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Veröffentlicht am 08.03.2025

Eine mitreißende Geschichte auf der längsten bewohnten Brücke Europas

Die Brücke von London
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Julius Arth nimmt uns in seinem Roman mit auf die alte Brücke von London. Im Mittelalter war die London Bridge ein wichtiger Handelsort und Wohnort für hunderte Menschen, denn sie war die längste bewohnte ...

Julius Arth nimmt uns in seinem Roman mit auf die alte Brücke von London. Im Mittelalter war die London Bridge ein wichtiger Handelsort und Wohnort für hunderte Menschen, denn sie war die längste bewohnte Brücke Europas. Auf dieser Brücke treffen wir Juliana, eine junge Tuchhändlerin, die nach dem Tod ihres Mannes das Geschäft alleine weiterführen muss.
In diesem Buch ist die London Bridge für mich wirklich lebendig geworden. Julius Arth beschreibt diesen Ort mit viel Liebe und genau dem richtigen Maß an Details. Ähnlich geht er auch an seine Charaktere. Ihre Motive und Handlungen werden deutlich und sind in ihrer Welt logisch. Die Hauptcharaktere sind sehr sympathisch, klug und mutig, aber nicht fehlerfrei. Dadurch konnte ich direkt mit ihnen mitfühlen.
Besonders spannend ist auch die Erzählstruktur. Julianas Geschichte ereignet sich zu einer Zeit, als die London Bridge langsam auf ihr Ende als Handelsort zusteuert. Das bringt einige Schwierigkeiten mit sich. Dazwischen streut der Autor aber noch einen Erzählstrang aus der Bauzeit der Brücke. Dieser Zeitsprung bringt eine weitere Ebene in die Geschichte und sorgt für ein zusätzliches Spannungselement. Julius Arth hat es geschafft, immer dann die Zeit zu wechseln, wenn es gerade spannend wurde. Das hat sich wie kleine Cliffhanger innerhalb der Erzählung angefühlt.
Ich kann diesen Roman nur allen empfehlen, die sich auch gerne auf ein historisches Setting einlassen. Der Schreibstil und die Wortwahl passen perfekt zur Epoche. Gleichzeitig ist er aber leicht verständlich. Die Geschichte ist mitreißend und die Charaktere sind sympathisch. Die Brücke von London war für mich jetzt schon ein Lesehighlight.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Ein letzter fantastischer Ausflug mit Quinn und Matilda

Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält
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Quinn soll sich im letzten Teil der Trilogie auf das große Sternentorritual vorbereiten und hat damit alle Hände voll zu tun. Währenddessen möchte Jeanne d’Arc ihre fehlende Jugend nachholen und bereitet ...

Quinn soll sich im letzten Teil der Trilogie auf das große Sternentorritual vorbereiten und hat damit alle Hände voll zu tun. Währenddessen möchte Jeanne d’Arc ihre fehlende Jugend nachholen und bereitet einen extravaganten Schulball vor. Matilda will beiden helfen und gerät damit immer wieder in schwierige Situationen.
Kerstin Gier hat in der Vergissmeinnicht-Trilogie eine wunderbare und fantastische Welt geschaffen. Ihre jugendlichen Helden sind mutig und klug und lassen sich auch von großen Schwierigkeiten nicht unterkriegen. Ich habe mit den beiden mitgefiebert und auch einige Male herzhaft gelacht.
Das Ende der Trilogie ist wirklich gelungen und bewegend. Ich habe einiges nicht kommen sehen und trotzdem passte alles gut zusammen. Insgesamt kann ich die drei Bücher allen empfehlen, die fantastische Geschichten lieben.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Nachdenkliche und sympathische Charaktere in einer tollen Second-Chance-Romance

Wild Rose Cottage
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Calla kommt nach Jahren in ihr Heimatdorf zurück und trifft auf ihre Jugendliebe Rowan. Dieser ist inzwischen alleinerziehender Vater und will nur das Beste für seinen Sohn. Haben die beiden eine Chance, ...

Calla kommt nach Jahren in ihr Heimatdorf zurück und trifft auf ihre Jugendliebe Rowan. Dieser ist inzwischen alleinerziehender Vater und will nur das Beste für seinen Sohn. Haben die beiden eine Chance, an die Vergangenheit anzuknüpfen?
Mit Wild Rose Cottage hat Cassia Bieber eine wundervolle Liebesgeschichte geschrieben. Das Cover des Buchs lässt im ersten Moment das Gefühl aufkommen, es könnte sich um einen kitschigen Roman handeln. Für mich hat sich das jedoch nicht bewahrheitet.
Die beiden Protagonisten sind sehr sympathisch und liebevoll. Ich konnte gut mit ihnen mitfühlen und wurde dadurch richtig mitgerissen. Ihre Hintergrundgeschichte wird immer wieder in Rückblenden gezeigt und dadurch machen auch die aktuellen Handlungen immer wieder Sinn.
Cassia Bieber hat einen wunderbaren Schreibstil. Ihre Helden werden durch die Beschreibung der Gefühle und Gedanken lebendig und auch das Kleinstadt-Gefühl kommt gut hervor. Es gibt aber auch immer wieder Stellen, die Humor haben und mir richtig viel Spaß gemacht haben. Das sorgt auch dafür, dass die eher kitschigen Stellen ausgeglichen werden und daher kein pathetisches Gefühl aufkommt.
Besonders schön finde ich die Darstellung der beiden Vaterfiguren im Buch. Rowan hat es als alleinerziehender Vater nicht leicht und will immer nur das Beste für seinen Sohn. Darüber scheint er sich zeitweise selbst zu vergessen. Aber seine Art macht im Hinblick auf seine Hintergrundgeschichte viel Sinn und macht es für mich stimmig.
Auch Callas Vater macht seine Sache sehr gut. Er gibt ihr gute Ratschläge und regt sie zum Nachdenken an, ohne ihr Entscheidungen abzunehmen. Damit respektiert er sie als erwachsene Frau und unterstützt sie trotzdem auf die beste Weise.
Ich kann Wild Rose Cottage nur weiterempfehlen. Wer auf nachdenkliche und sympathische Charaktere steht, wird hier sicher auf seine Kosten kommen.
Danke Cassia Bieber für diese wundervolle Geschichte. Sie hat mir ein paar wundervoll emotionale Stunden beschert.

Anmerkung: Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde auf der Plattform Lovelybooks als Rezensionsexemplar gewonnen. Hier stelle ich meine ehrliche Meinung dar.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Eine fantastische Geschichte mit viel Liebe zum Meer

Meeresglühen (Romantasy-Trilogie, Bd. 1)
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Ella Keen kommt aus Deutschland, verbringt den Sommer aber im Haus ihrer verstorbenen Oma in Cornwall. Am Strand findet sie einen Surfer in Seenot. Aris hat aber ein Geheimnis. Im Laufe der Geschichte ...

Ella Keen kommt aus Deutschland, verbringt den Sommer aber im Haus ihrer verstorbenen Oma in Cornwall. Am Strand findet sie einen Surfer in Seenot. Aris hat aber ein Geheimnis. Im Laufe der Geschichte lernt Ella, woher Aris kommt, und geht mit ihm auf eine fantastische Reise.
Anfangs erschien mir das Buch etwas langatmig. Aber die Geschichte nahm nach und nach immer mehr Fahrt auf und hat mich dann nicht wieder losgelassen. Die Autorin Anna Fleck lässt die Welt in ihren Beschreibungen lebendig werden. Auch die einzelnen Charaktere gefielen mir sehr gut. Die Hauptcharaktere haben vielschichtige Motive und handeln dementsprechend konsequent.
Besonders gut fand ich, dass in der fantastischen Welt auch politische Themen angesprochen werden. Es wird am Ende keine Lösung für die angesprochenen Probleme gefunden, aber das kann ja in den anderen beiden Bänden noch geschehen. Ich freue mich auf jeden Fall auf einen weiteren Ausflug in die Welt von Ella und Aris.

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Eine philosphische Erzählung über das Glück und wie man es findet

Vom Leuchten der Sterne
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„Vom Leuchten der Sterne“ überzeugt schon durch das wunderschöne Coverbild. Unter einem Sternenhimmel sehen wir den Umriss eines Mädchens. Wie die Geschichte ist es ein bisschen geheimnisvoll, ein bisschen ...

„Vom Leuchten der Sterne“ überzeugt schon durch das wunderschöne Coverbild. Unter einem Sternenhimmel sehen wir den Umriss eines Mädchens. Wie die Geschichte ist es ein bisschen geheimnisvoll, ein bisschen melancholisch und ein bisschen düster.
Dieser Eindruck setzt sich direkt auf der ersten Seite fort. Hier ist das Gedicht „Mondnacht“ von Joseph von Eichendorff abgedruckt. Für mich hat sich dadurch auch die Stimmung festgelegt, die sich durch die gesamte Geschichte zieht. Sie regt zum Nachdenken an und nicht alles wird auf den ersten Blick klar. Vor allem die Beweggründe der vier Protagonisten zeigen sich erst nach und nach.
In der Geschichte suchen die vier jungen Menschen nach dem Glück. Dabei lassen sie sich von verschiedenen philosophischen Ideen begleiten. Diesen Aspekt im Buch mag ich sehr gerne. Ein bisschen hat mich die Art an "Sofies Welt" von Jostein Gaarder erinnert. Dadurch habe ich die 140 Seiten auch nicht einfach schnell durchgelesen. Ich habe mir die Zeit genommen, über die einzelnen Aspekte nachzudenken und tatsächlich zum ersten Mal seit der Schulzeit in einer Geschichte Sätze und Abschnitte markiert.
Wolfgang Schnellbächer beschreibt die Gefühle der einzelnen Personen sehr passend und eindrücklich. Die einzelnen philosophischen Ideen werden immer wieder schön in die Geschichte eingeflochten. Sie spiegeln sich in den Handlungen und Beweggründen der verschiedenen Personen wider. Dadurch erklären sich die Ideen sehr eindrücklich.
Ich würde dir das Buch empfehlen, wenn du auch gerne über philosophische Konzepte nachdenkst. Wenn du dich dagegen einfach gerne von einer Geschichte mitreißen lässt, könnte es nicht die richtige Wahl für dich sein. Darüber hinaus werden auch psychische Probleme thematisiert und oft erscheint die Denk- und Handlungsweise der Protagonisten nicht einleuchtend. Aber auch das macht für mich einen Teil des Reizes dieses Buches aus. Es lässt den Leser in die Köpfe verschiedener Personen schauen.

Anmerkung: Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde auf der Plattform Lovelybooks als Rezensionsexemplar gewonnen. Hier stelle ich meine ehrliche Meinung dar.

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