Nach Band 1 etwas enttäuschend
Haunted ReignCa. zwei Monate sind seit den Geschehnissen von Fallen Princess vergangen, und in Everfall ist der Alltag wieder eingekehrt. Zumindest größtenteils. Zoey kämpft immer noch mit dem Verrat ihrer besten Freundin ...
Ca. zwei Monate sind seit den Geschehnissen von Fallen Princess vergangen, und in Everfall ist der Alltag wieder eingekehrt. Zumindest größtenteils. Zoey kämpft immer noch mit dem Verrat ihrer besten Freundin und ihre Noten leiden darunter. Als sich die Möglichkeit ergibt, ein paar Zusatzpunkte zu gewinnen, meldet sie sich für einen schulischen Wettkampf an, der aber nicht ganz ungefährlich ist.
Das Buch war nett. Aber leider ist es für mich nicht an den ersten Teil rangekommen. Erstmal was den Plot angeht - ich hatte erwartet, dass die Handlung relativ dicht an die Geschehnisse aus Band 1 anknüpft und wir erfahren, wie es mit Cree weitergeht. Fehlanzeige. Für ca. die ersten zwei Drittel des Buches war das absolut irrelevant. Stattdessen gab es Beziehungsdrama und das Jahresabschluss-Turnier. Letzteres war zwar an sich ganz cool gestaltet, aber nach dem Murder Mystery aus Teil 1 war es etwas enttäuschend. Eine Verbesserung der Schulnoten kommt halt an die Aufklärung eines Mordes nicht ran, was die Spannung angeht. Natürlich geht bei dem Wettbewerb einiges drunter und drüber, aber auch das hat mich eher frustriert. Die Lehrer kamen mir etwas unfähig vor und haben definitiv ihre Aufsichtspflichten nicht sehr gut ausgefüllt. Außerdem fand ich die Auflösung des Turniers ziemlich unbefriedigend.
Ansonsten hab ich das Beziehungsdrama angesprochen und das hat mich wirklich sehr genervt. Die Beziehung von Dylan und Zoey wurde im ersten Band nur sehr zaghaft begonnen und ich fand es sehr schön, wie sie langsam gelernt haben, sich gegenseitig zu vertrauen. Und plötzlich stößt Dylan sie von sich und hängt mit einem anderen Mädel rum. Natürlich führt es zu Spannungen, ewigem Hin und Her, ob sie sich noch vertrauen können, oder nicht - ich dachte, dass wir an dem Punkt schon längst vorbei sind. Es hat mich einfach nur aufgeregt.
Die Auflösung davon fand ich auch eher schwach. Dylan war zwar weiterhin nett und es war schön, mehr über seine Vergangenheit zu erfahren, aber da hätte man mehr draus machen können. Zoey hat mich zwar auch etwas frustriert, aber wenigstens konnte ich ihre Handlungen noch nachvollziehen.
Wen ich dafür richtig mochte, waren Kenna und Murphy. Die beiden sind super. Auch sonst kamen ein paar Nebencharaktere vor, mit denen ich mich anfreunden konnte. Sehr angenehm fand ich, dass nicht alles komplett schwarz-weiß war und einige, denen ich anfangs noch sehr skeptisch gegenüber stand, bis zum Ende gar nicht mal mehr so übel waren. Ich könnte lediglich kritisieren, dass ich die Beziehungen da noch gerne etwas mehr vertieft hätte.
Als dann nach zwei Drittel die eigentliche Handlung losging, fand ich es eigentlich gar nicht so übel. Ich hätte gerne noch mehr keltische Bezüge gehabt, aber insgesamt waren die Geschichten nett. Man hätte alles etwas mehr vertiefen können, die Handlung war schon ziemlich simpel, aber es ist ja auch nur eine Dilogie.
Das Ende hat mir dafür wieder richtig gut gefallen. Man muss es Mona Kasten lassen - sie schreckt nicht davor zurück, Opfer zu bringen und ein paar Sachen am Ende haben mich tatsächlich überrascht. Ich hätte gerne noch ein oder zwei Kapitel mehr gehabt, die noch genauer zeigen, was danach passiert ist, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Schreibstil fand ich wieder sehr schön und es gab mehrere Szenen, die mich berührt haben. Obwohl das Buch insgesamt nicht perfekt war, hat es mir trotzdem gut gefallen und ich hatte Spaß daran.
Vielen Dank an NetGalley und den LYX-Verlag für ein Rezensionsexemplar im Gegenzug für eine ehrliche Rezension.