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Veröffentlicht am 25.02.2025

Liebesgeschichte mit Hintergrund

Demnächst in Tokio
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Elisabeth ist 18 und bekommt von ihrem Vater den Befehl, Ernst zu heiraten. Der ist 39 und sie hat ihn vorher nicht gekannt. Die Heirat hat für alle Vorteile: ihr Vater steigt in der Fabrik des Schwiegervaters ...

Elisabeth ist 18 und bekommt von ihrem Vater den Befehl, Ernst zu heiraten. Der ist 39 und sie hat ihn vorher nicht gekannt. Die Heirat hat für alle Vorteile: ihr Vater steigt in der Fabrik des Schwiegervaters auf und bekommt Haus und Auto. Ihr Mann kann als Diplomat nach Tokio und bekommt keine Probleme, weil er nicht mehr ledig ist. Nur Elisabeth muss sich fügen und fährt voller Angst nach Japan. Dort muss sie in der Botschaft mit vielen Frauen aus den gehobenen Schichten klarkommen. Wenigstens versteht sie sich mit ihrem Mann gut. Nur körperlich möchte er nichts von seiner Frau. Stattdessen ist er lieber mit seinem Freund Alexander unterwegs und versucht, durch die Wirren der Nazizeit unbeschadet zu kommen. Bis sich Elisabeth in Alexander verliebt …

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Besonders am Anfang ist es sehr zartfühlend geschrieben. Man kann sich in Elisabeth sofort hineinversetzen und leidet mit ihr mit. Ein weiterer Vorteil des Buches ist, dass er auf realem Hintergrund basiert und so Geschichte mit Geschichten verbindet. Auch wenn der reale Hintergrund sehr frei verwendet wurde, bekommt man einen guten Eindruck, wie es auf einem Nazi-„Außenposten“ auch im fernen Japan war. Wie weit reichte die „Hand“ aus Berlin, wie sehr musste man sich auch dort vorsehen. Zusätzlich noch vor den japanischen Verbündeten. Wie war das Leben eigentlich dort. Wie lief es in der Botschaft. Wie war es damals für die einfachen Menschen in Japan. Das alles vor dem Hintergrund einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte und einer ungewöhnlichen Frau. Richtig gut gelungen.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Meer geht immer

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Anna Ist Journalistin und hat mehrere Podcasts über Bücherfrauen veröffentlicht. Der beste davon war mit der 85-jährigen Bücherfrau Fenja von Sylt. Anna hat die Idee, daraus eine Bücherreihe zu schreiben. ...

Anna Ist Journalistin und hat mehrere Podcasts über Bücherfrauen veröffentlicht. Der beste davon war mit der 85-jährigen Bücherfrau Fenja von Sylt. Anna hat die Idee, daraus eine Bücherreihe zu schreiben. Der Verlag ist begeistert und Anna fährt nach Sylt, um Fenja von der Idee zu überzeugen. Doch Fenja ist spurlos verschwunden und ihre Tochter Elisa hat keine Ahnung, wohin sie ist. Beide begeben sich auf die Suche nach Fenja und gleichzeitig auf die Suche nach der Vergangenheit und der Familiengeschichte.

Das Buch ist auf zwei Ebenen erzählt. Ich mag solche Geschichten. Doch normalerweise finde ich die Geschichte in der Vergangenheit meist die bessere. Hier war es für mich eher die Geschichte in der Gegenwart. Was vor allem daran lag, dass ich am Anfang die Sprache, vor allem in der wörtlichen Rede, in der Vergangenheit einfach nur furchtbar gestelzt fand. Ich habe mehrfach nachgeschaut, ob die Geschichte wirklich 1937 und nicht 1837 spielt. Doch zum Glück änderte sich das bald und nach und nach wurde der Stil wieder normal und beide Geschichten gleich gut. Besonders gut hat mir allerdings die Beschreibung von Sylt, seiner Natur, dem Meer, den Tieren und Pflanzen gefallen. Man bekommt sofort Sehnsucht nach dem Meer. Unter anderem das ist eine große Stärke des Buches, für das ich eine Leseempfehlung ausspreche

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Spannend

Die Schlafwandlerin
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Neve Harper ist Anwältin in London und bekommt die Verteidigung des Geschäftsmanns Wade Darling übertragen. Dieser soll seine Frau und seine Kinder erschossen und das Haus angezündet haben. Erselbst wurde ...

Neve Harper ist Anwältin in London und bekommt die Verteidigung des Geschäftsmanns Wade Darling übertragen. Dieser soll seine Frau und seine Kinder erschossen und das Haus angezündet haben. Erselbst wurde dabei schwer verletzt. Neve soll ihn kurzfristig verteidigen und sie beginnt mit den Vorbereitungen. Doch bevor der Prozess beginnt, bekommt sie eine ernsthafte Drohung und erfährt, dass der vorherige Anwalt ebenfalls ermordet wurde. Jetzt muss sie entscheiden, ob sie die Verteidigung korrekt vornehmen will oder ob sie sich und ihre Angehörigen schützt und dafür das Recht bricht.

Das Buch ist über sehr weite Strecken sehr spannend. Es liegt vor allem daran, dass man als Leser weiß, dass die Anwältin selbst auch etwas getan hat, was sie ins Gefängnis bringen könnte. Bis fast zum Ende des Buches weiß man allerdings nicht wirklich, warum sie das getan hat. Genau das ist dann aber mein Problem. Als die Erklärung kommt, wie es geschehen ist, war es für mich verständlich. Doch was sie danach getan hat, passt die für mich nicht mehr zusammen. Das war auch der Grund, warum ich sie nicht sehr sympathisch fand. Auch wenn das Ende wieder offen ist, hat mich es irgendwie unzufrieden zurückgelassen. Bis dahin allerdings ist die Geschichte sehr sehr spannend und als Leser ist es nicht einfach, sich eine eigene Meinung zu bilden.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Erschreckend nah

Coast Road
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Irland 1994. In das kleine Küstenstädtchen Ardglas hat nur ein Thema. Colette ist wieder da. Sie hatte ihre Familie verlassen, um in Dublin selbstständig mit ihrem Liebhaber zu leben und dort als Dichterin ...

Irland 1994. In das kleine Küstenstädtchen Ardglas hat nur ein Thema. Colette ist wieder da. Sie hatte ihre Familie verlassen, um in Dublin selbstständig mit ihrem Liebhaber zu leben und dort als Dichterin und Lektorin an der Uni zu arbeiten. Doch jetzt ist sie zurück und mietet ein kleines Cottage. Damit ist sie momentan die skandalträchtigste Person im Ort, denn Scheidung gibt es in Irland noch nicht und das, was sie sich herausnimmt, dürfen normalerweise nur Männer

Das Buch hat mich erschreckt. Erschreckt deswegen, weil mir nicht bewusst war, wie zeitlich nah das Geschehen in Irland eigentlich ist. Gerade mal 30 Jahre her, dass dort die Scheidung erlaubt wird und auch Frauen die Möglichkeit haben, sich von ihren Männern zu trennen. Das Buch zeigt anhand von verschiedenen Frauen, welche Möglichkeiten es damals gab bzw. wie gering die Möglichkeiten eigentlich waren. Das ist gut beschrieben und das Buch zieht einem in einen eigenartigen Bann. Ich war zwar mit der Person von Colette nicht einverstanden und habe einige ihrer Handlungen und Reaktionen nicht nachvollziehen können. Doch ihr Ende hat sie auf keinen Fall verdient. Mich hat „getröstet“, dass zwei Jahre später das Gesetz zu einer möglichen Scheidung auch in Irland angenommen wurde

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Fantasievoll

Tür zu, es zieht! Hausenheim Hood News und Kinderlalaland. Band 1
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Das Buch erzählt mit viel Fantasie eine Geschichte in der Geschichte. Zuerst einmal ist man in Hausenheim. Dort lebt ein ziemlich fieser Unternehmer, der die Stadt nach seinem Willen umgestalten will. ...

Das Buch erzählt mit viel Fantasie eine Geschichte in der Geschichte. Zuerst einmal ist man in Hausenheim. Dort lebt ein ziemlich fieser Unternehmer, der die Stadt nach seinem Willen umgestalten will. Aber die anderen Leute, allen voran Henning und seine Schwester Romy versuchen, das zu verhindern. Dann gibt es noch die Freunde Flo, Lukas und Pauli. Sie machen gemeinsam Musik und werden mehr zufällig in ein Abenteuer verwickelt. Ein Geist stellt ihnen eine Aufgabe und sie landen im Kinder-Lala-Land.

Das Buch orientiert sich sehr stark an der Band Deine Freunde. Man kann es zwar unabhängig lesen, aber es ist von Vorteil, wenn man die Lieder kennt oder vielleicht schon ein Konzert besucht hat, denn vieles im Buch bezieht sich darauf. Ansonsten hat mir gut gefallen, dass die beiden Geschichten rein schriftfarblich voneinander getrennt sind. So weiß man immer sofort, wo man ist. Allerdings gibt es unheimlich viele Anspielungen und ironische Bemerkungen, die man eher als Erwachsener versteht und die für Kinder vermutlich noch zu schwer sind. Doch alles in allem ein schönes Buch.

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