Zwischen Wahrheit und Fiktion
Die MündungDie Kriminalhauptkommissarin Lena Funk fühlt sich für das Verschwinden ihrer Schwester Jette verantwortlich. Es scheint als wäre Jette auch von dem Gezeitenmörder entführt worden. Lena bekämpft ihren Schmerz ...
Die Kriminalhauptkommissarin Lena Funk fühlt sich für das Verschwinden ihrer Schwester Jette verantwortlich. Es scheint als wäre Jette auch von dem Gezeitenmörder entführt worden. Lena bekämpft ihren Schmerz und verfolgt die Nachforschungen der Soko und hat den Eindruck, dass die Mitarbeiter Fehler begingen und falsche Schwerpunkte gesetzt haben. Lena startet selbst mit den Ermittlungen. Als in einer stürmischen Nacht eine Leiche freigespült wird, findet Lena in der Jackentasche eine Anzahl von Schmuckstücken. Es handelt sich um Trophäen des Gezeitenmörders. Endlich gibt es eine Spur.
Auch mit diesem Krimi konnte mich Tim Pieper wieder begeistern. Die Beschreibungen sind detailliert und bildhaft. Geschickt zieht er die Fäden und neben der Ermittlungsarbeit in der Gegenwart erfährt man als Leser, was einige Zeit vorher geschah. Durch diesen Wechsel blieb das Geschehen sehr kurzweilig und entfaltete einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Der Autor schafft es immer wieder falsche Spuren zu legen und Verwirrung zu stiften. Oft wusste ich nicht, was ist Wahrheit und was Fiktion. Die Handlung blieb durchgängig spannend und steigerte sich am Ende, so dass ich es kaum aushalten konnte. Die Auflösung des Falles ist schlüssig und nachvollziehbar, sie vermochte mich am Schluss doch noch sehr überraschen. Ich konnte wunderbar eintauchen in diesen spannenden Thriller.