Eine etwas anderes Abenteuer
WolfszoneWorum geht’s?
Privatermittler Joe Denzinger ist alles andere als in seinem Element, als er die Berliner Großstadt gegen die brandenburgische Provinz eintauschen muss, um die verschwundenen Tochter einer ...
Worum geht’s?
Privatermittler Joe Denzinger ist alles andere als in seinem Element, als er die Berliner Großstadt gegen die brandenburgische Provinz eintauschen muss, um die verschwundenen Tochter einer der reichsten Rüstungsunternehmerinnen zu finden. Als wäre das nicht schon heikel genug, steht Joe vor einer ganz besonderen Herausforderung – denn in dem Gebiet gibt es nicht nur unendliche Wälder, sondern auch modifizierte Wölfe, die die Suche nach der Vermissten alles andere als ungefährlich gestalten.
Meine Meinung
Eigentlich bin ich in schöner Regelmäßigkeit überzeugt davon, dass meine aktuelle Leseliste ein wenig Abwechslung von meinen üblichen Genres gebrauchen kann und bin dann relativ häufig auch recht positiv überrascht von diesen Geschichten. In diesem Fall war das Konzept für mich aber leider nicht ganz so überzeugend, auch wenn ich beim Lesen dennoch seltsam unterhalten war.
Die Idee von Cyborg-Wölfen war ja irgendwie auf fast groteske Weise unterhaltsam, gleichzeitig aber irgendwie auch ziemlich komisch umgesetzt. Selbst zum Worldbuilding kann ich jetzt im Nachhinein nicht einmal mehr besonders viel sagen, was für mich nach dem Lesen eines Buches eigentlich nie ein besonders gutes Zeichen darstellt. Interessant zu lesen fand ich allerdings, wie sich Parallelen zu gesellschaftlichen Entwicklungen unserer Zeit ziehen lassen, auch wenn die Ausgangsszenarien völlig unterschiedliche sind.
Auch mit den Figuren konnte ich mich nicht so wirklich identifizieren, was bei Cyborg-Wesen allerdings auch nicht die allergrößte Überraschung darstellen dürfte. Nichtsdestotrotz war mir schon die Menge der auftretenden Charaktere, ihre Interessen und Konflikte etwas zu viel des Guten, da ich vor allem zu Beginn der Geschichte den Eindruck hatte, als wäre der Klappentext bzw. die darin beschriebenen Ereignisse gar nicht besonders wichtig für die eigentliche Handlung, was das durchaus fulminante Ende für meinen Geschmack leider nicht wieder herausreißen konnte.
Insgesamt war die Idee auf jeden Fall sehr speziell, was sicherlich Fans findet, mich aber nur kurzzeitig unterhalten und eher nicht restlos vom Hocker reißen konnte.
Fazit
Auch wenn ich von dem Konzept dieser Geschichte nicht so wirklich überzeugt bin, war die Idee auf jeden Fall eine interessante Abwechslung auf meiner Leseliste. Als Thriller-Fan wird mein nächstes Buch dann allerdings doch eher ein anderes, da ich vermutlich nicht ideal in die Zielgruppe dieser Geschichte passe.
Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.