Platzhalter für Profilbild

Alesia

Lesejury Star
online

Alesia ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Alesia über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2025

Hochmut

Vanity Falling: Academy of Sins
0

Rahel besitzt das Laster des Hochmutes. Eine Fähigkeit mit der sie es schafft andere Menschen zu manipulieren. Als Vicious wird sie vom Order of Saints gejagt und schließlich in die Academy of Sins gebracht. ...

Rahel besitzt das Laster des Hochmutes. Eine Fähigkeit mit der sie es schafft andere Menschen zu manipulieren. Als Vicious wird sie vom Order of Saints gejagt und schließlich in die Academy of Sins gebracht. Asher, der noch auf dem Weg zum Warden ist, sieht in der Aufgabe Rahel zu bewachen eine Chance sich dem Orden zu beweisen. Allerdings hat er hierbei nicht mit den verbotenen Gefühlen gerechnet, die sie in ihm weckt.

In Vanity Falling: Academy of Sins von Kari Vanadis sind die sieben Todsünden das zentrale Thema. Hierbei gibt des die Vicious, welche jeweils eine der Todsünden verkörpern, die Menschen in diese Richtung manipulieren können und sich bei zu häufiger oder zu starker Annahme des Lasters in Dämonen verwandeln und den Order of Saints. Aufgabe des Ordens ist es die Dämonen zu töten. Allerdings wird auch schnell klar, dass der Orden die Fähigkeiten der Vicious, trotz allgegenwärtiger Verachtung, für seine eigenen Zwecke nutzt. Die Thematik und das Setting fand ich sehr interessant. Ein Dark Academia Gefühl kam für mich nicht wirklich auf. Gelehrt wird wenig. Die Academy of Sins hatte eher etwas von Erziehungsanstalt oder Gefängnis. Die Geschichte wird abwechselnd aus Rahels und Ashers Perspektive erzählt. Dies gibt Einblicke in beide Fraktionen, wobei deutlich ersichtlich ist, dass die Mitglieder des Ordens auch unmoralisch handeln. Rahels Verkörperung des Hochmutes fand ich sehr gelungen. Asher will sich von der Schande seiner Familie reinwaschen. Auch ihn fand ich recht nachvollziehbar dargestellt. Trotzdem hat mich die Liebesgeschichte nicht ganz erreicht. Das Ende des Buches ist offen gehalten und bereitet einen zweiten Teil vor. Insgesamt eine interessante Thematik eher durchschnittlich umgesetzt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.01.2025

Die Frau des Nordwinds

The North Wind – Reich aus Eis und Schatten (The Four Winds 1)
0

Boreas, der Frostkönig, der Nordwind. An Namen mangelt es dem Herrscher des Totenreiches nicht. Alle paar Jahrzehnte kommt er in das Dorf Edgewood, wählt eine Frau aus und nimmt sie mit. Als seine Wahl ...

Boreas, der Frostkönig, der Nordwind. An Namen mangelt es dem Herrscher des Totenreiches nicht. Alle paar Jahrzehnte kommt er in das Dorf Edgewood, wählt eine Frau aus und nimmt sie mit. Als seine Wahl auf Wrens Schwester fällt, nimmt diese heimlich deren Platz ein und begleitet den Nordwind hinter den Schattenwall.

Enemies to Lovers, forced marriaged, one bed, die Autorin bedient auf jeden Fall einige Trops, die so oder ähnlich, bereits in anderen Romantasy Romanen zu finden sind. Auch das Persephone und Hades Motiv ist nicht neu. Beides hat mich allerdings nicht gestört. Natürlich geht es hauptsächlich um die beiden Charaktere Wren und Boreas und ihre Beziehung zueinander. Im letzten Drittel wird diese spicy. Die Geschichte wird, abgesehen vom Epilog, ausschließlich aus Wrens Perspektive erzählt. Wren ist Jägerin, taff, kümmert sich aufopferungsvoll um ihre Schwester, lässt sich wenig sagen und hat ein ziemliches Alkoholproblem. Der göttliche Boreas ist zunächst ziemlich kühl, herablassend und verschlossen. Die Entwicklung der Charaktere im Verlaufe des Buches gefällt mir ganz gut, auch wenn für mich hierbei ein paar Ungereimtheiten bleiben. Leider fand ich das Worldbilding rund um die Totenwelt und die Dunkelgänger nicht ausreichend ausgearbeitet. Hier blieben für mich auch Fragen offen. Zum Beispiel wusste die Protagonistin zu lange nicht, was sie eigentlich will. Warum sie, nachdem sie eigentlich eine Beziehung zum Frostkönig aufgebaut hat, noch darüber nachgrübbelt ihn zu töten, bleibt mir ein Rätsel! Das Ende war mir dann auch etwas zu schnell abgearbeitet. Positiv ist hervorzuheben, dass sich die Lovestory nicht erzwungen anfühlt. Das Buch ist zwar der Auftakt zu einer Serie, aber in sich abgeschlossen. Band 2 handelt vom Westwind Zephyr, der hier bereits einige seiner eher negativen Seiten gezeigt hat. Insgesamt ist The North Wind – Reich aus Eis und Schatten von Alexandria Warwick kein schlechtes Buch, aber durchaus noch ausbaufähig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2025

Die Suche nach dem Sonnenlicht

To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1)
0

Die Sonnengöttin und damit auch das Sonnenlicht sind seit fünfzig Jahren aus dem Königreich Asidia verschwunden. Junge Männer aus jedem Dorf werden rekrutiert um sich der Ritterschaft des ewigen Sterns ...

Die Sonnengöttin und damit auch das Sonnenlicht sind seit fünfzig Jahren aus dem Königreich Asidia verschwunden. Junge Männer aus jedem Dorf werden rekrutiert um sich der Ritterschaft des ewigen Sterns anzuschließen. Als der Tag der Bestimmung kommt, wird die im Kampf trainierte Kiara anstelle ihres Bruders ausgewählt. Nach nur sehr kurzer Eingewöhnungszeit erfolgt eine den Tod verheißende Mission in den Nebel der Asidia umgibt. Eine letzte Möglichkeit die Sonne zurückzubringen?

Ausgehend von Cover und vom Klappentext hätte To Kill A Shadow von Katherine Quinn eigentlich genau mein Buch sein müssen. Romantische Fantasy hat es mir tatsächlich angetan. Anfang und vorallem Ende des Buches haben mir auch gut gefallen. Der Mittelteil, hat sich für mich allerdings zu sehr gezogen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Kiara und von Kommandant Jude erzählt. Kiara ist taff, selbstbewusst, aufopferungsvoll und kann vorallem kämpfen. Ein paar Schwächen hätten ihr nicht geschadet, denn so hat sie kein Entwicklungspotenzial! Mir fiel es teilweise schwer sie zu mögen. Jude ist, neben seiner Stellung als Komandant, auch der Meuchelmörder des tyranischen Königs ( das düstere, aber damit unglückliche, Love-Interest mit Blut an den Händen, kommt mir fast wie ein aktueller Trend vor). Beide sind eigentlich direkt hin und weg voneinander, trotzdem nimmt der Romance-Anteil viel Platz ein. Die Hintergrundgeschichte über die Götter und das Worldbilding, haben mir gut gefallen und hätten ausführlicher dargestellt sein dürfen. Das Buch wird zudem mit dem Trope "Found Family" beworben. Kiara freundet sich auch mit ein paar Rekruten an, aber spätestens im Nebel ist es dann mit der Freundschaft nicht weit her. Überhaupt ist das Buch düsterer, und damit meine ich nicht die Abwesenheit der Sonne, als ich angenommen hatte. Giftige Spinnen, blutige Kämpfe, Tote, Wesen zwischen Zombie und Vampir, To Kill A Shadow spart auf keinen Fall an solchen ausführlich beschrieben unschönen Szenen. Das Ende ist recht offen gehalten. Ich bin mir allerdings unsicher, ob ich den zweiten Band dieser eher durchschnittlichen Romantasy-Dilogie lesen werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2025

Die böse Hexe des Westens

Wicked - Die Hexen von Oz
0

Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, da zurzeit die Verfilmung des gleichnamigen Musicals im Kino läuft. Auch das Cover des Buchs macht Werbung damit. Beim Lesen des Buches habe ich festgestellt, ...

Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, da zurzeit die Verfilmung des gleichnamigen Musicals im Kino läuft. Auch das Cover des Buchs macht Werbung damit. Beim Lesen des Buches habe ich festgestellt, dass das Musical nur sehr lose auf dem Buch basiert. Wicked - Die Hexen von Oz von Gregory Maguire ist deutlich düsterer als erwartet und nicht für jüngere Leser geeignet. Mir hat auch der eher versöhnliche Ausgang des Musicals gefehlt.

Wicked ist die Geschichte von Elphaba, Missionarstochter, Studentin in Shiz, Verfechterin für TIER-Rechte, Rebellin und letztlich böse Hexe. Eine, nicht nur aufgrund ihrer grünen Hautfarbe, außergewöhnliche junge Frau. Trotz einiger Längen konnte mich die Geschichte packen. Ein paar Stellen und Wortgefechte fand ich sehr amüsant, allerdings gab es auch Abschnitt bei denen ich ein sehr unangenehmes Gefühl beim Lesen hatte. Besonders gut hat mir die Gestaltung der Welt gefallen, wobei ich hier nicht sagen kann, welche Teile Gregory Maguire entwickelt hat und welche Anteile aus dem Zauber von Oz von L. Frank Baum entlehent sind. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Entwicklung der Charaktere. Die Studierenden Glinda, Boq und auch Fiyero bleiben nur Randfiguren, auch wenn mehrere Kapitel von ihnen handeln. Bei der etwas oberflächlichen Glinda war eine kurze positive Entwicklung zu beobachten, die allerdings nicht dauerhaft anhielt. Elphaba ist stark, zielstrebig und etwas eigenbrödlerisch. Leider wirkt sie gerade in den letzten Kapiteln etwas wirr auf mich. Gregory Maguire spart im Buch nicht mit politischen, religiösen und philosophischen Themen. Im Vordergrund steht natürlich auch die Frage über Gut und Böse, dem Wesen des Bösen und seiner Entstehung.

Fazit: Insgesamt ist das Buch nicht schlecht, konnte aber meine vielleicht etwas zu hohen Erwartungen nicht erfüllen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.12.2024

Stroh zu Gold

Gilded – Die Versuchung des Goldes (Gilded 1)
0

Die Müllerstochter Serilda wurde von der Schiksalsgöttin gesegnet oder verflucht, wie die Dorfbewohner sagen. Sie liebt es, Geschichten zu erzählen und nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau. Dieses ...

Die Müllerstochter Serilda wurde von der Schiksalsgöttin gesegnet oder verflucht, wie die Dorfbewohner sagen. Sie liebt es, Geschichten zu erzählen und nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau. Dieses Talent wird ihr zum Verhängnis, als sie dem Erlkönig vorgaukelt, sie könne Stroh zu Gold spinnen. Der Erlkönig nimmt Serilda mit auf sein Schloss und zwingt sie unter Androhung des Todes, genau das zu tun. Ein namenloser Fremder, für den Serilda bald Gefühle entwickelt, steht ihr zur Seite.

Eigentlich mag ich Märchenretails, besonders wenn sie versprechen romantisch zu sein. Gilded – Die Versuchung des Goldes von Marissa Meyer konnte mich leider nicht überzeugen. Die Geschichte ist an das Märchen Rumpelstilzchen angelehnt, verbunden mit schaurigen Elementen der Wilden Jagd und der Legende des Erlkönigs. Insgesamt sehr düster, blutig, hoffnungslos und schaurig. Das Setting ist sehr spukig und geisterhaft. Gut und Böse sind dabei klar definiert. Serilda ist eine sehr junge Frau, mit überbordender Fantasie, gefühlt kaum älter als die Kinder bei deren Unterricht sie mithilfe. Im Verlauf des Buches kann man hin und wieder auch in ihre düsteren Märchen eintauchen. Besonders die Liebesgeschichte, die eher in Richtung erste zarte Liebe geht, hat mich nicht erreicht. Leider hatte die Geschichte dann auch einige Längen. Das Ende des Buches ist offen, eine Fortsetzung muss ich, trotz Neugier wie die Geschichte fortgeführt wird, nicht zwingend lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere