Profilbild von Alexa45

Alexa45

Lesejury Star
offline

Alexa45 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Alexa45 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.06.2025

Leider ziemlich spannungsarm...

Die feindliche Zeugin
0

Zum Buch: In London wird bei einer Schlägerei ein weißer Krankenpfleger von einem schwarzen Jugendlichen erstochen. Zeugen sind sich schnell einig, den jungen Emmett dabei beobachtet zu haben. Die schwarze ...

Zum Buch: In London wird bei einer Schlägerei ein weißer Krankenpfleger von einem schwarzen Jugendlichen erstochen. Zeugen sind sich schnell einig, den jungen Emmett dabei beobachtet zu haben. Die schwarze Anwältin Rosa glaubt an seine Unschuld, aber die Beweise sind wirklich erdrückend und eigentlich haben sie bei einem Prozess so gut wie gar keine Chance. Doch Rosa verbeißt sich derart in den Fall, dass sie dabei Sachen herausfindet, die den Ermordeten auch gar nicht in einem so guten Licht dastehen lassen…

Meine Meinung: Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn ich finde das Thema stark. Schlimm genug, dass wir uns in der heutigen Zeit immer noch mit Rassismus beschäftigen müssen. Leider fand ich die Geschichte dann sehr schleppend. Hier hat mir absolut die Spannung gefehlt. Rosa ist eine sympathische junge Anwältin, wobei man in Großbritannien zwischen Barrister und Solicitor unterscheiden muss. Das fand ich zum Beispiel auch nervig, dass man sich erst durch das englische Rechtssystem googeln muss, bevor man versteht, wie die Aufgabenverteilung dort stattfindet. Das hätte die Autorin leicht umgehen können, mir hat es wirklich die Spannung und die Neugier auf den Prozess genommen.

Auch die Charaktere wären gar nicht alle nötig gewesen, denn sie sind nicht alle wichtig für die Story. Einzig das Verhältnis zu ihrer Nana, also ihrer Großmutter, fand ich herzzerreißend und gut beschrieben. Auch, dass Rosas Mutter im Gefängnis sitzt, hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen, es scheinen zu viele Klischees in die Geschichte gepackt zu sein.

Schade, ich hatte mich so gefreut, wurde aber ein wenig enttäuscht, da die Story wie ein Sachbuch vor sich hinplätschert. Die sogenannte „feindliche Zeugin“ kommt erst ziemlich zum Schluss vor, bis dahin muss man durchhalten.

Mein Fazit: Ich finde, die Autorin hätte hier mehr aus der Geschichte herausholen können. Mich hat es eher gelangweilt. Ich war zwar mit dem Ende zufrieden, aber bis dahin plätschert es so vor sich hin. Kann man lesen, muss man aber nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2025

Leider nicht so gut wie Band 1!

Totenhaus
0

Zum Buch: Die Geschichte mit Brünhilde Blum geht weiter. Da es Unklarheiten mit einem Grab gab und es geöffnet wurde, hat man bemerkt, dass dort mehr Leichenteile drin liegen als sein sollten. Also muss ...

Zum Buch: Die Geschichte mit Brünhilde Blum geht weiter. Da es Unklarheiten mit einem Grab gab und es geöffnet wurde, hat man bemerkt, dass dort mehr Leichenteile drin liegen als sein sollten. Also muss Blum fliehen. Was für ein Zufall, dass sie gerade die Familie ihrer bereits verstorbenen Zwillingsschwester kennengelernt hat und dort Unterschlupf findet. Doch sind sie dort alle ehrlich zu ihr? Sie weiß nicht, wem sie trauen kann und das wird ihr zum Verhängnis…

Meine Meinung: Nachdem ich den ersten Teil wirklich toll fand, war ich so gespannt auf die Fortsetzung. Leider wurde ich hier jäh enttäuscht. War Blum im ersten Teil noch eine starke Frau, die ihre Trauer in Wut umgewandelt und clever gehandelt hat, ist sie hier einfach nur nervig. Fehlende Impulskontrolle und ihre Wut, die mittlerweile eigentlich verraucht sein müsste, kosten sie beinahe das Leben. Mehrmals wollte ich ins Buch hineinspringen und sie schütteln. Was ist nur aus dieser Frau geworden, die ich im ersten Teil noch fast bewundert habe? Hier handelt sie völlig irrational und denkt auch nicht im kleinsten an die Folgen. Fast hätte sie ihre ganze Familie mit hineingezogen, nur, weil sie total egoistisch handelt.

Die Story ist eigentlich richtig gut. Denn sie erfährt, dass sie eine Zwillingsschwester hatte. Diese hat zu Lebzeiten bestimmt, dass ihr toter Körper durch den Künstler und Plastinator Leo Kuhn ausgestellt wird. Auch den Bruder ihrer Schwester Björk, Ingmar und dessen Vater lernt sie kennen. Sie leben seit dem Tod der Mutter und Schwester völlig zurückgezogen in einem großen, stillgelegten Hotelkomplex. Genau dort wird Blum die nächste Zeit verbringen, eingesperrt in einem goldenen Käfig. Mich hat nur ihr Verhalten geärgert, da ihr die Menschen ja nur helfen wollen und sie immer wieder alle gegen sich aufbringt.

Mein Fazit: Leider hat mir Blum hier in dem Buch gar nicht gefallen. Ich musste mich so oft über sie aufregen. Nun bin ich natürlich gespannt wie ein Flitzebogen auf den dritten Teil und hoffe, dass er mir wieder besser gefällt!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.04.2025

Hiermit konnte mich der Autor nicht restlos überzeugen...

Sie sehen dich
0

Zum Buch: Kurz nach dem Selbstmord des Teenagers Spencer Hill ist sein Freund Adam Baye verschwunden. Die Eltern, Mike und Tia, haben vor kurzem ein Spionageprogramm auf Adams Rechner installiert, weil ...

Zum Buch: Kurz nach dem Selbstmord des Teenagers Spencer Hill ist sein Freund Adam Baye verschwunden. Die Eltern, Mike und Tia, haben vor kurzem ein Spionageprogramm auf Adams Rechner installiert, weil ihnen Adam immer mehr entgleitet. Darüber können sie eine Spur verfolgen, mit der keiner vorher gerechnet hätte…

Meine Meinung: An sich hat mir die Story schon gefallen, aber hier hat Harlan Coben sich wirklich Zeit gelassen, um auf den Punkt zu kommen. Rundherum geschehen auch einige Dinge, die erst einmal gar nichts mit der eigentlichen Sache zu tun haben. Zum Beispiel zwei grausame Morde an Frauen, die der Leser überhaupt nicht einsortieren kann. Oder der Nachbarssohn, der dringend eine Spenderniere braucht, aber niemand dafür in Frage kommt. Am Ende kommen zwar alle losen Fäden zusammen, bis dahin zieht sich die Geschichte aber etwas…

Die Kapitellänge ist okay, der Schreibstil auch, nur etwas ausschweifend. Fast hätte ich das Buch weggelegt, aber letztendlich wollte ich dann doch wissen, wie alles zusammenhängt. Ich mag den Autor sonst eigentlich gerne lesen, doch hiermit konnte er mich leider nicht erreichen.

Mein Fazit: Eigentlich eine ganz gute Geschichte, aber der Spannungsaufbau zog sich für mich einfach zu lange hin. Ich musste mich ein wenig hindurchquälen. Letztendlich ist das Ende aber schlüssig. Ich vergebe drei Sterne und hoffe, dass das nächste Buch des Autors mich wieder so richtig packt!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.04.2025

Klassischer englischer Krimi!

Die Toten von Fleat House
0

Zum Buch: Im englischen Internat St. Stephens wird ein Jugendlicher tot aufgefunden. Zuerst deutet alles auf einen unglücklichen Unfall hin, doch dann stellt sich heraus, dass jemand seinen Tod bewusst ...

Zum Buch: Im englischen Internat St. Stephens wird ein Jugendlicher tot aufgefunden. Zuerst deutet alles auf einen unglücklichen Unfall hin, doch dann stellt sich heraus, dass jemand seinen Tod bewusst in Kauf genommen hat. DI Hunter von Scotland Yard wollte aus persönlichen Gründen eigentlich den Polizeidienst quittieren, doch ihr Vorgesetzter holt sie für diesen Fall wieder zurück. Und dann überschlagen sich die Ereignisse. Einer der Lehrer begeht Selbstmord – warum? Als noch eine weitere Leiche auftaucht, ist das Chaos perfekt. Die Ermittler kommen gar nicht nach und Rektor Jones ist nahe am Nervenzusammenbruch. Aber langsam fügt sich alles zu einem Bild…

Meine Meinung: Die Betonung liegt hier auf „langsam“. Denn die Geschichte entwickelt sich sehr langsam. Es wird langsam Spannung aufgebaut, wofür sich der Leser aber mit unzähligen Charakteren und Verwandtschaftsverhältnissen befassen muss. Es ist halt ein typischer Krimi, aber die Schreibweise der mittlerweile verstorbenen Lucinda Riley besteht darin, alles genau zu umschreiben. Ob es die Landschaft ist oder die Gedanken der Figuren. Und das ist meiner Meinung nach der Knackpunkt, warum für mich kaum Spannung aufkam. Hier wäre vielleicht weniger mehr gewesen…

Die Protagonisten werden natürlich auch alle sehr ausführlich gezeichnet und man kann sich alle Charaktere sehr gut vorstellen. DI Jazmine Hunter mochte ich persönlich ganz gerne, genauso wie ihren DS Alistair Miles. Im Internat gibt es naturgemäß viele alte Geschichten und Geheimnisse, das hat mir auch ganz gut gefallen.

Mein Fazit: Dieser klassische englische Krimi ist nicht schlecht, mir war er aber eindeutig zu langatmig und ohne wirkliche Spannung. Das mag aber nur meine Meinung sein, Fans von Lucinda Riley und ihrem ausschweifenden Schreibstil werden es sicherlich mögen. Von mir gibt es leider nur drei Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.02.2025

Was das Internet alles anrichtet...

Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu. (Die Emer-Murphy-Serie 1)
0

Zum Buch: Die kleine Poppy wächst in der Instagram-Welt auf. Jede Bewegung von ihr wird der ganzen Welt mitgeteilt. Die Eltern, Lotte und Jens Wiig, verdienen viel Geld damit. Bis Poppy eines Tages verschwindet, ...

Zum Buch: Die kleine Poppy wächst in der Instagram-Welt auf. Jede Bewegung von ihr wird der ganzen Welt mitgeteilt. Die Eltern, Lotte und Jens Wiig, verdienen viel Geld damit. Bis Poppy eines Tages verschwindet, als Jens Vater auf die Kleine aufpassen sollte. Er selbst liegt bewusstlos in der Küche. Die Eltern hoffen noch, dass es so abläuft wie vor kurzem bei der kleinen Isabella, die war nach einigen Stunden wieder da. Doch die Zeit verrinnt und von Poppy keine Spur. Die Polizistin Emer Murphy, eigentlich noch krankgeschrieben wegen einer beginnenden Psychose, ist davon überzeugt, dass sie in dem Fall gebraucht wird und fängt mit ihrem Kollegen Mons an zu ermitteln…

Meine Meinung: Die Story an sich ist eigentlich gut, aber ich hatte von Anfang an Schwierigkeiten, in das Buch zu kommen. Emer ist mir im gesamten Buch nicht nähergekommen, im Gegenteil. Ich fand es immer verrückter, was sie da veranstaltet hat. Und die Fähigkeit ihrer Großmutter fand ich auch völlig unrealistisch. Den beiden Eltern von Poppy hätte ich die ganze Zeit ins Gesicht springen können. Einer unsympathischer als der andere. Gut, bei Lotte versteht man am Ende so einiges, aber dennoch konnte sie mir nicht ans Herz wachsen. Poppy taucht eigentlich nur kurz am Anfang und dann am Ende wieder auf.

Der Schreibstil ist für mich nicht flüssig, teilweise musste ich mich zwingen, weiterzulesen. Gut fand ich dagegen die doch recht kurzen Kapitel sowie die Überschriften, von wem berichtet wird und wann. Das ist ziemlich hilfreich.

Das Ende fand ich dann wieder ganz gut und es hat mich ein wenig versöhnt mit dem Buch. Aber leider kann ich dennoch nicht mehr als drei Sterne vergeben, weil es mich nicht so abgeholt hat wie erhofft.

Mein Fazit: Eine üble Geschichte über Social Media und den anonymen Follower dahinter. Leider konnte mich der Schreibstil nicht ganz überzeugen und ich fand die Geschichte etwas zu sehr in die Länge gezogen. Von daher gibt es von mir 3 Sterne, man kann es lesen, aber muss man nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere