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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2025

sehr enttäuschend

Women
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Ich hatte mich wirklich auf Women gefreut – eine kurze, queere Liebesgeschichte mit Kultstatus, gefeiert von prominenten Stimmen wie Lena Dunham und Kristen Stewart? Klang vielversprechend. Leider konnte ...

Ich hatte mich wirklich auf Women gefreut – eine kurze, queere Liebesgeschichte mit Kultstatus, gefeiert von prominenten Stimmen wie Lena Dunham und Kristen Stewart? Klang vielversprechend. Leider konnte mich dieser Roman aber überhaupt nicht begeistern.

Obwohl das Buch sehr schmal ist, empfand ich es als erstaunlich langatmig. Die Geschichte einer jungen Autorin, die in eine Großstadt zieht und sich – zum ersten Mal – in eine Frau verliebt, klang auf dem Papier interessant. Doch die Umsetzung war für mich enttäuschend. Ich hatte gehofft, tiefere Einblicke in die Gefühlswelt der Protagonistin zu bekommen – wie es sich anfühlt, sich zum ersten Mal in eine Frau zu verlieben, welche inneren Konflikte entstehen, welche neuen Erkenntnisse über sich selbst sie gewinnt. Stattdessen lag der Fokus fast ausschließlich auf der problematischen Affäre mit Finn.

Finn, die 19 Jahre älter ist und in einer Beziehung lebt, war für mich weder faszinierend noch sympathisch – eher narzisstisch und sprunghaft. Ich konnte zu keiner Zeit nachvollziehen, warum die Protagonistin sich so stark zu ihr hingezogen fühlt. Statt einer mitreißenden Liebesgeschichte oder eines ehrlichen Selbstfindungsprozesses las sich der Roman wie eine nicht enden wollende Schilderung einer ungesunden, frustrierenden Beziehung – inklusive mehrfachen Betrügereien. Gerade bei einem Buch, das sich mit Themen wie Identität und sexueller Orientierung beschäftigt, hätte ich mir mehr emotionale Tiefe und Reflexion gewünscht.

Hinzu kommt, dass das Vor- und Nachwort überraschend viel Raum einnehmen – bei einem ohnehin schon sehr kurzen Buch wirkte das eher wie eine Seitenfüllung. Und dann war da noch der Schreibstil: für mich leider völlig nüchtern, spröde und uninspiriert. Von einem „echten Pageturner“, wie im Klappentext versprochen wird, war das für mich meilenweit entfernt.

Ich verstehe, dass Women für viele Leser:innen einen Nerv trifft – für mich blieb es leider eine sehr blasse, unzugängliche und letztlich langweilige Lektüre. Kein Kultbuch, sondern eher eine verpasste Chance.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

anders als erwartet

Das Lieben danach
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Ich bin mit völlig anderen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Aufgrund des Klappentextes dachte ich, es handle sich um einen Roman, doch tatsächlich ist Das Lieben danach offiziell ein Sachbuch ...

Ich bin mit völlig anderen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Aufgrund des Klappentextes dachte ich, es handle sich um einen Roman, doch tatsächlich ist Das Lieben danach offiziell ein Sachbuch – auch wenn es sich eher wie die persönliche Liebesbiographie der 70-jährigen Autorin liest. Mit weniger als 200 Seiten ist es zwar nicht besonders lang, aber inhaltlich extrem intensiv.

Die Autorin verarbeitet hier ihr eigenes Liebesleben, doch die Lektüre war für mich alles andere als leicht. Zum einen lag das am anspruchsvollen Schreibstil, zum anderen an den schweren Themen, die das Buch behandelt. Besonders die Passagen über Missbrauch fand ich regelrecht verstörend. Ich konnte mich persönlich kaum mit den Inhalten identifizieren und hatte Mühe, mich auf das Buch einzulassen.

Leider kann ich es deshalb nicht wirklich weiterempfehlen. Wer sich für sehr persönliche Lebensgeschichten interessiert, mag hier vielleicht etwas finden – für mich war es leider nichts.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

zu viel des Guten

The Christmas Fix
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Im Mittelpunkt steht Cat, ein Fernsehstar, der die Kleinstadt Merry mit ihrer Show wieder aufbauen will. Dort trifft sie auf den Bürgermeister Noah, der von ihren Plänen nicht sonderlich begeistert ist. ...

Im Mittelpunkt steht Cat, ein Fernsehstar, der die Kleinstadt Merry mit ihrer Show wieder aufbauen will. Dort trifft sie auf den Bürgermeister Noah, der von ihren Plänen nicht sonderlich begeistert ist. Leider konnte ich weder zu Cat noch zu Noah eine wirkliche Sympathie aufbauen. Beide Charaktere blieben für mich flach und ihre Anziehung zueinander wirkte konstruiert und unglaubwürdig.

Besonders enttäuschend fand ich die spicy Szenen, die regelrecht fürchterlich geschrieben waren und mich oft aus der Geschichte herausrissen. Statt Spannung und Romantik zu erzeugen, wirkten sie störend und unpassend.

Der Roman wird als Weihnachtsbuch vermarktet, doch leider kam bei mir keine richtige Weihnachtsstimmung auf. Die Geschichte hätte ohne das weihnachtliche Setting genauso funktioniert, und die typischen festlichen Gefühle blieben aus.

Am meisten störte mich das Ende des Romans. Alles wurde viel zu plötzlich aufgelöst und es gab ein übertriebenes "Friede, Freude, Eierkuchen"-Finale, das weder zur Entwicklung der Charaktere noch zur Handlung passte.

Insgesamt konnte mich "The Christmas Fix" nicht überzeugen. Es fehlte an glaubwürdigen Charakteren, echter Romantik und vor allem an der Weihnachtsstimmung, die ich mir von einem solchen Buch erhofft hatte.

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Veröffentlicht am 06.10.2024

zu spicy

Three Swedish Mountain Men (Why Choose 1)
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Leider konnte mich "Three Swedish Mountain Men" von Lily Gold nicht ganz überzeugen. Das Buch war mir einfach zu spicy. Das Cover verspricht eher einen lustigen Frauenroman oder eine süße Lovestory, aber ...

Leider konnte mich "Three Swedish Mountain Men" von Lily Gold nicht ganz überzeugen. Das Buch war mir einfach zu spicy. Das Cover verspricht eher einen lustigen Frauenroman oder eine süße Lovestory, aber was einen dann erwartet, ist doch etwas anderes. Es ist eher ein Erotikroman als eine Lovestory.

Der Klappentext hat mich total angesprochen, und ich fand Daisy wirklich sympathisch. Schweden als Setting mag ich sehr, und es war interessant, dass die Geschichte aus allen vier Perspektiven erzählt wird – Daisy und die drei Männer.

Doch die Story an sich hat mich leider nicht überzeugt. Drei Männer waren mir auf diese Art dann doch irgendwie zu viel des Guten. Es gab einfach zu viele spicy Szenen und zu wenig wirkliche Handlung und Gefühle. Schade!

Insgesamt hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Deshalb gibt es von mir nur zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 29.09.2024

Der Autor kann das besser!

Die Unmöglichkeit des Lebens
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Ich bin ein großer Fan von Matt Haig und habe bisher jedes seiner Bücher geliebt. Doch leider konnte mich "Die Unmöglichkeit des Lebens" überhaupt nicht überzeugen. Die Geschichte ist viel zu surreal und ...

Ich bin ein großer Fan von Matt Haig und habe bisher jedes seiner Bücher geliebt. Doch leider konnte mich "Die Unmöglichkeit des Lebens" überhaupt nicht überzeugen. Die Geschichte ist viel zu surreal und verliert dadurch jegliche Spannung.

Grace, die Protagonistin, wirkt anfangs noch sympathisch, aber sobald die Handlung übernatürlich wird, verliert auch sie ihren Reiz. Der gesamte Roman ist als E-Mail an einen ehemaligen Schüler von Grace verfasst, doch warum das so ist, bleibt unklar und hätte man sich auch sparen können.

Das Magische in diesem Roman wirkt banal, lächerlich und wenig glaubhaft. Es fehlt an der Tiefe und der emotionalen Resonanz, die ich sonst so an Haigs Büchern schätze. "Die Unmöglichkeit des Lebens" konnte mich daher leider nicht fesseln und bleibt weit hinter meinen Erwartungen zurück. Matt Haig kann das wirklich besser!

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