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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2025

Klassischer englischer Krimi!

Die Toten von Fleat House
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Zum Buch: Im englischen Internat St. Stephens wird ein Jugendlicher tot aufgefunden. Zuerst deutet alles auf einen unglücklichen Unfall hin, doch dann stellt sich heraus, dass jemand seinen Tod bewusst ...

Zum Buch: Im englischen Internat St. Stephens wird ein Jugendlicher tot aufgefunden. Zuerst deutet alles auf einen unglücklichen Unfall hin, doch dann stellt sich heraus, dass jemand seinen Tod bewusst in Kauf genommen hat. DI Hunter von Scotland Yard wollte aus persönlichen Gründen eigentlich den Polizeidienst quittieren, doch ihr Vorgesetzter holt sie für diesen Fall wieder zurück. Und dann überschlagen sich die Ereignisse. Einer der Lehrer begeht Selbstmord – warum? Als noch eine weitere Leiche auftaucht, ist das Chaos perfekt. Die Ermittler kommen gar nicht nach und Rektor Jones ist nahe am Nervenzusammenbruch. Aber langsam fügt sich alles zu einem Bild…

Meine Meinung: Die Betonung liegt hier auf „langsam“. Denn die Geschichte entwickelt sich sehr langsam. Es wird langsam Spannung aufgebaut, wofür sich der Leser aber mit unzähligen Charakteren und Verwandtschaftsverhältnissen befassen muss. Es ist halt ein typischer Krimi, aber die Schreibweise der mittlerweile verstorbenen Lucinda Riley besteht darin, alles genau zu umschreiben. Ob es die Landschaft ist oder die Gedanken der Figuren. Und das ist meiner Meinung nach der Knackpunkt, warum für mich kaum Spannung aufkam. Hier wäre vielleicht weniger mehr gewesen…

Die Protagonisten werden natürlich auch alle sehr ausführlich gezeichnet und man kann sich alle Charaktere sehr gut vorstellen. DI Jazmine Hunter mochte ich persönlich ganz gerne, genauso wie ihren DS Alistair Miles. Im Internat gibt es naturgemäß viele alte Geschichten und Geheimnisse, das hat mir auch ganz gut gefallen.

Mein Fazit: Dieser klassische englische Krimi ist nicht schlecht, mir war er aber eindeutig zu langatmig und ohne wirkliche Spannung. Das mag aber nur meine Meinung sein, Fans von Lucinda Riley und ihrem ausschweifenden Schreibstil werden es sicherlich mögen. Von mir gibt es leider nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 12.02.2025

Was das Internet alles anrichtet...

Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu. (Die Emer-Murphy-Serie 1)
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Zum Buch: Die kleine Poppy wächst in der Instagram-Welt auf. Jede Bewegung von ihr wird der ganzen Welt mitgeteilt. Die Eltern, Lotte und Jens Wiig, verdienen viel Geld damit. Bis Poppy eines Tages verschwindet, ...

Zum Buch: Die kleine Poppy wächst in der Instagram-Welt auf. Jede Bewegung von ihr wird der ganzen Welt mitgeteilt. Die Eltern, Lotte und Jens Wiig, verdienen viel Geld damit. Bis Poppy eines Tages verschwindet, als Jens Vater auf die Kleine aufpassen sollte. Er selbst liegt bewusstlos in der Küche. Die Eltern hoffen noch, dass es so abläuft wie vor kurzem bei der kleinen Isabella, die war nach einigen Stunden wieder da. Doch die Zeit verrinnt und von Poppy keine Spur. Die Polizistin Emer Murphy, eigentlich noch krankgeschrieben wegen einer beginnenden Psychose, ist davon überzeugt, dass sie in dem Fall gebraucht wird und fängt mit ihrem Kollegen Mons an zu ermitteln…

Meine Meinung: Die Story an sich ist eigentlich gut, aber ich hatte von Anfang an Schwierigkeiten, in das Buch zu kommen. Emer ist mir im gesamten Buch nicht nähergekommen, im Gegenteil. Ich fand es immer verrückter, was sie da veranstaltet hat. Und die Fähigkeit ihrer Großmutter fand ich auch völlig unrealistisch. Den beiden Eltern von Poppy hätte ich die ganze Zeit ins Gesicht springen können. Einer unsympathischer als der andere. Gut, bei Lotte versteht man am Ende so einiges, aber dennoch konnte sie mir nicht ans Herz wachsen. Poppy taucht eigentlich nur kurz am Anfang und dann am Ende wieder auf.

Der Schreibstil ist für mich nicht flüssig, teilweise musste ich mich zwingen, weiterzulesen. Gut fand ich dagegen die doch recht kurzen Kapitel sowie die Überschriften, von wem berichtet wird und wann. Das ist ziemlich hilfreich.

Das Ende fand ich dann wieder ganz gut und es hat mich ein wenig versöhnt mit dem Buch. Aber leider kann ich dennoch nicht mehr als drei Sterne vergeben, weil es mich nicht so abgeholt hat wie erhofft.

Mein Fazit: Eine üble Geschichte über Social Media und den anonymen Follower dahinter. Leider konnte mich der Schreibstil nicht ganz überzeugen und ich fand die Geschichte etwas zu sehr in die Länge gezogen. Von daher gibt es von mir 3 Sterne, man kann es lesen, aber muss man nicht.

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Gute Geschichte, guter Schreibstil, leider keine Spannung...

Die Schanze
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Zum Buch: Mitten in der Nacht wird ein Mann zu einer Skischanze gekarrt und dort an einem Seil heruntergestoßen – Genickbruch. Morgens wird die Leiche gefunden. Auch die Ärztin Ellen sieht sie. Und sie ...

Zum Buch: Mitten in der Nacht wird ein Mann zu einer Skischanze gekarrt und dort an einem Seil heruntergestoßen – Genickbruch. Morgens wird die Leiche gefunden. Auch die Ärztin Ellen sieht sie. Und sie kennt den Toten. Was niemand weiß: sie selbst hat das größte Motiv für diese Tat. Aber damals wie heute wird in dem kleinen Dorf geschwiegen…

Meine Meinung: Ich muss sagen, dass das Buch für ein Debüt nicht schlecht ist. Ich fange mit der positiven Sache an: der Schreibstil ist sehr flüssig, so dass man unheimlich schnell durch die Seiten fliegt! Leider geht mir nach dem Prolog, der mich auch bei der Leseprobe so gefesselt hat, die Spannung verloren!

Die Geschichte plätschert so vor sich hin. Es geht um eine alte Geschichte, die unter den Teppich gekehrt wurde. Vielleicht in so einem kleinen Ort nicht gänzlich unrealistisch, da jeder jeden kennt, aber dennoch konnte ich dem Autor das so nicht abnehmen.
Hinzu kommt noch eine völlig unsympathische Hauptprotagonistin, die meiner Meinung nach mit ihren psychischen Störungen nicht als Ärztin praktizieren sollte! In dieser Geschichte sind irgendwie alle Figuren Meister der Vertuschung und Verdrängung. Und wirken für mich aufgrund dessen unglaubwürdig.

Das Ende kam für mich nicht wirklich überraschend. Man hatte schon vorher so eine Idee.

Mein Fazit: Schade, dass der Autor es in meinen Augen nicht geschafft hat, die Spannung, die im Prolog durchaus gegeben ist, hier weiter aufrecht zu erhalten. Denn der Schreibstil gefällt mir wirklich gut! Also, vielleicht geht es beim nächsten Buch besser, ich gebe dem Autor auf jeden Fall noch eine Chance!

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Wölfe im Frankfurter Stadtwald?

Frankfurt Hunters
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Zum Buch: Im Frankfurter Stadtwald gehen merkwürdige Dinge vor. Der Obdachlose Heinrich bemerkt, dass das Damwild nicht mehr da ist. Kurze Zeit später sieht er Wölfe… oder waren es diese Wolfshunde? Das ...


Zum Buch: Im Frankfurter Stadtwald gehen merkwürdige Dinge vor. Der Obdachlose Heinrich bemerkt, dass das Damwild nicht mehr da ist. Kurze Zeit später sieht er Wölfe… oder waren es diese Wolfshunde? Das würde das fehlende Wild erklären. Doch nicht die Tiere sind hier die Gefahr. Es sind die Menschen. Rocker in diesem Fall. Sie haben sich eine Jagd ausgedacht, die alle Vorstellungskraft sprengt…

Meine Meinung: Die Geschichte an sich hat mir wirklich gut gefallen, auch der Aufbau der Story ist gut. Es wird auf mehreren Ebenen jeweils über eine Person erzählt, die Kapitel sind mit dem jeweiligen Namen versehen. Man hat hier mehrere lose Fäden in der Hand, die am Ende zusammenkommen. Alles soweit gut. Dennoch hat mir leider die Sprache nicht gefallen, sie wirkte mir oft zu gestelzt. Wer sagt denn z.B. „Danke, aber ich habe noch ein Stück Brot in der Tasche“? Auch die Gespräche der Rocker untereinander mögen ja in der Realität so sein, ich fand das ziemlich platt. Klischees lassen grüßen. Schade, ich hatte mich so auf das Buch gefreut, weil ich auch bei einer Lesung der Autorin gewesen bin und mir das Buch wirklich zugesagt hatte.

Aber insgesamt ist es eine gute Geschichte mit einem Ende, was mich zufrieden gestellt hat. Vielleicht haben andere Leser keine Probleme mit der Sprache, dann ist das Buch mit Frankfurter Lokalkolorit auf jeden Fall etwas!

Mein Fazit: Die Geschichte fand ich gut, aber den Schreibstil leider nicht. Ich kann nicht mehr als drei Sterne vergeben, so gerne ich das möchte, aber das würde mein persönliches Bewertungssystem in Frage stellen. Aber das ist ja nur meine Meinung und das ist auch gut so!

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Konnte mich leider nicht erreichen...

Der Fliegenmann
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Zum Buch: Im beschaulichen Wakendorfer Wald Endern braut sich etwas zusammen. Die Tiere und Menschen merken das und meiden den Wald. Als sich die jugendliche Mia plötzlich vom Wesen her sehr verändert, ...

Zum Buch: Im beschaulichen Wakendorfer Wald Endern braut sich etwas zusammen. Die Tiere und Menschen merken das und meiden den Wald. Als sich die jugendliche Mia plötzlich vom Wesen her sehr verändert, sucht sich die Familie Hilfe in der Kirche. Der Pastor hat einen Kontakt bei der katholischen Kirche, der für Exorzismen zuständig ist. Als der Bischof Markus Jacobus eintrifft, merkt er, dass er es hier mit einer großen und gewaltigen Macht zu tun hat. Darum holt er sich Hilfe von Amelie Fischer, eine Professorin am Hamburger Institut für Ethnologie. Gemeinsam mit der Familie gehen sie das Böse an…

Meine Meinung: Hiervon habe ich mir leider etwas mehr versprochen. Die angegebene Angst, die beim Lesen erzeugt werden soll, hat sich bei mir leider nicht eingestellt. Ich fand schon den Anfang sehr ausschweifend. Es dauerte mir hier zu lange, bis endlich etwas passiert ist. Das mit den Fliegen hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.

Auch der Schreibstil konnte mich hier nicht mitreißen. Ich wusste bis zum Ende nicht wirklich, warum Amelie Fischer dabei war, weil sie außer Recherchen nichts Weltbewegendes gemacht hat. Der Autor bringt hier sehr viel kirchliche Geschichte aus dem Jahre 1034 unter, die mich wirklich nicht in der Länge interessiert hat. Der Exorzismus kommt hier am Ende zu kurz weg. Ich habe schon an mir gezweifelt, ob ich mittlerweile zu abgebrüht bin, um den Horror hier zu erkennen. Aber ich glaube einfach, dass mir der Autor nicht liegt.

Mein Fazit: Für viele ist das sicher ein tolles Buch, die Rezensionen sprechen da für sich, ich war leider nach Beendigung des Buches enttäuscht. Ich hoffe, anderen gefällt es besser, meins war es nicht unbedingt, was ich selbst sehr schade finde!

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