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Veröffentlicht am 17.03.2025

Einsamkeit verbindet

Die Anatomie der Einsamkeit
3

Die in London lebende Journalistin Olive hat ihren Platz im Berufsleben noch nicht gefunden. Sie möchte große Artikel schreiben, die den Menschen etwas zu sagen haben, stattdessen sitzt sie in der Abteilung ...

Die in London lebende Journalistin Olive hat ihren Platz im Berufsleben noch nicht gefunden. Sie möchte große Artikel schreiben, die den Menschen etwas zu sagen haben, stattdessen sitzt sie in der Abteilung für Horoskope. Auch im Privatleben fühlt sie sich benachteiligt, da ihre Geschwister von ihrer Großmutter, ein Auto, beziehungsweise ein Schmuckstück geschenkt bekamen, sie erhielt lediglich einen alten Kompass. Als sie durch Zufall in einem Zeitungsartikel ,im Zusammenhang mit einer eingemauerten Leiche,auf einen Kompass stößt, der dem ihren sehr ähnlich ist,weckt das ihre Neugier.Sie kann ihre Chefin ebenfalls begeistern, und so macht sie sich kurz darauf mit dem Fotografen Tom auf den Eeg nach Deutschland.
Zwanzig Jahre zuvor steht Claire, eine aufstrebende Anwältin, die gerade ein Angebot einer renommierten Kanzlei in New York erhalten hat, im Fokus. als sie vom Tod ihrer Schwester Iris erfährt, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, wirft, dass ihre Pläne erst mal über den Haufen und sie verlässt New York, um auf einer kleinen Insel,zu dem Tod ihrer Schwester zu recherchieren.
Die dritte Frau ist ihre Großmutter Poppy, welche nach einem Schlaganfall, als Pflegefall bei Sohn und Schwiegertochter lebt. Wie gehören diese drei Schicksale zueinander?

Einem Puzzle gleich, werden die einzelnen Erzählstränge, durch die Autorin auf hervorragende Weise zusammengesetzt. Es wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, und ein großes, verbindendes Thema sind Schuldgefühle, welche bei allen drei Frauen auf unterschiedliche Weise vorhanden sind.
Es ist kein schnell zu lesendes Buch, weil es hohe Konzentration erfordert, was aber durch eine wunderbare Geschichte, die mich sehr begeistert hat, belohnt wird.

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  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 01.03.2025

Das Schweigen brechen

Vor hundert Sommern
0

Es ist das Jahr 2024 ,als Lena,Studentin an der Kunsthochschule in Berlin,gemeinsam mit ihrer Mutter Anja,die Wohnung der Mutter/Großmutter Elisabeth ausräumt.Dabei werden die beiden Frauen mit vielen ...

Es ist das Jahr 2024 ,als Lena,Studentin an der Kunsthochschule in Berlin,gemeinsam mit ihrer Mutter Anja,die Wohnung der Mutter/Großmutter Elisabeth ausräumt.Dabei werden die beiden Frauen mit vielen Relikten aus der Vergangenheit konfrontiert,über die Elisabeth,welche seit kurzer Zeit in einer Seniorenresidenz wohnt,bis heute geschwiegen hat.
Neben Briefen und Fotos der Großtante Clara,deren Leben ein dunkles Geheimnis umgibt,geht es auch um eine Pistole,welche auf dem Dachboden gefunden wird.Hauptsächlich der Hartnäckigkeit von Lena ,ist es zu verdanken,dass ihre Großmutter endlich ihr Schweigen bricht und eine Geschichte,von unglaublichen Ausmaßen enthüllt.

Erneut ist es ,der von mir sehr geschätzten Autorin gelungen,eine Familiengeschichte zu schreiben,die mich von der ersten Seite an,in ihren Bann gezogen hat.
Im Mittelpunkt stehen mehrere Frauen aus verschiedenen Generationen, aus deren Sicht die verschiedenen Abschnitte erzählt werden,dabei wechselt die Zeit zwischen der Gegenwart und Vergangenheit beginnend vor hundert Jahren.
Weil die Vergangenheit den größten Raum einnimmt, geht es neben der Familiengeschichte um das politische Geschehen vor und während der Nazizeit. Gerade wegen der aktuellen politischen Lage , welche bei uns und an vielen Orten der Welt gerade herrscht, ist es besonders bedrückend, diese Ereignisse wieder vor Augen geführt zu bekommen.
Der Teil, welcher sich mit der Gegenwart beschäftigt, hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Neben familiären Problemen verschiedenster Art, aber auch einem tollen Familienzusammenhalt, wird hier auch die aktuelle Politik einbezogen.
Wie jedes Mal, wenn ich solche Bücher lese, frage ich mich, warum die Menschen aus der Vergangenheit so scheinbar gar nichts gelernt haben.
Dass es sich bei der Protagonistin Clara um die Großtante der Autorin handelt, wertet das Buch zusätzlich auf. Die fiktiven Personen wurden geschickt eingefügt und zu einem beeindruckenden Roman verwoben,den ich mit sehr großer Begeisterung gelesen habe.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Ein besonderes Diner

Tod der Autorin
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Anläßlich ihres 70. Geburtstags hat die von mir sehr geschätzte Autorin, zu einem literarischen Dinner der besonderen Art eingeladen. Ihre Gäste sind die Protagonisten/Protagonistinnen all ihrer Bücher, ...

Anläßlich ihres 70. Geburtstags hat die von mir sehr geschätzte Autorin, zu einem literarischen Dinner der besonderen Art eingeladen. Ihre Gäste sind die Protagonisten/Protagonistinnen all ihrer Bücher, die sie an sechs Tischen platziert hat.Zu jedem Tisch gibt es neben einer Gästeliste, kulinarische Köstlichkeiten vom Feinsten.Die Autorin widmet sich jeder Gästegruppe im Einzelnen, lässt die Ereignisse ihrer Bücher Revue passieren und verknüpft sie mit aktuellen Themen.Obwohl eine große Vielfalt unterschiedlicher Themen wie z. Bsp.Feminismus,Mutterschaft ,optimierte Fortpflanzung,Gentechnologie,politische Gewalt ,behandelt werden,war das Buch an keiner Stelle überladen.Ein verbindendes Element war die Liebe in all ihren Facetten.

Dass die Autorin ihr Handwerk versteht,wird auf jeder Seite deutlich.Realismus gepaart mit Emotionalität ,sowie Humor mit einer Prise Ironie , machen dieses Buch zu einem wirklichen Highlight, was ich sehr gerne gelesen habe und weiterempfehle. Von mir gibt es hierfür fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Altersruhesitz oder nicht?

Spröde Sprotten schwimmen schlecht
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In der Seniorenresidenz Beningaburg,sind gerade die ersten Bewohner eingezogen,um in einem feudalen und stilvollen Rahmen,ihren Lebensabend zu genießen,als die Ehefrau des reichen Unternehmers Beninga ...

In der Seniorenresidenz Beningaburg,sind gerade die ersten Bewohner eingezogen,um in einem feudalen und stilvollen Rahmen,ihren Lebensabend zu genießen,als die Ehefrau des reichen Unternehmers Beninga als Leiche im See schwimmt. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um Mord handelt und so ist die Kripo im Einsatz. Rudi Bakker wird von dem bewährten Team Henner und Rosa tatkräftig unterstützt.Da die Tote ca,vierzig Jahre jünger ist war als ihr Ehemann, brodelt die Gerüchteküche auf Hochtouren.

Rudis Chef Helmut Schnepel ,ein Wichtigtuer vor dem Herrn, vertritt umgehend die Meinung, dass Rudis Exfrau Denise, die mit der Pflegedienstleitung beauftragt ist, die Täterin ist.Um sie zu entlasten, legt sich Rudi mächtig ins Zeug. Zeitgleich gibt es in der vornehmen Einrichtung, mehrere Schmuckdiebstähle und es stellt sich die Frage, ob da ein Zusammenhang möglich ist und als wäre das nicht genug,gibt es bald eine weitere Leiche…

Da ich einige der vorhergehenden Bücher gelesen habe, ist mir das bewährte Team bestens bekannt. Gerne habe ich die Ermittlungen, welche spannend und außerdem sehr humorvoll verliefen,begleitet.Neben dem Kriminalfall gibt es auch wieder einige Einblicke in das Privatleben der Protagonisten. Eine wichtige Rolle spielt dabei der tägliche Mittagstisch bei Rudis Mutter, wo sich immer wieder eine hungrige Truppe versammelt, um das gute Essen zu genießen.

Selbstverständlich wird am Schluss alles aufgeklärt, so dass ich das Buch zufrieden zur Seite legen konnte.

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