Profilbild von Lysan73

Lysan73

Lesejury Star
offline

Lysan73 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lysan73 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2026

Modern, aber seltsam!

Open Hearts
0

Aufgrund der Kurzbeschreibung hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung bezüglich der Geschichte - diese wurde nicht erfüllt.
Die Story an sich ist eigentlich spannend. Die 31jährige Protagonistin Misty ...

Aufgrund der Kurzbeschreibung hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung bezüglich der Geschichte - diese wurde nicht erfüllt.
Die Story an sich ist eigentlich spannend. Die 31jährige Protagonistin Misty wird von der unvermittelten Trennung nach 8 Jahren überrascht und zieht gezwungenermaßen zu ihrer Mutter zurück. Diese war schon immer alleinerziehend, macht einen äußerst distanzierten und seltsamen Eindruck. Der Großvater taucht immer mal wieder auf, der zumindest intelligente sprüche macht.
Misty lernt über eine App einen Mann kennen, den sie datet - in Unwissenheit seiner offenen Beziehung. Dann lässt sie sich auf eine 6wöchige "Beziehung" ein... Der Roman handelt deshalb nicht nur von einer Liebesgeschichte, sondern auch von:Selbstfindung, emotionaler Reife, modernen Beziehungsformen und dem unweigerlichen Erwachsenwerden.
Leider empfand ich die Hauptperson als sehr seltsame, nervige und leider nicht besonders sympathische Person, so dass das Lesen kein wirkliches Vergnügen war..
Die Aussage des offenen Herzens ist natürlich wichtig und richtig und vielleicht wurde auch genau diese Form des Ausdrucks gewählt, um die Aussage noch deutlicher zu gestalten.
Meinen Geschmack hat es leider nicht getroffen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2025

Hat mich nicht überzeugt!

Heimat
0

Hannah Lühmanns Roman „Heimat“ nimmt sich ein brisantes Thema vor: den Rückzug ins Private, die Sehnsucht nach traditionellen Rollenbildern und wie daraus ein gefährlicher Sog entstehen kann. ...

Hannah Lühmanns Roman „Heimat“ nimmt sich ein brisantes Thema vor: den Rückzug ins Private, die Sehnsucht nach traditionellen Rollenbildern und wie daraus ein gefährlicher Sog entstehen kann. Die Idee ist aktuell und vielversprechend.Die Protagonistin Jana gerät – schwanger, beruflich frustriert, emotional instabil – in den Bann der konservativen Influencerin Karolin. Diese inszeniert ein rückwärtsgewandtes Lebensmodell mit Haus, Kindern, Religion und Rollenklischees. Das Setting ist spannend, aber wird eher skizziert als ausgearbeitet. Vieles bleibt vage: Was genau macht den Reiz dieser „Heimat“ aus? Warum lässt sich Jana so schnell darauf ein?
Hatte ich zu Beginn noch ein gewisses Mitgefühl mit Jana, so verstand ich sie im Laufe der Geschichte immer weniger. Es fühlte sich an, als würde eine Abfolge von Ereignissen aufgezählt - ohne in die Tiefe zu gehen.
Jana als Hauptfigur bleibt merkwürdig blass und sprunghaft. Man erfährt kaum etwas über ihre früheren Überzeugungen, ihre Ängste, ihre inneren Brüche. Dadurch wird die Radikalisierung, die der Roman nachzeichnen will, eher behauptet als erfahrbar gemacht.
Die Handlung plätschert stellenweise dahin, große Wendungen oder emotionale Tiefen fehlen. Das offene Ende und auch die vorher schon offenen Fragen lassen mich ratlos zurück.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2025

Nicht wie erwartet...

Something Old, Someone New
0

Die Leseprobe dieses Buches und die dahinter stehende Story fand ich ursprünglich recht spannend... auch der Titel gefiel mir gut, obwohl der Originaltitel "Das Erbstück" viel treffender ist ...

Die Leseprobe dieses Buches und die dahinter stehende Story fand ich ursprünglich recht spannend... auch der Titel gefiel mir gut, obwohl der Originaltitel "Das Erbstück" viel treffender ist und der deutsche Titel doch sehr in die Irre führt. Das Cover finde ich eher mittelmäßig.
Nun gut - -mit viel Vorfreude ging ich an den Start und ertappte mich dabei, dass ich mich doch eher durch die Seiten quälte. Ich weiß nicht, ob es am Schreibstil liegt, an den zu kurz geratenen Charakteren der Figuren.... Nach einem fulminanten Einstieg (Leseprobe) dümpelte ich so durch die Geschichte und verlor die Lust. Glücklicherweise drehte sich das dann doch noch, so dass ich wieder mehr Spaß am Lesen hatte. Irgendwann kippte die Geschichte dann in Richtung Kindheitsaufarbeitung/Selbstfindung... und einige Twists später gab es einen kurzen Epilog. Tja... Von mir gibt es keine Leseempfehlung, denn mir fehlt irgendwas.... Ein Fokus auf die Personen oder auf die Orte oder auf die Entwicklung oder auf die Beziehung oder auf die Kindheit oder oder oder. so war es von allem etwas und nichts richtig. Schade!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2025

Bin ratlos!

In einem Zug
0

Dieses Buch lässt mich etwas ratlos zurück. Ich hatte ziemlich hohe Erwartungen, da ich den besonderen Schreibstil von Daniel Glattauer als Bereicherung empfinde. Nun schwanke ich zwischen Enttäuschung ...

Dieses Buch lässt mich etwas ratlos zurück. Ich hatte ziemlich hohe Erwartungen, da ich den besonderen Schreibstil von Daniel Glattauer als Bereicherung empfinde. Nun schwanke ich zwischen Enttäuschung und ... tja... Anteilnahme?
Der Titel drückt treffend aus - das Buch spielt in einem Zug... und ein bisschen auch außerhalb. Ein in die Jahre gekommener Bestseller-Autor mit Schreibblockade sitzt im Zug und trifft auf eine nicht mehr ganz junge Frau. Man gerät ins Gespräch, wie das eben in Zugabteilen oft so ist und außer Toilettengängen und Bistro-Besuch sowie "Beine vertreten" passiert verständlicherweise nicht viel an Bewegung und Ortswechseln.
Interessant beginnt das Gespräch mit einem gewissen "Schlagabtausch" und ausformulierten Gedankengängen. Das liest sich auch gut, nur leider wird es irgendwann irgendwie "klebrig". Ich habe mich stellenweise wirklich durch die Dialoge gequält. Der Twist ist für meine Begriffe ziemlich vorhersehbar und die Nachsätze machen es nicht besser, eher nehmen sie den Effekt wieder weg.
Der quantitativ ziemlich hoch dosierte Alkoholkonsum wird thematisiert, was sehr interessant und nach vollziehbar ist, die Menge aber nicht wettmacht.
Tja - es gibt wirklich schöne Passagen und Absätze, tolle Aussagen und nachdenkenswerte Sätze.... Leider fehlt mir die Lust, mich noch einmal heranzuwagen und diese Dinge auszukosten, weil der Gedanke an die "moosgrünen Augen" und die durchnummerierten Lächeln mir schon beim Daran-Denken auf den Wecker gehen. Schade!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2024

Nicht ganz so mein Geschmack...

Instagrammatik
0

Ich kenne Herrn Schröder aus diversen Kleinkunst- und Kabarett- Veranstaltungen. Ich fand ihn stellenweise witzig, nicht immer auf den Punkt kommend aber prinzipiell interessant. Sein Buch habe ich gelesen, ...

Ich kenne Herrn Schröder aus diversen Kleinkunst- und Kabarett- Veranstaltungen. Ich fand ihn stellenweise witzig, nicht immer auf den Punkt kommend aber prinzipiell interessant. Sein Buch habe ich gelesen, da ich selbst - wenn auch nicht als Lehrer - mit Schule zu tun habe und es da - von Ferne betrachtet - definitiv ziemlich viel Material für Satire gibt.
Nun ist leider der Schreibstil des Herrn Schröders überhaupt nicht mein Geschmack. Die Teile in Romanstil haben mir recht gut gefallen, es gab ein paar pregnante Aussagen, die mich mehr als zum Schmunzeln brachten. Aber die whatsapp - und Dialog-Teile waren so gar nicht meins und brachten mich immer wieder raus. Außerdem ist die gesamte Story meines Erachtens dermaßen überspitzt gezeichnet, dass jeglicher Bezug zur Wirklichkeit fehlt. Das ist leider auch in der Darstellung der einzelnen Personen so und das fand ich sehr schade! Fazit: Leider kein Treffer für mich - Man sollte wohl schon Fan sein!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere