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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2025

Spannender Ausflug auf die London Bridge

Die Brücke von London
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Die London Bridge war die längste bewohnte Brücke von Europa. Hier bieten die besten Händler der Stadt ihre Waren an. 1749 wohnt die Tuchhändlerin im größten Bau auf der Brücke, dem Kapellhaus. Nach dem ...

Die London Bridge war die längste bewohnte Brücke von Europa. Hier bieten die besten Händler der Stadt ihre Waren an. 1749 wohnt die Tuchhändlerin im größten Bau auf der Brücke, dem Kapellhaus. Nach dem Tod ihres Mannes Daniel kämpft Juliana um ihre Existenz, denn er hat ihr einen Haufen Schulden hinterlassen. Als sie die Gelegenheit bekommt in ein nicht legales Geschäft einzusteigen, nutzt sie die Chance. Welche Rolle spielt aber der neue Mitarbeiter der London Bridge Oliver Morris?
Zwischendurch gibt es einige Kapitel, die in die Bauzeit der Brücke ins Jahr 1202 zurückspringen und von einer unheilvollen Prophezeiung handelt, die sich zu bewahrheiten droht.
Mit Begeisterung habe ich diesen historischen Roman gelesen. Julius Arth hat durch seinen wundervollen Schreibstil, der gewürzt ist mit einer Prise Humor, die London Bridge und seine Bewohner lebendig wirken lassen. Dank der bildhaften Beschreibungen kann man sich die Schauplätze gut vorstellen: Nach und nach versinkt man in der Geschichte, leidet mit und ist gefesselt vom Geschehen. Die handelnden Personen, auch die Nebenfiguren, waren sehr vielschichtig gezeichnet und fügen sich wunderbar in die Geschichte ein. Einige Kapitel enden mit einem Cliffhanger, der neugierig auf den weiteren Verlauf des Geschehens macht.
Dieser historische Roman hat auf mich einen unwiderstehlichen Sog ausgeübt, den ich mich nicht entziehen konnte und mir angenehme Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Spannender Abschluss

Der Sturm: Vernichtet
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Dies ist der letzte Band der Romanserie von Karen Sander. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder mitten im Geschehen. Tom Engelhardt ist Kriminalhauptkommissar und arbeitet in Sellnitz auf dem Darß. ...

Dies ist der letzte Band der Romanserie von Karen Sander. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder mitten im Geschehen. Tom Engelhardt ist Kriminalhauptkommissar und arbeitet in Sellnitz auf dem Darß. Gemeinsam mit Kollegen ist es ihm gelungen, die Namen der bei der Sturmflut freigespülten Skelette zu identifiziert. Bei den Toten handelte es sich um eine Frau und einen Mann, doch ihr Mörder wurde noch nicht gefunden. Nun müssen Tom Engelhardt und die Kryptologin Mascha Krieger, die vom LKA Schwerin hinzugezogen worden ist, von vorn beginnen. Überraschend stellt sich heraus, dass die weibliche Leiche sieben Jahre nach dem Mann getötet wurde. Gibt es eine Verbindung zwischen den beiden Skeletten?

Auch mit diesem Band konnte mich Karen Sander wieder fesseln. Durch die bildhafte Sprache kann man sich alles sehr gut vorstellen. Die kurzen Kapitel mit ständig wechselnden Perspektiven und Cliffhanger am Kapitelende bauen schnell Spannung auf. Die beiden Hauptprotagonisten Tom Engelhardt und Mascha Krieger sind mir sympathisch, aber jeder hat privat sein Päckchen zu tragen. Es gibt viele kleine Puzzleteilchen, die scheinbar nicht zusammenpassen. So ist bei mir schnell die Neugier geweckt worden und beim Lesen flogen die Seiten nur so dahin. Es gibt viele Wendungen und das Ende hat mich überrascht. Ich konnte wunderbar eintauchen in diese spannende Thrillerreihe.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Dunkle Geheimnisse

Dunkle Asche
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In Kiel gibt es eine neue Abteilung für Cold Case Fälle. Die ungleichen Ermittlerinnen Gudrun Möller und Judith Engster, die noch nicht lange zusammenarbeiten, erhalten einen neuen Fall. Normalerweise ...

In Kiel gibt es eine neue Abteilung für Cold Case Fälle. Die ungleichen Ermittlerinnen Gudrun Möller und Judith Engster, die noch nicht lange zusammenarbeiten, erhalten einen neuen Fall. Normalerweise entnehmen sie die Fälle aus dem Archiv der Polizeidirektion, doch dieses Mal war alles anders. Sie wurden aus dem Hospiz angerufen. Der Zeuge will eine Aussage machen, zu einem Fall vor dreißig Jahren. Gudrun erinnert sich an den Fall, denn sie ist in der Gegend aufgewachsen. Heinz Wullrecht beschuldigt seine eigene Tochter Brigitte, ein Tötungsdelikt begangen zu haben. Hat sie die Tat wirklich verübt? In den Archivunterlagen galt Manfred Terhöfen als vermeintlicher Täter, doch konnte man ihm die Tat nicht nachweisen. Die Ermittlerinnen hoffen mit den modernen Forschungsmethoden neue Spuren zu entdecken.

Das Cover wirkt etwas düster und weist durch die Wellen schon auf einen Küstenkrimi hin. Durch den sehr flüssigen und gut verständlichen Schreibstil fängt der Autor die Leserschaft recht schnell ein. Schon der Prolog und die ersten Seiten versprechen einen spannenden Genuss. Kurze Rückblenden führen ins Jahr 1992. Die damaligen Beteiligten haben bei den Befragungen durch die Polizei nicht die Wahrheit gesagt und ein Netz von Lügen ersonnen. Jona Thomson gelingt es fabelhaft die Leserschaft auf neue Fährten zu locken, es gibt immer wieder unerwartete Wendungen, die im nächsten Moment schon wieder zunichte gemacht werden. Man möchte unbedingt wissen, wie denn letztendlich alles zusammenhängt. Die Spannung bleibt auf hohem Niveau und nimmt am Schluss an Tempo zu bis auf den letzten Seiten der Täter entlarvt wird. Ein Krimi, der zum Mitraten einlädt.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Wunderbare Zeitreise

Lebensträume. Ärztin einer neuen Zeit
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Sommer 1961 – Vicky lebt mit ihrer Mutter in Spandau im Osten von Berlin. Ihr Traum ist es Chirurgin zu werden. Gemeinsam mit ihrem Freund Achim studiert sie an der Uni in Westberlin Medizin. In Scharen ...

Sommer 1961 – Vicky lebt mit ihrer Mutter in Spandau im Osten von Berlin. Ihr Traum ist es Chirurgin zu werden. Gemeinsam mit ihrem Freund Achim studiert sie an der Uni in Westberlin Medizin. In Scharen verlassen die Bürger die DDR und plötzlich können sie nicht mehr den Ostteil der Stadt verlassen, um weiter zu studieren, weil die Mauer errichtet wird. Vicky und Achim schaffen es über die Grenze zu fliehen. Achim betätigt sich als Fluchthelfer und wird verhaftet.

Für Vicky gestaltet sich der Einstieg ins Berufsleben schwierig, da sie sich in einem männerdominierten Beruf durchsetzen muss. Nach langer Suche erhält Vicky die Chance ihre Assistenzzeit bei der Flughafenambulanz in Frankfurt am Main abzuleisten und kommt ihrem Traum näher, doch wird sie Achim je wiedersehen?

Es war mir eine Freude Vicky bei ihrer Arbeit zu begleiten. Ich war bei Notfällen sowie Katastropheneinsätzen an ihrer Seite und sah wie sie sich zu einer engagierten Ärztin entwickelte, die auch keine Berührungsängste mit dem sündigen Teil Frankfurts hatte. Dazu kommt der perfekt recherchierte historische Hintergrund, der mit der Geschichte verwoben ist, so dass ich mehr mittendrin steckte als nur dabei zu sein. Jedes Kapitel beginnt mit einer Textzeile eines Liedes aus der damaligen Zeit. Die meisten waren mir bekannt und die Melodien gingen mir sofort ins Ohr.

Der fesselnde Schreibstil von Svea Lenz, ein Pseudonym der Autorin Nicole C. Vosseler, hat mich sofort eingefangen. Durch die bildhaften Beschreibungen fühlte ich mich oft vor Ort. Der Roman umfasst die Zeit von 1961-1972. Er fängt den damaligen Zeitgeist perfekt ein und hat mich auf eine Zeitreise in meine Jugend mitgenommen. Mir hat dieser Ausflug in die jüngste Vergangenheit gefallen und viel Freude bereitet. Für mich ein Jahreshighlight 2025.

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Spannende Unterhaltung

Wehe, du irrst dich
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Das Team um Bodo Völxen wird mit einem weiteren Fall betraut. In der Altstadt gibt es einen neuen Leichenfund. Im Barbershop Clooney wird der Besitzer Moussa Abou tot aufgefunden. In seinem Friseursalon ...

Das Team um Bodo Völxen wird mit einem weiteren Fall betraut. In der Altstadt gibt es einen neuen Leichenfund. Im Barbershop Clooney wird der Besitzer Moussa Abou tot aufgefunden. In seinem Friseursalon trifft sich ein gemischtes Publikum. Nach Aussage seiner Frau Marie kam Moussa mit allen gut aus und es gab nie Streit oder Probleme. Im Laufe der Ermittlung kommt heraus, dass einige offene Rechnungen mit dem Opfer haben.

Susanne Mischke schafft es immer wieder durch die Ermittlungsarbeit Spannung aufzubauen, unterstützt wird dieses durch kurze Kapitel und Perspektivwechsel. Obwohl private Details des Ermittlerteams angerissen werden und man auch gern dabei schmunzeln kann, verliert die Autorin die Krimihandlung nicht aus den Augen. Neben dem spannenden Krimierlebnis genieße ich auch den Streifzug durch Hannover und sehe die Orte bildhaft vor mir. Für mich sind die Bücher von Susanne Mischke immer erste Wahl.

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