Die Macht der Lügen und Wahrheiten
Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?Worum geht’s?
Sloane kann eines im Leben besonders gut: Lügen. Damit möchte sie zwar lediglich ihren absolut durchschnittlichen Alltag ein wenig spannender klingen lassen, doch als sie zufällig bei einem ...
Worum geht’s?
Sloane kann eines im Leben besonders gut: Lügen. Damit möchte sie zwar lediglich ihren absolut durchschnittlichen Alltag ein wenig spannender klingen lassen, doch als sie zufällig bei einem Besuch im Park auf Jay Lockhart und dessen Tochter trifft, katapultiert sie genau dieses Bestreben in einen Strudel aus Lügen, den nicht einmal sie selbst kontrollieren kann.
Meine Meinung
Bei dieser Geschichte tue ich mich tatsächlich im Nachhinein betrachtet ein bisschen schwer mit meiner Bewertung, da ich Idee und Plottwist grundsätzlich spannend fand, sich die Umsetzung in meinen Augen allerdings von Anfang an eher grundlos in die Länge gezogen hat, als tatsächlich nervenaufreibend auf mich zu wirken.
Protagonistin Sloane als chronische Lügnerin war definitiv eine eher ungewöhnliche Wahl für eine Hauptfigur, weshalb ich wirklich gespannt auf diese Geschichte und ihre etwaige Entwicklung war. Bereits der Einstieg respektive Sloanes gesamter Teil des Buches hat sich dann für meinen Geschmack allerdings deutlich zu sehr in die Länge gewogen, ohne dabei nennenswerte Fortschritte im Plott zu machen, als das ich wirkliche Begeisterung für die Geschichte hätte aufbringen können.
Mit dem zweiten Teil und dem damit einhergehende Perspektivwechsel wurde das für mich deutlich besser, sodass ich immerhin keine Langeweile mehr beim Lesen hatte. Wirkliche Sympathien für die Figuren konnte ich leider trotzdem nicht aufbringen, da ich bei keinem der Charaktere den Eindruck hatte, mich wirklich auf deren Aussagen verlassen zu können. Angesichts der Prämisse der Geschichte waren Lügen nun wirklich kein unerwartetes Phänomen, so richtig förderlich für meine Beziehung zu den Figuren war das beim Lesen allerdings nicht.
Dem Spannungsbogen hat es meiner Meinung nach allerdings wiederum sehr gut getan, nicht nur die Perspektiven, sondern auch die Deutungshoheit über Wahrheit und Lüge zu wechseln. Die Wendungen innerhalb der Geschichte konnten mich meistens tatsächlich überraschen, was mir wesentlich besser gefallen hat als der Einstieg, und gerade mit dem steigenden Spannungsfaktor hatte ich deutlich mehr Interesse daran, das Buch auch wirklich zu beenden.
Fazit
Auch wenn ich nur recht schwer in die Geschichte reingekommen bin, konnten mich die Plotttwists schlussendlich trotzdem ganz gut unterhalten. Nach anfänglicher Langeweile fand ich Konzept und Umsetzung daher definitiv lesenswert, auch wenn ich für zukünftige Bücher durchaus noch auf eine Weiterentwicklung der Autorin hoffe.
Dafür gibt es solide dreieinhalb Bücherstapel von mir.