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Veröffentlicht am 16.02.2025

Das Leben geht weiter!

Von hier aus weiter
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Der Roman "Von hier aus weiter" von Autorin Susann Pásztor erscheint bei Kiepenheuer & Witsch.

Nach 30 Jahren Ehe stirbt der vom Krebs gezeichnete Rolf durch einen Suizid, seine Witwe Marlene bleibt erschüttert ...

Der Roman "Von hier aus weiter" von Autorin Susann Pásztor erscheint bei Kiepenheuer & Witsch.

Nach 30 Jahren Ehe stirbt der vom Krebs gezeichnete Rolf durch einen Suizid, seine Witwe Marlene bleibt erschüttert zurück. Denn sie wollte gemeinsam mit Rolf aus dem Leben scheiden, nun bleibt sie mit ihrer Trauer und ihrer dunklen Stimmung allein zurück. Nach der Trauerfeier zieht sie sich zurück, Beruhigungsmittel helfen ihr den Alltag zu überstehen und ihren Gedanken zu entfliehen. In dieser Situation kommt Klempner Jack, um eine defekte Dusche zu reparieren. Und auch Dorfärztin Ida und Freundin Wally lassen nicht locker und versuchen, Marlene aus ihrer Lethargie zu reißen. Wird es ihnen gelingen und hat Marlene wieder Freude am Leben?

Dieser Roman hat mich von Anfang an dermaßen gepackt, dass ich ihn innerhalb eines Tages durchgelesen habe. Die Geschichte startet außergewöhnlich mit dem Kapitel "Limbo", wohinter sich die eigenwillige Auslegung einer Trauerfeier verbirgt, die humoristische Momente aufweist. In diesem Abschnitt wird schnell deutlich, dass Marlene nicht mehr leben will, nachdem ihr Mann Rolf ohne sie aus dem Leben geschieden ist. Sie schleppt sich mit Medikamenten durch ihren tristen Alltag und kann die Trauer einfach nicht verarbeiten. Dann geschieht das Unglaubliche! Wegen eines Defekts ihrer Dusche erscheint der gerufenen Klempner Jack, der den Fehler repariert und Marlene bittet, bei ihr Duschen und übernachten zu dürfen. Jack lebt in seinem Auto, nachdem private Gründe ihn obdachlos gemacht haben. Marlene willigt ein und Jack bedankt sich, indem er für Marlene kocht.

Es folgen Besuche der Stiefsöhne mit ihren Familien und man bekommt immer mehr Einblicke in Marlenes und Rolfs bisheriges Leben. Manche Szenen wirken nicht wie aus einem Guß, etwas aneinandergereiht und doch konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, es siegte meine Neugier auf den Fortgang der Geschichte.

Der Erzählstil ist etwas poetisch, sehr bildhaft, erzählerisch rund und lässt sich wunderbar lesen. Sehr schön sind auch die atmosphärischen Naturschilderungen, die so sehr im Kontrast stehen zu Marlenes Wut und Lebenskrise. Das Thema Trauer bildet Susann Pásztor mit allen Stimmungen ab, die dazu gehören. Sie stellt Marlenes Einsamkeit in den Vordergrund und zeigt sie abweisend und distanziert. Wie kann man Hoffnung schöpfen und weiter machen, wenn die Trauer einem alle Sinne vernebeln?

Doch die Geschichte ist keine tragische, die nur mahnend die Trauer aufzeigt. Susann Pásztor baut neben all dem Schmerz und dem Verlust mit einem Augenzwinkern Momente des Lebens ein, die von Situationskomik erfüllt sind. Das Leben endet nicht wenn jemand stirbt, auch wenn Marlene vor ihrer Trauer mit Alkohol und Valium zu flüchten versucht. Man muss sich an neue Situationen anpassen und weiter leben, so wie es sich Rolf anscheinend auch für Marlene gewünscht hatte.

Die Charaktere werden mit vielen Facetten ausgestattet, die erkennbar dargestellt werden. An manchen Stellen konnte ich Marlenes übersinnliche Erscheinungen nicht nachvollziehen, den Grund dafür ahne ich in den Beruhigungsmitteln.

Der Roman endet mit einer veränderten Lebenseinstellung Marlenes, das macht Hoffnung und zeigt, dass Trauerbewältigung immer seine Zeit braucht, sowie Menschen, die einem hilfreich zur Seite stehen.

Obwohl mir manche Vorgänge ein wenig aneinander gereiht vorkamen, konnte mich das Buch bis zum Ende fesseln und in eine Lebenslage hinein versetzen, die das Leben auf den Kopf stellt. Es hat mich einfach gefesselt wie feinfühlig und mit einer Prise Humor hier ein schweres Thema dargestellt wird.

Ein intensiv erzähltes, lebensbejahendes Lesevergnügen um das sensible Thema Trauer. Es zeigt: Das Leben geht weiter!

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Veröffentlicht am 12.02.2025

Mal wieder ein spannendes Lesevergnügen!

Spröde Sprotten schwimmen schlecht
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Im Rowohlt Verlag erscheint mit dem Ostrfriesen-Krimi "Spröde Sprotten schwimmen schlecht" vom Autoren-Duo Franke/Kuhnert bereits der 12. Band der Krimireihe.

In der neu erbauten, exklusiven Seniorenwohnanlage ...

Im Rowohlt Verlag erscheint mit dem Ostrfriesen-Krimi "Spröde Sprotten schwimmen schlecht" vom Autoren-Duo Franke/Kuhnert bereits der 12. Band der Krimireihe.

In der neu erbauten, exklusiven Seniorenwohnanlage Beningaburg in Neuharlingersiel sind die ersten Bewohner eingezogen, kurz darauf gibt es einen Leichenfund. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen betagten Bewohner, sondern um Isabell Beninga, die junge Ehefrau des über vierzig Jahre älteren Investors der Beningaburg. Da ein Gewaltverbrechen vorliegt, ermittelt die Kripo Wittmund.

Dorfpolizist Rudi Bakker kümmert sich um den neuen Fall und der Dorfklatsch bringt es schnell ans Licht, die Tote Isabell Beninga hatte nicht nur ein Verhältnis, sie hatte sich auch schon einige Feinde im Ort gemacht.

Während Rudi dem Fall nachgeht, nervt ihn, dass seine Ex-Frau Denise wieder in den Ort zurück gekehrt ist und Kontakt zu Sohn Sven aufbauen will. Zufällig arbeitet sie in der Pflegeeinrichtung der Beningaburg und ist diejenige, die Isabell tot im Gartenteich findet. Das ist für KoK Schnepel gleich ein Grund, sie in den Kreis der Tatverdächtigen einzubeziehen. Doch Rudi sieht das anders, auch wenn ihn Denise nervt. Zum Glück helfen seine Freunde Henner und Rosa bei der Spurensuche.

Als Fan dieser Ostfriesen-Krimireihe sind mir die Stamm-Charaktere bereits bekannt und ich habe mich sehr über ein Wiederlesen gefreut. Wie gewohnt unterstützen Henner und Rosa ihren Rudi und auch der Häkelbüdel-Club mischt wieder munter mit.

Wer könnte Isabell auf dem Gewissen haben? Während Haueisen und sein Team dieser Frage nachgehen, gibt es einen weiteren Toten. Könnte der gehörnte Ehemann Erich Beninga Rache genommen haben?

Gewohnt unterhaltsam erlebt man das dörfliche Leben mit Schulleben, Klatsch und Tratsch in Neuharlingersiel und wie gewohnt wird an Mudder Steffens großem Esstisch das gute bürgerliche Essen zelebriert. Ich habe mich bei den Bewohnern gleich wieder wohl gefühlt und bei dem Fall munter mitgerätselt. Die Auflösung wird logisch erklärt, hat mich nicht ganz so überrascht, doch der Krimi ist wieder richtig schön erzählt und gut durchdacht.

Dieser unterhaltsame Ostfriesen-Krimi sorgt mit dem spannenden Fall und dem charmanten Kult-Trio für kurzweilige Lesezeit, die kulinarischen Spezialitäten im Rezeptteil passen wieder ganz wunderbar zur Handlung.

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Lustiges Oster-Spaß-Buch für die Kleinsten!

Wo rollen all die Eier hin?
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Im Carlsen Kinderbuch Verlag erscheint das Bilderbuch "Wo rollen all die Eier hin?" von Günther Jakobs.

Bald ist Ostern und Osterhase Max und sein Freund Pieps haben alle Hände voll zu tun. Max malt wie ...

Im Carlsen Kinderbuch Verlag erscheint das Bilderbuch "Wo rollen all die Eier hin?" von Günther Jakobs.

Bald ist Ostern und Osterhase Max und sein Freund Pieps haben alle Hände voll zu tun. Max malt wie ein Weltmeister Ostereier an und Pieps stapelt sie schön ordentlich auf einen Haufen. Doch dann kommt er versehentlich gegen den Eierstapel und die Eier rollen davon. Die anderen Hasen und Hühner wollen helfen, um die Eier einzusammeln. Sie jagen den Eiern hinterher, es geht bergab und bergauf und mit Geschick erwischen sie alle Eier - bis auf eines. Ein ganz besonderes Ei, das sich hinter der letzten Klappe verbirgt.

Das Bilderbuch besteht aus stabiler Hartpappe und hält richtig was aus. Damit ist es perfekt für Kleinkinder, die besonders gerne hinter die Klappen schauen und mit den Drehscheiben nicht nur ihre Motorik schulen, sondern viele bunte Bilder entdecken und fröhlich beim Drehen die Szenen verändern können.

Die Illustrationen sind so niedlich und schön bunt und verbreiten beim Betrachten sofort frohe Laune. Besonders gut gefallen hat uns die kleine Maus. Die ist zwar nur eine Nebenfigur, aber es macht Spaß auf den Seiten nach ihr zu suchen. Und der Maulwurf ist auch eine witzige Figur, die trotz Sehschwäche einen Blick auf das Geschehen wirft. Es gibt für Kleinkinder jede Menge zu entdecken und Anlass, darüber zu reden.

Die Geschichte kommt in Reimform daher, der Text ist einfach und kindgerecht und es gibt witzige Szenen, über die man einfach schmunzeln muss. Das Ende bringt eine besondere Osterüberraschung mit, die ich aber nicht verraten werde.

Dieses österlich bunte Bilderbuch punktet mit einer lustigen Geschichte, dank der Klappen kann man viele Details entdecken und die schönen Reime animieren zum Nachsprechen. Einfach perfekt für Kleinkinder als Geschenk fürs Osternest!

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Schönes Bilderbuch erzählt vom Helfen und Teilen

Vier Freunde und ein Apfelkuchen
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Im Carlsen Verlag erscheint das Bilderbuch Vier Freunde und ein Apfelkuchen von Annette Herzog mit Illustrationen von Stephan Lomp.

Zum Ende des Sommers sind die Äpfel reif und das Wetter ist perfekt ...

Im Carlsen Verlag erscheint das Bilderbuch Vier Freunde und ein Apfelkuchen von Annette Herzog mit Illustrationen von Stephan Lomp.

Zum Ende des Sommers sind die Äpfel reif und das Wetter ist perfekt für ein Picknick im Garten. Der Bär fragt seine drei Freunde Ziege, Hase und Igel, ob sie nicht einen Apfelkuchen backen wollen. Alle sind begeistert, denn sie lieben Kuchen. Doch als es ans Helfen geht, fehlt den Freunden die Lust und sie möchten lieber spielen. Da fängt der Bär eben alleine an und bereitet den Teig vor, pflückt die Äpfel, schält und schneidet sie in Stücke und backt den Kuchen im Ofen. Er sammelt noch Nüsse und für die Sahne geht er zum Bauern, auch dazu sind seine Freunde einfach zu faul. Als der duftende Kuchen endlich auf dem Tisch steht, hat der Bär alles alleine gemacht. Der herrliche Duft lockt seine Freunde herbei und alle möchten etwas abhaben. So ganz ohne Mithilfe ist das eigentlich nicht gerecht, doch die Freunde versprechen, nach dem Essen auch zu helfen.

Erst als sie Kuchen essen wollen, wird den drei Freunden bewusst, wie fleißig der Bär war und wie faul und unfair sie sich ihm gegenüber verhalten haben. Während Bär eine Runde auf der Picknickdecke schläft, machen sie den Abwasch, räumen die Küche auf und überlegen sich für den Bären ein besonderes Dankeschön.

Das Buch schließt mit einem einfachen Apfelkuchen-Rezept.

Wir kennen es alle, kleine Aufgaben übernehmen und im Haushalt mithelfen ist in vielen Familien ein leidiges Thema. Aber es ist einfach nicht schön, wenn man nicht mithilft und gemeinsam macht es ja auch viel mehr Spaß! Es ist einfach fair, wenn man sich gegenseitig unterstützt.

In diesem herrlich bunt bebildertem Buch wird die Botschaft vom Mithelfen gut sichtbar gemacht. Der Text ist einfach gehalten und so verstehen auch schon die Kleinsten, wie unfair sich die drei Freunde verhalten. Sie spielen, während der Bär den Kuchen backt. Aber wozu sind Freunde da, wenn sie sich nicht gegenseitig unterstützen? Das wird ihnen schnell klar.

Schöne und lebendig bebilderte Geschichte um die Themen Freundschaft, Mithilfe und Teilen!

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Ein richtig amüsanter Cosy-Crime!

Frau Helbing und die tödlichen Weihnachtsplätzchen
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"Frau Helbing und die tödlichen Weihnachtsplätzchen" ist mittlerweile der 6. Band der Krimireihe von Eberhard Michaely aus dem Zsolnay Verlag.

Kurz vor Weihnachten finden die Proben zu dem Theaterstück ...

"Frau Helbing und die tödlichen Weihnachtsplätzchen" ist mittlerweile der 6. Band der Krimireihe von Eberhard Michaely aus dem Zsolnay Verlag.

Kurz vor Weihnachten finden die Proben zu dem Theaterstück "Tratsch im Treppenhaus" im St. Pauli Theater statt. Auch Frau Helbing, pensionierte Fleischereifachverkäuferin aus Hamburg, spielt mit und hat wie einige andere selbstgebackene Weihnachtsplätzchen zu den Proben mitgebracht. Dann kommt es zu einem Todesfall, der Regisseur stirbt an einer Vergiftung an Zyankali, nach dem Verzehr von einem Keks. Deshalb gerät auch Frau Helbing unter Verdacht. Das hält sie jedoch nicht davon ab, eigene Nachforschungen anzustellen. Und als wäre das alles nicht aufregend genug, bekommt sie auch noch Besuch aus Amerika von Walter, dem Bruder ihres verstorbenen Mannes. Seine Vorstellungen von einem Weihnachtsfest in »good old Germany« stimmen nicht ganz mit Frau Helbings Vorstellungen überein und so wird diese Zeit sehr stressig. Immerhin kann sie sich auf ihren Freund Herrn Aydin verlassen.

"Da sie sich zwischen Himbeer-Mascarpone-Torte und Frischkäse-Quark-Schnitte mit Mandarinen nicht entscheiden konnte, bestellte sie einfach von beidem ein Stück. Es war der Gipfel der Dekadenz, aber Frau Helbing war danach. Sie musste ihre Seele baumeln lassen. Dieses Weihnachten ging ihr gehörig auf den Geist." Zitat Seite 123

Dieser Krimiband ist mein erstes Buch der Reihe, der Erzählstil ist lebendig und mit einigem Humor unterlegt und die Hobbyermittlerin Frau Helbing ist mir schnell ans Herz gewachsen. Ihre etwas altmodische Art gefällt mir gut und mit ihrer charmanten Art hat sie gleich bei mir gepunktet.

Der Krimifall ist unblutig und dennoch spannend, insgesamt überwiegt aber der cosy-Faktor. Deshalb liest sich dieses Buch auch schön flüssig und unterhaltsam. Die Handlung wird durch den Besuch von Schwager Walter samt Frau und Tochter aus Amerika zu einer amüsanten Angelegenheit, denn Frau Helbings Vorstellungen von einem ruhigen Weihnachtsfest mit Lametta-Baum decken sich nicht mit den amerikanischen Gedanken Walters. Er träumt von einem Fest mit Gänsebraten wie zu seiner Kindheit, seine protzige amerikanische Art behält er bei und so wird die Tanne zu einem funkelnden, über und über geschmückten Riesenbaum, der das Wohnzimmer von Frau Helbing fast unter sich begräbt.

Mit der Zeit bekommt Frau Helbing immer mein Einsichten in den Fall, die Charaktere werden gut erkennbar beschrieben, sodass ich mitraten konnte. Es hat mich gefreut, wie sehr der Ermittlungseifer Frau Helbing gepackt hat und dass sie am Ende dem Verbrecher auf die Schliche kommt.

Die Geschichte entwickelt einen Lesesog, die leichte Handlung liest sich gut weg und es gibt viele humorvolle Szenen, die zum Schmunzeln anregen.

Eberhard Michaely hat mit Frau Helbing eine Hamburger Variante zu Miss Marple geschaffen, die ich auf ihrer Mordermittlung gerne begleitet habe. Man kann sich bei diesem Krimi angenehm zurücklehnen und Frau Helbing einfach mal machen lassen. Dieser Krimi macht richtig Spaß und gute Laune!

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