel sehr und habe mich liebend gerne kurzzeitig in einen kurzen Urlaub entführen lassen. Meiner Meinung nach hätte dieser Punkt sogar noch ein wenig stärker ausgebaut und mehr Fokus auf das Einfangen des Flairs des jeweiligen Ortes gelegt werden.

Denn so standen primär Shea und ihr Aberglaube im Rampenlicht der Geschichte, was per se zwar durchaus Sinn macht. Immerhin ist sie schließlich die Protagonistin hier. Und obgleich ich das Thema "Aberglaube" als sehr interessant für eine gute Lektüre empfinde, wurde Sheas Aberglauben meines Erachtens nach hier jedoch ein wenig zu viel Raum gegeben. Zwar wurden die Hintergründe dafür verständlich und gut aufgearbeitet dargelegt, gerade zu Beginn empfand ich das Ganze aber als einen kleinen Hauch zu schrullig und drüber.

Alles in einem empfehle ich das Buch jedem weiter, der Lust auf ein Paar lockere, entspannte Lesestunden hat sowie gerne eine Liebesgeschichte lesen möchte, die letztendlich gar nicht typisch romantisch ist und eher in Richtung Selbstfindungsreise geht. Ich mochte "Something Old, Someone New" wirklich gerne!
4,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Sympathische Charaktere und eine dynamische, aufregende Gestaltung

PS: Du bist ein Traum! (PS: Du bist die Beste! 5)
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Beste Freundinnen für immer: das sind Emma und Lore. Um sich auch nach Emmas Umzug von Kiel nach Rosenheim weiterhin auf dem Laufenden halten zu können, teilen die beiden alle ihre Erlebnisse, Probleme ...

Beste Freundinnen für immer: das sind Emma und Lore. Um sich auch nach Emmas Umzug von Kiel nach Rosenheim weiterhin auf dem Laufenden halten zu können, teilen die beiden alle ihre Erlebnisse, Probleme und Gedanken per Brief miteinander. Und da kommt so Einiges zusammen - denn die beiden durchleben gerade nicht nur ihre erste große Liebe, sondern auch total verrückte Träume. Gut, dass Emma und Lore alles miteinander teilen können!

Bei "PS: Du bist ein Traum!" handelt es sich um den fünften Band der Reihe rund um die beiden besten Freundinnen. Ich kannte die vorherigen Bände bisher noch nicht, hatte aber dank einer kurzen und knappen grafischen Charakterbeschreibung auf den ersten Seiten keinerlei Probleme, mich in der Geschichte zurechtzufinden. Die Charakterbeschreibung enthält eine kurze Zusammenfassung der einzelnen Figuren und deren Vorgeschichte, sodass ich sofort zu Beginn des Buches das Gefühl hatte, allesamt bestens zu kennen - fast ein wenig so, als wäre man selbst mit Emma und Lore befreundet.
Und wie gerne wäre ich das! Denn die beiden waren mir auf Anhieb sympathisch. Ich fand es total toll, wie ehrlich sie miteinander sind und wie sie sich über alles vertrauensvoll austauschen können. Dabei werden Emma und Lore ebenso wie die Themen, die die beiden gerade beschäftigen, absolut passend zu ihrem Alter dargestellt (und dabei auch ebenso aktuell). Unter anderem sind die erste große (zum Teil gleichgeschlechtliche) Liebe oder Patchworkfamilien ein Thema.

Eingerahmt wird all das von einem luftig-lockerem, kinderfreundlichen Schreibstil der Autorin. Natalie Buchholz schreibt sehr aufregend und verpackt die Gedanken und Gefühle der beiden Teenager für den jungen Leser optimal nachvollziehbar und mindestens ebenso authentisch. Und doch hatte ich manchmal das Gefühl, dass es teilweise eine Schippe zu viel war. Namen wie "Leon-der-beste-Stiefbruder-ever" oder "Jasmin-ich-schüttel-mein-Haar" sind zwar zu Beginn erstmal sehr unterhaltsam und witzig gewählt, bei spätestens der fünften Wiederholung war hier jedoch die Luft draußen.

Gut, dass die wundervolle Gestaltung des Buches meistens von diesem Kritikpunkt ablenken konnte. Unterschiedliche Schriftarten, zahlreiche kleine Zeichnungen und verschiedene Formate wie Tagebucheinträge, Briefe oder Chatnachrichten lassen die Geschichte wie auch den Text selbst sehr dynamisch wirken und lockern alles toll auf. So macht das Lesen sicherlich auch dem größten Lesemuffel Spaß!

Wer Lust auf ein aktuelles, realistisches Jugendbuch im "DORK Diaries"- oder "Julie"-Stil hat, ist mit dieser Reihe gut beraten und wird vor allem mit der tollen grafischen Gestaltung bestimmt genauso viel Freude wie ich damit haben.
4,5/5 Sterne

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